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And will you take a life with me?

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18
Newt Scamander OC (Own Character)
31.12.2016
30.08.2020
60
159.687
76
Alle Kapitel
413 Reviews
Dieses Kapitel
23 Reviews
 
 
31.12.2016 2.970
 
So Freunde, dies ist meine Erste Newt Scamander FF und ich hoffe ich treffe ihn Charakterlich wenigstens ein bisschen.

Schreibe sonst nur Snape/Oc oder Remus/Oc, wer also an solchen Pairings Interesse hat, der sollte vielleicht meine Anderen FF's auch mal durchstöbern.

Und eine kleine Information an die Leser keine meiner FF’s ist abgebrochen, auch wenn es da stehen sollte, werde sie alle von mir beendet werden, sobald ich Zeit und Muße finde.

Ich hoffe zudem auch wirklich dass ich bei dieser FF regelmäßig posten kann, kann aber nichts versprechen.

Würde mich aber über eure Meinungen und Kommentare sehr freuen.

Und nun viel Spaß beim Lesen.

XD

P.s: hier noch ein Bild zu Irisa wie ich sie mir Vorstelle:

http://1v1d1e1lmiki1lgcvx32p49h8fe.wpengine.netdna-cdn.com/wp-content/uploads/2016/07/Nancy-Looks-at-Steve.r-1.jpg


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Schnellen Schrittes machte ich mich auf den Weg zum Obscurus Books Verlag, bei dem ich ein Vorstellungsgespräch hatte.

Leider war ich bereits spät dran, da ich zu Hause mit meinen Eltern einen kleinen Disput darüber hatte, in dem sie darauf bestanden das ich nun alt genug zum Heiraten wäre.

Und der Glückliche wäre natürlich Alphard Black gewesen, aus einer mächtigen reinblütigen Familie mit viel Geld und Ansehen.

Alphard war der Sohn eines Kollegen meines Vaters und auch wenn der junge Mann den ich heute eher kurz zu Gesicht bekommen hatte, wirklich gut aussah mit seiner großen Statue, seinen längeren schwarzen Locken und den stechend grauen Augen, war er doch nicht der Mann den ich an meiner Seite wollte.

Sicher, vielleicht stellte er sich als äußerst Charmant heraus und vielleicht, nur vielleicht würde ich ihn mögen können, doch sobald ich beginnen würde ihn zu treffen um ihn besser kennen zu lernen, würden unser beider Eltern schon mit den Hochzeitsvorbereitungen beginnen und im nu wären wir auch schon Verlobt.

Soweit wollte ich es gar nicht erst kommen lassen.

Nachdem ich schon mit ansehen musste wie meine Schwester sich dem Joch der Familie beugen musste und einen Malfoy geheiratet hatte, welchen sie vielleicht einmal im Jahr sah, hatte ich wenig Lust ebenso zu Enden.

Warum musste diese Welt auch so abwertend gegenüber Frauen sein?

Warum konnten Männer Frauen nicht als gleichberechtigt betrachten?

Warum galt ein Mädchen von siebzehn Jahren schon als alte Jungfer wenn sie nicht verheiratet war?

Über all diese Dinge wollte ich mir jetzt nicht weiter den Kopf zerbrechen, ich hatte wichtigeres vor, mein Leben lag in meiner Hand und ich wollte die Chance ergreifen die sich mir hier bot.

Etwas außer Atem und mit schmerzenden Waden, wegen der leicht erhöhten Hacken an meinen Schuhen, welche für einen Geschmack schon zu hoch waren, betrat ich den Verlag.

Am Empfang saß eine blonde Frau mittleren Alters, mit einer tiefsitzenden Brille auf der Nase und schrieb geschäftig etwas auf Pergament.

Ich lief nun etwas langsamer, wollte ich doch nicht zu übereilt wirken, zu der Frau und begrüßte sie.

„Hallo, mein Name ist Irisa …“ Doch wurde ich von der Dame schon unsanft unterbrochen: „Natürlich, Mr. Worm wartet bereits seit einer Viertelstunde auf sie. Man könnte meinen sie haben nicht gerade sehr viel Interesse an dem Job“

Erschrocken riss ich meine Augen auf und schüttelte den Kopf: „Nein, Nein. Ich habe sehr großes Interesse. Es tut mir auch außerordentlich leid, ich…“

Doch wieder unterbrach sie mich: „Glauben sie mir ihre Entschuldigungen können sie sich für Mr. Worm aufheben. Wenn es nach mir ginge, würde ich sie nicht mal mehr zu ihm lassen, aber sie haben Glück das die Stelle nicht so leicht zu besetzen ist und wir daher auf jeden Bewerber angewiesen sind. Und nun gehen sie bitte hinten Links durch die Tür“

Ich hatte die Frau, deren Name ich nicht einmal kannte, nur mit offenen Mund angestarrt und schloss nun schnell wieder meinen Mund, umfasste den Griff meiner Handtasche fester und lief den Flur zu Mr. Worm‘s Büro hinab.

Als ich vor die dunkle Tür aus Eichenholz trat auf deren Name Augustus Worm stand, schluckte ich meine Nervosität herunter stich den blauen Rock den ich trug noch einmal glatt und klopfte an.

„Herein“ Erklang daraufhin eine etwas durch die Tür gedämpfte, tiefe Stimme.

Leicht drückte ich die Klinke herunter und öffnete die Tür.

Als ich eintrat und hinter mir die Tür wieder schloss, erhoben sich zwei Männer im Raum.

Einer davon war Augustus Worm, den anderen wagte ich nicht wirklich anzublicken vor Nervosität.

„Sie müssen Miss. Lestrange sein. Wir haben schon eine Weile auf sie gewartet. Setzten sie sich doch mein Kind“ Der etwas kräftige, kleine Mann hinter dem großen Mahagoni Schreibtisch deutete auf den Stuhl direkt vor mir und beide Männer warteten bis ich mich gesetzt hatte, ehe sie es mir gleichtaten.

Meinen Blick hielt ich permanent auf Mr. Worm, doch war ich mir durchaus bewusst, dass ich von dem Mann neben mir gemustert wurde.

Mr. Worm räusperte sich und lächelte dann freundlich: „Ich bin sicher es gibt einen Grund das sie nicht pünktlich waren, von daher werde ich mal ein Auge zudrücken und wir kommen zum wichtigen“

Überrascht, dass er so viel freundlicher war als die Frau am Empfang, atmete ich etwas erleichtert aus.

„Oh verzeihen sie mir, dass ich sie nicht einander Vorgestellt habe, das ist Mr. Scamander“

Etwas geschockt diesen Namen nach so langer Zeit wieder zu hören, versteifte ich mich in meinem Stuhl und dachte nur, das es vielleicht nur Zufall war und der Mann neben mir nur den selben Nachnamen trug wie der Junge der einst ebenfalls auf Hogwarts war und mit ihrer Schwester befreundet gewesen war.

Doch als ich meinen Blick schließlich auf den Mann neben mir richtete, konnte ich ein überraschtes hochziehen meiner Brauen nicht verhindern.

Newt sah schnell weg, als wollte er nicht das ich bemerkte das er mich angesehen hatte, doch lächelte er leicht mit einem Mundwinkel und meinte mit einem Blick zu Mr. Worm: „Wir kennen uns bereits“

Ich erschrak, als Mr. Worm lachend in die Hände klatschte.

„Großartig, das macht es einfacher. Es sei denn Sie haben Einwände Mr. Scamander?“

Wieder blickte Newt Scamander mit leicht schiefen Kopf zu mir herüber, als er sagte: „Ich denke sie haben ihre Referenzen besser im Blick als ich, doch auf der Menschlichen Ebene her, habe ich keine Einwände“

Er hatte sich nicht verändert, so schien es, er war schon damals ein eher Introvertierter Mensch gewesen.

Es hatte mich immer gewundert, das er mit Leta welche so viel enthusiastischer durchs Leben zog befreundet gewesen war.

Doch hatte die Freundschaft ein Jähes Ende gefunden, nachdem…

Verwirrt blinzelte ich und Blickte mit gerunzelter Stirn zwischen Mr. Worm und Newt hin und her: „Moment! Über was genau reden wir hier?“

Mr. Worm blickte gerade auf die Unterlagen vor sich auf dem Tisch: „Ihre Noten sind ziemlich gut Miss. Lestrange und auch von ihren Lehrern habe ich nur Gutes über sie gehört. Ich bin geneigt ihnen den Job zu geben“

„Es tut mir leid Mr. Worm, aber um was für eine Stelle handelt es sich hier genau? Ich dachte es ginge um den Job einer Assistentin? Und ich gestehe, Mr. Scamanders Anwesenheit hierbei verwirrt mich“

Newt sah mich nicht mehr an, sondern entweder auf Augustus Worm oder auf seine Hände die er auf den Armlehnen seines Stuhl ruhen hatte.

Wieder lachte Mr. Worm: „Es geht auch um eine Assistenten Stelle. Um die Assistenten Stelle bei Mr. Scamander. Ich habe ihn vor einem Jahr beauftragt ein Buch über Magische Tierwesen zu schreiben, doch Mr. Scamander arbeitet hauptberuflich im Ministerium und findet daher nur Zeit zum Schreiben in seiner Freizeit und um die Tiere zu finden, zu beobachten und zu erforschen hat er wohl leider nur Zeit wenn er Urlaub hat und so auf Reisen gehen kann, von daher stelle ich ihm eine Assistentin zur Seite, die ihn Unterstützt. Vor allem jetzt, wo Mr. Scamander vorhat vier Wochen durch verschiedene Länder zu Reisen um für sein Buch zu recherchieren“

Ich nickte verstehend, jedoch runzelte ich noch immer die Stirn.

„Also handelt es sich nicht um eine Stelle direkt hier im Verlag? Sie wollen, das ich mit Mr. Scamander alleine durch verschiedene Länder reise und Tierwesen erforsche?“

Augustus Worm nickte bedächtig.

Nun verstand ich warum die Stelle so schwer zu besetzen war.

Vermutlich wollten viele Bewerber nicht mit einem Wildfremden in verschiedene Länder reisen um ausgerechnet Tierwesen zu erforschen und das über Wochen.

Ich selbst hatte nicht viel Ahnung von Tierwesen, doch wusste ich dass sie in der magischen Gemeinschaft nicht hoch angesehen waren, was ein weiterer Punkt war, wieso vermutlich keinen diesen Job wollte.

„Mr. Worm, ich fühle mich geehrt dass sie mir diese Stelle anbieten möchten und so sehr ich auch reisen möchte und die Welt sehen möchte, ich kann nicht“ Beendete ich meinen Satz gedrückt.

Es stimmte, ich würde sehr gerne mitgehen und etwas von der Welt sehen, doch war ich eine junge Frau, unverheiratet und meine Eltern würden mich niemals gehen lassen.

Es würde meinen Ruf zerstören und somit ihre Hoffnung auf eine gute Partie, oder auf Alphard Black ruinieren.

Mr. Worm schien enttäuscht, hatte er doch das Gefühl gehabt, tatsächlich endlich jemanden gefunden zu haben, der dem jungen Mr. Scamander unter die Arme greifen konnte.

Er hatte wirklich geglaubt dass sie dem gewachsen wäre.

Er nickte bedächtig und seufzte leise: „Nun ich denke da gibt es nichts womit ich sie umstimmen könnte? Über das Gehalt ließe sich reden“

„Glauben sie mir, es geht nicht um das Geld“ Bekräftigte ich meine Absage.

„Verstehe. Nun, da kann man wohl nichts machen. Ich danke ihnen für ihr kommen“ Damit erhob er sich und reichte mir seine Hand, welche ich dankend ergriff.

Ich wandte mich nun auch Newt zu, welcher sich ebenfalls erhoben hatte und der mich noch immer nicht wieder angesehen hatte, sondern nun eher einen Punkt neben meinem Kopf fixierte.

„Es tut mir leid. Ich wäre wirklich gerne ihre Assistentin geworden“ ich reichte ihm meine Hand, welcher er zögernd ergriff und verließ dann mit einem verabschiedenden Lächeln zu Mr. Worm den Raum.

Eiligen Schrittes lief ich auch den Gang zum Eingang entlang und verließ den Verlag ohne einen Kommentar an die Fee am Empfang.

Draußen atmete ich erst einmal die Sommerliche Luft ein und blickte in den hellen Himmel hinauf.

Ich spürte ein vertrautes ziehen in meinem Bauch, welches mir sagte, dass ich gerade einen Fehler begangen hatte, den ich aber leider bewusst für meine Familie eingegangen war.

Hatte ich vorhin nicht noch so großspurig gedacht ich hätte mein Leben selbst in der Hand?

Tja falsch gedacht, mein Leben lag in den Händen meiner Eltern.

Entschlossen blickte ich auf die Straße vor mir und lief nach Hause und begann dabei wie immer meine Gefühle und meine Enttäuschung über ein Leben als Frau, tief in mir zu vergraben.

„Miss. Lestrange!“ Hörte ich plötzlich eine Stimme hinter mir rufen und drehte mich überrascht um.

Newt, der mir allem Anschein nach hinterhergeeilt war, hielt nun etwas schwerer Atmend vor mir an und lächelte, auch wenn es ihm schwer zu fallen schien mich dabei konstant anzublicken.

„Mr. Scamander, was ist passiert?“ Fragte ich etwas besorgt.

„Sie haben ihre Handtasche vergessen“ Er hielt mir die kleine Braune Tasche entgegen, welche ich in meiner Eile vielleicht doch noch die Richtige Entscheidung für mich zu treffen, vergessen hatte.

„Oh, ich danke ihnen. Sie hätten das nicht tun müssen, Mr. Worm hätte mir bestimmt geschrieben und dann hätte ich sie abgeholt“

„Nun, ich dachte mir, vielleicht erspare ich ihnen diesen Umstand“ Ich lächelte ihn dankbar an, was ihn leicht erröten ließ und verursachte, das er mich nun gänzlich nicht mehr anblickte.

„Lassen sie mich ihnen danken, indem ich sie zu einen Tee und Kuchen einlade“ Schlug ich begeistert vor.

Doch er wank ab: „Das ist nicht nötig und ich denke sie haben sicher viel zu tun“

„Mr. Scamander, sie wissen, dass ich keinen Job habe, was sollte ich also wichtigeres zu tun haben?“ kurz sah er mir in die Augen und ich kam nicht umhin mich in seinen zu verlieren.

Sie waren von einem schönen Blau, mit ein wenig braun darin es war faszinierend ihn anzusehen, doch leider konnte oder wollte er meinen Blick nicht halten und sah wieder herab.

Er war kein schöner Mann wie Alphard Black, doch hatte Newt etwas gänzlich eigenes was ihn auf seine Weise sehr attraktiv machte.

Er hatte rötlich schimmerndes lockiges Haar, das ein wenig wild auf seinem Kopf ruhte, eine schlanke, hohe Gestalt, Sommersprossen und, wenn er es denn tat, das schönste Lächeln das ein Mann meiner Meinung nach haben kann.

„In Ordnung“ Sprach er nun leise und ich überlegte kurz worüber wir sprachen, ehe ich begeistert lächelte und ihn in das nächste Cafè begleitete.

Als wir vor dem Cafè an einem Tisch saßen, bestellten wir jeweils einen Tee und zwei Teller des hochangepriesenen Käsekuchens.

Kurz herrschte zwischen uns Stille und ich befürchtete schon es würde so bleiben, doch als der Tee und der Kuchen gebracht wurde, sah ich zu ihm hinüber und fragte: „Sie fanden schon damals Tierwesen faszinierend, wie kommt das?“

Wieder breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus, es schien als würde er sich an etwas Schönes erinnern.

„Meine Mutter züchtete Hippogreife und war auch sonst von jedem Lebewesen fasziniert, das nichts mit uns Menschen zu tun hatte, vermutlich habe ich das von ihr“ Erzählte er mir und sah dabei ab und an zu mir auf.

Ich fühlte mich nicht komisch dabei, dass er es nicht schaffte mich richtig anzusehen, es war eben Newt. Ich mochte in Hogwarts zwar vier Jahre unter ihm und meiner Schwester gewesen sein, doch konnte ich mich daran erinnern, dass er schon früher so gewesen war und dass ich ihn, im Gegensatz zu den anderen Freunden von Leta, stets gemocht hatte.

„Das klingt als hätten sie schon in ihrer frühesten Jugend mit diesen Tieren Kontakt gehabt. Das ist schön, den einzigen Kontakt den ich in meiner Jugend hatte, waren die Tiere in Pflege magischer Geschöpfe und das waren meistens Flubberwürmer oder Knallrümpfige Kröter“

Nun lachte er erheitert auf: „Ja der Unterricht hatte leider nicht viel Auswahl. Dennoch faszinieren mich alle Tierwesen. Sie werden von den Magiern missverstanden und aus diesem Grund stehen viele von ihnen kurz vor dem Aussterben. Ich hoffe ein Buch, welches vielleicht sogar eines Tages ein Lehrbuch für die Schulen werden könnte, kann dagegen helfen“

Ich lächelte leicht: „Das klingt nach einer guten Sache“

Ich probierte nun den Kuchen und musste genüsslich feststellen, dass er wirklich unglaublich lecker war.

Newt beobachtete mich dabei und lächelte erneut: „Sind sie sicher, dass sie mich nicht begleiten möchten. Ich denke sie verstehen mich und meine Handlung. Zudem bräuchte ich wirklich etwas Hilfe“

Ich legte bedächtig die Gabel beiseite und sah nach kurzem Zögern zu ihm auf: „Mr. Scamaneder ich würde sie wirklich gerne begleiten, glauben sie mir. Ferne Länder sehen, frei sein und machen zu können was ich will, das wäre wunderbar…“

„Was hält sie dann davon ab?“ Fragte er und schien wirklich nicht zu verstehen.

Bedrückt biss ich meine Zähne zusammen und wünschte es gäbe nichts das mich davon abhalten würde.

„Meine Familie“ Seufzte ich.

„Das verstehe ich nicht. Ich kann gerne mit ihren Eltern reden, wenn sie möchten, immerhin geht es um einen für sie gutbezahlten Job…“ Ich unterbrach ihn, jedoch nicht harsch oder ungehalten, eher müde und traurig: „Es wird meine Eltern nicht interessieren, wie viel ich verdienen würde. Um ehrlich zu sein, wollten sie nicht einmal dass ich nach einer Anstellung suche. Wenn es nach ihnen ginge, würde ich sofort Heiraten, Kinder bekommen und die Ehre unseres Familien Namens weitertragen, sowie meine Schwester“

Überrascht blickte er nun zu mir auf und ich wusste, es war ein Fehler so unbedacht zu sprechen.

„Leta ist… verheiratet?“ Fragte er zögerlich und ich nickte leicht.

War es dumm von mir diesen leisen Stich der Eifersucht in mir zu spüren?

Immerhin waren Leta und Newt enge Freunde gewesen und ich nicht.

„Ich… Es tut mir leid, so sollten sie es nicht erfahren“ Begann ich, doch unterbrach er mich und sah mit einem wehmütigen Lächeln weg: „Schon gut, Leta und ich sind keine Freunde mehr“

Daraufhin schwieg er und ich ebenfalls, ich fühlte mich schlecht und wusste nicht wie ich die Stimmung noch kitten konnte.

„Also haben ihre Eltern Angst um ihren Ruf, wenn sie mit mir auf Reisen gehen?“ Fragte Newt schließlich und ich nickte.

„Ich verstehe, sie wollen für sie nur das beste“ Fügte er hinzu.

„Ob es das Beste für mich ist, sei dahingestellt, aber ja ich denke schon“

Dieses Mal sah er mich an ohne zu lächeln und meinte: „Ich danke ihnen für die Einladung, der Kuchen und der Tee waren sehr lecker, doch nun muss ich leider los“

Überrascht über seinen Plötzlichen Aufbruch, vor allem da er den Kuchen nicht einmal angerührt hatte, blickte ich ihn an, als er sich erhob und reichte ihm wie von selbst meine Hand, als er seine zum Abschied ausstreckte.

„Es war eine Freude sie wieder zu sehen Miss. Lestrange. Vielleicht sieht man sich?“ Fragte er und mir blieb nichts weiter als zu nicken.

Kurz zuckte sein Mundwinkel, als wolle er lächeln, doch tat er dies nicht, stattdessen wandte er sich ab und ging ohne sich noch einmal umzudrehen über die Straße in eine Seitengasse, wo er vermutlich Apparierte.

Zum zweiten Mal an diesem Tag fühlte ich dieses Ziehen in meinem Bauch und erneut hatte ich das Gefühl ich hätte anders handeln müssen.

Doch was hätte ich tun sollen?

Ich war eine Frau, welche zu ihrem Leidwesen in eine reiche, Reinblütige Familie hineingeboren wurde und welche das Schicksal einer Ehefrau auf ihren Schultern trug.

Nicht zum ersten Mal wünschte ich mir ich wäre ein Mann wie Newt, der sein Leben selbst gestalten konnte, selbst entscheiden konnte wohin er ging und was er tat.

Doch leider war ich kein Mann, ich war Irisa Lestrange, die jüngste Tochter von Oskar und Frieda Lestrange und zu eben jenem Leben war ich verdammt.
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