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And will you take a life with me?

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Het
Newt Scamander OC (Own Character)
31.12.2016
30.08.2020
60
159.687
78
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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02.11.2017 1.786
 
Das Aufgebot hatten Newt und ich vor einer Woche verlesen lassen und im Ministerium einen Termin für die Hochzeit festgelegt.

Wir würden im Mai heiraten.

Das war noch gut einen Monat hin, dennoch erschien mir die Zeit bis dahin viel zu kurz.

Von Margret und all den anderen weiblichen Familienmitgliedern, wurde ich so in Beschlag genommen, was die Organisation betraf, das ich kaum noch Zeit für Newt hatte.

Doch schien es als würde er jedes Mal wenn seine Mutter mich abholte, schmunzeln.

Dieser Verräter!

Vermutlich war der Part des Mannes bei den Hochzeitsvorbereitungen viel weniger anstrengend als der der Frau.

Anproben, Blumenarrangements aussuchen, das Menü für das Essen wählen, den Hochzeitskuchen auswählen, es war ermüdend und zugleich war es eine aufregende Zeit.

Als ich jedoch in der zweiten Woche nach der Bekanntgabe abends nach Hause kam und Newt noch immer bei der Arbeit im Ministerium war, sah ich jemanden auf unserer Veranda sitzen.

Meine Schritte wurden langsamer und ich zog zur Vorsicht meinen Zauberstab, weil die Person in völliger Dunkelheit von der Bank aufstand, die Newt und ich vor der Haustür platziert hatten.

„Lumos Maxima“ Murmelt ich und der grelle schein meines Zauberstabes blendete den Mann mit dem Gehstock vor mir, sodass er mit seinen Händen die Augen bedeckte.

Doch auch wenn der Mann sein Gesicht somit vor mir verbarg, erkannte ich ihn auch so.

Geschockt ihn zu sehen, stockte ich in meinen Bewegungen und starrte ihn mit zusammengezogenen Brauen an.

„Was willst du hier?“ Fragte ich leise, doch hatte er mich verstanden, denn als ich meinen Stab ein wenig senkte, tat er dasselbe mit seinen Händen und blickte mich ernst an.

„Irisa“ Hörte ich die kalte Stimme meines Vaters sagen.

Ich blieb auf Abstand, hatte nicht vor näher an den Mann heranzutreten, welcher mich schon einmal aus meinem Zuhause hatte entführen lassen, nur damit ich einen Mann heiratete, den er für akzeptabel hielt.

Langsam ließ ich meinen Blick über das Gelände gleiten, den Zauberstab fest umklammert.

„Ich bin allein“ Sagte mein Vater zu mir und ich blickte wieder zu ihm auf.

„Und das soll ich glauben?“ Fragte ich ihn mir leichten Sarkasmus, was ihn eine Braue hochziehen ließ.

Nie hatte ich den Mut gehabt mich meinem Vater entgegen zu stellen, weder körperlich noch verbal, doch nun, nach diesen zwei Jahren bei den Scamanders, bei Newt, hatte ich den Mut mich dem Mann zu stellen, der nie ein Vater für mich gewesen war.

Er hob seine Arme wie, als wollte er mir sagen: „Glaub es oder lass es“

„Würdest du nun freundlicherweise deinen Zauberstab senken?“ Fragte er, jedoch in einem für ihn so gebieterischen Ton, das ich mir wieder vorkam wie das kleine Mädchen  das ich damals war.

Ein winziges Stück folgte ich dem was er sagte, jedoch nur soweit, dass ich ihn nicht versehentlich umbrachte, sollte sich ein Zauber lösen.

„Vielleicht sollten wir nach drinnen gehen und dort reden?“ Schlug er vor, doch schüttelte ich nur langsam meinen Kopf: „Ich denke nicht. Ich will dich nicht in meinem Haus, wenn du mir also etwas zu sagen hast, dann tu es hier“

Ich war nicht mehr minderjährig und musste mir von diesem Mann nichts mehr sagen lassen und doch fühlte ich mich in meinem Innern wieder ein wenig unsicher und klein.

Ich sah wie er die Zähne zusammenbiss und den Griff um seinen Gehstock verfestigte, es schien als kämpfe er darum die Kontrolle zu bewahren.

„Nun gut“ Knurrte er fast und setzte sich wieder auf die Bank hinter ihm und hielt seinen Blick dann wieder unverwandt auf mich gerichtet.

„Ich habe das Aufgebot gelesen. Du wirst also endlich heiraten?“ Es war weniger eine Frage und ich nickte kurz entschlossen.

„Nun, ich muss gestehen, dass ich dir nie viel Intelligenz zugetraut hatte. Aber nun doch noch einen reinblütigen Magier zu heiraten, ist ziemlich gerissen von dir. Du kannst trotz der Tatsache, dass du deinen und den Ruf deiner Familie fast ruiniert hättest, nun wieder in die feine Gesellschaft zurückkehren“ Erklärte er mir und ich fragte mich, ob ihm bewusst war, das ich nicht vorhatte in diese Welt zurückzukehren, die nie mehr als eine gespielte Scheinwelt gewesen war.

Der feine Ton, die reinblütigen Zauberer, sie alle sprachen hinter vorgehaltener Hand über einen, während sie einen anlächelten und so taten als seien sie mit einem eng befreundet.

Nichts in dieser Welt war echt. Nicht einmal die Familie, die einen doch eigentlich lieben sollte.

„Ich muss sagen, ich bin zum ersten Mal in deinem Leben stolz auf dich“ Sprach Oskar Lestrange weiter und ich sah ihn überrascht an.

„Du hast dich mir zwar wiedersetzt und Alphard Black nicht geheiratet, welcher sich nach dieser Schmach im übrigen nach Amerika zurückgezogen hat, aber du hast es Merlin sei Sank doch noch geschafft einen Mann zu heiraten, der deines Standes und den Anforderungen unserer Familie würdig ist“ Er seufzte: „Nun wo sich herausgestellt hat, das deine nutzlose Schwester keinen Erben für unsere Linie zustande bringen wird, ist es an dir einen Lestrange Erben zu zeugen“

Ich fragte mich ob ihm bewusst war, das früher ich die nutzlose Tochter gewesen bin und Leta das Schmuckstück der Familie?

Vermutlich wusste er es genau, doch legte er es sich wie es ihm gerade passte.

„Ich kann nur hoffen, dass du schnell Schwanger wirst und das Kind nicht verlierst wie sie es ständig tat. Ich kann es nicht erwarten Großvater zu werden“

Dies war zufiel, ich kniff fest die Augen zusammen und sagte angespannt: „Du wirst niemals Großvater werden“

Nun war es an ihm überrascht zu sein und ich sprach weiter: „Du warst nie mein Vater. Du hast dir diesen Titel gar nicht verdient und ein Großvater wirst du demnach auch nie sein. Keines meiner Kinder, sollte mir das Glück beschieden sein welche zu bekommen, wird den Namen Lestrange tragen. In nur wenigen Wochen werde ich den Namen meines zukünftigen Mannes annehmen und meine Kinder werden diesen ebenfalls tragen. Der Zweig der Lestranges von deiner Seite her, wird mit dir verschwinden“

Mit jedem Wort das ich sprach kniff er mehr und mehr die Augen zusammen vor Wut: „Du kannst nicht leugnen wer du bist!“ Zischte er.

„Nein, das nicht. Aber seitdem ich bei Newt und seiner Familie lebe, bin ich eine Scamander, wenn auch nicht dem Namen nach. Was sich jedoch nach meiner Hochzeit ändern wird“ Ich war selbst überrascht wie ruhig und gefasst ich doch war, obwohl der Mann den ich mein ganzes Leben lang gefürchtet hatte nun erneut vor Wut bebend vor mir stand.

„Ich wünsche das du meine Veranda und mein Grundstück verlässt und nie zurückkommst“ Erklärte ich ihm und seine Fingerknöchel traten weiß hervor, als er den Griff um seinen Gehstock erneut festigte.

Er stand auf und lief die Stufen zu meiner Veranda hinab, Schritt für Schritt kam er auf mich zu, ehe er mit gebührlichem Abstand vor mir stehenblieb.

Vermutlich, weil er nicht einschätzen konnte ob ich meinen Zauberstab gegen ihn einsetzen würde.

„Du hast dir dein Leben so ausgesucht! Und wenn es das ist was du willst, bist du ab heute nicht länger meine Tochter! In den Kreisen in denen es etwas zählt, wirst du als Ausgestoßene gelten. Du und deine Brut! Ihr braucht keinen Fuß mehr in die Welt setzen die dir bis eben noch offen stand!“ Zischte er wütend und es klang fast wie ein Fluch der er über mich und meine Nachkommen verhing.

„Und glaub mir eines Tages wirst du diese Entscheidung bereuen!“ Daraufhin zog er seinen Zauberstab aus seinem Gehstock und Apparierte.

Erst als er fort war, wurde mir bewusst wie angespannt ich die ganze Zeit gewesen war.

Ich konnte einfach nicht begreifen, wie mein Vater glauben konnte, das er nach all dem was er mir angetan hatte, ich noch Interesse daran hatte ihm einen Enkel zu schenken?

Einen Erben für sein Haus?

Alle Kinder die ich bekommen würde wären Scamanders.

Es wären Newts und meine Kinder.

Sie hätten nichts zu tun mit dieser Familie, der reinblütigkeit wichtiger war, als die Familie selbst.

Ein leiser knall neben mir ließ mich zusammenfahren und herumwirbeln, den Zauberstab erhoben und bereit mich zu verteidigen.

Doch blickte ich bloß in Newts überraschtes Gesicht.

„Irisa?“ Fragte er mich besorgt und kam schnell auf mich zu.

Ich ließ meinen Stab sinken und sank in die Umarmung die er mir bot.

Sanft strichen seine Hände über mein Haar und meinen Rücken.

Ich genoss die Wärme die durch seine Kleidung zu mir durchdrang und atmete seinen vertrauten Duft ein.

„Ist alles in Ordnung? Was ist geschehen?“ Fragte er mich und klang dabei noch immer so unglaublich in Sorge.

Ich schüttelte den Kopf und spürte tiefe Erleichterung in mir, als ich gegen seine Brust nuschelte: „Es ist alles gut. Ich habe mich noch nie so befreit gefühlt“

Ich hob das Gesicht und blickte ihm in die zugleich besorgten und auch erfreuten Augen.

Ich hob meine Hand und legte sie sanft an seine Wange: „Das habe ich deiner Familie und größtenteils dir zu verdanken“ Murmelte ich und wusste, dass ich ohne ihn nie so weit gekommen wäre.

Mich nie so weit entwickelt hätte, das ich stark genug sein würde mich meinem Vater in den Weg zu stellen.

„Ich liebe dich. Dich und keinen anderen will ich haben“ Seine Hand lag nun ebenfalls an meiner Wange und strich mir das Haar aus dem Gesicht, während er mir zuerst auf den Mund blickte und sich schließlich zu mir hinabbeugte um mich sanft zu küssen.

„Ich kann noch immer nicht glauben, dass wir bald heiraten werden“ hörte ich seine Stimme an meinen Lippen murmeln, während er mich weiter küsste.

Sein Mund wanderte zu meinem Hals und ich seufzte zufrieden.

Als er mich enger an sich zog, seufzte ich leise und biss mir auf die Unterlippe.

„Vielleicht sollten wir reingehen“ Murmelte ich und spürte wie er an meinem Hals nickte.

Seit Newt und ich den entscheidenden Schritt in eine intimere Beziehung gewagt hatten, schien es als sei er unersättlich.

Sobald er abends nach Hause kam, war es nicht selten vorgekommen, dass wir zwei zusammen im Bett verschwunden waren, einmal hatte es uns beide sogar so sehr überwältigt, das wir es bloß bis zum Schlafzimmerboden geschafft hatten.

Ich war mir sicher, dass es nicht immer in einer Ehe so sein würde, aber jetzt im Moment, genossen wir es uns zu lieben und einander nahe zu sein.

Und wer weiß, so oft wie wir das Bett teilten, würde es vermutlich nicht mehr lange dauern, bis ich empfang.

Eine eigene Familie zu haben, war ein großer Wunsch von mir, einen Mann und Kinder, die ich verwöhnen und lieben konnte, wie meine Eltern mich und Leta nicht hatten lieben können.

Ich schwör mir es besser zu machen als mein Vater und ich wusste, dass ich dafür den Perfekten Partner an meiner Seite hatte.
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