Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

And will you take a life with me?

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Het
Newt Scamander OC (Own Character)
31.12.2016
30.08.2020
60
159.687
78
Alle Kapitel
413 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
03.05.2017 7.653
 
In diesem Kapitel wird zum ersten Mal richtig die Altersangabe P18 eingehalten.
Wer also jünger als das ist oder soetwas einfach nicht lesen will, sollte dieses Kapitel überspringen.
Für alle anderen, viel spaß beim lesen;)






I was a quick wet boy
Diving too deep for coins
All of your street light eyes
Wide on my plastic toys
Then when the cops closed the fair
I cut my long baby hair
Stole me a dog-eared map
And called for you everywhere

Have I found you?
Flightless bird, jealous, weeping
Or lost you?
American mouth
Big pill looming
Now I'm a fat house cat
Nursing my sore blunt tongue
Watching the warm poison rats
Curl through the wide fence cracks
Pissing on magazine photos
Those fishing lures thrown in the cold and clean
Blood of Christ mountain stream
Have I found you?
Flightless bird, grounded bleeding
Or lost you?
American mouth
Big pill, stuck going down



Iron&Wine-Flightless Bird, Amercan Mouth



*****************************





https://www.youtube.com/watch?v=euHGXlYrLNk





Irisa:

Es waren einige Tage seit diesem Zwischenfall in Newts Bett vergangen und zu einer solchen Situation war es nicht wieder gekommen.

Ich hatte nicht wieder bei ihm geschlafen, was vermutlich aber auch daran liegen könnte, das Newt immer später nach Hause kam und sich viel länger als gewöhnlich bei der Arbeit aufhielt.

Dennoch spürte ich immer wieder seinen Blick auf mir ruhen, wenn er glaubte ich würde es nicht bemerken und das ließ mir schier den Atem stocken.

Allein seine Gegenwart ließ eine Seite in meinem Körper erklingen, von der ich nicht einmal geglaubt hätte, dass es sie gibt.

Mittlerweile war es Wochenende und die ganze Familie würde erscheinen, sowie Theseus Freunde und deren Familien und Sean Johnson mit Frau und Kind.

Heute war der Tag, an dem Net seiner Familie von seiner erhofften Versetzung berichten würde und heute war der Tag, an dem alle erfahren würden, das auch ich mich wieder an alles erinnerte.

Newt und ich hatten es geheim gehalten, damit es alle gleichzeitig erfahren würden und niemand vergessen wurde.

Zudem freute ich mich sehr darauf sie zu überraschen.

Ich war so aufgeregt, dass ich nichts zum Frühstück essen konnte und nun frisch gebadet vor meiner Kommode stand und überlegte was ich anziehen sollte.

Ich hatte noch immer nicht viele Kleider, da ich nie viel Zeit hatte mir welche zu Kaufen oder schneidern zu lassen, zu viel war immerhin in den letzten Monaten geschehen, das mich von einem normalen Leben weit fortgetrieben hatte.

Plötzlich als ich schon die Kommode mit einem seufzten schließen wollte, fiel mein Blick auf das golden-blaue Kleid, welches Newt einst in meinem Koffer gesehen hatte.

Vorsichtig ließ ich meine Finger über den Stoff gleiten und dachte an seinen Blick, als er ebenso über diesen Stoff gestrichen hatte und seine leisen Worte, als er gesagt hatte, dass dieses ihm sehr gefiel.

Langsam ergriff ich das Kleid und zog es bedächtig aus der Kommode und hielt es mit ein wenig Abstand vor mir.

Gebannt betrachtete ich das Kleid, ehe ich es vorsichtig auf mein Bett legte.

Entschlossen wandte ich mich erneut der Kommode zu, zog ein Hemdchen daraus hervor, sowie ein Mieder ohne Korsagenteil und zog es über.

Danach ergriff ich erneut das Kleid, welches ohne Schnürung angezogen wurde, was mich erleichtert aufatmen ließ, denn so würde ich mir eine erneute unangenehme Situation ersparen.

Danach trocknete ich mir das Haar und frisierte es in eine Hochsteckfrisur.

Ich legte ein wenig Rouge auf meine blassen Wangen und verzichtete sonst auf jegliche Schminke, ehe ich mich erhob, noch einmal einen Blick in den Spiegel warf und es als gut genug befand.

Ich war sonst nie eitel gewesen, hatte nie einen Grund darin gesehen, da Leta alle anderen unter anderen auch mich, immer in den Schatten gestellt hatte, doch heute wollte ich gut aussehen.

Heute würde Newt wieder den ganzen Tag anwesend sein und ich wollte schön für ihn sein.

Vielleicht war dies ein törichter Gedanke und dennoch…

Leise klopfte es an meine Zimmertür und Newts Stimme riss mich aus meinen Gedanken.

„Irisa? Die Gäste sind da, möchtest du mit nach unten kommen?“ Fragte er und klang durch die Tür leicht gedämpft.

Leise schritt ich auf die Tür zu und öffnete sie.

Vor mir stand Newt, es schien als hatte er noch etwas sagen wollen, da sein Mund ein wenig offen stand, doch schwieg er und schloss ihn dann schließlich wieder.

Seine Augen wanderten von meinem Gesicht an mir hinab und dann wieder in mein Gesicht.

Sein Mund zuckte leicht an einer Seite und wurde zu einem leichten, schiefen lächeln.

„Du siehst…“ Er stockte, schien zu überlegen und ich biss mir verlegen und nervös auf die Unterlippe.

„Wunderschön aus“ Fügte er viel leiser hinzu und ich begann erleichtert zu lächeln.

„Danke“ Sagte ich, während ich auch ihn musterte.

Newt trug eine dunkelbraune Stoffhose, eine Weste in einem etwas helleren Ton und ein weißes Hemd darunter, sowie seine für ihn so typische Fliege.

Er stand ein wenig gebeugt vor mir und steckte unbehaglich seine Hände in die Hosentaschen, während ich ihn musterte.

„Du siehst auch sehr gut aus“ Sagte ich und es stimmte auch.

Der dunkelbraune Ton seiner Kleidung passte wunderbar zu der warmen Farbe seiner Augen und ich seinem rötlichen Haar.

Alles in allem fand ich das Newt ein Mann war, der sehr gut die herbstlichen Farben tragen konnte.

Er sah verlegen zu Boden und lächelte erneut unsicher, ehe er sagte: „Das ist das Kleid aus deinem Koffer. Also ich meine das… also…“ Ich unterbrach ihn mit einem nicken: „Ja, das ist es. Es erschien mir für heute Abend passend. Da ich wusste, dass es dir gefällt“

Erstaunt und mit einer leichten Röte im Gesicht sah er mir in die Augen und ich lächelte noch breiter.

Vorsichtig trat ich auf ihn zu, versuchte meinen Atem ruhig zu halten, starrte auf seine Brust und spürte seinen Blick auf mir ruhen, ehe ich murmelte: „Ich hab dich vermisst“ Dann blickte ich in sein noch immer überraschtes Gesicht hinauf und stellte mich auf die Zehenspitzen, ehe ich meine Lippen zart auf seine legte.

Es war nur eine flüchtige Berührung, denn schon Ihm nächsten Moment löste ich mich von ihm und spürte noch immer seinen Blick auf mir ruhen.

„Ich war doch hier“ Meinte er leise und klang dabei so verwirrt wie sein Gesicht zuvor aussah.

Noch immer starrte ich auf seine Brust und schüttelte den Kopf: „Nein warst du nicht. Aber nun bist du es und ich freue mich… sehr“

Nicht einmal einen kurzen Augenblick später, legte Newt seine Arme sachte um meinen Körper und zog mich dicht an sich heran.

Sein Kinn lag an meinem Haar und ich presste mich noch enger an ihn heran, während ich seinen Duft einatmete.

„Ich war diese Woche wirklich lange Arbeiten. Ich… verzeih… ich wollte dir aus dem Weg gehen… das was diesen einen Abend geschehen ist, war…“ Er verstummte und ich nickte an seiner Brust: „Ich weiß. Und es ist in Ordnung. Ich war auch sehr aufgewühlt. Vielleicht haben wir beide ein wenig abstand gebraucht, um unsere Gedanken zur Ruhe zu bringen“

Sanft hob er eine seiner Hände und begann an den kürzen Löckchen in meinem Nacken zu spielen, was mir eine Gänsehaut bescherte.

„Ich habe dich auch vermisst“ Murmelte Newt plötzlich und küsste mich aufs Haar, ehe er mich losließ und mit leicht schräggelegtem Kopf zu mir sah.

„Wollen wir?“ Fragte er und ich nickte erneut, als ich ihm zur Treppe folgte.



……

Daniela Monroe:

Nervös stand ich vor der Haustür von Theseus Eltern und versuchte meine Nerven zu beruhigen.

Ich versuchte mir nicht auszumalen, wie Theseus an diesem Abend an der Seite von Irisa stehen würde, versuchte mir nicht vorzustellen, wie er eines Tages verkünden würde, das sie vielleicht sogar heiraten würden.

Diese Gedanken schmerzten und ich versuchte sie, wie schon so oft in den letzten Tagen zu verdrängen.

Bass hielt seine Freundin Audrey an der Hand und klopfte an die Haustür.

Ich spürte mein Herz heftig schlagen und mir wurde übel.

Vielleicht hätte ich nicht mitkommen sollen?

War ich verrückt mich selbst zu verletzten, indem ich mir Theseus mit seiner Freundin ansehe?

Die Tür wurde vor uns geöffnet und von all den Menschen in diesem Haus machte ausgerechnet Theseus die Tür auf und lächelte breit, als er Bass mit Audrey sah.

„Da seid ihr ja endlich. Ihr seid die letzten, alle anderen sind schon da“ Bass nahm seinen Freund aus kindheitstagen in den Arm und klopfte ihm dabei beherzt auf den Rücken.

Audrey nahm er ebenfalls in den Arm und trat beiseite um die zwei einzulassen.

Sein Blick viel auf mich und ich versuchte mir die Unsicherheit nicht anmerken zu lassen und erhob meinen Kopf noch etwas höher, ehe ich auf ihn zutrat.

Ich sah wie Theseus Lächeln in sich zusammenfiel, als ich mit einem: „Hallo“ an ihm vorbei ins Haus trat.

Bass und Audrey hatten in der Zwischenzeit ihre Mäntel ausgezogen und waren in den größeren der beiden Salons getreten.

Angespannt, da ich nun mit Theseus allein im Flur stand, knöpfte ich meinen Mantel auf, doch ehe ich ihn mir von den Schultern gleiten lassen konnte, war Theseus bereits hinter mich getreten: „Darf ich?“ Fragte er und wollte mir beim ausziehen meines Mantels helfen.

Mein Herz schlug heftig und ich nickte ergeben.

Seine Finger streiften die Haut meines Halses, als er mir den Mantel abnahm und an die Garderobe hängte.

Schnell und fahrig nahm ich mir auch den Schal ab und hängte ihn auf ohne Theseus dabei anzusehen.

Es fiel mir lächerlich schwer meinen Blick zu ihm zu heben, da ich wusste, dass sein Herz nun einer anderen gehörte.

Ich hatte Theseus in Hogwarts mit Mädchen anbändeln sehen, ich hatte seine erste Freundin kennengelernt, mit der er ein Jahr zusammen gewesen war und ich hatte mitbekommen, wie er auch mit anderen Frauen zusammen war, doch nie hatte er eine von ihnen mit zu seinen Eltern genommen, nie erschien es so ernst wie mit Irisa.

Sicher, Irisa schien lieb und nett zu sein und wunderschön war sie zudem auch, dennoch schmerzte mein Herz vor Eifersucht, hatte es doch ein Leben lang nur für diesen einen dummen Mann geschlagen.

Aber diese närrische Hoffnung, dass er jemals mehr für mich empfinden würde, hatte sich ziemlich früh zerschlagen, als ich ihn mit vierzehn Jahren gefragt hatte, ob er mich mochte, wobei er bloß gelacht hatte und meinte, das ich für ihn wie eine kleine Schwester sei und das es selbstverständlich war, das er mich da mochte.

Kurz darauf hatte ich mitangesehen, wie er auf Sebastians Geburtstag eine andere geküsst hatte.

Eine wunderschöne Frau mit einem unverschämt offenherzigen Kleid und dunkelrotgeschminkten, vollen Lippen und hellem Haar.

Seit diesem Tag hatte ich versucht Fraulicher und reifer zu wirken, als ich wirklich war, doch hatte er mich wohl nie als etwas anderes gesehen, als die kleine Schwester seines besten Freundes.

Kurz hob ich meine Augen und sah sein überraschtes Gesicht, als er auf mich hinabblickte und ich senkte ihn wieder verlegen auf mein Kleid hinab.

Zaghaft strich ich über den Cremefarbenden Stoff, welcher mit glitzernden Ranken bestickt war und nach einer neuen Modeerscheinung nur einen Ärmel aufwies.

Vielleicht hätte ich ein anderes Kleid tragen sollen?

Ich sah sicher lächerlich aus, was er mir in der Vergangenheit auch schon des Öfteren gesagt hatte, wenn ich versuchte Damenhafter zu sein.

„Also, sag es…“ Würdevoll hob ich meinen Kopf und sah ihm fest in die Augen.

Fragend sah er mich an: „Was sagen?“

Ich stieß ein frustriertes Geräusch aus, das man wenig bis gar nicht als Damenheft bezeichnen konnte und sagte: „sag das es mir nicht steht, das ich lächerlich aussehe“

Es würde wehtun, so wie es immer wehtat wenn er diese Dinge zu mir sagte, doch würde ich darüberstehen, den Schmerz unterdrücken und wie immer stark bleiben.

Verwirrt lachte er auf und ließ mich irritiert blinzeln: „Warum sollte ich so etwas sagen?“

„Weil… also, weil… Du hast so etwas schon immer zu mir gesagt und…“ Doch hob Theseus seine Hand und unterbrach mich: „Habe ich?“ Fragte er irritiert und schien zu überlegen: „Ja vermutlich. Vergib mir Danny, wenn ich so grün hinter den Ohren war, das ich dich nie richtig würdigen konnte“

Ich runzelte die Stirn und versuchte zu verstehen was er damit meinte, als er näher an mich herantrat und dicht vor mir stehen blieb, was mir den Atem stocken ließ und mein Herz zum rasen brachte.

Ich hatte das Gefühl es würde sogleich aus meiner Brust springen so heftig schlug es dagegen.

Ich roch deutlich seinen herben Duft, während ich auf seine Brust starrte.

Leicht beugte er sich zu mir hinab und ich spürte deutlich seinen Atem an meinem Ohr, als er mir zu hauchte: „Ich war ein Narr, wenn ich dich jemals als lächerlich bezeichnet habe. Vergib mir“

Mehr als leicht nicken konnte ich nicht und Theseus richtete sich verschmitzt grinsend wieder auf.

„Im Übrigen, siehst du heute Abend atemberaubend aus. Wenn ich nicht wüsste, das die Männer in diesem Salon alle vergeben sind, dann würde ich dich so nie zu ihnen reingehen lassen“ Sagte er mit einem Lachen in der Stimme und trat an mir vorbei in den Salon, ließ mich völlig verwirrt und erstarrt zurück.

Hatte er das wirklich gesagt?

Was war nur in ihn gefahren und was war mit Irisa?

Ich hatte schon zu viel Zeit auf dem Flur verbracht, als wandte ich mich dem Salon zu und trat ein.

Das erste was ich sah war natürlich Theseus, welcher sich zu seinem Vater und seinem Großvater an den Kamin gestellt hatte und sich nun auf einen Gehstock stützte.

Hatte er dies draußen auch schon getan, oder erst hier drinnen?

Hatte ich das wirklich übersehen können?

Theseus hob seinen Blick und sah mich Lächelnd an, schien jedoch zu bemerken, dass ich auf den Gehstock starrte, wodurch sein fröhliches Gesicht schnell schwand und einem verschlossenen wich.

Mit gerunzelter Stirn wandte er seinen Blick von mir ab und sah ziellos zu seinem Vater hinüber, welcher gerade laut auflachte.

Bekümmert wandte ich mich ebenfalls ab und versuchte mich zu beherrschen, als ich daran dachte, das Theseus heute vielleicht gar nicht mehr hier wäre, wenn mein Bruder nicht gewesen wäre.

Als damals die grausame Nachricht durchdrang das das Stadion angegriffen wurde, indem die Beiden sich befanden, hatte mein Herz stillgestanden und wäre in tausend Scherben zerbrochen, wenn nur einem der Beiden etwas geschehen wäre.

Doch war die erlösende Nachricht nur Stunden später gekommen und ich war meinem Bruder so dankbar, dass er noch lebte und Theseus zu uns zurückgebracht hatte, wenn auch schwer verletzt.

Doch hatte ich nie verstehen können, dass er danach ausgerechnet Auror werden wollte.

„Danny liebes, schön dass du gekommen bist“ Ich wurde plötzlich aus meinen lethargischen Gedanken gerissen, als mich Margret Scamander herzlich umarmte.

Ich erwiderte die Umarmung ebenso liebevoll und freute mich sie zu sehen.

„Ich habe deine Mutter noch nirgends gesehen, kommt sie nicht?“ Fragte mich Margret und ich schüttelte bedauernd den Kopf: „Nein, Mutter hat schreckliche Kopfschmerzen und wollte sich noch ein wenig erholen. Eventuell kommt sie nach, doch kann sie es nicht mit Sicherheit sagen“

„Oh das ist aber schade. Ausgerechnet heute. Wir haben schon so lange nicht mehr ein solches Treffen abgehalten.“

„Sie ist auch sehr betrübt deswegen“ Erklärte ich und Margret lachte auf: „Ach liebes, wenn die sagst deine Mutter ist betrübt, dann ist sie eher wütend und würde die Decke hochgehen“

Margret Scamander kannte meine Mutter einfach zu gut, weswegen ich liebevoll lächelte und ihr somit zustimmte.

Ich ließ kurz meine Augen zu Theseus wandern, welcher noch immer schweigend dastand und ernst auf den Boden blickte, als würde ihn die Unterhaltung nicht interessieren.

Margret riss mich aus den Gedanken, als sie mir eine meiner kurzen Locken aus dem Gesicht strich und mich anlächelte: „Er wird schon noch merken, dass du die Richtige bist“

Überrascht sah ich sie an und schüttelte den Kopf: „Oh, nein nicht doch ich…“

„Mach mir nichts vor. Ich sehe doch deine Blicke. Ich habe sie Jahrelang gesehen. Mein Sohn mag zwar klug sein, doch ist er allem Anschein nach blind und braucht womöglich eine Weile, ehe er dich wirklich sieht“ Erklärte sie mir Mütterlich und ich runzelte die Stirn: „Aber was ist mit Irisa?“

Verständnislos sah sie mich an: „Irisa? Was soll mit ihr sein?“

Margret sah zum Fenster, wo die junge Frau stand, mit Claras Baby Benjamin auf dem Arm.

Irisa unterhielt sich angeregt mit den Frauen der Familie und ließ ihren Blick immer wieder unauffällig durch den Raum schweifen.

„Nun, ist sie nicht mit Theseus zusammen?“ Fragte ich unsicher und Margret lachte nach einem kurzen Moment auf: „Irisa und Theseus? Wie kommst du denn darauf?“

Verwirrt sah ich sie an: „Nun… also…“

„Ich hoffe sehr das sie eines Tages meine Schwiegertochter wird, sowie du, aber dafür müsste auch mein anderer Sohn seine Augen richtig öffnen“ Lachte sie und ich sah wieder zu Irisa, welche nun begann regelrecht zu strahlen und ein wenig rot wurde, als Newt sich zu ihr gesellte und sie ebenfalls anlächelte.

Nun verstand ich endlich, das Irisa nicht mit Theseus zusammen war, sondern mit Newt anbändelte.

Erleichterung erfasste mein Herz, als ich wieder zu Theseus  blickte, doch war der Platz am Kamin nun leer.

Ich blickte suchend durch den Raum, doch konnte ich ihn nirgends sehen.

„Ich glaube er ist rausgegangen. Vielleicht gehst du ihm einfach nach?“ Fragte Margret zweideutig lächelnd und ließ mich wie Theseus zuvor, einfach stehen.

Ein wenig unentschlossen was ich tun sollte, ballte ich die Hände zu Fäusten und öffnete sie wieder, ich atmete tief durch und wandte mich dann entschlossen der Tür zu.



…....

Irisa:

Das Haus der Scamanders war voll und laut.

Überall stand jemand herum und unterhielt sich laut, oder lachend, oder sogar hitzig.

Kinder rannten durch die Zimmer und spielten glücklich miteinander und einige begannen sogar langsam zur Musik im Hintergrund zu tanzen.

Ich gab gerade Clara ihr Baby zurück, als Newt sich zu mir gesellte und neben mir stehen blieb.

Er hob seinen Zauberstab und ließ die Musik so verstummen: „Ich würde euch gerne etwas ankündigen“ Begann er unsicher und aller Augen richteten sich nach einem Moment auf ihn.

Newt schluckte neben mir und blinzelte unsicher, ehe er mit einem Lächeln erzählte: „Ich wurde endlich in eine neue Abteilung versetzt. Ich werde ab sofort in der Behörde für Phantastische Tierwesen und in der Abteilung für Drachenforschung und Drachenzähmung arbeiten. Das bedeutet das ich viel reisen werde, unabhängig von meinen anderen Reisen durch die Kontinente, was mir aber viel Gelegenheit bietet weiterhin für mein Buch zu forschen“

„Newt das ist ja wundervoll“ Hörte ich Janice seine Tante sagen und schon stürmten alle auf ihn ein und wollten ihn umarmen, ihm auf die Schulter klopfen oder ihn auf die Wangen küssen.

Newt musste dabei Lachen und schien wieder völlig ausgelassen, während er all das über sich ergehen ließ.

„Es gibt… es gibt noch eine gute Ankündigung“ Sagte er, während er sich freikämpfte und alle sahen ihn fragend an.

„Sag bloß, du willst das junge Ding neben dir endlich heiraten?“ Fragte sein Großvater, was mich und Newt tiefrot anlaufen ließ, während einige zu Lachen begannen.

Margret gab seinem Großvater einen Schlag gegen den Arm mit ihrem Fächer und lächelte uns beide glücklich an, als würde sie hoffen das es wahr wäre, doch schüttelte Newt nur bedächtig den Kopf: „Irisa hat ihr Gedächtnis zurück. Sie kann sich wieder an alles Erinnern“

Das Lachen erstarb und aller Augen richteten sich auf mich, während ich versuchte nicht ganz so nervös zu sein.

„Stimmt das?“ Fragte Edith mich, als sie näher trat und ich nickte leicht: „Ja, endlich“

„Das ist ja unglaublich, das sind alles so tolle Nachrichten!“ Auch ich wurde freudig umarmt und bestürmt und ich fühlte mich nicht mehr so fehl am Platz wie noch vor einiger Zeit als ich all diese wunderbaren Menschen vergessen hatte.

Margret umarmte mich am längsten und strich mir immer wieder bedächtig über das Haar.

„Wenn heute der Abend der großen Ankündigungen ist…“ Begann auf einmal James, Newts Onkel und Janice Mann.

„Dann wollen Janice und ich euch auch etwas mitteilen“ Er schlang seiner lächelnden Frau den Arm um die Schulter und drückte sie an sich.

„Wir wissen doch das sie Schwanger ist, das ist nun wirklich nichts neues“ Lachte Edith auf und James sah seine Schwester ernst an: „Wenn du einmal ruhig sein würdest, dann würdest du erfahren, das Janice Zwillinge bekommt“ Grummelte er genervt über das Verhalten seiner Schwester und schon im nächsten Moment riefen die Frauen der Familie freudig aus und liefen auf ihre Schwägerin zu um ihr Glückwünsche mitzuteilen.

Auch ich freute mich wahnsinnig für Janice, hatte sie doch erst vor einer Weile mitgeteilt, dass sie schon mehrere Fehlgeburten hatte und dies ihr letzter Versuch sein würde.

Ich hoffte für sie, dass nun nichts mehr schiefgehen würde.

„Das ist doch unglaublich, wie ist es rausgekommen?“ Fragte Clara und Janice lächelte verlegen.

„Ich war beim Heiler und durch einen Dialysezauber wurden zwei Herzschläge festgestellt“ Wieder kreischten einige auf und erneut wurde die werdende Mutter von den Frauen bestürmt, während James von den Männern mit Schulterklopfern beglückwünscht wurde.

Newt und ich standen weiterhin am Fenster und sahen uns das Geschehen von weitem an.

Glücklich darüber Teil von all dem zu sein, sah ich in die Gruppe und zuckte ein wenig zusammen, als Newt mit einem Mal meine Hand nahm und einfach hielt.

Ich sah von der Seite zu ihm hinüber und bemerkte seine Unsicherheit und die Tatsache, wie verlegen er war, doch hielt er mich dennoch weiterhin fest.



…..

Daniela Monroe:

Als ich auf den Flur trat, sah ich zur Haustür, welche fest verschlossen war und überlegte, ob Theseus dorthin gegangen war, oder nicht.

Als ich weiter hinten im Haus plötzlich ein leises Klavierspiel hörte.

Ich hatte das Gefühl das meine Beine mich dorthin führen wollten, also ließ ich es geschehen.

Ich lief immer weiter durch die Flure des Hauses und mit jedem Schritt wurde die Melodie lauter und intensiver.

Es klang wunderschön und doch so unglaublich traurig, fast schon melancholisch.

Als ich vor der Tür des kleineren Salons zum Stehen kam, welche einen spaltbreit offen stand, legte ich meine Hand auf diese und schob sie leise weiter auf.

Die Melodie wurde deutlicher und lauter, als zuvor und ich entdeckte Theseus, welcher an dem großen, schwarzen Flügel saß und dieses unglaublich traurige Lied spielte.

Ich wagte es nicht etwas zu sagen, oder mich in sonst irgendeiner Form bemerkbar zu machen, weswegen ich vorsichtig meine Schuhe auszog, welche sonst bloß über den Parkettboden klackern würden und stellte sie am Türrahmen ab, bevor ich bedächtig und leise den Salon betrat.

Ich blieb gut einen Meter von Theseus entfernt stehen und lauschte seinem Lied, welches in ruhigen, gleichmäßigen Tönen den Raum erfüllte und schloss dabei die Augen.

Es war so bedrückend und stimmte mich so traurig, dass mir sogar eine Träne die Wange hinablief.

Es war verrückt, warum war ich ihm gefolgt?

Ich hatte keinerlei recht dazu.

Ich war weder seine Frau, noch seine Verlobte oder Freundin.

Ich war bloß die kleine Schwester seines besten Freundes.

Und auch wenn Irisa nicht mit ihm zusammen war, so war ich es doch auch nicht.

Bekümmert, da ich das Gefühl hatte mein Herz würde jeden Moment brechen, krallte ich meine Hände in den Stoff meines Kleides und stand einfach bloß da.

Die Augen geschlossen, lauschend, weinend.

Als ich eine sanfte Berührung an meiner Wange spürte, zuckte ich zusammen und öffnete überrascht meine Augen.

Theseus stand direkt vor mir und sah mich eindringlich an: „Warum weinst du?“

Die Musik hatte nicht aufgehört zu spielen, vermutlich hatte er mich bemerkt und dann mit Hilfe von Magie das Klavier am spielen gehalten.

Wütend über mich selbst, da ich solch eine Närrin war, die hier rumstand und losheulte, lockerte ich meine Hände vom Kleid und strich mir grob über die Augen.

„Ich weine nicht!“ Murrte ich wütend und wandte mich ab, suchte Abstand und lief zu den Bücherregalen, die bis obenhin gefüllt waren mit Wissen.

Ich liebte es zu lesen, auch wenn es für Frauen in dieser Zeit als wenig schicklich erachtet wurde.

Von Frauen wurde erwartet, nicht so klug wie die Männer zu sein und lesen zeugte nun einmal von Intelligenz, oder zumindest dem Streben nach wissen.

„Ich habe Musik gehört und wollte wissen wer so unglaublich schlecht spielt“ Versuchte ich zu spotten, doch vernahm ich Theseus Schritte hinter mir, sowie den Gehstock, welcher über das Parkett klopfte.

Erneut war er dicht an mich herangetreten, jedoch nicht so dicht wie zuvor.

„Und weil ich so schlecht spiele, ziehst du dir extra die Schuhe aus um mich nicht zu stören, wenn du den Salon betrittst?“ Fragte er ebenso spöttisch.

Wütend fuhr ich herum und trat dabei wieder zwei Schritte zurück: „Du bist wie immer äußerst Charmant Theseus Scamander. Wenn eine Dame sagt sie hätte nicht geweint, dann solltest du das so hinnehmen und nicht weiter nachbohren. Das schickt sich nicht und zeugt wenig von guten Benehmen“

Theseus lächelte schief: „Ich habe nie behauptet das ich ein Gentleman sei“

Nein, das hatte er sicher nie getan, doch wusste ich dass er einer sein konnte.

Er war zu jeder Frau die ich kannte nett und führsorglich gewesen, nur nie zu mir.

Mich hatte er nie mit bedacht und Charme behandelt.

Bei mir hatte er sich immer aufgeführt wie… ja wie ein Bruder.

Nicht wie ein Mann, der jemals etwas für mich als Frau empfinden könnte.

Ich spürte erneut die Tränen in mir hochkommen und biss fest die Zähne zusammen.

„Nein du bist kein Gentleman“ Murmelte ich und erneut rannen die Tränen über meine Wangen und ich wusste ich hätte nicht herkommen sollen.

„Wusstest du, dass Ilai Peterson mir einen Antrag gemacht hat?“ Fragte ich ihn leise und sah dabei entschlossen in sein Gesicht.

Erschrocken sah er mich an, schien sogar ein wenig blasser geworden zu sein.

Ob es ihm nicht gut ging?

Leicht begann er den Kopf zu schütteln.

„Nein? Komisch, ich hatte gedacht Bass hätte es erwähnt. Er fragte mich vor zwei Wochen, nachdem er aus Amerika zurückkam. Er war ganz aufgeregt und bat mich ihn zu heiraten und mit ihm nach Amerika zu gehen“

Theseus öffnete seinen Mund, doch schloss er ihn wieder, angespannt stand er da.

„Ich bat ihn um Bedenkzeit und morgen werde ich ihm meine Antwort mitteilen“

Ilai war ein Freund aus der Schule gewesen, welcher nun in Amerika zu einem Anwalt für magische Rechtsprechung geworden war.

Er war mein bester Freund und doch hatte ich nicht einfach seinen Antrag annehmen können.

Und das nur wegen dieses Mannes!

Theseus Hand krampfte sich stark um seinen Gehstock, sodass seine Fingerknöchel weiß hervortraten.

„Ich weiß gar nicht warum ich dir das erzähle“ Lachte ich über mich selbst, während ich erneut die Tränen fortwischte.

„Es interessiert dich sicher nicht einmal“ Murmelte ich und entschloss mich den Salon zu verlassen.

Ich lief an ihm vorbei, wünschte mir fast, er würde mich aufhalten, doch tat er dies nicht.

Gerade als ich durch den Türrahmen treten wollte, knallte diese heftig vor mir zu und verriegelte sich.

Überrascht zuckte ich zurück und wandte mich wütend zu Theseus herum.

„Was soll das? Mach die Tür auf“ Ich hatte leider meinen Zauberstab in meiner Jacke vergessen, sodass ich darauf hoffen musste, das Theseus auf mich hören würde, doch schüttelte er bloß den Kopf, während er langsam näher kam.

„Theseus, du weißt so gut wie ich das sich das nicht Schickt. Ich sollte nicht mit dir allein in einem verschlossenen Raum sein. Das würde meinen Ruf ruinieren. Also öffne diese Tür!“ Forderte ich erneut und spürte das heftige klopfen meines Herzens in der Brust und hörte das Rauschen meines Blutes in meinen Ohren.

Mein Atem ging stoßweise, weil ich wütend war, oder Angst hatte vor dem was geschehen würde?

Ich wusste es nicht, das einzige was ich wusste war, das Theseus mir noch immer entgegenkam, den Blick gebannt auf mich gerichtet und ungefähr einen halben Meter von mir entfernt stehenblieb.

„Ich öffne die Tür, wenn du mir einen Frage beantwortest“ Sagte er leise und ich blickte ihn verständnislos an.

„Was?“ Hauchte ich und versuchte zu begreifen, warum er so leichtfertig mit meinem Ruf spielte.

Aber vermutlich hatte ich es nicht anders verdient, immerhin war ich ihm doch so leichtfertig gefolgt.

„Eine Frage“ Wiederholte er und ich nickte schließlich, um es schnell hinter mir zu haben.

„Wie lautet die Antwort die du Peterson geben willst?“ Fragte er und ließ mich dabei keinen Augenblick aus den Augen.

„Deswegen hältst du mich hier fest? Ich wüsste nicht was dich das angeht“ Zischte ich wütend.

„Wenn mich das nichts angehen würde, warum hast du es mir dann erzählt?“ Fragte er nun ebenso wütend.

„Liebst du ihn?“ Er sah mich noch immer wütend an, doch wirkte er dabei so verzweifelt, als wäre die Antwort die ich ihm geben sollte entscheidend für alles was kommen würde.

„Ich…“ Ich stockte und wusste nicht weiter, sollte ich ihm die Wahrheit sagen und meinen Stolz noch weiter sinken lassen, oder sollte ich lügen und wenigstens ein wenig davon bewahren?

„Eine einfache Frage Danny. Liebst du ihn?“ Fragte er erneut und ich schloss gequält die Augen.

„Nein!“ Rief ich ihm fast schon zu.

„Ist es das was du hören wolltest? Ich liebe ihn nicht! Aber ich werde ihn heiraten, ich werde seine Frau und mit ihm nach Amerika gehen!“

Um von dir loszukommen.

Schrie es in mir und ich wünschte diese Worte laut sagen zu können, doch was sollte es bringen, außer dass ich mich zur Närrin machte?

Theseus Kiefer presste sich fest zusammen, als er entschlossen die letzte Distanz zu mir überbrückte, während ich immer weiter zurücktrat und dabei mit dem Rücken schon gegen die Tür gepresst dastand.

Er ließ seinen Gehstock fallen und ergriff heftig meine Oberarme.

Erschrocken weiteten sich meine Augen: „Warum willst du ihn heiraten?“

„Weil ich… ich bin mittlerweile in dem Alter, wo ich schon al alte Jungfer bezeichnet werde“ ich spürte die Röte in meinen Wangen und senkte den Blick auf seine Brust.

„Du willst den Mann nur heiraten, weil dich sonst keiner gefragt hat?“ Fragte er verwirrt und ich schüttelte den Kopf.

Ich bin schon sehr oft gefragt worden, doch war es eben nie Theseus gewesen, der mich gefragt hatte, weswegen ich immer wieder nein gesagt hatte.

Aber mit Ilai sah ich meine letzte Chance auf ein Leben mit Kindern und liebe.

Auch wenn ich ihn nicht so lieben würde, wie er mich, wäre es doch ein gutes Leben.

„Ich wünsche mir Kinder“ murmelte ich leise und meinte es wirklich ernst.

Er ließ von mir ab, der Druck seiner Hände schwand und er sah mich verzweifelt an.

„Wenn das der einzige Grund ist für dich zu heiraten, dann nimm nicht Peterson“ Sagte er leise und ich sah verständnislos zu ihm auf.

„Nimm mich“ Erschrocken weiteten sich meine Augen und ich wusste nicht was ich sagen sollte.

Hatte ich mich vielleicht bloß verhört?

„Ich weiß ich bin kein Gentleman, dazu noch ein Krüppel, mit einem Beruf der dir nie Gewissheit geben wird, ob ich nach Hause kommen würde. Aber ich könnte dir Sicherheit bieten, ein zu Hause, ich könnte dir deine ersehnten Kinder schenken und du müsstest dafür nicht fort von deiner Familie. Du müsstest nicht nach Amerika gehen um das zu bekommen, was du willst“

Meinte er das wirklich ernst?

Tränen verschleierten meine Sicht und ich musste schlucken.

Sicher, er wollte das ich blieb, er wollte mir all diese wundervollen Dinge versprechen, aber warum?

Was war mit dieser einen Sache, die mein Herz so sehr begehrte, das es wehtat?

„Warum?“ Hauchte ich leise.

Ich wollte, musste es einfach wissen.

Theseus lachte verzweifelt auf, ehe er sich nach seinem Gehstock bückte und sich wieder schwer auf ihn stützte.

Seit wann war es für ihn so schwer ohne dieses Ding zu laufen, oder zu stehen?

Tat ihm sein Bein so sehr weh?

Ich wollte all diese Dinge wissen, wollte seine Hand berühren, doch traute ich mich nicht, immerhin stand es mir nicht zu.

Würde es das, wenn ich sein Angebot annahm?

Oder wäre das eine von diesen Ehen, wo die Frau keine privaten Fragen über den Mann stellen sollte, da es keine Liebesheirat, sondern eher eine Zweckehe war?

„Was willst du hören?“ Fragte er traurig und die Musik hörte auf einmal auf zu spielen.

„Willst du dass ich dir sage, wie sehr ich dich liebe? Wie viel du mir bedeutest? Dass ich mich bloß all die Jahre von dir ferngehalten habe, weil ich dir nicht ein Leben an meiner Seite zumuten wollte? Das ich dich mit jeder Faser meines seins Begehre und bei mir haben will?“ Fragte er und ich spürte den Schmerz in meiner Brust, denn genau das wollte ich wirklich hören, doch konnte ich auch den Sarkasmus in seiner Stimme deutlich hören.

„Das war eine dumme Frage… verzeih“ Ich wollte mich abwenden, Abstand zu ihm nehmen, darüber nachdenken, ob ich eine solche Ehe wirklich wollen würde, oder ob ich nicht doch lieber Ilai heiraten sollte, als er mich am Handgelenkt zurückhielt und in mein tränenverschmiertes Gesicht sah.

Er ließ mein Handgelenk los und legte seine mit einem Mal in meinen Nacken und zog mich plötzlich zu sich heran.

Ich glaubte er würde mich küssen, doch stockte er in der Bewegung und legte stattdessen seine Stirn an meine und schloss gequält die Augen.

„Ich liebe dich. Ich liebe dich schon so unglaublich lange, doch glaubte ich nicht das eine Frau wie du mich ebenso lieben könnte, nicht nachdem ich mir mein Bein verletzt hatte und Auror geworden war. Also hielt ich dich von mir fern. Ich sagte manchmal gemeine Sachen über dein Aussehen, weil ich mich selbst daran hindern wollte dir zu sagen, wie schön du bist. Dass es für mich nur dich gibt und das ich dich mit meinem ganzen Sein begehre. Du kannst dir nicht einmal im Ansatz vorstellen, was du mir heute mit diesem umwerfenden Kleid angetan hast“ Er verstummte, doch waren meine Augen mit jedem seiner Worte größer geworden.

Mein Herz hatte immer schneller geschlagen und mein Atem immer wieder gestockt.

„Du kannst dir nicht vorstellen wie viel Überwindung es mich kostet, dich nicht endlich zu küssen. Doch befürchte ich, dass mich dieser Kuss verbrennen würde, solltest du mir nun sagen, dass du mich nicht willst. Du würdest mich mit diesem Kuss für jede andere Frau verderben und ich denke nicht, dass ich mich dann noch würde zurückhalten können. Ich würde dir all mein angestautes Verlangen zeigen. Wenn du zuließest, das ich dich küsse, dann würde ich dir dein wundervolles Kleid über die Schenkel schieben und….“ Er verstummte, doch hatten seine Worte ein unbekanntes kribbeln und ziehen in meinem Körper verursacht und ich wollte so sehr, dass er tat, was er da sagte.

Er lachte auf und ließ meinen Nacken los, richtete sich wieder auf und sah reumütig zu mir herab.

„Aber das sollte ich dir und deinen unschuldigen Ohren nicht sagen, denke ich“

Mein Mund war ein wenig geöffnet und völlig ausgetrocknet.

Ich leckte mir unbewusst mit der Zunge über die Lippen und hauchte leise: „Ja“

Traurig lächelte er mich an und wandte sich schließlich ab.

Verwirrt sah ich auf seinen Rücken und verstand nicht was gerade geschah.

Hatte ich etwas falsches gesagt?

Bezog er mein Ja vielleicht auf seinen letzten Satz, das er mir all das vielleicht nicht sagen sollte?

Schnell packte ich ihn an seinem Jackett, sodass er mich wieder überrascht und fragend ansah.

„Ja. Ich will deine Frau werden. Wollte ich schon immer. Und ja, bitte küss mich. Tu mit mir, was du gesagt hast. Lass mich die deine sein, von jetzt und für immer“

Erschrocken sah er zu mir herab, als wünschte er sich das ich mich gegen ihn entschieden hätte, doch wandte er sich nun vollends wieder mir zu und berührte zart mein Gesicht.

Er beugte sich zu mir hinab und ehe er mich mit seinen Lippen berührte, stockte er: „Bist du sicher?“

Ich nickte und schlang meine Arme um seinen Nacken.

„Ich liebe dich und ich will keinen Tag, keine Sekunde mehr ohne dich sein“ Murmelte ich und sah immer wieder auf seine Lippen hinab.

Theseus schluckte, befeuchtete nun seinerseits seine Lippen und legte diese dann sanft auf meine.

Sein Mund war weich und zart und ich spürte eine tiefe Wärme in mir.

Endlich würde ich mit dem Mann zusammen sein, den ich schon mein Leben lang liebte.

Ich würde ihm mein Leben und meinen Körper schenken, sowie ich ihm meinen ersten Kuss schenkte.

Sanft glitt seine Hand von meiner Wange und erneut hörte ich den Aufprall seines Gehstocks auf dem Parkettboden, während er mich im nächsten Moment plötzlich hochhob.

Erschrocken keuchte ich in den Kuss, welcher nun inniger und leidenschaftlicher geworden war.

Er trug mich zu einem der Sofas im Salon und ließ mich langsam darauf nieder.

Ich strich ihm durch sein weiches, dunkles Haar und sehnte mich mit jeder Faser meines Körpers nach ihm.

Er löste den Kuss und sah gebannt auf mich hinab.

„Bist du wirklich sicher? Noch können wir das hier beenden. Noch könnte ich mich bis zur Hochzeit zurückhalten“ Ich schüttelte den Kopf: „Du bist mein Mann. Wenn auch noch nicht vor dem Gesetz, so wirst du es doch bald sein und für mich bist du es jetzt schon“

Er schüttelte den Kopf, als könne er nicht wirklich glauben was gerade geschah, ehe er mich erneut stürmisch küsste.

Seine Hände welche an meiner Seite lagen, strichen zart zu meiner Taille und schließlich zögerlich und sanft über meine Brust.

Ein wenig zuckte ich zusammen, war die Berührung doch so ungewohnt, doch seufzte ich dennoch leise in unseren Kuss.

Er löste meine Arme von seinem Nacken und begann langsam den lockeren Ärmel hinabzuschieben, sodass ich aus ihm herausschlüpfte.

Nervös biss ich mir auf die Unterlippe, als ich daran dachte, das ihm womöglich nicht gefallen könnte was er sehen würde.

Er strich mein Kleid weiter hinab.

Bis zu meiner Hüfte ballte es sich nun und entblößte mich vollkommen obenherum.

Der Schnitt des Kleides erlaubte es nicht Unterwäsche zu tragen, weswegen er mich nun überrascht ansah.

Ich spürte die Röte in meinen Wangen, spürte wie die Hitze sich ausbreitete und wollte mich gerade bedecken, als er meine Handgelenke ergriff und mich daran hinderte.

„Du bist so wunderschön“ Murmelte er und beugte sich zu mir hinab, küsste meinen Hals und wanderte hinab zu meinem Busen.

Erschrocken keuchte ich auf, als er eine von ihnen in den Mund nahm und daran saugte.

Ich spürte seine Zunge, seine Zähn, wie sie an mir knabberten und erschauerte immer mehr.

Mein Atem ging mittlerweile stoßweise und ich fragte mich wie weit er dieses Spiel noch treiben wollte.

Ich wusste nichts über diesen Teil einer Ehe, meine Mutter hätte dieses Gespräch vermutlich erst mit mir geführt, wenn ich kurz vor der Ehe gestanden hätte, doch da Theseus und ich die Reihenfolge ein wenig geändert hatten, ging ich völlig unerfahren in diese Situation.

Noch während er mich weiterhin so leidenschaftlich auf der Brust küsste, strich seine Hand immer weiter hinab bis zu meinem Schenkel, wo er den Stoff meines Kleides raffte und schließlich unter den Saum schlüpfte.

Auf der Innenseite meines Schenkels ließ er seine Hand zart wieder hinaufgleiten, stockte kurz vor meinem Zentrum und strich mir schließlich vorsichtig über meine unaussprechlichen.

Ich zuckte heftig zusammen und sah ihn aus großen Augen erschrocken an.

Ich hatte nicht gewusst, dass Männer Frauen dort berührten, immerhin berührte ich mich selbst bloß dort um mich zu waschen, doch hatte sich das nie so angefühlt wie das was Theseus mit seinen Fingern tat.

Ich überließ mich völlig diesem berauschenden Gefühl und lehnte mich wieder zurück in die Sofakissen.

Plötzlich ließ Theseus von meiner Brust ab und küsste sich einen Weg zu meinen Beinen hinab.

Aus verklärten Augen sah ich ihm dabei zu, wie er seine Hand aus meinem Schoß fortnahm, mir meine Unterwäsche über die Hüften nach unten zog und sich dazwischen legte.

Er schob den Saum meines Kleides bis über meine Hüften und ich verbarg meine Augen aus Scham in meinen Händen.

Doch schrie ich überrascht auf, als seine Zunge mich plötzlich zwischen den Beinen berührte.

Erschrocken sah er zu mir auf: „Wir dürfen nicht so laut sein, was wenn uns jemand hört?“ Sagte er leise, doch als er erneut seine Lippen auf meinen Schoß legen wollte, hielt ich ihn an den Haaren zurück.

„Lass das!“ Zischte ich und in seinen Augen spiegelte sich der Schalk, als er fragte: „Warum? Gefällt es dir nicht?“

„Ja, Nein… ich meine… das ist unanständig!“ Zischte ich ihm zu und er lachte auf: „Das hier ist nichts unanständiges. Das sind die Dinge die Mann und Frau miteinander tun. Also sag, gefällt es dir?“ Er sah mich aus seinen braunen Augen aufreizend an und ich konnte nicht anders als bloß zu nicken, da mir kein Wort mehr über die Lippen kam.

Das waren also die Dinge die Mann und Frau taten?

Männer küssten die Frau also… dort?

Erneut zuckte ich zusammen, als er mich küsste, mit seiner Zunge streichelte.

Ich legte mir eine Hand auf den Mund um nicht erneut laut loszuschreien und schloss gequält die Augen.

Theseus trieb mich immer weiter auf einen Abgrund zu und ich hatte fürchterliche Angst zu fallen.

Mit einem Mal, kurz vor meinem Sturz, ließ er von mir ab.

Es dauerte einen Moment, bis ich schwer atmend zu ihm aufsah.

Ich fühlte mich unerfüllt und irgendwie leer.

Ich sah ihm gebannt dabei zu, wie er seine Hose öffnete und sein Geschlecht daraus hervorholte.

Ich schluckte, als ich es sah.

Männer sahen wirklich so unglaublich anders aus als Frauen.

Schnell entwand er sich noch aus seinem Jackett, sodass er nur noch in Hemd und Weste dastand und beugte sich über mich.

Er stützte sich mit einem Arm seitlich neben mir ab, während er die andere wieder an meinen Schoß legte.

Eindringlich sah er mich an: „Was auch passiert, denk nicht das ich dir mit Absicht wehtue“

Wehtun?

Warum sollte er das tun und warum sollte ich das denken?

Er nahm mit dem Arm mit dem er sich abgestützt hatte, mein Hand in seine und verschränkte unsere Finger ineinander.

Zart küsste er mich wieder auf die Lippen, während etwas gegen meinen Schoß drückte.

Ich versuchte zu begreifen was er da tat, als er der Druck sich erhöhte und mich somit verkrampfen ließ.

Theseus wartete, küsste mich wieder leidenschaftlich, beruhigend und dann ließ er seine Lippen wieder über meinen Hals gleiten.

Er flüsterte mir leibe Worte zu, beruhigte mich und erhöhte erneut den Druck.

Als er mit einem Mal tief in mich glitt, zuckte ich zusammen und schrie auf vor Schmerz.

Er ließ mich mit einem Kuss verstummen und blieb regungslos über mir liegen.

„Verzeih“ Murmelte er zwischen zwei küssen und eine Träne rollte über meine Wange.

Verzweifelt blickte er auf mich herab und biss fest die Zähne zusammen.

„Ich wollte dir nie wehtun“ Murmelte er und ich nickte zitternd.

Meine Beine zitterten ebenfalls vor Anspannung, ich war völlig verkrampft und all die schönen Gefühle die Theseus zuvor durch meinen Körper gejagt hatte, waren dahin.

„Ich liebe dich“ Murmelte er weiter und küsste mich noch einmal.

„Wenn du willst das ich aufhöre, dann tue ich das“ Er klang angespannt und Schweißperlen glänzten auf seiner Stirn, doch glaubt ich ihm sofort, wenn er sagte er würde für mich aufhören.

„Tut es dir denn auch weh?“ Fragte ich leise und er lachte gequält auf: „Nein, mir tut es nicht weh. Das ist nur bei der Frau so und auch nur beim ersten Mal soweit ich weiß“

Nur der Frau tat es weh?

Das war nicht gerade fair.

Ich hob meine freie Hand an seine Wange und strich darüber.

„Hör nicht auf“ Murmelte ich und wollte unbedingt endlich ganz seine Frau sein.

Er schien ein wenig erleichtert, als er mich noch einmal küsste und sich schließlich langsam und vorsichtig in mir zu bewegen begann.

Immer wieder zog er sich aus mir zurück und stieß dann wieder vor.

Es war schmerzhaft und alles andere als angenehm, doch spürte ich dennoch ein leises kribbeln, ein kleinen brennen, das sich ähnlich gut anfühlte wie zuvor seine Küsse.

„Gleich morgen werde ich bei deinem Vater vorsprechen“ Murmelte er, während er nun ein wenig schneller und ruckartiger wurde.

Ich winkelte meine Beine an um ihm mehr Platz zu ermöglichen, doch so erlaubte ich ihm auch tiefer in mich vorzudringen.

Ich keuchte schwer und unser beider Atem vermischte sich miteinander.

Theseus ließ seine freie Hand wieder zwischen uns gleiten und begann mich zart an einer bestimmten Stelle zu streicheln, was mich die Augen aufreißen ließ, denn nun wurde das angenehme Gefühl  noch stärker und ich stieg erneut auf den Berg.

Immer höher trieb er mich voran und mit einem Mal überschritt ich die Klippe und begann zu fallen.

Ich zuckte heftig zusammen und krallte mich heftig an ihn, als er noch ein paarmal heftig in mich stieß, aufstöhnte und dann mit einem Keuchen über mir zusammensackte.

Er war schwer, doch schon einen Moment später nahm er wieder etwas Gewicht von mir, indem er sich abstützte.

Ich blickte glücklich in sein gerötetes Gesicht, seine glasigen Augen und strich ihm das wirre Haar aus der Stirn.

„Du bist so schön“ Murmelte ich, was ihn aufstöhnen ließ: „Ich werde wohl schon heute Abend bei deinem Vater vorsprechen müssen“

Ich lachte auf und zog ihn wieder zu mir herab.

„Ich liebe dich“ Flüsterte ich und Theseus küsste meinen Hals: „Ich dich auch“

Endlich hatte ich mein Glück gefunden.

Endlich hatte ich den Mann an meiner Seite, den ich seit meiner Kindheit liebte.

Endlich konnte meine Zukunft beginnen.



**************************

Das Lied oben ist übrigends das Lied das Theseus auf dem Klavier gespielt hat.^^
Und es tut mir leid, das dieses Kapitel wieder mehr Theseus und Danny lastig war, aber ich fand es passend die beiden hier mit einzubinden.
Kann also nur hoffen das es euch gefallen hat^^



Irisas Kleid:


http://4.bp.blogspot.com/-H-wC6MaTR-I/UgYUTR7rNaI/AAAAAAAAA6o/b3h4IgdHqHI/s640/1908+dress.jpg



Daniela Monroes Kleid:

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/originals/f3/4e/f1/f34ef1e0da96bd79f471e7e4b7ad6942.jpg



Daniela Monroe:

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/736x/1a/f3/73/1af373e128330582378585f633ba6078.jpg
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast