Die Wette

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18 Slash
Andreas "And.Ypsilon" Rieke Michael "Michi" Beck Michael Bernd "Smudo" Schmidt OC (Own Character) Thomas "D" Dürr
02.01.2017
05.02.2017
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Hi, und schon wieder ich. Ich weiß, es ging relativ schnell, aber ich hatte die Idee im Kopf und musste sie einfach umsetzen. Bin gespannt, ob sie euch auch gefällt. Viel Spaß jedenfalls.

„Jungs, macht nicht mehr so lange!“
„Niemals, Julia!“, empörte sich Michi und zuckte unschuldig mit seinen Schultern.
„Ihr müsst morgen fit sein!“, sagte sie nochmal betonter und streckte Michi ihre Zunge heraus, mit der sie uns alle ganz vom Wesentlichen ablenkte.
„Ja, du bist ja echt noch schlimmer als Nash!“
Thomas gab sich geschlagen und wollte schon fast aufstehen und sich ebenfalls in die Falle legen, wenn ihn Andy nicht festgehalten hätte.
„Gute Nacht!“
Noch einmal drehte sie sich zu uns um, bis sie dann schnell im Tourbus verschwunden war, in dem sie auch ein Bett zugeteilt bekommen hatte – nicht weit von unseren Betten entfernt.
Schmunzelnd blickte ich in die Augen meiner drei Freunde, die ebenfalls in einem bequemen Campingstuhl platziert waren und sich ihr Glas Wein gut schmecken ließen.
„Sie sieht gut aus!“, meinte plötzlich Andy und zwinkerte uns mit einem Auge zu.
Mein Lachen wurde ein Stückchen lauter, als auch Michi zugab, sie ganz attraktiv zu finden.
„Von der Bettkante würde ich sie auch nicht stoßen wollen!“
„Thomas, du bist verheiratet?“, erinnerte ich ihn an seine Frau, die er anscheinend völlig verdrängt hatte.
Doch nun schien er sich zu erinnern und ließ traurig seine Schultern hängen, als hätte er sein Lieblingsbonbon nicht bekommen.
„Smudo, was ist mir dir?“
„Wie, was soll mit mir sein?“
Verwirrt blickte ich in sechs Augenpaare, die mich mehr oder weniger mit Belustigung beobachteten.
„Wie findest du sie?“, fragte Michi mich nochmal und wartete nun ebenso wie die anderen Beiden auf meine Antwort.
„Sie macht ihren Job ganz gut!“
Ich wusste, dass diese Antwort meine Jungs nicht zufrieden stellen würde und trotzdem gab ich sie ihnen, mit der Erwartung ihrer Reaktionen, die sich auch schnell zeigten, indem sie tief durchatmeten und mir einen kurzen Klaps auf den Oberarm gaben.
„Und sie sieht gut aus!“
„Na siehst du!“
„Die Frau ist der Hammer!“, meinte Andy und leerte sein Glas in einem Zug.
Sein wievieltes Glas war das eigentlich?
Bedröppelt starrte ich auf mein eigenes Behältnis, in welchem noch eine rötliche Flüssigkeit schwamm, welche auch geleert werden wollte.
Meine Gedanken drehten sich und ich beschloss, dass dieser Schluck der Letzte an diesem Abend sein sollte, denn ich wollte nicht mal annähernd mit Julia aneinandergeraten.
„Hast du ihre Kehrseite gesehen?“, fragte Thomas Andy, worauf dieser nickte.
„Meine Hände würden perfekt passen!“, gab Michi noch eins drauf und betrachtete nebenbei seine Hände, mit denen er innerlich ihren Arsch umfasste und zudrückte.
Kurz schloss ich meine Augen, um mir nicht weiter vorstellen zu müssen, wie Julia in den Armen von Michi lag und dieser sie als eine Art Beute betrachtete.
„Erde an Smudo!“
„Ja, was?“
„Sag mal, was ist denn los mit dir?“
„Nichts…“, antwortete ich schulterzuckend und exte nun endlich mal mein Glas, wodurch ich nur noch weniger mitbekam, was die Anderen besprachen.
Außerdem traute ich mir auch nicht mehr zu, heil ins Bett zu kommen, musste wohl dieser Campingstuhl für diese Nacht ausreichen.
„Der Smu ist besoffen…“
Michi beäugte mich mit seinem strengen Blick und klatschte mir ein paar Mal auf meine rechte Wange, um mich aus meiner Trance zurückzuholen.
„So viel hast du doch gar nicht getrunken!“, philosophierte Thomas und machte sich bestimmt innerlich über meinen Zustand lustig.
„Jaja...“, kam es nur aus meinem Mund, denn zu einem Satz war ich bestimmt nicht mehr fähig.
„Wisst ihr, was ich glaube?“, meinte nun wieder Andy, der sich nun ein Bier schmecken ließ und dieses auch schon wieder bis zur Hälfte ausgetrunken hatte.
„Der Smu hat sich in die Julia verknallt!“
„Pfff…“
Verärgert verschränkte ich meine Arme vor meinen Körper und tötete Andy mit meinem Blick.
„Da könnste recht haben Andy!“, unterstützte nun auch noch Thomas das Gelaber von Andy, wodurch ich auch ihn mit einem gekonnten Blick tötete und um die Ecke brachte.
„Ich würde sie schon gerne mal flachlegen…“, träumte nun Michi vor sich hin und verhinderte damit, dass ich die Beiden noch in kleine Stücke zerteilte.
Stattdessen erhielt er aufgrund seines Gesagtem meine volle Aufmerksamkeit und aus irgendeinen Grund missfiel mir die Intention, die er damit ausdrücken wollte.
Wenn Michi etwas wollte, dann bekam er dies auch.
„Michi, nicht nur du willst sie nageln…“
Abschätzig blickte ich Andy an, der erneut sein Getränk austauschte und vermutlich seinem imaginären Freund zuprostete, denn auch ihm setzte langsam der viele Alkoholgehalt zu.
„Leute, ich hab ne Idee!“
Plötzlich ergriff Thomas das Wort und ich wusste es schon längst, bevor er überhaupt seine Idee, wie er sie nannte, aussprechen konnte.
„Wir machen ne Wette!“
„Nisch dein Ernst, Thomas…“, versuchte ich ihm dazwischen zu reden und ihm damit umzustimmen, aber dies war leider nicht so einfach.
„Wer sie als Erstes ins Bett bekommt, der wird für einen ganzen Tag von uns Anderen auf Händen getragen…“
Die Idee war dumm und die Wette völlig hirnrissig, jedoch war ich anscheinend der Einzige, der solche Gedanken gegen den Vorschlag von Thomas hegte.
Deutlich konnte ich nämlich erkennen, wie die beiden Anderen fast glitzernde Augen bekamen, als ihnen der Gedanke durch den Kopf ging, wie King behandelt werden zu können und dafür noch eine wunderschöne Frau flachlegen zu können.
„Das haben wir doch nicht nötig!“
In einem postwendenden Anflug von Nüchternheit, versuchte ich wenigstens meinen anderen Freunden die Idee aus dem Kopf zu schlagen, was mir aber auch nicht gelang.
„Ich bin einverstanden…“, stimmte Andy zu.
„Ich auch, aber nur, wenn wir ein Siegerselfie machen. Denn sonst könnte ja jeder behaupten, er wäre als Erstes in ihre Lustgrotte vorgestoßen!“, hakte Michi nach und ich verstand nun absolut nicht mehr, was da mit meinen Freunden los war.
Als Thomas der Nachfrage von Michi zustimmte, lag es nur noch an mir die Wette zu vollenden, denn alle sechs Augenpaare betrachteten mich argwöhnisch.
„Ich mach da nicht mit!“
„Komm schon, gib dir nen Ruck!“
„Nein…“
Um meine Meinung nochmal zu festigen, stellte ich mein Weinglas etwas zu stark auf den schon instabilen Tisch, dem ich damit den Rest gab und er einfach wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel.
„Ich geh jetzt schlafen…“, eröffnete ich meinen Freunden, die wohl immer noch eine andere Antwort von mir hören wollten und erhob mich vorsichtig aus meinem Sitz.
Die Idee darin zu nächtigen, hatet sich aufgrund des bekloppten Vorschlags sofort verschoben und so konnte ich es kaum noch erwarten, in meinem Bett – alleine – zu sein und die Nacht zu verbringen.
„Überleg es dir, Smudo! Schließlich steht sie sowieso auf dich!“, rief Michi hinter mir her, während ich schon fast am Bus angekommen war.
Kurz hielt ich inne und dachte allen Ernstes wirklich darüber nach.
Vermutlich war die schnell eingetretene Nüchternheit auch genauso schnell wieder verflogen.
Was wäre schon dagegen zu sagen?
Sie würde doch nie davon Wind bekommen und außerdem könnten wir sie danach für eine andere Band arbeiten lassen, wodurch sie uns und wir sie nicht mehr sehen müssten.
Meine Hand lag immer noch auf dem Schalter, der die Tür zum Bus öffnete und leider Gottes weiß niemand wieso ich mich breitschlagen lassen hatte, aber ich ging zu meinen Jungs zurück und schlug ein.
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