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Sündenbekenntnisse - ad nauseam

GeschichteMystery, Übernatürlich / P16 / Gen
Catherine Corrigan Derek Rayne OC (Own Character) Philip Callahan Rachel Corrigan
29.12.2016
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Als er das Vorzimmer betrat, begrüßte ihn Astaroth. "Chef, der Pastor Bente von Norderney hat angefragt, ob er auch kommen solle. Er meint, bis Sonntag zum Gottesdienst hätte er nix zu tun und wenn wir ihm die Predigt schreiben, Euangelion und ich - dann könne er bis Samstagabend aushelfen. Seine Mutter war zudem Französin aus dem Elsaß und er spricht daher wohl auch gut Französisch..." Belial grinste. "Scheint, der Mann hat einen Narren an dir gefressen, Asta Roth." Der Sekretär von Metatron schnaubte leise. "Da hat er aber Pech gehabt, gegen Philip kommt er nicht an! Bevor ich es vergesse... Euangelion hat sich zum Kircheneinsatz abgemeldet - bei Metatron, da du vorhin verhindert warst, und ich soll dir ausrichten, dass er dir diverse Gnadengesuche von Seelen und ähnliches zur Unterschrift und zur Entscheidung - einiges wollte Samyaza nicht eigenmächtig entscheiden - auf den Schreibtisch gelegt hat. Und da Rachel sich entschieden hat Pierre mit ihren psychologischen Kenntnissen zu unterstützen und er sich irgendwie immer noch ein wenig als ihr Schutzengel fühlt... na ja... also er wollte sie nicht allein lassen." "Es freut mich, dass er sich für Rachel noch so verantwortlich fühlt... wobei... gut, er war ja vor Ort als die Geburt der Zwillinge anstand..." Leise lachend nickte er und verschwand in seinem Arbeitszimmer.
Erst gegen Abend rief er Samyaza zu sich und übergab ihm die fertigen unterzeichneten Unterlagen und ging in die Küche um sich einen großen Kaffee zu machen. Mathilde lächelte ihn an als er kam und stellte ihm bereits eine große Tasse des dunklen schwarzen Gebräus hin. "Huch, das ist aber stärker als der normale Kaffee aus der Maschine - aber echt gut! Was ist das?" fragte er nach dem ersten Schluck angenehm überrascht. Die Köchin lachte. "Ein zwölffacher Espresso, Lucifer." antwortete sie und stellte Butterplätzchen vor ihn hin. "Was machst du hier, Tilly - ich freue mich natürlich, dass du da bist, aber auf Norderney bist du doch sonst so gern." "Und ich soll da gemütlich vor mich hinscharwenzeln wenn ihr Probleme habt?!" fragte Mathilde fast empört. Belial grinste. "Pflichtbewusst wie immer, meine Liebe." "Und wo Hagiel eh hier ist um zu helfen und wir ja jetzt acht Geistliche hier wohnen haben die Pierre mit helfen diesen Leuten die Beichten abzunehmen. Ich habe im Fernseher gesehen, was vor den Pariser Kirchen los ist und einige Geistliche sind da nur aus den Seiteneingängen rausgewankt, sahen todmüde und erschöpft aus und Pierre hat vorhin nur andeutungsweise erzählt was die so für einen Mist erzählen und er wirkte schon erledigt... und vermutlich werden unsere Gäste ebenso erschöpft zurück kommen, da haben die sich doch eine gute Mahlzeit zur Stärkung verdient. Sylvie hat vorhin schon einen kräftigen Eintopf gekocht und die Pastoren haben dem schon reichlich zugesprochen. Ich denke, wenn sie uns hier schon helfen, sollte es ihnen auch gut gehen." Belial lächelte mild. "Recht hast du, Tilly. Und eine Dame ist auch dabei - unsere neue Hauspastorin, Maria Teufel." antwortete er und wartete auf ihre Reaktion. Mathilde stutzte. "Eine Pastorin - und wie heißt die? Maria Teufel?"
Belial nickte. Mathilde begann zu lachen. "Das ist ja fast als hättest du deinen Sohn Jesus genannt!" Belial zuckte zusammen. "Na, fast hätte ich - wenn es nach Selvi gegangen wäre - meine eigene "Maria Teufel" im Haus gehabt." entgegnete er leicht schaudernd. Mathilde kicherte. "Nur dass die Rayne geheißen hätte. Aber die Pastorin, auf die bin ich gespannt." "Kannst du auch sein, ist eine recht toughe und nicht auf den Mund gefallene Person - oder besser ein Persönchen, die geht mir grad mal bis zur Brust und ist total zierlich. Aber Bischof Molching, ihr eigentlicher Chef, wobei sie von ihm praktisch - mit ihrem Einverständnis, wie er mir sagte - seit Dienstantritt heute Morgen Pierre unterstellt ist während sie hier Hausgeistliche ist - hat offensichtlich wirklich ein gutes Händchen für Besetzungen und einen wirklich einmalig schwarzen Humor. Ich habe am Vormittag mit ihm telefoniert. Vielleicht sollte ich ihn mal mit Consuela zusammenbringen... wobei... besser nicht, nachher versucht er noch mir Euangelion abzuwerben." Mathilde grinste. "Als ob der treue Euangelion jemals gehen würde! Du weißt, der wäre dir damals als ihr alle verhindert habt, das Kat und Julien schon jetzt miteinander rummachen müssen, sogar in die Hölle gefolgt." Belial nickte stumm in seinen Kaffee. Wenn er so darüber nachdachte... an sich hatte er in der - gemessen an seiner Lebenszeit - kurzen Zeit seit Existenz der Botschaft wunderbare Freunde gefunden, die wie eine erweiterte Familie für ihn waren.
Erst spät am Abend kehrten die acht protestantischen Geistlichen mit Pierre und Philip in den Boulevard zurück. Belial wollte sich gerade noch einen zwölffachen Espresso holen und sah mit Sorge, wie fertig die Beichtväter und - im Falle von Maria Teufel - -mutter ausschauten. "Tilly, mach einen Stärkungstrank! Auch wenn man den eher schwarzmagisch nennen kann - ich weiß, du beherrscht ihn aus dem Handgelenk, ich helfe dir auch, ich denke, sie werden ihn alle trinken! Sonst kommen die Morgen ja gar nicht aus den Federn! Und koch gleich einen großen Kessel und füll das in kleine Fläschchen ab und gib jedem einen Vorrat mit - auch für die anderen katholischen Kollegen vor Ort."
Pierre Pasquieu nickte ihm dankbar zu, sichtlich erschöpft. "Ich hab noch nie soviel Schwachsinn gehört wie heute... Ist das normal, dass die Leute kommen und irgendwas schwafeln von wegen, sie hätten gesündigt, weil sie ihre Mutter im Mutterleib getreten haben?" fragte Maria Teufel den Erzbischof hörbar verwirrt. "So geht das schon seit zwei Tagen. Vermutlich hat ein mysteriöser Mann Gerüchte verbreitet, dass jeder der seine Sünden nicht beichtet, egal welche vom Teufel geholt wird. Und wie immer glauben die Leute den Schwachsinn, da sie Lucifer nicht kennen." erklärte Pierre. Der Höllenfürst verdrehte während Pierre seine Erklärung abgab genervt die Augen. "Wenn das noch lange so weiter geht, muss ich mir noch Beruhigungspillen besorgen, dass ich niemandem an die Gurgel gehe, wenn so nervtötende, unsinnige Dinge gebeichtet werden." meinte Pater Callaghan. "Dem kann ich mich nur anschließen. In Sacre Coer war es der gleiche Mist. Ich habe noch nie so einen Schwachsinn gehört. Ich bin sogar bei einem Mann mal richtig laut geworden und habe ihn angefahren. Ich sagte: "Als ob der Teufel nichts besseres zu tun hat, als dich wegen so einem Scheiß zu holen." berichtete ein Pastor, der dort ausgeholfen hatte.
"Die Studenten fange auch schon an mir fragen zustellen, so wie: Dr. Rayne, sie als Theologe, was denken sie über den Teufel. Kommt er uns alle holen, wenn wir nicht regelmäßig nach jeder Sünde beichten gehen? Ich erklärte ihnen, dass ich das für Unsinn halte. Wegen so kleiner Sünden macht sich der Teufel nicht die Hände schmutzig. Erklärte ich meinen Studenten. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass sie mir nicht glaubten - und das, wo sie - nicht zuletzt von Julien - wissen, dass ich dich persönlich kenne und wie einen Bruder ansehe." berichtete Derek Rayne. "Wir müssen herausfinden, wer oder was dafür verantwortlich ist. Der Mist nervt langsam, als ob ich nichts Wichtigeres zu tun hätte als so... dummgläubige Menschen zu holen." meinte der Höllenfürst gereizt. "Aber wirklich, das ist ja auf die Dauer nicht auszuhalten diese bescheuerte Beichterei!" murmelte Frau Teufel. "Dann lasst und schnellstmöglich eine Lösung finden, denn sonst sind sämtliche Geistliche von Paris und Umland bald fix und fertig mit den Nerven." meldete sich Hagiel zu Wort. Die anderen nickten zustimmend.
"Wobei mir da gerade einfällt... ich habe bei einem Beichtenden mal nachgehakt als er von diesem komischen Gerüchteköchler redete, dem er begegnet sei..." berichtete Maria Teufel nachdenklich. "Und was hat er geantwortet? Bei mir konnte sich keiner dran erinnern wie der Typ aussah." meinte einer der Pastoren, der sich als Erwin Moser vorgestellt hatte. Seine Kollegen pflichteten ihm bei und auch Pierre Pasquieu und Philip Callaghan. "Doch - er erinnerte sich vage: Der Mann hätte eine Art einfache Kutte angehabt, einen dunklen Bart, einen Naturvollbart, aber gestutzt.... aber irgendwie auch nicht so richtig..., dunkle kurze Haare wäre etwa so um die 50 gewesen, aber die dunklen Augen wären schmerzverzerrt gewesen und er wäre total blass gewesen und um den Hals hätte er so Art Würgemale gehabt oder so..." "Blass, Haar- und Augenfarbe eher südländisch und Würgemale? Klingt für mich als wäre der Kerl nicht nur durchgeknallt sondern tot..." murmelte Astarte. "Dann könnte es nur ein Geist sein - vielleicht der eines Mönches den die Parisi oder ein anderer hier in der Nähe ansässiger Keltenstamm an der nächsten Eiche aufgeknüpft haben?" mutmaßte Philip Callaghan. "Wäre denkbar. Einfache Kutte - klingt für mich so wie Zeit der frühen Missionierungen - aber hier war Gallien - also römisches Territorium... die werden hier nicht einfach alles was predigte abgemurxt haben." meinte Julien nachdenklich. "Also stehen wir vor einem Rätsel... Wie sollen wir herausfinden wem dieser Prediger erscheint, warum und was er wirklich will..." murmelte Max Böhlau - einer der Pastoren.
Belial seufzte. "Glauben Sie mir, Sie stehen mit diesen Fragen nicht allein da..." "Das Schlimmste wisst ihr ja noch nicht... ein Priester in der Kirche Saint-Germain-l’Auxerrois ist durchgedreht... Er hat sich im Glockenturm erhängt - neben den Glocken, die die Bartholomäusnacht eingeläutet haben sollen..." berichtete Pierre Pasquieu erschöpft. "Könnte es dann vielleicht gar kein Mönch sein oder so, sondern jemand der in der Bartholomäusnacht umgekommen ist? Diese Erscheinung meine ich. Vielleicht war es ein Gefangener? Und es war keine Tunika, sondern einfach ein Hemd?" schlug einer der deutschen Pastoren vor. "Du schlägst jetzt nicht allen Ernstes eine Art Exorzismus an jeder zweiten Straßenecke vor, oder Karl?" fragte Maria Teufel etwas genervt. "Hanoi, des wär` doch a Möglichkeit! Mag doch sein das des helfen tut..." meinte ein anderer Kollege. Der Erzbischof und die neue Hauspastorin des Boulevard tauschten einen sichtlich verzweifelten Blick. "Also ich kenne noch aus Studienzeiten die neue Landesbischöfin von Bayern... Soll ich da mal anfragen ob sie Ihnen noch Kollegen schicken kann, Exzellenz? Die Resi ist an sich in Ordnung..." fragte Maria Teufel. Man hörte ihr die Erschöpfung an. "Das wäre sicher nicht schlecht. Lassen Sie dann mich mit ihr reden." Pierre Pasquieu seufzte leise: "Und das wo wir Fürst Sariels Hochzeit mit Catherine Dubois in zwei Wochen in Notre Dame begehen wollten..."
In diesem Moment sagte Sariel sehr ruhig von der Tür der Küche in der er mit seiner Verlobten und seinem Sohn erschienen war: "Es gibt wichtigeres - Catherine und ich haben den Segen von Vater - wie Lucifer und Selvaggia und sind damit auch zufrieden. Die kirchliche Hochzeit ist da doch an sich zweitrangig. Und wir können sie immer noch nachholen - allerdings bin ich wirklich am überlegen ob ich Rodrigo frage ob er die Trauung vollzieht, wenn du mich "Fürst Sariel" nennst. Sariel oder Sandro-Ariel - wie mein "menschlicher" Vorname lautet. Ich duze dich auch und schenke mir deine Titel - Eminenz-Exzellenz." Pierre nickte errötend.
"Aber ihr werdet auf jeden Fall kirchlich heiraten, wenn der verrückte Beichtspuk ein Ende hat?" fragte Selvaggia ihren Schwager und Bruder auf Erden. Dieser nickte. "Ja, das haben wir schon besprochen, welche Frau möchte nicht gerne in der Kirche heiraten?" antwortete Catherine. Selvaggia nickte und wischte sich unbemerkt, so dachte sie eine kleine Träne aus dem Auge. Maria Teufel hatte es jedoch bemerkt. Auch Sariel, der Selvaggia sehr gut kannte, hatte es nicht übersehen. "Ich hätte dich gern als "Brautjungfer" sozusagen, Selvi... darf ich Selvi sagen?" fragte Catherine ein wenig schüchtern. Selvaggia lächelte. "Aber natürlich! Du bist meine Schwägerin! Und ich bin... wäre gern deine Brautjungfer... ich meine... Ich würde mich auch freuen." Instinktiv umarmte sie Catherine.
Astarte, Euangelion und Maria Teufel steckten die Köpfe zusammen und bezogen auch Pierre in ihre leise Unterhaltung mit ein. "Haben wir irgendwas von wegen Bartholomäusnacht und den Opfern, beziehungsweise ob da auch arme Zuchthäusler abgemurxt wurden?" fragte die Pastorin. "Hm... also ich könnte mal in den höllischen Zugangslisten schauen... in denen der damaligen Zeit... wenn der Chef mir das erlaubt... und mit Vaters Genehmigung sicher auch in den Himmlischen..." meinte Astaroth nachdenklich. Unmerklich hatte die schöne Göttin sich in den sicher ebenso ansehnlichen Seraph der dunklen Seite gewandelt. Die Pastorin beobachtete, wie Philip Callaghan ein wenig zusammenzuckte, aber zuließ, dass Astaroth ihn in seinen Arm zog und ihn zärtlich streichelte. "Leg dich hin, Schatz. Ich bleibe wach und kümmere mich um unseren kleinen Engel." Philip nickte, erhob sich, wünschte allen eine Gute Nacht und entschuldigte sich.
"Ich glaube, wo Philip schon den Anfang macht, sollten wir Sterblichen uns auch mal langsam zur Ruhe begeben. Es hat nicht so ausgeschaut als wäre der Beichtwahnsinn Morgen früh beendet." schlug einer der Pastoren vor. Sie erhoben sich alle und wünschten allgemein ebenfalls eine angenehme Nachtruhe. Maria Teufel wollte sich anschließen, doch Astaroth und Euangelion hielten sie zurück - auch Sariel, der inzwischen erfahren hatte, wer sie war. "Bleiben Sie ruhig." sagte Euangelion freundlich. "Wir sorgen schon mit himmlischer und höllischer Magie dafür, dass Sie ausgeruht und erholt wieder in Notre Dame erscheinen." fügte Sariel herzlich hinzu. Ihm war nicht entgangen, dass auch die neue Geistliche des Boulevards Selvaggias Traurigkeit mitbekommen hatte und ihn interessierte es, mehr über diese Frau herauszufinden, die so ungehemmt mit Astaroth und Euangelion plauderte und es durch ihre Schlagfertigkeit - Belial hatte ihm auf dem den Seraphen eigenen Pfad von der ersten Begegnung mit Maria Teufel berichtet - geschafft hatte den Höllenfürsten zum Lachen zu bringen - was nur wenigen wirklich gelang.
"Was möchtest du noch trinken, Maria?" fragte Mathilde geschäftig und lächelte sie an. Die Pastorin grinste. "Das finde ich bei euch Frauen hier toll: Man wird einfach geduzt, als wenn man schon jahrelang zur "Familia" gehört. Aber lass nur, Mathilde, den Kaffee kann ich mir auch selber machen. "Wie trinkst du ihn?" fragte Belial belustigt - er stand an der Kaffeemaschine um sich selbst einen zu machen. "Schwarz - und bitte stark." antwortete sie und drehte sich erstaunt um. Belial grinste, nickte Mathilde zu und wandte sich dann an Maria Teufel: "Ich mach dir auch einen - allerdings mit Zusatz - mein Lieblingsgetränk seit Ende letzten Jahres." Ein zögerndes: "Okay..." ließ ihn diabolisch grinsen als er antwortete: "Glaub mir, ein Schuß bittere Galle und ein Häubchen aus Schwefelsahne, dekoriert mit Kohlestaub macht den Kaffee wirklich lecker." Um Astaroths und Euangelions Mundwinkel zuckte es. "Oh ja, auf die Mischung steht Lucifer." meinte der himmlische Sekretär dann jedoch todernst. Maria schluckte sichtlich. "Ich bin jetzt zwar nicht davon überzeugt, dass das schmeckt, aber..." Belial stellte eine Tasse vor sie. "Prost, Teufelchen." neckte er sie, hob seine Tasse mit Pharisäer und trank einen Schluck. Zögernd schnüffelte die Pastorin an der Sahne. "Riecht nicht schwefelig... irgendwie..." Euangelion und Astaroth prusteten plötzlich vor Lachen. Sie probierte und begann auch zu lachen. "Oh du Pharisäer!" rief sie lachend in Belials Richtung, errötete und entschuldigte sich hastig, weil sie ihn geduzt hatte. "Wieso? Ich habe nichts dagegen, dass du mich duzt, Maria. Du hast keine Angst, du bist lustig und passt - das ist zumindest meine Meinung und auch offensichtlich die von Astaroth und Euangelion - in den Boulevard. Also bleib ruhig beim "Du" und ansonsten Lucian oder Lucifer, meinetwegen auch Belial."
Überrascht nickte sie. "Ist übrigens ein schöner Name - Lucifer... "Der Lichtbringer." Ist eigentlich schade, dass der in Deutschland als Name für ein Kind verboten ist..." Belial grinste. "Ich mag meinen Namen ja auch, aber überleg mal, Teufelchen, wenn du in der Kirche stehst und vor dir ein Täufling und du musst sagen: "Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes auf den Namen Lucifer..." Irgendwie ist das doch wohl ein kleiner Widerspruch, oder?" Maria grinste. "Irgendwie ja, aber cool fänd ich es schon..." Belial schmunzelte und Sariel lachte leise. "Frau Teufel, in Ihnen steckt zweifellos ein kleines Teufelchen - aber ein sehr sympathisches, dass meinen großen Bruder sichtlich aufheitert." "Danke - ähm... Fürst?" "Sariel - oder Sandro Ariel Bragi - aber Sariel reicht vollkommen. Und das ist meine Verlobte Catherine Dubois."
Kurz darauf hatte Belial Samyaza herbeordert und ihn angewiesen im Eiltempo die Unterlagen über eventuelle aus Paris stammende Selbstmörder und hingerichtete Verbrecher von der Antike bis zur Neuzeit zu bringen, als Scriptoriel - einer der Engel aus den Himmlischen Schreibstuben erschien. "Unser himmlischer Vater hat Fürst Gabriel anweisen lassen jemanden mit den benötigten Unterlagen zu senden." sagte er ruhig und freundlich. "Dann kannst du auch gleich bleiben und helfen!" meinte Euangelion, schob Scriptoriel einige der Ordner zu und Astaroth ebenfalls einige. "Soll ich auch helfen?" fragte Maria Teufel. Euangelion schüttelte bedauernd den Kopf. "Die Codes... also ich meine... die kannst du... ich meine, die könne Sie nicht lesen..." Er errötete leicht und lächelte sie entschuldigend an.
Astaroth wechselte einen kurzen Blick mit Belial, ein kurzes Gespräch zwischen dem Höllenfürsten, Sariel, Metatron und ihm - und der himmlische Botschafter verschwand. Einen Augenblick später erschien er mit einem Zwinkern. "Maria?" sagte er hinter ihr. Sie drehte sich um. "Ja, Exzellenz?" "Metatron oder Merlin - aber davon ganz abgesehen... Erschrick bitte nicht..." "Wovo..." "Friede sei mit dir, Maria, meine Tochter. Willkommen in der Botschaft. Du hast eine starke Seele und wirst hier dein Glück finden. Da ich weiß, dass du bleiben und die Familie bereichern wirst, ist es ratsam, dir ein paar Fähigkeiten zu schenken, die dir dabei helfen werden. Du wirst dich mit Euangelion ohne Worte verständigen können - und auch die anderen, höherrangigen, meiner Söhne und Töchter werden dich telepathisch erreichen, du jedoch nicht sie, denn das verkraftet dein Körper nicht. Außerdem wirst du die himmlischen Codes entziffern und lesen können und so bei diesem Fall hilfreicher sein." erklang die Stimme des Allmächtigen ungewohnt sanft und leise in der Küche. "Vater wollte dir das selber mitteilen. Ich hoffe, das hat dich jetzt nicht so mitgenommen, dass du einen Herzinfarkt bekommst." sagte Metatron lächelnd. Maria Teufel saß ein wenig erstarrt da. "Da... das war Gott? Die Stimme?" fragte sie verblüfft und auch ein wenig eingeschüchtert. "Ja, wobei Vater normalerweise etwas... lauter ist. Aber ansonsten: Grüß dich, Maria - wo nun klar ist, dass du bleibst und wir alle hier miteinander zu tun haben: Ganz klare Ansage auch von mir: Wir siezen uns hier nicht! Philip Callaghan hat das zwar getan und macht es gerade bei Lucifer immer noch, aber die zwei sind sich nicht grün und werden sich wohl auch nie so gut verstehen. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich bin Hagiel. Einige andere Engel wirst du sicher auch noch kennen lernen, wie die das dann handhaben oder angeredet werden möchten, werden sie dir dann selber sagen, aber ich vermute, viele werden es ähnlich sehen."
In diesem Moment erschienen Kat und Julien mit Michael. "Guten Abend!" rief der Teenager, umarmte Belial, gab ihm einen Kuss auf die Wange und fragte: "Wie geht es meinem Lieblingsonkel heute?" Der grinste. "Ganz gut - wir nehmen unsere neue Pastorin grad in die "Familie" auf." entgegnete er belustigt. Ihr Blick fiel auf die bei den beiden Sekretären sitzende Frau und sie lächelte. "Lassen Sie sich von Onkel Astaroth und Euangelion nur nicht verderben. Ersterer ist ein sehr redegewandter Seraph oder eine charmant plaudernde Göttin die Ihnen allerlei Eitelkeiten zeigen könnte und Euangelion ist total korumpiert durch Onkel Belial - oder Lucifer." meinte sie lachend, streckte ihr die Hand entgegen und stellte sich vor: "Katherine Corrigan Rayne - Kat." Julien schloss sich bei der Vorstellung an. "Teufel - Maria Teufel." antwortete die Pastorin als sie die Hände der beiden jungen Leute schüttelte. Verblüfft sahen die beiden sich an, Kat warf einen fragenden Blick zu ihren Patenonkeln, die sich angrinsten, dann musste sie lachen. "Das entbehrt nicht der Komik..."
Der Erzengel reichte Maria Teufel ebenfalls die Hand. "Angenehm - ich bin Michael, Kats zweiter himmlischer Pate - nach Metatron. "Herzlich willkommen im Boulevard." Die Pastorin errötete als er sanft ihre Hand ergriff und einen Kuss daraufsetzte. "Falls du einen Sekretär brauchst, frag ruhig, dann kann ich dir einen schicken lassen - wobei Euangelion und Astaroth das wahrscheinlich fast als Beleidigung sehen würden." "Worauf du wetten kannst, Mike. Lass die "lieben Kleinen" mal lieber oben bleiben. Um die Maria kümmern wir uns schon!" sagte Astaroth, klopfte ihr freundschaftlich auf die Schulter und meinte: "Oder was meinst du, Kleine?" Maria grinste. "Ich hoffe, Großer, das hast du nur auf meine Körpergröße bezogen!" entgegnete sie und sah zu dem gut zwei Meter großen himmlischen Sekretär hoch, dem sie nicht mal bis an die Brust reichte. "Etwas anderes würde ich nie wagen, junges Küken." neckte er sie. "Na dann, Meister Yoda..." "Manieren du noch zu lernen hast, junger Padwan..." erwiderte Astaroth. "Hör auf sie zu ärgern!" tadelte Michael den gefallenen Seraphen, wandte sich an die Pastorin und sagte: "Falls es Probleme gibt, beispielsweise mit dem Kerl da, sag einfach Bescheid, dann... kümmere ich mich darum." "Mit Astaroth? Also ehrlich gesagt... bisher war er umgänglich und friedlich und falls er frech wird sollte ich selber mit ihm klar kommen. Das ist eine Frage von Respekt verschaffen..." "Maria - Seraphim sind keine... ich meine..." Ein wenig um Worte verlegen brach Michael ab. "Was der Generalfeldmarschall sagen wollte: Seraphim sind nicht unbedingt deine Kragenweite. Wenn ich dir schaden wollte oder Metatron, Lucifer oder auch Sariel, dann würde es reichen einmal vollkommen zum Seraphen zu werden und du wärst in Sekundenbruchteilen Staub. Aber du hast dir meinen Respekt schon längst verdient, innerhalb kürzester Zeit und ich denke, wir kommen miteinander aus." beruhigte Astaroth sie mit einem spöttischen Blick zu Michael.
"Euangelion, gib Mike auch mal ein paar Akten." wandte er sich an seinen Kollegen und grinste hinterhältig. "Und die Maria braucht auch ein, zwei zu Anfang." Der höllische Sekretär reichte Maria zwei Akten und sah fragend zu Michael, der nickte, sich einen Stapel geben ließ und sich neben der Pastorin hinsetzte. Aufmerksam erklärte er ihr den Code und sagte freundlich: "Wenn du meinst, dass einer passen könnte, von der Beschreibung, dann kann ich dir helfen ihn für uns alle zu visualisieren." Verständnislos sah sie ihn an. "Zeig's ihr halt!" meinte Astaroth grinsend, Michael nickte, öffnete die erste ihrer Akten und befahl freundlich: "Lies!" Sie senkte den Kopf und las vor: "Erscheinungsform im Äon des siebten... äh..." Michael lächelte, fuhr mit der Hand darüber und forderte sie auf: "Nochmal!" "Erscheinungsform 24. August 1572, helles Haar, dunkle Augen, bekleidet..." Sie zuckte zusammen als Michael ihr eine Hand in den Nacken legte. "Lies ganz entspannt weiter..." flüsterte er sanft. Sie gehorchte und keuchte auf als auf dem Tisch eine Art Hologramm entstand. "Gut, der Mann ist hellhaarig, also nicht unsere gesuchte Zielperson, aber du weißt jetzt wie das funktioniert. Überlies die Zeitangabe, denn wir haben hier die Bartholomäusnacht-Toten vor uns, die am 23. oder 24. August 1572 ihr Leben ließen." Sie machten sich alle konzentriert ans Werk und hatten schon bald ein oder zwei "Verdächtige" ermittelt. "Euangelion, ich schicke dir Scriptoriel vorbei, der wird nachsehen in welchen Körpern diese Seelen momentan sind - oder ob sie rumspuken, in der Hölle sind oder sonstiges." sagte Michael. Euangelion nickte.
"Hast dich gut geschlagen, Maria, Respekt..." meinte Astaroth und lächelte sie mit einem Zwinkern an. Erstaunt registrierte Maria Teufel, wie neben ihr Michael sich anspannte, was seinem gefallenen Bruder ein spöttisches Lächeln entlockte, denn auch dem war das nicht entgangen. "Und wenn du Zeit hast, sollten wir uns mal gemeinsam Gedanken über die Taufe von Philips und meiner Tochter Aine machen... Wie ist es, Michael... hat Onkel Mike Lust wieder Patenonkel zu werden?" "Nein danke!" "Ich weiß ja nicht, was hier los ist, aber verhaltet euch bitte wie Erwachsene! Also: Astaroth: Klar, gern - nicht zuletzt für sowas bin ich ja jetzt hier zuständig, es sei denn, du und dein Gefährte zieht eine katholische Zeremonie vor. Und du, Michael: ich verstehe nicht, wieso du hier rumknurrst wie ein Hund mit wunder Pfote! Und eigentlich müsste es doch eine Herausforderung sein, Astaroths und Philips Tochter zu einem guten Menschen zu erziehen!" "Aine ist eine halbe Seraphim und eine halbe Dynameis und das überlasse ich gern anderen!" widersprach Michael ihr. Sie funkelte ihn an, wandte sich dann an Astaroth und sagte: "Ich würde gern die Taufe mit dir ausarbeiten - aber würde sie vielleicht von Pierre vornehmen lassen - denn dann, gut, das ist vielleicht etwas aufdringlich, aber ich wäre sehr gern Aines Patentante." Astaroth wirkte sichtlich überrascht, dann grinste er jedoch und meinte: "Abgemacht, Maria. Ich freue mich schon darauf, wie du meinem kleine Schatz beibringst, dass sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen darf." Michael warf ihm einen eisigen Blick zu.
Später in der Nacht verabschiedete sich die Pastorin um doch noch ein bisschen zu schlafen. Die anderen Menschen, so wie die Frauen der Engel waren schon längst in ihren Betten.
"Die hat Cou¬ra¬ge, diese Maria Teufel!" stellte Michael lachend fest, nachdem die junge Frau sich verabschiedet hatte. "Und vor allem sie hat mal keine Angst vor Lucifer." fügte Metatron hinzu. Der gefallene Engel lachte. "Das ist wohl wahr, sie ist sehr imposant. Ich genieße es sehr, endlich mal jemanden, außer meiner Familie, um mich zu haben der nicht fast vor Angst stirbt, wenn er sich nur im selben Raum mit mir befindet - und sie ist schlagfertig. Das gefällt mir!" Michael grinste. "Ich hörte aber auch, dass Callaghan ziemlich massiv gegen Sealthiel vorgegangen ist?" Belial grinste. "Ich hörte ebenso davon. Leider war ich nicht anwesend, als Lucifer im kurzfristig die Kraft gab." antwortete Astaroth. "Ich muss gestehen... er hat sich dadurch echt ein wenig Respekt in meinen Augen verschafft und er war mir wohl echt dankbar dafür. Außerdem ist er mir gegenüber seitdem nicht mehr ganz so ängstlich. Er macht sich dein Priesterchen!" sagte er an Astaroth gewandt. Der grinste. "Ja, und jemand anderer macht hier auch... zwar nicht sich, sondern etwas ungeschickt den Hof..." Euangelion räusperte sich leise, Belial schmunzelte, Metatron versteckte sein Lachen hinter einem Husten und Hagiel sah angestrengt an die Decke, während Michael errötete.
"Ich weiß gar nicht, was ihr meint!" erwiderte er hastig. "Ich kümmere mich darum, dass Scriptoriel mit den Infos in der Frühe vorbeikommt und werde dann - wenn es recht ist heute Abend bei der Durchsicht der Höllenakten helfen." "Veto - himmlische Codes sind das eine, höllische sind etwas anderes...!" widersprach Belial. "Das ist jetzt ziemlich kleingeistig von dir, Bruder! Willst du Maria Teufel auch ausschließen?" fauchte Michael. "Nein, das vielleicht nicht... aber Teufelchen ist mit den Niederungen der menschlichen Natur eher vertraut - schon allein durch ihren Beruf - als du." Ein wenig verärgert verschwand der himmlische Heerführer - und in der Küche des Boulevards brachen die anwesenden Engel - himmlische und Gefallene - in Gelächter aus.
Selvaggia klopfte noch vor dem Frühstück an die Wohnungstür der neuen Hauspastorin des Boulevards. Maria Teufel war etwas überrascht, als sie die Frau des Höllenfürsten erkannte. "Oh, Madame Rayne. Was verschafft mir das Vergnügen?" erkundigte sie sich gut gelaunt und bat Selvaggia herein. "Möchten Sie eine Tasse Früchtetee? Kaffee trinken Sie ja momentan nicht oder?" Selvaggia setzte sich an den kleinen Küchentisch und nickte. "Ja gerne. Besser nicht, aber ich trinke eh wenig Kaffee. Im Gegensatz zu Lucifer, er ist schon kaffeesüchtig und seit wir in Norderney waren, hat er seine Vorliebe für Pharisäer entdeckt. Seitdem trinkt er ganz schön viel von dem Zeug." "Merkt man ihm gar nicht an." Selvaggia grinste etwas bitter. "Er verträgt sehr sehr viel Alkohol und wenn er nüchtern sein müsste, dann könnte er Magie einsetzen. Ich weiß aber, dass er den Pharisäer oft genießt und ihn immer wirken lässt. Da er kein Mensch ist... hat der Alkohol zum Glück keine Folgen. Wenn Sie wollen, können wir uns einander auch gerne duzen. Ich habe mitbekommen, dass Sie mit meinem Mann auch schon per Du sind. Und das will bei Lucifer was heißen." Maria nickte. "Ist vorteilhaft ja. Darf ich fragen, in welchem Monat du bist?" Selvaggia lächelte. "Im vierten Monat, wobei ich schon weiter bin. Da der Vater ein sehr mächtiger Seraph ist, schreitet die Schwangerschaft schneller voran und ist auch etwas beschwerlicher als bei normalen Menschen. Tilly und ich sind ja an sich Dämonen da wir zu Lebzeiten Hexen waren. Deshalb sind wir diesen Schwangerschaften auch gewachsen, körperlich gesehen. Die menschlichen Frauen meiner Schwäger, wie Cassandra und jetzt auch Catherine werden dann zu einem halben Engel, sobald sie mit einem Engel zusammen sind."
Die Pastorin nickte. " Du bist aber doch nicht nur zum Smalltalk hergekommen, oder?" Selvaggia schüttelte den Kopf. "Also, was bedrückt dich?" fragte die junge Frau, obwohl sie schon zu wissen glaubte was die schöne Frau ihr gegenüber auf dem Herzen hatte. "Ich habe da ein kleines Problem. Lucifer und ich sind ja nur durch den Segen Gottes verheiratet. Was sicher auch sehr viel wert ist. Nur... ich... habe alle anderen heiraten sehen... mit kirchlichem Segen. Jetzt wollen Sariel und Catherine ebenfalls den kirchlichen Segen, wenn der Beichtspuk vorbei ist,  und... mir liegt eigentlich auch sehr viel daran. Nur Lucifer... möchte... wollte nie den kirchlichen Segen. Er geht mir zu Liebe mit in Gottesdienste und... eigentlich macht er so viel für mich und ich... bin oft nur... gemein zu ihm. Und im Moment wieder mehr, wegen der Schwangerschaft." Die Pfarrerin nickte. "Und dir bedeutet das sehr viel, der kirchliche Segen?" hakte sie nach. Selvaggia nickte. "Hast du das deinem Mann denn schon mal gesagt?" Sie schüttelte traurig den Kopf. "Ich habe mich nie getraut, da ich weiß wie er über die Kirche denkt... er würde nein sagen." erklärte sie traurig.
"Wie kommt es eigentlich, dass er als Höllenfürst Kirchen so ohne weiteres betreten kann?" Selvi grinste. "Sein Vater - also Gott - hat es ihm gewährt, ohne Einschränkung. Aus beruflichen Gründen für seine Arbeit als Botschafter und als... Beweis, wie sehr er ihn noch immer liebt, denke ich. Wobei ich glaube er fühlt sich in Kirchen dennoch nicht sehr wohl. Er geht nur hin, wenn ich es von ihm verlange, oder wir eine private Feier wie Hochzeiten oder Taufen haben. Außer wenn er mal mit Pierre reden muss oder aus  beruflichen Gründen."
"Hast du Lucifer schon mal gezeigt wie sehr du es schätzt, dass er das für dich macht?" fragte die Pastorin. "Nein, ich habe ihn sogar erst in Rom angegiftet, weil er mich allein im Dom hat sitzen lassen und mit Luca im Kindergottesdienst war, weil er nicht alleine bleiben wollte. Ich zicke ihn gerade eh wieder ständig an. Wie immer wenn ich mit einem Mädchen schwanger bin, da ist es immer ganz besonders schlimm. Deshalb traue ich mich  ja auch nicht zu fragen, wegen des kirchlichen Segens." Maria Teufel grinste. "Und jetzt soll ich mal mit ihm reden, da ich ja auch Seelsorgerin bin?" hakte sie grinsend nach. "Ja, so in etwa." bestätigte Selvaggia ihre Frage. "Ich sehe mal, was ich machen kann. Wärst du eventuell auch mit einer evangelischen Trauung zufrieden, so ganz charmant im kleinen Kreis, nur Tilly, Hagiel, Cassandra, Metatron,Katherine und Julien sowie die Raynes aus San Francisco? Vielleicht lässt sich Lucifer da eher von überzeugen." schlug Maria vor. Sevaggia nickte dankbar und verabschiedete sich von der jungen Frau, die sichtlich müde wirkte. Als sie die Tür öffnete, stand sie Michael gegenüber, der gerade klopfen wollte. Er begrüßte Selvaggia freundlich und lächelte Maria an. "Guten Morgen, ich habe mir schon gedacht, dass die anderen nicht daran denken dafür zu sorgen, dass du ausgeruht  bist. Die sind viel zu beschäftigt mit ihren Frauen oder im Fall von Astaroth mit seinem Gefährten und der kleinen Aine." An die Wand des Flurs gelehnt erschienen Belial und Astaroth. "Ts ts ts... da denkt aber jemand schlecht von uns, oder Lucifer?" genau in dem Moment in dem Metatron und Euangelion mit Hagiel erschienen. "Eigentlich wollten wir dich zum Frühstück in der großen Familienküche abholen, aber wie ich sehe, wollte Michael das wohl tun." meinte Metatron belustigt
Belial hatte ein wenig überrascht seine Frau in den Arm genommen und küsste sie liebevoll auf den Scheitel. "Wie geht es dir, mein Liebling?" hörte die Pastorin ihn liebevoll in Italienisch flüstern.
"Moment mal, habe ich hier irgendwas verpasst?" fragte Maria Teufel und sah die Engel vor ihrer Wohnungstür fragend an. Astaroth wurde zu Astarte, legte freundschaftlich einen Arm um die junge Frau und sagte vergnügt: "Ich glaube, Maria, wir müssen wirklich mal über deine Erfahrung im Bereich des Flirtens reden... ich habe so den Eindruck, dass die nicht sehr ausgeprägt sind - und ich fürchte fast, dass du nicht mal einen Heiratsantrag verstehen würdest, wenn du einen kriegst." "Wenn ihr sowieso hier seid, dann sorgt ihr gefälligst dafür, dass das Mädchen ausgeruht  und munter ihren Beichtdienst antritt." murmelte Michael und verschwand. Maria zuckte zusammen als sie ihn in ihren Gedanken murmeln hörte: "Falls die sich als unfähig erweisen und du müde wirst, meine Liebe, dann ruf einfach nach mir - ich werde dich hören!" Astarte schmunzelte. "Und, was hat er dir geflüstert?" fragte sie hörbar belustigt. Die Pastorin schüttelte den Kopf. "Das wird langsam verrückt mit euch, Jungs." murmelte sie. Die Engel lachten und Metatron trat an sie heran. "Ich werde dich jetzt mit himmlischer Energie ein wenig munterer machen, erschrick nicht. So verschlafen wie du noch bist, würdest du sonst noch im Beichtstuhl einschlafen." Maria seufzte. "Wenn das wieder so ein Schwachsinn ist wie gestern müsste ich einfach nur kurz aufwachen wenn der Beichter fertig ist und dann murmeln: "Drei Rosenkränze und deine Schuld ist vergeben" - wach bleiben zum nächsten: "Was hast du denn getan, meine Tochter/mein Sohn...?" dann könnte ich wieder einschlafen um dann wieder: "Drei Rosenkränze..." zu murmeln."
"Böses Mädchen..." schmunzelte Belial. "Aber jetzt komm erstmal mit zum großen Frühstück. Du wirst hier garantiert nicht allein vor deinem trockenen Stück Baguette und deinem Kaffee sitzen! Wenn du das willst, Maria, oder je gewollt hättest, dann hättest du uns alle nicht beeindrucken dürfen mit deinem Mut und deinem Humor! Du gehörst - wie du selbst von Vater gestern gehört hast - zur Familie - jetzt und für immer! Das bedeutet: keine ruhigen, einsamen Abendstunden, keine geruhsamen Tage, sondern Familienstress pur."
In der Küche, in der sie sich plötzlich wiederfand, waren auch ihre Kollegen schon, ebenso Philip Callaghan der mit einem etwa Sechsjährigen redete, seinem Sohn, das hörte Maria raus. Auch die Raynes aus San Francisco waren mit ihren kleinen Zwillingen anwesend und der kleine Luciano setzte sich interessiert neben die Pastorin. "Ich bin Luciano-Raphael-Miguel- Amadeo Rayne. Und du bist Maria Teufel, oder? Papa hat mir von dir erzählt. Machst du auch Kindergottesdienst? Der mit Schwester Mary Luke und Schwester Agnes im Vatikan ist nett..." Bevor sie darauf antworten konnte oder wusste wie ihr geschah, legte Astarte ihr ein kleines Mädchen in den Arm. "Schau, Aine, Engelchen, das ist deine zukünftige Patentante Maria." "Ist die niedlich - ganz der Papa mit den blonden Löckchen, nicht wahr?" Philip seufzte und sah Astarte an. "Wenn es nur so wäre, Maria, aber Asta...rte oder Astaroth und ich können keine gemeinsamen eigenen Kinder haben. Aine ist das Kind von einem Vollidioten unter den Engeln und jemand anderem... von ihren richtigen Eltern hat sie auch die blonden Haare und die strahlend blauen Augen." Astarte ging zu ihrem Gefährten und ihrem Sohn. "Und darum hat es mit uns ja auch - auf Vaters Wunsch - wunderbare Eltern und einen tollen großen Bruder mit unserem Christian bekommen!" Philip lächelte. "Ja, das hat sie... nicht wahr, Großer?" meinte der Leiter des Legats in Dublin zu seinem Sohn. "Ich habe Aine ganz doll lieb und Großvater hat gesagt, ich soll gut auf sie aufpassen. Und das mache ich auch!" Er wandte sich an Maria und erzählte stolz: "Ich lese ihr auch schon aus dem Märchenbuch vor, was ich von Papa Philip gekriegt habe." Philip stutzte. "Märchenbuch? Ich habe dir kein Märchenbuch geschenkt! Du hast eine wunderschöne Kinderbibel von mir bekommen." Belial räusperte sich. "Ich glaube er verwechselt das mit einem Buch, dass ich ihm irgendwann mal gekauft habe - wahrscheinlich als wir mit Jasper Rass in Hamburg waren weil die Norderneyer Bücherei nur Mist hatte."
"Entschuldigung, aber mein Sohn verwechselt sowas nicht! Und irgendwie befürchte ich..." Philip warf der unschuldig lächelnden Astarte einen finsteren Blick zu, "dass Asta ihm gesagt hat, er solle das alles nicht so ernst nehmen, Lucian!" Belial seufzte. "Priesterchen, du weißt doch, dass wir dabei waren. Ich habe versucht Jesus in der Wüste zu versuchen - und glaub mir, fast wäre es mir gelungen... Ich hätte ihm wahrscheinlich nur Astarte vorstellen müssen oder die Frau ausfindig machen dessen Seele mit seiner im Gleichklang war zu der Zeit und er wäre ihr zu Füßen gesunken! Was glaubst du also, wie Astaroth und ich über ein von Menschen zusammengeschriebenes Buch denken, das Stories erzählt die ein Markus irgendwann mal aufgeschrieben hat, weil er sie von Demetrios gehört hat, der sie irgendwann mal von Ali gehört hat, der sie wiederum von Sarah hat, die die Geschichte von Ismael dem Kameltreiber gehört hat, der sie wiederum auf dem Souk in Alexandria gehört hat! Komm also runter!" fuhr Belial Philip an. Christian hing förmlich an den Lippen von Belial. "Cool... war das so, Onkel Lucian?" Der Höllenfürst grinste. "So in etwa - die verkürzte Version, aber ich glaube, wir sollten nachher mal in eine Buchhandlung gehen und Geschichten für kleine Kinder besorgen, die du ihr vorlesen kannst - Bücher mit hübschen Gute-Nacht-Geschichten." "Aine schläft aber immer sehr gut, wenn ich ihr..." "Wir gehen nachher Bücher kaufen!" unterbrach Belial seinen Neffen energisch. "Prima - Mama, darf ich Aine mitnehmen? Dann kann sie selber schauen was ich ihr vorlesen soll." Astarte lächelte liebevoll. "Da ist sie doch noch viel zu klein zu, mein Süßer. Ich bin sicher, dass du mit deinem Onkel Lucifer das richtige findest."
Maria wandte sich an Luciano: "Natürlich können wir auch einen schönen Kindergottesdienst machen, das wäre dann ein evangelischer. Weißt du, in der evangelischen Kirche gibt es keine Heiligen und so." Der kleine Junge sah sie aufmerksam an, dann nickte er. "Ich glaube, das finde ich gut! Papa sagt auch immer, dass Heilige nur Humbug sind." "Wobei einige Geschichten, die sich um diese Leute ranken ja sehr nett sind, aber..." Belial warf Philip, der seine Kaffeetasse so fest umfasste, dass seine Knöchel weiß wurden, einen amüsierten Blick zu und fuhr fort: "darum muss man sie noch lange nicht darum bitten, dass sie im Himmel für einen rumjammern."
Philip knallte die Tasse auf den Tisch. "Es reicht! Ich versuche meine Kinder im katholischen Glauben zu erziehen und Sie, Lucian,..." "Du kannst mich ruhig duzen - immerhin bist du eigentlich irgendwie mein Schwager..." unterbrach Belial ihn mit einem diabolischen Lächeln. Philip Callaghan ließ sich nicht beirren, sondern fuhr fort: "Aber statt das zu akzeptieren boykotieren und sabotieren Sie und Asta meine Bemühungen!" Christian sah seinen Vater erschrocken an. "Bist du jetzt böse mit mir, Daddy?" fragte er. Philip nahm ihn in den Arm. "Nein, mit dir nicht, nur mit deinem Onkel Lucian und deiner Mama Astarte, beziehungsweise deinem Papa Astaroth." Christian sah seinen Vater aufmerksam an. "Wieso das? Onkel Lucian und Papa Astaroth waren doch damals dabei als Markus, Lukas, Mathäus und Johannes die Evangelien geschrieben haben und eigentlich wäre es doch viel besser die beiden zu fragen wie das wirklich mit Jeshua war. denn weißt du, so hieß Jesus richtig." Belial hob die Hände. "Das hat er nicht von mir! Da solltest du bei Sandalephon anfragen!" verteidigte er sich als Philip ihm erneut einen entrüsteten Blick zuwarf.
Maria Teufel musste sich bemühen ihr Lachen zu unterdrücken, was einigen ihrer Kollegen nicht so gut gelang. "Ich bringe dich und Philip nach Notre Dame, Maria." sagte Astarte, wurde zu Astaroth und nahm ihr Aine aus dem Arm um sie in die von Kat zu legen. Aine reagierte ein wenig unwillig und sah suchend zu Maria. "Wir sehen uns heute Abend wieder, kleine Maus." sagte die Pastorin liebevoll und kitzelte sie am Bäuchlein, was die Kleine kichern ließ. "Sie mag dich, unser Schätzchen." sagte Astaroth erfreut und lächelte zu Philip, nahm ihn und Maria bei der Hand und tauchte in Notre Dame wieder auf. Mit einem Zwinkern zu Philip flüsterte er: "Weißt du noch, wie ich als Astarte das eine mal bei dir gebeichtet habe, Schnuckelchen?" Der ehemalige - und gerade zum Beichtdienst "zwangsrekutierte" - Priester zuckte zusammen. "Ja, und du bist ein schlimmes Mädchen gewesen - und an sich bist du das immer noch! Und ein ganz übler Bursche obendrauf." murmelte er. Astaroth grinste, hauchte ihm einen Kuss auf die Wange und flüsterte sinnlich: "Und weil du immer ein ganz braver Bursche bist, passe ich ja so gut zu dir." "Er hat echt bei dir gebeichtet?" fragte Maria interessiert. Philip errötete, nickte hastig, umarmte seinen Gefährten und verschwand in einem der Beichtstühle, aus dem gleich darauf ein Priester müde und erschöpft herauskam. "Ich hole euch in sechs Stunden wieder ab." sagte Astaroth zu Maria und verschwand.
Pierre Pasquieu kam in die Kathedrale und sah die Pastorin. "Maria, wie schön, dich zu sehen. Philip ist schon im Beichtstuhl?" Sie begrüßte den Kardinal und nickte. "Asta hat uns gebracht und holt uns nachher ab und übrigens: Du musst die kleine Aine taufen, denn ich werde Taufpatin!" Der Kardinal lächelte. "Glückwunsch. Ich freue mich für dich, du hast die Herzen der Botschafter und ihrer Familien sehr schnell erobert." Sie errötete. "Na ja, ich habe... irgendwie habe ich... ich weiß nicht, hat Gott schon mal mit dir direkt geredet?" fragte sie ein wenig verunsichert. Er schüttelte den Kopf. "Ich habe von Gabriel oder Michael, manchmal auch von Raphael oder Hagiel Mitteilungen vom Herrgott bekommen." Er riss verstehend die Augen auf. "Gott hat mit dir direkt geredet?" Sie nickte. "Ich hätte eine starke Seele und würde hier, also in der Botschaft, mein Glück finden. Da er wisse, dass ich bleibe und die Familie bereichern würde, wäre es ratsam, mir ein paar Fähigkeiten zu schenken, die mir dabei helfen werden. Ich kann mich mit Euangelion via... ja direktem Draht verständigen, die wirklich hohen Tiere unter den Engeln können mich erreichen, so jemand wie Merlin - oder Metatron und wahrscheinlich auch der Erzengel Michael. Und ich kann die himmlischen Codes in den... den Akten aus dem Himmel lesen. Heute Abend wollen wir uns die aus der Hölle vornehmen. Da wollte Michael auch helfen, aber das will Lucifer nicht und irgendwie haben Astaroth und Lucifer ihn auch geneckt, was ich nicht so ganz verstanden habe..."
Pierre sah sie erstaunt an. "Nun ja... das ist ja interessant..." Hinter Maria räusperte sich jemand. "Oh, Fürst Michael..." sagte der Kardinal freundlich. "Kardinal Pasquieu..." sagte der Erzengel ein wenig kühl, wandte sich dann mit einem warmen Lächeln an Maria und fragte: "War das gestern, beziehungsweise heute in der Frühe auch nicht zu viel für dich? Du wirkst munterer - wer hat dafür gesorgt? Als ich dich vorhin kurz gesehen habe, wirktest du ziemlich müde, meine Liebe." Sie sah sich erstaunt um. "Oh, hallo, ja, ich meine, es ist alles in Ordnung und war nicht zu viel - und Metatron hat mich munter gezaubert." antwortete sie verlegen und sah mit einem Lächeln zu dem über zwei Meter großen, phantastisch gebauten Mann hinauf, der mit blitzenden, strahlend blauen Augen auf sie hinabsah. Er fasste nach einer Haarsträhne, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatte. "Sie haben die Farbe des Abendrotes... eines bestimmten Abendrotes..." sagte er nachdenklich. Sie zupfte ihm die Strähne aus der Hand und zuckte mit den Schultern. "Sie sind kastanienrot, Michael." Er wirkte erstaunt. "Ich glaube, ich habe mir Kastanien noch nie so genau angesehen... Die wachsen an Bäumen auf der Erde, Maria... ich neige dazu etwas eher mit etwas Himmlischem zu vergleichen, wenn es den Vergleich verdient." Sie sah zu ihm auf. "Und wenn ich darauf antworten würde, dass deine Locken die Farbe von Weizen haben? Würdest du das als Beleidigung auffassen?" fragte sie. Er überlegte kurz. "Nein, ich glaube nicht, denn aus Weizen wird Brot gemacht und Brot... Brot ist lebenswichtig für Menschen."
"Okay... und wenn ich sagen würde, dass deine Augen so blau sind wie... wie das Meer in den Tropen?" Er sah sie erstaunt an. "Wozu braucht man das Meer blau? Deine sind übrigens grün wie die Blätter im Garten Eden mit goldenen Sprenkeln in der Farbe der Früchte vom Baum der Erkenntnis." antwortete er und lächelte. Pierre Pasquieu räusperte sich, bevor sie etwas darauf erwidern konnte. "Fürst Michael, könnten Sie mir nicht einen Ihrer Adjutanten schicken? Dann könnten Sie Maria Teufel Paris zeigen und sich über Tropische Meere und den Garten Eden und seine Mannigfaltigkeit ausführlich unterhalten." "Das kommt gar nicht in Fra..." "Aber natürlich, Kardinal Pasquieu! Ich werde sofort welche - reichen Ihnen drei? - herbeiordern. Das ich darauf nicht vorher gekommen bin. Ich denke, auch einige aus der Heerschar haben vielleicht Lust zu helfen. Camael wird sich darum kümmern und in spätestens zwanzig Minuten sind sie da."
"Da hast du aber weitgegriffen mit der Zeit, mein General." sagte eine Maria unbekannte Stimme und ein jung aussehender Mann, mit ebenso blonden Haaren und blauen Augen kam auf sie zu. Er war nicht so groß und kräftig wie Michael, aber durchaus auch ansehnlich. Ihm folgten verschiedene Männer, allesamt gutaussehend. Es waren sicher zwei Dutzend. Der Mann kam auf Maria zu. "Camael, einer der Exusiai." sagte er freundlich. "Freut mich Sie kennen zu lernen..." "Maria Teufel, die Pastorin im..." "Ich weiß. Und nun genießen Sie den schönen Tag, den der himmlische Vater heute gesandt hat und zeigen Sie unserem General, dass auch die Erde wunderschöne Gärten hat." Er nickte den beiden zu. "Danke Camael, dass du so schnell erschienen bist." "Aber wir haben doch nur auf die Anfrage gewartet. Und ich soll von unserem Vater ausrichten, dass er einen angenehmen Tag wünscht und etwas nettes von Sabrael hat im Jardin des Serres d’Auteuil vorbereiten lassen." Michael nickte ihm und dem Kardinal zu und verschwand mit Maria im Arm und stand gleich darauf vor dem Eingang des großen Gartens, der zu den vier botanischen Gärten der Stadt gehörte im Boulevard  d’Auteuil. Vor ihnen kaufte ein Pärchen Eintrittskarten. Michael zog die noch immer viel zu überraschte Maria mit sich, löste auch Karten für sie beide und legte vorsichtig einen Arm beschützend um sie. "Lass uns schauen, ob der Garten es auch nur ansatzweise mit dem Garten Eden aufnehmen kann." flüsterte es in ihren Gedanken.
„Ähm.. das ist ja ganz nett, aber ich habe zu tun und...“ „Maria, hast du Camael nicht zugehört? Vater hat irgendeine Überraschung für uns in diesem Garten vorbereiten lassen. Und ehrlich gesagt: Eine Frau nimmt normalerweise nicht die Beichte ab. Ich denke, du hast gestern gemerkt, dass einige der Beichtenden sehr irritiert und auch sehr zurückhaltend waren.“ Unterbrach Michael sie freundlich aber bestimmt. „Das schon, aber eigentlich alle sind aufgetaut und ich denke, ich konnte sie überzeugen, dass sie keine so schlimmen Sünder sind, dass sie in die Hölle kommen.“ Sie kamen an den Ficus-Gewächsen vorbei. Vor einem der Feigenbäume stand ein Mann und sah den Baum an. Er murmelte etwas. Maria sah, dass über den einen Ast des Baumes ein Strick geworfen war und zwischen den Fingern des Mannes ein Rosenkranz hing. „Scheiße! Der Kerl will sich an dem Baum aufhängen!“ fluchte sie leise und eilte zu ihm. Michael folgte ihr eilig.
„Hallo, was ist denn los?“ fragte Maria freundlich. „Ich bin Maria, eine Pastorin – vielleicht möchten Sie Ihr Gewissen mit einer Beichte erleichtern?“ sagte sie freundlich. „Habe gesündigt, werde in der Hölle landen... der Teufel wird mich holen!. Ich habe den Herrn verraten... ich bin  ein Sünder!“ murmelte der Mann und sah sie aus glasigen Augen an, dann begann er wieder ein Ave Maria zu beten.
„Friede sei mit dir, Michel Pecheur, der Herr ist mit dir. Versündige dich nicht an deinem Schöpfer indem du wirklich Sünde auf dich lädst und deinem von IHM geschenkten Leben ein Ende bereitest. Für deine geringen Sünden ist dein Erlöser am Kreuz gestorben und hat am dritten Tag den Tod besiegt, den Lohn der Sünde. Glaube mir, der Fürst der Finsternis hat keine Gewalt über dich, solange du sie ihm nicht gibst, solange du Gott dem Herrn treu bist und IHN ehrst, sieht er voller Gnade auf dich.“ sagte der Erzengel milde. Der Mann erwachte wie aus einer Trance. Er blinzelte. „Sie... sie kennen meinen Namen?“ fragte er verblüfft. Michael  ließ auf seinem Rücken ein Paar Flügel erscheinen. Wunderschöne weiße Schwingen, deren Enden – das registrierte Maria Teufel verblüfft – fast die Farbe ihrer Haare hatten. „Sicher, Michel, er ist im Buch des Lebens niedergeschrieben. Und nun geh heim, Sollte dich nochmals der irrige Glaube erfassen, du müssest deinem Leben ein Ende setzen, so vertraue auf den Herrn und rufe ihn um Hilfe an.“ Er machte eine segnende Geste, der Mann fiel auf die Knie. „Danke, oh vielen Dank, erhabener Engel!“ sagte er und betete innig.
Michael lächelte und wollte die plötzlich verärgerte Maria von dem Mann wegführen. Gerade als sie ihm ärgerlich etwas zuzischen wollte, kam das junge Pärchen um die Ecke, das vor ihnen die Eintrittskarten gekauft hatte, Michael ließ seine Flügel verschwinden und zog Maria an sich um unbemerkt zu verschwinden. Aufmerksam sah er gleich darauf auf Maria. „Wieso bist du ungehalten mit mir? Du konntest nicht zu ihm durchdringen, denn es hat für ihn das „Ambiente“ gefehlt, der Beichtstuhl, der Weihrauch, die Kerzen...“ Maria schnaubte. „Gut, in Ordnung. Ich bin eine Frau und in deinen Augen zu dusselig um eine Beichte ohne Klimbim abzunehmen und jetzt, wo du mir das bewiesen hast, wie offensichtlich beabsichtigt, würde ich gern in den Boulevard zurückkehren. Ich habe Astaroth versprochen eine nette Taufpredigt für Pierre zu verfassen, wenn er Aine tauft und dann kann ich in Ruhe eine hübsche Taufkerze gestalten – das habe ich bei den wenigen Täuflingen die ich hatte nämlich immer selber gemacht! Und ich muss auch noch ein nettes Geschenk für meine zukünftige Patentochter besorgen!“
Sie machte sich aus Michaels Umarmung los und drehte sich um. Sie schaute rechts und links, überlegte und ging dann eilig einen der Wege entlang um zum Ausgang zu kommen. Hinter dem ihr konsterniert nachschauenden Michael erschien Sandalephon. „Unfrieden in diesem kleinen irdischen Garten? Geh ihr nach, Bruder, dein Herz hat doch schon längst erkannt, was dein Körper und dein Geist noch nicht wahrhaben wollen.“ „Sandalephon, sie ist eine Sterbliche!“ sagte Michael verwirrt. „Ja – wie Cassandra es war... und ich mag Metatrons Frau. Sie passt zu ihm, sie ergänzt ihn und sie erdet ihn, wodurch er ein ausgezeichneter Botschafter und Vertreter unseres Vaters auf Erden ist, der auch Lucifer standhalten kann.“ „Ich bin der... ich muss logisch bleiben, Sandalephon. Ich bin der General der Heerscharen des Himmels und Maria ist... sie ist auf ihre Weise, auf menschliche Weise sehr stark, aber...“ „Und mit dir an ihrer Seite wird sie die Stärke eines Seraphim besitzen und du die Stärke eines Sterblichen. Du weißt doch von Metatron und Cassandra wie unschlagbar das ist. Du siehst es bei Hagiel und Mathilde. Lass zu, dass Vater eine Entscheidung getroffen hat und voller Wohlwollen auf dich sieht. Du bist einer seiner ernsteren Söhne, Michael, vielleicht der ernsteste von denen, die wieder einen freien Willen bekamen und Dank Katherine, deiner Patentochter, bist du schon ein wenig aufgetaut... Und schau doch genau hin, was in der Botschaft abläuft: Selbst Philip Callaghan gewinnt durch Astaroth an Stärke und Selbstvertrauen. Auch wenn er sich noch oft selbst hasst, weil er nicht nur für Astarte starke Gefühle hat, sondern auch für unseren Bruder, wenn er nicht in Gestalt der wunderschönen babylonischen Göttin ist und zulässt, dass Astaroth ihm Seiten der körperlichen Begierde und Erfüllung zeigt, die er eigentlich verdammt, aber mit unserem Bruder doch genießt.“
„Was könnte ich ihr schon bieten? Sie ist Pastorin, ich bin Soldat!“ widersprach Michael. „Deine Liebe, deinen Schutz, Wärme, Geborgenheit. Und Vater weiß, dass du dich immer in Griechenland am wohlsten gefühlt hast und... ich denke, du wirst alles zu deiner Zufriedenheit finden, denn Hagiel mag ja mächtig sein, Bruder, doch gemeinsam spielen Lucifer und Astaroth in an die Wand, locker. Sie sind zwei unserer mächtigsten gefallenen Brüder und sie haben beide durch die Jahrtausende mehr mit den Menschen interagiert als wir. Sie hatten stets ihre ungezügelten Emotionen, ihren freien, ungezügelten Willen und konnten so immer leichter das Spiel von Verführung und Versuchung spielen als wir das von Versöhnung und Vergebung. Und ganz ehrlich, Michael: Metatron ist immerhin der Fürst des ersten Chores und obwohl ich Hilfe habe kann ich diesen nicht allein führen, da es immer mindestens zwei Fürsten gab. Ich bin für Seraphiel in diese Position gerückt und da Metatron inzwischen lieber auf der Erde ist, hat er viel anderes im Sinn...“
„Das was du andeutest, Sandalephon, ist für mich: Lass dir deinen freien Willen wieder zügeln, Michael, und hilf mir.“ Knurrte Michael. „Ganz und gar nicht... ich weiß nur, dass du sehr pflichtbewusst bist, trotz des freien Willens. Und Maria Teufel ist eine sehr disziplinierte Frau, die sich ihrer Pflicht bewusst ist. Sie will helfen, beim Beichtdienst, und du hast das übergangen. Sie ist Pastorin aus Berufung, Bruder, sie ist es mit dem Herzen, nicht nur weil es ein Beruf war, der sie interessierte. Sie findet – wie du gestern gehört hast, als sie von der Aussage des Beichtenden über die Erscheinung berichtete – anderen Zugang zu den Verzweifelten. Das solltet ihr alle nicht außer Acht lassen. Und nun geh ihr endlich nach! Sturkopf!“ sagte Sandalephon amüsiert und verschwand.
Michael seufzte, sah gen Himmel und murmelte: „Manchmal machst du es einem wirklich schwer, Vater!“ Er hörte als Antwort ein leises Lachen. „Sieh es als kleine Vergeltung dafür, dass du dich mit Metatron, Hagiel und Kerubiel in Bezug auf Juliel und Katherine gegen mich gestellt hast, als ich eine schnellere und einfachere Lösung zur Beseitigung des Spiegels wollte. Ich habe mir übrigens erlaubt, den Weg zu manipulieren und Maria Teufel läuft dir gleich direkt in die Arme.“
Im selben Moment prallte etwas in seinen Rücken. Michael drehte sich um und erblickte Maria. Liebevoll lächelte er sie an. „Vater hätte eher sagen sollen, dass du mir in die Flügel läufst, nicht in die Arme.“ flüsterte er. Maria sah verwirrt zu ihm auf. „Wie... ich meine, ich bin nirgendwo abgebogen, ich kann nicht hier sein!“ „Der Wille Vaters geschieht im Himmel und auf Erden – er hat den Weg gerade erscheinen lassen aber ihn gekrümmt, damit du... diesen Tag nutzen kannst um... Paris kennen zu lernen.“ raunte er Maria liebevoll ins Ohr. „Und Vater hat mir verraten, wo er eine Überraschung für uns hat vorbereiten lassen, komm...!“ Er zog sie übermütig mit sich und nach einer kurzen Wegstrecke erblickte Maria einen kleinen Pavillon mit zwei Stühlen darin, einem kleinen gedeckten Tisch, beladen mit einer großen Schale Obst und einem Krug.
Michael schluckte. Er sah auf den ersten Blick woher die Früchte kamen... und welche dabei war... Er warf einen verzweifelten Blick gen Himmel. „Das ist zu früh, Vater!“ flüsterte er kaum hörbar in der Sprache der Engel. „Lass sie selbst entscheiden, mein Sohn...“ lautete die kryptische Antwort.
Michael rückte Maria den Stuhl zurecht, anschließend setzte er sich ihr gegenüber hin. „Was darf ich dir kredenzen?“ fragte er freundlich. „Was sind das für Früchte? Ich meine, einige kenne ich, aber... diese pinkfarbene nicht und diese gestreifte auch nicht.“ „Die pinke sorgt für einen rosigen Teint, die gestreifte für fülligere Haare und kräftige Nägel... und da diese Früchte aus dem Garten Eden kommen... ich denke, nun verstehst du, wieso du einige nicht kennst.“ Ein Sonnenstrahl fiel auf mysteriöse Weise durch das Dach des kleinen Pavillons und ließ die Frucht vom Baum des Lebens geheimnisvoll glitzern. Wie hypnotisiert griff Maria danach. „Was ist das für eine Frucht?“ fragte sie fasziniert. Michael zuckte leicht zusammen. „Eine... eine Frucht von dem Baum.... Maria, Vater hat bisher nur zwei Früchte von diesem Baum... Lucifer durfte die beiden pflücken für die Raynes, für Derek, Rachel und die Zwillinge... weil Vater wusste, dass Lucifer Angst hat, seine Familie zu verlieren... Derek wird ewig der Leiter des Legates in San Francisco sein, bis ans Ende der Tage... er wird nicht altern, eher im Gegenteil... seine Frau auch nicht und die Zwillinge werden Anfang, Mitte zwanzig aufhören zu altern...“
Marias Hand zitterte als sie die Frucht hastig zurücklegte. „Die ist verboten!“ sagte sie erschrocken. Michael griff nach ihrer Hand. „Nicht für dich... nicht mehr... Maria, ich... vielleicht geht dir das zu schnell, wahrscheinlich fühlst du dich von mir bedrängt, aber ich bin Soldat und auch wenn ich... ich habe einen freien Willen zurückbekommen und kann individuell lieben... ich... ich finde dich sehr sympathisch, Maria und... ich würde mich freuen, wenn wir diesen Tag miteinander verbringen würden, unbeschwert. Zeig mir, was deine Welt, was die Erde zu bieten hat.“
Maria schluckte. „Gut, aber... aber mir wäre wohler, wenn wir... ich könnte dich in einem Restaurant zum Essen einladen und... diese Früchte sind mir einfach zu suspekt... Nachher erwische ich eine vom Baum der Erkenntnis und...“ Michael lachte leise. „Die Frucht haben die Menschen doch längst gekostet und den Preis dafür bezahlt, Maria. Und ich versichere dir: Die ist auch gar nicht dabei. Der einzige „Fallstrick“ wäre wirklich die vom Baum des Lebens und indem Vater sie hat auf diesen Teller legen lassen, Maria, hat er dir eine Wahlmöglichkeit gegeben oder ein Zeichen: Wann immer du dich entscheidest, noch ist es dein freier Wille... du wirst diese Frucht ohne Reue oder Strafe essen dürfen!“ Er griff zu der gestreiften Frucht, zerteilte sie mit einem Messer und legte die Stücke auf ihren Teller. „Und nun koste einfach aus, dass du Früchte aus dem Garten Eden essen darfst... und bitte vertraue mir, ich habe dir die Wahrheit über die beiden – oder die drei Früchte erzählt. Du weißt also, dass die gestreifte ungefährlich ist und immer erlaubt war. Die meisten anderen Früchte sind das, was sie auch auf der Erde sind, allerdings viel aromatischer...“ flüsterte er.
Zögernd griff Maria zu einem der Stücke auf ihrem Teller und biss hinein. Mit einem liebevollen Lächeln beobachtete Michael sie. „Die ist lecker, irgendwie schmeckt sie nach Zimt und Kirsche...“ sagte sie. Er lachte leise. „Ist das wirklich so einfach, meine Liebe?“ Maria zuckte mit den Schultern. „Vielleicht nicht, aber ich bin ein Mensch und vergleiche halt mit dem, was ich kenne...“ Michael nickte nachdenklich. „Verständlich...“ Er griff nach einem der Pfirsiche und zerschnitt ihn ebenfalls in mundgerechte Stücke. „Koste einen Pfirsich und sag mir, ob er anders schmeckt als die Pfirsiche von irdischen Bäumen.“ Maria probierte und seufzte: „Der Pfirsich ist... wow... ganz anders... aromatisch, vollreif und...intensiv... Probiere doch auch mal!“ Michael nahm eins der Stücke und biss hinein. „Das schmeckt... interessant... ich muss gestehen, ich kenne die irdische Entsprechung nicht, aber... ja... ich glaube, ich mag Pfirsiche...“ Maria lachte. „Glaub mir, nach diesem Pfirsich wirst du die irdischen Pfirsiche ziemlich fade finden!“ Er grinste. „Das heißt, ich werde dir in Zukunft immer welche aus dem Garten Eden mitbringen müssen...“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, das ist dekadent und...“ „wäre mir eine Freude...“ unterbrach er sie sanft und schob ihr lächelnd ein weiteres Stück des Pfirsichs in den Mund als sie weiterreden wollte. "Trauben oder nehmen wir als nächstes die Frucht für einen schönen Teint?" fragte er lächelnd. Sie nickte scheu.
Während sie von den Früchten aßen und Quellwasser aus dem Garten Eden tranken, unterhielten sie sich. "Wie haben Lucifer und Selvaggia sich eigentlich kennen gelernt? Und Metatron und Cassandra, beziehungsweise Hagiel und Mathilde? Und wieso will Sariel in Paris heiraten wo er doch in Rom lebt?" fragte Maria. Michael schmunzelte. "Ah ja... an sich hängt alles mit der Botschaft zusammen und hat doch viel früher begonnen...vor vielen hundert Jahren um genau zu sein... da hat Lucifer eine junge Frau in Venedig kennen gelernt, die mit einem widerlichen Kerl verheiratet war der sie schlug und sich zudem des Öfteren von Lilith verführen ließ, einer Dämonin, die meinte Lucifer zu lieben. Und mein großer Bruder, denn das ist Lucifer nach wie vor... der verliebte sich in diese Frau - und das war Selvaggia. Er schrieb sogar ein Grimoire für sie - das zweitmächtigste existierende. Das ist allerdings jetzt das Grimoire seiner - und nebenbei meiner - Patentochter Katherine... und es wird es wohl auch immer bleiben, obwohl Kat eine Seraphim ist. Lucifer hat sich allerdings strenge Selbstdiziplin auferlegt... er unterrichtete Selvaggia zwar selbst, zeigte ihr, wie sie sich vor den Zudringlichkeiten ihres inzwischen an Syphillis erkrankten Ehemannes schützen konnte... wobei ich gestehen muss, dass es sicher nicht einer gewissen Komik entbehrt, wenn ein Mann eine Strohpuppe besteigt..."
Maria kicherte. "Allen Ernstes? Eine Strohpuppe?" Michael nickte. "Das deutete Selvi irgendwann mal an... auf jeden Fall hat Lucifer sie - denn Selvaggia war eine sehr mächtige Hexe, die ihm ihre Seele verschrieben hatte und die Großhexe des Heiligen Römischen Reiches war... nicht in die richtige Hölle geschickt, sondern in eine Art Zwischenhölle, wo es erträglich war. Als die Botschaft entstand, du erinnerst dich sicher noch an die Monate in denen der Apokalyptische Reiter des Todes hier in Europa seine Schreckensherrschaft errichten wollte..." Sie nickte. "da hat Lucifer erst eine andere Hexe bestimmt um Dienst zu tun als Hausdame und die hat gegen die Regeln verstoßen. In dieser Zwischenhölle hatte Selvaggia Mathilde kennen gelernt. Die war von ihrem Vater sozusagen an Lucifer verkauft worden und er mochte sie gern, denn Mathilde ist sehr stark gewesen - obwohl sie ein lausiges Selbstbewusstsein hatte... Tja und als Lucifer die Zusicherung von Vater bekam, dass er Selvaggias Leben nicht gefährden und keine Nephilim zeugen würde, da hat er sich zu ihr bekannt - mit Vaters Segen."
Maria seufzte. "Das ist ziemlich romantisch..." Michael lächelte. "Cassandra... Cassandra ist Lucifers Pressesprecherin und eigentlich seine Werbefrontfrau... eigentlich... denn Metatron hatte anfangs Probleme sich einzufügen und mit Sterblichen umzugehen... Er hatte seinen freien Willen wieder zurück erhalten und war mental im absoluten Ungleichgewicht... Cassandra hatte Mathilde und Selvaggia besuchen wollen und wurde von Metatron, der sie nicht einschüchtern konnte durch seinen Rang, unbeabsichtigt schwer verletzt. Sariel und Lucifer haben ihr das Leben gerettet und Vater hat mit Lucifers Hilfe Metatrons unbeherrschte Ausbrüche im Zaum gehalten und verlangte, dass er sich bei Cassandra entschuldigen müsse. Das ging total daneben... Erst als er es wirklich geschafft hat sich aufrichtig zu entschuldigen und eine Abfuhr kassiert hat, kam ihm ihre Vergangenheit zuhilfe. Cassie hatte eine furchtbare Ehe hinter sich. Ihr damaliger Mann, Kylien Empestrier, war ein degenerierter Sadist, der sie mit seinen Geschäftspartnern missbrauchte und ihr ein ungewolltes Kind aus dem Bauch geschnitten hat, weswegen Cassie eigentlich unfruchtbar war... Sie floh vor ihm, änderte ihren Nachnamen und fing hier an. Er machte sie ausfindig, denn er war reich und einflussreich und wollte sie zurückholen. Metatron wurde misstrauisch, folgte ihr und rettete sie vor einem elenden Schicksal. Vater ließ ihr die Wahl: Mit dem Wissen zu leben, dass Metatron sie geschlagen hatte oder es zu vergessen. Sie wollte es vergessen, er war dagegen und letztendlich hat Vater einen Mittelweg gewählt: Cassie ist überzeugt davon, dass es ein Unfall war und keine Absicht... und durch Metatrons Bitte konnte Sariel sie auf Vaters Anweisung vollständig heilen - das Ergebnis ist der kleine Jan..."
"Sie wollte vergessen?" fragte Maria erstaunt. "Ja... Aber du hast auch nach Mathilde und Hagiel gefragt... das nahm damals auch seinen Anfang. Mathilde fürchtete sich immer ein wenig vor Metatron und Hagiel - ebenfalls einer von Kats Paten - war damals Kat als Schutzengel zugeteilt und so im Boulevard. Mathilde war als Köchin von Lucifer geschickt worden - als Sühne sozusagen. Und sie sollte büßen indem sie Freude und Schmerz der Bewohner teilt solange die Botschaft existierte. Immer wenn Lucifer jedoch einen von Kats höllischen Paten abstellte um auf sie aufzupassen, beschützte Hagiel Mathilde im Rahmen seiner Kräfte vor Metatron, leistete ihr Gesellschaft... und wie alle von Kats himmlischen Paten bekam auch er einen freien Willen um es mit ihr aufnehmen zu können, denn Vater hat Kat zur Seraphim erhoben und sie wird - nach ihrem irdischen Leben eine auch sehr mächtige Seraphim sein, da ihr Wille immer ungezügelt war..." "Eine... eine Seraphim? Kat?" keuchte Maria. Michael nickte. "Auf jeden Fall hat Hagiel sich in Mathilde verliebt und sie sich auch in ihn, aber sie hat das geleugnet, weil sie eine Hexe ist - oder war - und er ein Erzengel, zudem Fürst zweier Engelschöre, der Dynameis, die ich verwalte, und der Archai. Es hat einige Zeit gekostet sie davon zu überzeugen, dass Vater sie als dritte Schwiegertochter mehr als willkommen heißt. Zur Hochzeit hat Lucifer ihr ihr Elternhaus auf Norderney geschenkt und dort lebt sie mit Hagiel, geschätzt von den Insulanern, die wissen wer er ist, wer und was Mathilde ist und die auch Lucifer kennen und mögen..."
Maria grinste. "Ja, es gab Gerüchte, dass Norderney... speziell sei..." Michael lächelte. "Und Sariel... Sariel war als Pate für Lucifers erstes Kind vorgesehen und wetteiferte da ein wenig mit Sandalephon. Und während Sariel den von Lucifer geforderten Babypflegekurs ganz unspektakulär im Gazastreifen in einem Kinderheim leistete und dort Said, einen kleinen geistig behinderten Jungen - was allerdings inzwischen behoben ist - ins Herz schloss und ihn adoptieren wollte, was aber eigentlich nicht möglich gewesen wäre - er ein Seraph, alleinstehend, ohne Bindungen auf der Erde - bekam die Möglichkeit als Bruder von Selvaggia, die von Vater in dieses Jahrhundert "relokalisiert" worden war, eine menschliche Existenz aufzubauen - mit sämtlichen Kräften als Seraph. Da Sariel ein Engel des Todes und der Heilung ist, hat er sich entschieden Arzt zu sein und wurde Leiter der Chirurgie an der Gemelli-Klinik in Rom, wo er ein riesiges Appartment ganz in der Nähe von Lucifers Stadtpalazzo hat, wo er lange mit Said allein wohnte. Catherine Dubois - eine mittelalterliche Vorfahrin von Julien - trat in sein Leben als sie hier auftauchte und merkte, dass Lucifer ein "böser Junge" ist. Allerdings glaubte sie er sein ein Warlock, ein böser Zauberer, als sie ihn mit weißmagischen Bannzaubern belegte. Es hat Lucifer ganz schön Verdruss bereitet. Am Ende bat Catherine in diesem Jahrhundert bleiben zu dürfen, denn auch sie hatte eine furchtbare Ehe hinter sich und war Wehmutter - Hebamme. Sie war fasziniert von der heutigen Medizin und wollte lernen. Sariel brauchte eine Haushälterin und ein Kindermädchen und Lucifer wollte sie weit weg haben, also wurde sie zu Sariel geschickt. Sie ist Französin, kommt aus Paris und daher wollen die beiden hier heiraten."
"So viele Frauen aus anderen Zeiten? Tilly, Selvi, Catherine.." Michael nickte. "Ja, zwei ehemalige Hexen mit starken Seelen und im Fall Selvis auch mit großer Macht von Lucifers Gnaden, sozusagen und in Catherines Fall... nun ja... sie war auch eine Hexe, allerdings eine weiße... und um Lucifer zu bannen muss man schon stark sein." "Und Philip Callaghan und Astaroth? Ich habe immer das Gefühl, dass der Mann sich wohl fühlt, solange Astaroth als Astarte anwesend ist, aber sobald Astaroth..." Michael seutze. "Maria, Philip war früher Priester, sehr konservativ, auch selbstgerecht. Damals als die Apokalyptischen Reiter die Macht an sich reißen wollten, vor der Botschaft, in den ersten Tagen des Boulevard Haussmann 13, brauchten Lucifer und die anderen allerdings einen Körper für einen Seelentausch mit einem zweiten aztekischen Priester und Kat hatte noch eine Rechnung mit Philip offen - wegen eines anderen aztekischen Priesters, aber das ist eine andere Geschichte..."
In ihm flüsterte es plötzlich: "Rede weiter, mein Sohn und gib ihr die Frucht vom Baum des Lebens. Sie gehört zu dir, Michael!" Benommen schüttelte er den Kopf. "Ochi!" murmelte er. "Nein? Wieso nein? Und wieso Griechisch, Michael, was ist los?" fragte Maria Teufel besorgt. Er sah sie an. "Vater... er will, dass ich dir diese Frucht zum kosten gebe..." sagte er leise und nahm die Frucht vor der sie zurückgeschreckt war. "Er meinte, ich solle weiterreden und wohl so dafür sorgen, dass du es nicht merkst... Ich will das nicht, Maria. Wenn du diese Frucht isst, möchte ich, dass du es freiwillig und wissentlich tust. Und... Maria... wenn... wenn ich ein Leben auf der Erde - oder zwischen Himmel und Erde wähle, wie Sariel, Metatron und Hagiel, dann würde ich in Griechenland leben wollen - mit dir... Keine Sorge - es gibt das Portalsystem und... ich denke, du würdest... Cassandra ist eine Kyriotes... ich... vermute... also du würdest jederzeit in Paris sein können, innerhalb von Sekunden."
Sie sah ihn lange an. "Du setzt dich für mich über eine Anordnung Gottes hinweg?" fragte sie leise. "Ja, denn du hast einen freien Willen, Maria, und den werde ich nicht ignorieren!" "Wirst du dafür... bestraft?" "Nicht so wie du vielleicht denkst, sondern anders..." Maria sah verlegen auf ihre Armbanduhr. "Ich muss zurück... Asta wollte Philip und mich abholen." Michael lächelte. "Ich denke, Pierre wird ihm sagen wo du bist... oder mit wem du unterwegs bist. Du wolltest doch noch hören, was es mit Philip und Asta auf sich hat..." Er machte eine Pause und lächelte. "Als "tätige Reue" sozusagen hat Pierre Philip aufgeben einer jungen Frau, mit der der Aztekenpriester intensiver zusammen gewesen war, weiterhin glücklich zu machen. Astarte war wohl wider Willen ein wenig fasziniert von seinem Gehorsam, trotz des Widerwillens... und sie hat ihn verführt nachdem er sich von Mademoiselle Charenne hatte trennen dürfen. Aber Astarte wäre nicht auch Astaroth, wenn sie - oder er - das einem Mann wie Philip nicht auch quälend bewusst macht. Da Astarte auch Astaroth ist und weil die Seele liebt, Maria... Astaroth und Astarte sind inzwischen so eng eins, dass es keinen Unterschied zwischen ihrer oder seiner Liebe gibt und Asta - als Astarte und als Astaroth - liebt Philip und zeigt ihm dies sowohl heterosexuell als Astarte als auch homosexuell als Astaroth. Mit dieser Art von körperlicher Zuneigung hat Philip natürlich Probleme." "Und Christian ist ein Sohn von Asta?" "Er ist der Adoptivsohn beider." Während Michael erzählte, schälte er eine weitere Frucht für Maria. "Diese verleiht dir eine bessere Sehkraft." erläuterte er und legte ihr die Stücke auf den Teller.
Maria grinste. "Ich trage Kontaktlinsen, Michael." und nahm ein Stück. In dem Moment in dem sie hineinbiss, riss Michael ihre Hand zurück. Er hatte den kleinen Lichtwirbel wahrgenommen in dem sich die Frucht von der für eine bessere Sehkraft in die vom Baum des Lebens verwandelt hatte. "Maria... ich... verzeih, das war ich nicht!" Sie sah auf ihren Teller, sah ihn an und nahm ihm das Stück Frucht aus der Hand, "Wenn es unbedingt sein soll.. Michael, wenn dein Vater das will, dass ich diese Frucht esse, ganz ehrlich, dann kann ich Morgen in einen Apfel beißen und er verwandelt ihn in diese Frucht." "Kluges Mädchen..." erklang es belustigt in ihren Gedanken - in der freundlichen Stimme vom Vorabend. Zögernd biss Maria in ein Stück der Frucht. "Iss sie ganz, meine Tochter, habe keine Furcht, denn es ist mein Wille..." flüsterte es. Sie aß die ganze Frucht und schaute Michael ein wenig ängstlich an. "Du bist eine der mutigsten Frauen die ich kennen lernen durfte, Kleines." flüsterte der, nahm sie in den Arm und drückte sie sanft an sich. "Ich bin sicher, es war dieser Garten, Asta. Irgendwo müssten die beiden hier sein. Camael meinte, hier sei eine Überraschung für die zwei vorbereitet." Das war die Stimme von Pierre Pasquieu. Erstaunt blickte Maria sich um und erblickte den Kardinal und Astarte fast zum Greifen nah. "Vater wird diese Überraschung aus der Zeit gerückt haben um die zwei ungestört miteinander reden zu lassen. Und ich spüre hier ein Zeitfeld, also sind sie hier auf dieser kleinen Wiese."
Michael lächelte auf Maria hinunter. "Bereit wieder in den Boulevard zurückzukehren?" fragte er liebevoll. Sie nickte. Er hob sie auf den Arm und trat aus dem Pavillion. "Wir sind hier." sagte er. Astartes Blick fiel sofort auf Maria. "Was zum Teufel hast du mit der Kleinen gemacht?!" zischte er Michael zu. "Wir haben geredet, etwas gegessen, etwas getrunken..." "Was gegessen? Hast du Vater etwa eine Frucht vom Baum des Lebens geklaut?" fauchte die schöne Göttin. "Nein! Die Frucht lag mit auf dem Obstteller und Maria und ich waren übereingekommen, dass sie diese nicht essen will. Ich hatte ihr eine Frucht zerteilt und Vater hat sie in die vom Baum des Lebens verwandelt." verteidigte Michael sich. "Verdammt!" murmelte Astarte."Lucifer wird ganz schön sauer sein... Aber wann ist er das mal nicht mit Vater... Die Truppe ist übrigens vollständig im Boulevard, auch Camael mit den anderen. Wir warten eingentlich nur noch auf Maria." "Ich komme mit ihr. Wir haben in Bezug auf diesen Fall auch von einer Begebenheit zu berichten - direkt hier im Park." Astarte nickte. "Wir sind im Großen Salon..."
Zu viert erschienen sie im Boulevard. Maria lag immer noch in Michaels Armen. Sie war eingeschlafen, wie er erstaunt merkte. "Maria, meine Süße, aufwachen..." flüsterte Michael. Sie reagierte jedoch nicht, sondern kuschelte sich an seine Brust und schlief weiter. Belial kam auf Michael zu. Mit beißendem Spott sagte er: "Papa befiehlt und sein treuer Soldat gehorcht, ja? Maria wird 48 Stunden schlafen! Derek und Rachel haben auch so lange gebraucht! Du bist doch selten dämlich!" Er nahm die Pastorin aus Michaels Armen und rief nach Kat. "Tu mir einen Gefallen, Käthchen, und bring sie ins Bett." sagte er. Kat nickte und verschwand mit Maria Teufel, während Michael sich rechtfertigte. Camael trat zu Belial."Es war Vaters ausdrückliche Anordnung, dass sie von der Frucht isst, Lucifer. Unser Bruder hätte sich noch so sehr dagegen sträuben können, auch die junge Frau, du weißt doch, Vaters Wille geschieht im Himmel wie auch auf Erden." sagte er beschwichtigend. Belial seufzte. "Nun gut, dann sollten wir wohl mit unserer Beratungsrunde anfangen. Es waren ja 28 Engel mit im Beichtdienst und ich glaube, da gibt es einiges zu berichten." sagte er laut.
"Wobei... dazu kann ich auch was beitragen, ohne dass Maria oder ich in einer der Kirchen waren: wir waren gerade im Ficus-Bereich des Gartens und dort hat Maria bemerkt, dass sich einer erhängen wollte. Sie ist sofort zu dem Mann gerannt, aber der war wie in Trance, betete einen Rosenkranz und murmelte etwas von wegen "Ich habe den Herrn verraten..." wofür er in die Hölle käme. Maria drang nicht zu ihm durch und da habe ich eingegriffen." "Ficus-Bäume? Irgendwie kommt mir da gerade ein seltsamer Gedanke..." murmelte Philip. "Wir sind ganz Ohr, Priesterchen." zog Belial ihn auf. "Ja, spotte nur..." murmelte Philip, was Belial belustigt eine Augenbraue heben ließ, doch er schwieg, während Philip laut sagte: "Was ist, wenn wir einen falschen Zeitansatz hatten? Die Leute, die sich erhängt haben... An was für Bäumen war das? Ich meine... es wird ein Selbstmörder im Neuen Testament erwähnt, der sich auch an einem Feigenbaum, einem Ficus, erhängt hat: Judas Iskariot! Dank Maria Teufels Schilderung, beziehungsweise der von dem Beichter und der Begebenheit in der Kirche, wo der Priester sich umgebracht hat haben wir an die Bartholomäusnacht gedacht und versucht das da fest zu machen, doch die beiden Seelen, die passen könnten sind wieder gebunden und auch in den Höllenakten, die Samyaza mit König Paymon und einigen anderen durchgegangen ist, war nichts zu finden. Was ist, wenn irgendwie, durch irgendeinen Unfall Judas Iskariot der Geist wäre? Ich meine, dann würde die Aussage: "Ich habe den Herrn verraten..." Sinn machen, oder?"
"An sich kein schlechter Gedanke... aber was sollte Judas Erscheinen bewirken? Ich meine, was sorgt dafür?" fragte einer der Pastoren. Belial sah Pierre an. "Gibt es irgendeine neue Reliquie in einer Kirche in Paris?" Der Kardinal nickte. "Zwei... Ein Archäologe hat uns zwei Steine von Golgatha mitgebracht." "Das kann es nicht sein, aber vielleicht sollten wir mit dem mal reden..." meinte Metatron. "Geht nicht - nicht mehr... er ist zurück zur Grabung und dort verunglückt. Wobei... es gab ungewöhnlich viele Unfälle an der Grabungsstelle... wenn ich mich erinnere." murmelte Pierre.
Die Engel waren sehr verwundert, als Kat und Maria plötzlich in den Raum traten. "Ich verstehe das auch nicht, sie ist plötzlich wach geworden." erklärte Kat etwas verwirrt, als die Engel sie fragend anstarrten. "Keine Ahnung, was daran so verwunderlich ist, aber nachdem Mr. Erzengel hier mich offenbar von der Bildfläche haben wollte hat das sein Vater wohl nicht gewollt!" meinte sie hörbar verärgert und fauchte Michael an: "Darüber reden wir noch!" zu, bevor sie sich an die anderen wandte. "Hat er schon erzählt, was passiert ist, während wir in diesem Park spaziert sind?" Lucifer warf ihr einen belustigten Blick zu und grinste den völlig konsternierten Michael fies an. "Ja, Maria, das hat Michael und du solltest wissen..." begann Camael als der Höllenfürst ihn unterbrach und sagte: "...dass Philip hier auf die Idee gekommen ist, dass es Judas Iskariot sein könnte. Pierre hat von zwei Steinen berichtet, die eine Kirche geschenkt bekommen hat - aus dem Grab Jesu. Und außerdem, dass der "edle Spender" der... Pierre nennt die Dinger "Reliquien" - kurz nach Rückkehr an die Grabungsstelle, der Mann ist Archäologe gewesen - verschieden ist, durch einen Unfall. Jetzt müssen wir erstmal recherchieren ob er bei mir gelandet ist oder bei Vater. Dann sehen wir weiter. Die Höllenakten habe ich schon von Samyaza und einigen anderen durchsehen lassen, ohne Erfolg. Da 28 Engel im Dienst waren, haben Metatron, Astaroth und ich die sonstigen Berichte mental gesammelt und können sie dir, Philip, Pierre, Euangelion und Derek jederzeit weitergeben."
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