Das Geheimnis der Artefakte (Arbeitstitel)

von Merox
GeschichteAbenteuer, Mystery / P12
Impa Lana Link Linkle OC (Own Character) Zelda
02.01.2017
01.01.2018
6
7869
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Am Tage brannte die Sonne unbarmherzig vom Himmel und in der Nacht herrschte eisige Kälte. Das war die Gerudo Wüste, die Heimat des gleichnamigen Kriegerinnenstammes. Ihre Festung war streng bewacht und jeden Tag trainierten die zähen Kriegerinnen, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. Eine von ihnen hieß Akemi. Sie stand gerade einer sehr erfahrenen Kriegerin gegenüber, die sie noch nie schlagen konnte. Doch heute war sie sich sicher, dass sie es endlich schaffen würde. So viele Jahre hatte sie trainiert und heute würde sich die harte Arbeit bezahlt machen. Von diesem Kampf hing alles ab. Wenn Akemi sie besiegte, stünde es ihr frei, mit nach Hyrule zu reisen, denn nur die erfahrensten Kriegerinnen durften mit. Akemi beobachtete ihr gegenüber. Ihre Gegnerin war unberechenbar, sie könnte jeden Moment zum Angriff übergehen. Plötzlich holte ihre Gegnerin aus und schlug hart zu, doch Akemi konnte ausweichen. Nun ging der Kampf erst richtig los. Akemi setzte zu einer Sprungattacke an, doch ihre Gegnerin wich aus und schlug zu. Ihr Säbel streifte Akemis Hose und hinterließ einen Schlitz an der Rechten Wade. Schnell rollte Akemi über den Boden und versetzte ihrer Angreiferin einen Hieb, welcher sie am Arm traf. Nun setzte ihre Gegnerin ihren speziellen Hieb ein, der jeden Gegner außer Gefecht setzt. Sie drehte sich um sich selbst und schwang ihre zwei Säbel atemberaubend schnell. Akemi hatte sich auf diese Attacke vorbereitet. Ihre Gegnerin musste sich für diese Technik ducken und so sprang sie mit einem Salto über sie hinweg und stieß den Säbel leicht auf ihren Rücken. Die umherstehenden Kriegerinnen klatschten und jubelten voller Begeisterung und ihre Gegnerin gab ihr die Hand.

„Das war sehr gut Akemi. Du hast deine Prüfung bestanden und erhältst nun das Zeichen einer Gerudo Kriegerin.“ Akemi bekam eine goldene Haarklammer mit einem leuchtend gelben Edelstein überreicht. Sie löste ihre lockigen, roten Haare aus dem Dutt und machte sich stattdessen einen Pferdeschwanz, den sie mit der Haarklammer fixierte.

„Vielen Dank Radeta.“ Ihre Gegnerin lächelte sie an. Glücklich und stolz blickte Akemi nun in die Runde der applaudierenden Zuschauerinnen und erblickte ihre Mutter Akane. Schnell lief sie in ihre Arme.

„Ich bin so stolz auf dich, du warst unglaublich!“

„Danke Mutter.“

„Hat sie dich getroffen?“ Fragte ihre Mutter besorgt mit einem Blick auf ihre rechte Wade.

„Ist nicht so schlimm.“ Kopfschüttelnd sah ihre Mutter sie an.

„Ach Akemi, lass uns nach Hause gehen, die Wunde muss versorgt werden.“ Seufzend stimmte sie zu und verließ mit ihrer Mutter das Getümmel. In ihrem Heim angekommen inspizierte ihre Mutter die Wunde. Sie war in der Tat nicht tief, doch sie desinfizierte die Wunde mit Rum und verband den Schnitt, damit er sich nicht entzündete. Akemi hatte helle Haut und Sommersprossen, was sie von den anderen Gerudo Kriegerinnen unterschied, doch sie war ja auch nicht in der Wüste geboren, wie alle anderen.

„Bei dem ganzen Sand und Staub der hier durch die Luft fliegt solltest du wissen, wie gefährlich es ist, eine Wunde offen zu lassen.“

„Ja ich weiß, ich will nur schnell zurück zu der Feier.“

„Ich bin schon fertig. Aber warte eben, ich habe noch etwas für dich.“ Ihre Mutter holte ein kleines Kästchen aus ihrer Schublade.

„Ich habe es all die Jahre aufbewahrt und wollte es dir zur Feier des Tages überreichen.“ Akemi nahm das Kästchen in die Hand und öffnete es. Darin lag eine goldene Kette. In der Mitte war ein Dreieckiges Zeichen zu sehen, welches von Flügeln umrandet wurde.

„Woher hast du das?“ Sagte Akemi und ließ sich die Kette umlegen.

„Damals als ich dich mitten in den Trümmern einer verbrannten Kutsche gefunden habe, lag diese Kette in den Tüchern, in denen du eingewickelt warst. Ich weiß ich habe dir diese Geschichte schon oft erzählt aber ich kann immer noch nicht fassen, dass du überlebt hast. Auf der Hinterseite ist etwas eingraviert aber man kann es nicht mehr lesen.“

„Sie ist wirklich schön, danke Mutter. Ich weiß, dass meine Eltern damals wahrscheinlich umgekommen sind, es würde keinen Sinn machen, nach ihnen zu suchen, schließlich habe ich doch eine Mutter.“ Akemi nahm ihre Mutter in den Arm.

„Ich weiß, dass du so denkst, aber falls du doch irgendwann den Wunsch verspürst, deiner Vergangenheit auf den Grund zu gehen, wird dir diese Kette sicherlich helfen. Leider weiß ich nicht, was dieses Zeichen bedeutet, denn ich war nie in Hyule. Vielleicht können die anderen Kriegerinnen dir weiterhelfen, oder du findest es auf eurer gemeinsamen Reise nach Hyrule selber heraus.“ Akemi zog die zerrissene Hose aus, und eine neue an.

„Ich gehe zurück zur Feier und frage Radeta danach. Kommst du mit?“

„Feier du schön, ich bleibe hier und ruhe mich ein wenig aus, du weißt gar nicht, wie nervenaufreibend es ist, dich in so einen Kampf verwickelt zu sehen.“

„Haha na gut, aber wenn ich etwas erfahre, erzähle ich es dir sofort.“

„Viel Spaß, meine Kleine.“ Lächelnd verließ Akemi das Haus und begab sich wieder zu den anderen Kriegerinnen. Radeta war jedoch nirgends zu sehen.

„Hey Tinebu hast du Radeta gesehen?“

„Als du weg warst ist sie mit den anderen Kriegerinnen zur Beratung in ihr Haus gegangen, du sollst nachkommen.“

„Okay danke Tinebu.“ Akemi beeilte sich, um nicht allzu viel von der Beratung zu verpassen. Als sie das Haus von Radeta betrat, wurde sie von allen Kriegerinnen der Runde angesehen.

„Akemi setz dich.“ Fordete Radeta sie auf. Sie tat wie ihr gehießen und setzte sich auf einen freien Platz zwischen zwei junge Kriegerinnen, die letztes Jahr aufgenommen wurden. Dieses Jahr hatte nur sie es geschafft, aufgenommen zu werden.

„Zuerst wollen wir dich beglückwünschen, dass du die Prüfung erfolgreich gemeistert hast. Wir sind stolz darauf, eine so starke Kriegerin in unserer Mitte willkommen zu heißen. Nun zu den geplanten Überfällen. In Hyrule scheint zurzeit alles ruhig zu sein doch wir schicken wie immer eine Kundschafterin los, um uns darüber zu vergewissern. Schließlich wollen wir nicht zwischen die Fronten irgendeines hylianischen Krieges geraten. Diese Aufgabe wird dieses Jahr Kerasi übernehmen.“ Die Kriegerin rechts von Akemi erhob sich.

„Kerasi, geh nach Hyrule und erstatte uns so schnell wie möglich Bericht. In drei bis vier Tagen erwarten wir dich wieder hier.“

„Jawohl Radeta!“ Antwortete sie und verließ das Zelt.

„Nun gut. Jetzt ist es an der Zeit, die neue Kriegerin in unsere Strategie einzuweisen.“ Der Abend war sehr lang, doch Akemi hörte aufmerksam zu. So lange wünschte sie sich schon, nach Hyrule reisen zu können und bald war es endlich soweit. Als die Besprechung zu Ende war, verließen die Kriegerinnen das Haus, doch Akemi blieb sitzen.

„Was ist, hast du noch Fragen zum Überfall?“

„Nein ich habe eine andere Frage. Meine Mutter gab mir heute eine Kette, sie lag in meinen Tüchern, als sie mich gefunden hat. Kannst du mir sagen, was dieses Zeichen bedeutet?“ Radeta trat näher an sie heran, um die Kette besser betrachten zu können.

„Nun das ist das Symbol der hylianischen Königsfamilie aber in Hyrule ist es überall zu sehen. Das bedeutet nicht zwingend, dass du zur königlichen Familie gehörst, jeder der der königlichen Familie dient, trägt es.“

„Danke Radeta. Sobald wir in Hyrule sind, werde ich sicher mehr erfahren.“

„Sofern wir genug Zeit haben, ja. Vergiss nicht, dass wir uns nicht so lange dort aufhalten werden.“

„Ja Radeta. Nochmals vielen Dank für deine Hilfe.“ Mit diesen Worten verließ Akemi das Haus. Sie hatte mehr Informationen erhalten als sie gehofft hatte und musste dies sofort ihrer Mutter mitteilen. Ihre Neugierde auf Hyrule wuchs mit jedem Tag mehr.
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