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And will you take a life with me?

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Het
Newt Scamander OC (Own Character)
31.12.2016
30.08.2020
60
159.687
78
Alle Kapitel
413 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
12.03.2017 2.339
 
Hallo, ich habe echt gedacht ich komme eher zum Posten, aber mir ging es gesundheitlich gestern sehr viel schlechter, sodass ich es nicht geschafft habe zu schreiben.
Nun habe ich es endlich geschafft und hoffe es gefällt euch allen.
Hier noch mal ein riesiges Dankeschön an alle meine Reviewschreiber, ich hoffe wieder von euch zu hören.^^
Viel Spaß beim Lesen.
Eure Primrose Everdeen


********************


And when the world is upside down, yeah
The sky is full of clouds yeah
They always come around, it feels like home, like home
And I never have to try, I can be myself and
I Never alone, I never feel alone
And even if I never forget you baby
Tonight I'm gonna let your memory baby
Go, always said I know



Und wenn die Welt kopfsteht, yeah,
und der Himmel voller Wolken ist, yeah,
kommen sie immer vorbei, und es fühlt sich wie zuhause an, wie zuhause.
Und ich muss mich nie beweisen,ich kann ich selbst sein und ich bin nie allein,
ich fühle mich nie allein.

Aura Dione- Friends*************

https://www.youtube.com/watch?v=i5PJ6Cwy7mQ


Als ich am nächsten Morgen erwachte, schlief Newt noch, er wirkte sehr erschöpft, als hätte er Tagelang nicht richtig geschlafen.

Seine Decke war anscheinend in der Nacht runtergefallen, denn sie lag auf dem Sitz unter ihm, völlig zusammengeknüllt und ich kletterte aus meinem Bett, ergriff den etwas rauen Stoff und kletterte vorsichtig bei ihm wieder hinauf.

Etwas umständlich legte ich ihm sachte die Decke wieder über den Körper und als ich mich wieder abwenden wollte, glitt mein Blick über sein Gesicht und ich konnte nicht anders als ihn für einen Moment zu mustern, mir einzuprägen, um ihn vielleicht später so Zeichnen zu können.

Er sah so ungeheuer jung aus wenn er schlief und ich fühlte mich wie ein Eindringling, also wandte ich meine Augen wieder von ihm ab und wollte gerade wieder hinunterklettern, als er mich plötzlich an meinem Handgelenk festhielt und meinen Namen murmelte.

Wie erstarrt sah ich wieder zu ihm, doch schlief er noch immer.

Seine Lippen bewegten sich aber weiterhin zu unverständlichen Worten, sodass ich mich ein wenig zu ihm hinabbeugte um ihn besser verstehen zu können, doch was dann geschah, damit hätte ich nicht rechnen können.

Newt öffnete verschlafen seine Augen, als ich gerade mit meinem Gesicht über seins gebeugt war und im nächsten Moment schreckte er hoch und stieß mit seiner Stirn gegen meine, sodass wir beide vor Schmerz aufstöhnten und ich mit einer Hand an meiner Stirn hinunter auf den Sitz glitt.

Sofort war Newt ebenfalls aus seinem Bett geklettert und setzte sich besorgt neben mich.

„Lass mal sehen“ Bat er und ergriff meine Hand und zog sie vorsichtig von meiner Stirn fort.

„Ist nicht schlimm ehrlich. Ich wollte dich nicht erschrecken, tut mir leid“ Versuchte ich mich zu erklären und Newt, der meine Stirn betrachtete hatte, sah mir fragend in die Augen: „Was hast du denn überhaupt bei mir gewollt“ Fragte er ein wenig verunsichert und ich spürte die Hitze in meine Wangen schießen.

„Deine Decke ist runtergefallen und ich wollte dich wieder zudecken, da es doch recht kühl hier drinnen ist. Dann hast du meinen Namen gesagt und ich…“ Ich verstummte, wollte nicht sagen, dass ich an seinen Lippen lauschen wollte, was er über mich sagen würde.

Newt wurde nun seinerseits rot und lächelte schief.

„Verstehe“ Murmelte er, dann ließ er von mir ab, stand aber nicht gleich wieder auf, sondern hielt seine Augen auf mich gerichtet.

Es schien als könnte er sich nicht sofort wieder losreißen, doch wanderten seine Augen hinab zu meinen Lippen und verharrten dort.

Stumm sah ich ihn an, atmete ein wenig schwerer vor Nervosität und blickte ebenfalls auf seine Lippen, welchem mich gerade wie magisch anzogen.

Ich sah Newt schlucken, dann atmete er tief ein und seine Stimme fragte leise: „Darf ich…“ Er räusperte sich, was seine Stimme nicht wirklich fester werden ließ: „Wir sollten uns Waschen gehen, ich denke in drei bis vier Stunden sollten wir in Holyhead sein“

Überrascht sah ich von seinen Lippen zu seinen Augen und erkannte die Unsicherheit in ihnen, als er abrupt aufstand.

Er nahm seinen Koffer zur Hand, öffnete ihn, nahm einige Kleidungstücke heraus und verließ ohne ein weiteres Wort das Abteil um sich in der kleinen Toilette nebenan frisch zu machen.

Völlig verdattert blieb ich zurück, versuchte zu erraten, was er mir eigentlich hatte sagen wollen.

Seine Worte, sie klangen wie eine begonnene Bitte und sein Blick war dabei auf meine Lippen gerichtet gewesen, hatte er mich vielleicht….

Entschlossen schüttelte ich den Kopf.

Nein, das konnte nicht sein.

Newt hatte bestimmt nicht fragen wollen, ob er mich küssen durfte.

Verwirrt blickte ich auf die geschlossene Abteiltür, durch die Newt gegangen war.

Oder würde er vielleicht doch?



…..



Nachdem Newt schweigend in den Waggon zurückgekehrt war, hatte ich mich ebenfalls frisch gemacht und hatte hinterher nur den geschlossenen Koffer mit den Tierwesen vorgefunden.

Schnell verstaute ich meine Schlafsachen und folgte Newt hinab in den Koffer.

Den ganzen vergangenen Tag hatte ich darauf gewartet und nun schlug mein Herz vor Aufregung wie wild, als ich die Gehege betrat.

Ich hatte nicht einmal Zeit mich nach Newt umzuschauen, als ich auch schon Annie auf mich zustürmen sah und in die Hocken ging um sie lachend vor Freude in den Arm zu nehmen.

Das kleine Wesen drückte sich an meine Brust und grunzte dabei leicht wie ein Ferkel.

Ich strich ihr über das stoppelige Haar, das dem eines wirklichen Ferkels sehr ähnlich war und sah, dass sie sich immer mehr und mehr in meinen Armen beruhigt.

Auch Thomas war mittlerweile bei mir angekommen und strich wild um meine Beine herum, bis ich mich erneut hinhockte und auch ihn am Kopf, Rücken und Bauch streichelte.

Thomas war von den Beiden stets der unabhängigere gewesen, doch schien er im Moment genauso aufgeregt zu sein wie Annie.

„Ich fürchte wir müssen langsam beginnen sie von uns abzunabeln“ Erklang Newts Stimme leise, als er sich uns näherte.

Ich sah wie er die üblichen Utensilien verstaute, die er benötigte um die Fwooper zu füttern, als er sich vollends zu uns umwandte und ebenfalls in die Hocke ging, um Thomas zu streicheln.

„Meinst du wirklich dass wir das jetzt schon tun sollten?“ Fragte ich ihn und sah dabei auf Annie hinab, die bereits wieder etwas dünner wirkte als zu dem Zeitpunkt, wo ich sie das letzte Mal sah.

Newt nickte: „Ja, Jeden Tag, den sie bei uns sind, hängen sie immer mehr an uns“ Nun sah er mich kurz an, ehe er Annie betrachtete und seine Hand sanft über ihren Kopf strich.

„Sieh sie dir an. Annie verliert stetig an Gewicht, wenn du nicht da bist. Sie vermisst dich so sehr, dass sie sich weigert zu essen. Ich denke, auch wenn es uns schwerfallen wird, ist es wohl das Beste für die Beiden, wenn wir sie so schnell wie möglich wieder auswildern, damit sie nicht völlig von uns abhängig werden. Sie gehören zu ihren Artgenossen, sie sollten einen Partner finden, mit dem sie sich zusammentun können um nicht mehr allein zu sein. Aber das können sie nicht, wenn wir sie so an uns binden“

Es stimmte ja, Newt hatte völlig Recht.

Aber dennoch hätte ich nicht erwartet, dass ich die Kleinen so in mein Herz schließen würde, das ich weinen könnte, bei dem Gedanken sie ziehen zu lassen.

Als ich auf Annie hinabblickte, hatte sie ihre Augen fest geschlossen und schlief friedlich in meinen Armen, während Newt ihr erneut über den kleinen rosa Kopf strich.

So wie ich Annie hielt, war es nicht zu vermeiden, das seine Hand dabei meine leicht berührte, was mich leicht zusammenzucken ließ und ihn dazu veranlasste, seine Hand schnellstmöglich fortzuziehen, so als hätte er sich verbrannt.

Er richtete sich auf und klopfte verlegen seine Hose ab, dann zog er seine Taschenuhr aus der Tasche seiner Weste und sagte: „In einer Stunde sollten wir da sein. Soweit ich weiß, fährt der Zug nach Dublin dort neunmal täglich alle zwei bis drei Stunden. Wenn wir Glück haben, haben wir einen direkten Anschluss, wenn nicht, dann müssen wir uns in dem Bahnhof irgendwie die Zeit vertreiben“

Ich nickte und stand mit Annie in den Armen wieder auf, lief zu ihrem und Thomas Gehege, in der eine kleine Scheune stand, wo ich sie hineintrug und im Heu niederlegte.

Noch einmal strich ich ihr behutsam über den kleinen Körper und Thomas der mir gefolgt war, legte sich zu seiner Schwester und drückte sich eng an sie heran.

Die beiden waren noch sehr jung und vermutlich deswegen so anhänglich.

Aus diesem Grund wären sie in Russland auch fast verhungert, als wir sie fanden.

Nun waren sie älter, wenn auch nur minimal, doch wenn wir eine Gruppe Nogschwänze finden würden, könnten wir sie ruhigen Gewissens auswildern.

Sie würden in einer Gruppe sein, sie würden einen Partner finden und eine Familie gründen.

Trotz dieser guten Aussichten für ihre Zukunft, war es dennoch schmerzhaft.

Ich strich auch Thomas noch einmal über den Kopf, ehe ich die Scheune verließ und von weiten sah, wie Newt die Graphörner fütterte, sich dennoch soweit wie möglich fernhielt, um die werdende Mutter nicht zu stören.

Dugal beobachtete mich zwischen den Bäumen hindurch, kam aber ansonsten nicht näher auf mich zu.

Er Vertraute mir zwar, aber er war dennoch vorsichtig und betrachtete mich mit Skepsis, da ich so lange nicht hier gewesen war.

Stumm, wegen der merkwürdig gedrückten Stimmung zwischen Newt und mir, verließ ich den Koffer nachdem ich ebenfalls kurz nach den Fwoopern gesehen hatte.

Als ich wieder in unserem Abteil war, begann ich die Betten zu ordnen, bereitete meinen Koffer vor und wartete mit wirren Gedanken dass der Zug Holyhead erreichte.



…..



Bei unserer Ankunft regnete es in Strömen und ich spürte die Kälte durch meinen Mantel hindurch.

Unser Verbindungszug nach Dublin war vor zwei Stunden abgefahren, also hatten wir noch zirka eine Stunde Zeit und beschlossen etwas im Bahnhofs Cafe zu Frühstücken.

Es war recht Menschenleer auf dem Bahnhof, was vermutlich an dem Wetter und den frühen Stunden lag.

Das Cafe war kaum besucht und wir setzten uns an einen Tisch, der etwas abseits an der Wand stand.

Ich passte auf unser Gepäck auf, als Newt an den Tresen trat um für uns Brötchen und Tee zu Kaufen.

Als er zu mir zurückkam, bedankte ich mich bei ihm und nahm ihn meinen Teller und Tasse ab.

Dieses Mal schien Newt sehr darauf bedacht meine Finger nicht zu berühren, denn er hatte den Teller sehr weit am Rand gehalten, sodass ich fast schon dachte, er würde ihn fallen lassen.

„Wo werden wir in Dublin unterkommen?“ Fragte ich ihn und gab einen Teelöffel Zucker in meinen Tee und begann ihn umzurühren.

„Ich habe ein Zelt“ Murmelte Newt und ich sah ihn etwas irritiert an: „Ein Zelt?“ Es war nicht das Problem das wir im Zelt schlafen mussten, das hatten wir schließlich alles schon hinter uns, aber die Tatsache, dass er sagte, er hatte EIN Zelt, war befremdlich.

Ich sah seine roten Wangen, als er erneut begann zu sprechen: „Ich habe mir von meinem Vater zeigen lassen, wie ich ein Zelt magisch vergrößere. In etwa so wie bei meinem Koffer. Wir haben darin beide Platz und es bietet einen guten Komfort. Zumindest hat Theseus das behautet, als er anbot es auszustatten“

Ich nickte verstehend und hoffte dass es stimmte, was Newt sagte.

Auch wenn wir schon Räumlichkeiten zum Schlafen geteilt hatten, war die jetzige Situation doch anders, nun wo er wusste, was ich für ihn empfand.

„Das Heißt wir werden irgendwo in den Wäldern Dublins unterkommen, oder auf einem der Berge?“ Fragte ich weiter und Newt nickte leicht.

„Ja. Auf den Bergen allerdings sollten wir uns kleinere Höhlen suchen, nicht auf offenen Gebiet unser Zelt aufschlagen. Es kann in Dublin doch recht stürmisch werden“

„Verstehe, ich bin mir sicher, keiner von uns beiden möchte mitten in der Nacht weggefegt werden“ Versuchte ich die Stimmung aufzulockern und Newt lachte leicht auf.

Doch als kurz darauf erneut stille einkehrte, seufzte ich verhalten und sah auf meinen Teller.

Die Unbeschwertheit, die sich langsam bei uns eingespielt hatte, war wie fortgeweht.

Als hätte es sie nie gegeben.

Der Regen hatte sie mit sich fortgespült.

„Ich sagte dir doch, das ich nicht möchte, das unsere Freundschaft unter meinen Worten leidet“ Murmelte ich verhalten und sah im Augenwinkel, wie Newt zu mir aufblickte.

„Ich… tut sie das?“ Fragte er leise und ich runzelte die Stirn, als ich zu ihm aufblickte.

„Natürlich tut sie das. Bemerkst du es denn nicht? Wir sind völlig angespannt im Umgang miteinander. Du kannst mich nicht einmal berühren, ohne deine Hand vorzuziehen, als sei ich aus Feuer“ Bedauernd schüttelte ich leicht den Kopf: „Ich liebe dich Newt“ Er wandte seinen Blick ab und sein Mund zuckte leicht, während seine Augen stark blinzeln und er sichtlich rot wurde.

„Doch möchte ich nicht das, das zwischen uns steht. Ich möchte weiterhin mit dir befreundet bleiben. Denn viele Freunde habe ich nicht“ Ich hatte einen Kloß im Hals und wusste, das mir jeden Moment die Tränen kommen würden.

„Ich möchte auch weiterhin mit dir befreundet sein“ Hörte ich seine Stimme leise sagen.

„Auch ich habe nicht viele Freunde und die wenigen die ich habe, die…. „ Er sah wieder zu mir, hatte jedoch Schwierigkeiten Augenkontakt zu halten: „Du bist mir zu wichtig, als das ich dich erneut verlieren möchte“ Beendete er nun seinen Satz und ich spürte wie sich wärme, trotz der Kälte von draußen, in mir ausbreitete.

„Ich muss nur lernen damit umzugehen…. Gib mir… gib mir bitte ein wenig Zeit“ Murmelte Newt und legte bewusst seine Hand auf meine.

Überrascht sah ich auf unsere Hände hinab, dann wieder in seine warmen Augen, die mir Hoffnung gaben, dass alles wieder so werden würde, wie bisher.

Ich drehte meine Hand in seiner, sodass sich unsere Handinnenflächen berührten und lächelte ihn hoffnungsvoll an.

Auch Newts Mund zuckte in einem kleinen Lächeln, ehe er seine Finger um mein Handgelenk schloss und somit festhielt.

Ich tat es ihm gleich und hatte wirklich Hoffnung für die Zukunft, das unsere Freundschaft bestand haben würde.
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