EXO OneShot-Sammlung

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
27.12.2016
01.08.2017
4
8579
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Hallo :3
Vllt kommen die ersten OS jemandem bekannt vor, ich lade sie hier nur nochmal zusammengefasst hoch :p
Ihr könnt immer Wünsche, Kritik und Lob da lassen, es würde mich freuen ^^
Viel Spaß~
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ChanYeol PoV

Wir saßen am Feuer und erzählten uns Geschichten aus alten Tagen. Wir – das sind meine Freunde und ich. Wir sind eine relativ große Gruppe, eine Gruppe von zwölf Mann.

Dieser Abend war schon lange geplant. Die Jungs und ich hatten auf einen warmen Tag gewartet. Wir wollten schon lange einmal auf einer Wiese ein Lagerfeuer machen und die Nacht im Zelt schlafen. Und da für heute gutes Wetter gemeldet war, und jeder Zeit hatte, wollten wir gleich heute zelten gehen.

Jetzt saßen wir also hier, in einem Kreis, um das Lagerfeuer. SuHo hatte gerade die Geschichte von seiner ersten Liebe erzählt. Damals war er noch sehr jung und dementsprechend lustig war die Geschichte. Ich konnte mir zu gut vorstellen wir tapsig SuHo damals war, im Versuch gleich bei ersten Mal alles richtig zu machen. Alle mussten laut loslachen, als wir seine Geschichte fertig gehört hatten.

Nur Baekhyun lachte nicht. Sein Lächeln war falsch und aufgesetzt. Ich wusste nicht wieso. Aber wie es aussah war ich auch der Einzige, der es mitbekommen hatte. Keiner beachtete diesen Fakt weiter. Gerade als ich meinen „besten Freund“ – er war für mich mehr als ein Freund – fragen wollte was los sei, stand er auf. „Entschuldigt mich bitte, ich bin müde und fühle mich nicht so wohl. Ich gehe schon Mal in mein Zelt“. Was war nur los? So kannte ich ihn doch gar nicht. Er war sonst einer der Aufgedrehtesten von uns. Er war immer laut und lustig und lange wach. War Baekhyun womöglich wirklich krank?

Ich kam aber nicht dazu mir weiter Gedanken über ihn zu machen. Nun war ich nämlich an der Reihe. Ich musste, wie alle anderen auch, die Geschichte über meine erste Liebe erzählen. Meine erste Liebe damals war ein Mädchen. Sie war sehr hübsch und schlau. Aber wir passten einfach nicht zusammen. Das hatten wir leider zu spät gemerkt und uns so zerstritten, dass wir uns bis heute nicht in die Augen schauen können. Also begann ich meinen Freunden die Geschichte zu erzählen.

Baekhyun PoV

Ich lag im Zelt. Mein Gesicht hatte ich dem olivgrünen Stoff zugewendet. Es tat mir verdammt leid meine besten Freunde anzulügen. Aber ich konnte mir die Geschichte von ChanYeol nicht anhören. Und selbst wenn ich es geschafft hätte, wäre ich der nächste gewesen. Aber ich hatte noch keine „erste Liebe“. Ich liebe meine „erste Liebe“ immer noch. Und das konnte ich vor meinen besten Freunden nicht erzählen. Zumal er unter ihnen war. Ja, ChanYeol.

Ich hatte es noch nicht geschafft den Großen auf die Sache anzusprechen. Ich hatte es mir schon so oft vorgenommen. Aber was sollte ich ihm sagen? Ich wusste ja nicht einmal ob er mich auch mochte! Als Freund mochte er mich, ja. Aber liebte er mich auch?

Draußen hörte ich Schritte. Ich dachte es sei ChanYeol und kniff schnell die Augen zusammen, sodass er denken musste ich würde schon schlafen. Doch die Schritte gingen an unserem Zelt vorbei.

„SeHun!“, hörte ich jemanden zischen. „Wo steckst du?“. Da kamen Schritte von der anderen Seite des Zeltes. Ich hatte nicht mitbekommen, dass jemand hier war. War ich denn so in Gedanken vertieft? „Hier bin ich, Pabo. Lass uns wo anders hin gehen“, hörte ich SeHun sagen. „LuHan, alles gut?“, fragte er gerade. „Ja, natürlich. Ich habe mir nur gerade Gedanken gemacht…“, sagte dieser. „Hör auf dir deinen hübschen Kopf immer über unwichtige Dinge zu zerbrechen“, meinte nun wieder SeHun. Dann entfernten sich die Schritte.

SeHun und LuHan also. Ich hatte ja schon länger die Vermutung, dass zwischen ihnen etwas lief, aber beweisen konnte ich es noch nicht. Mit einem Stich im Herzen wurde mir bewusst, dass die beiden zueinander gefunden hatten. Anders als ChanYeol und ich. Wir bekamen einfach nichts auf die Reihe. Besser gesagt ich bekam einfach nichts auf die Reihe. Ich hatte doch gar keine Ahnung wie es in ChanYeol aussah.

Es schien aussichtslos schlafen zu können. Ich zerbrach mir meinem Kopf nur über Dinge, an die ich nicht denken sollte. Ich sollte mir endlich eine Freundin suchen und diese dämliche Sache mit ChanYeol abhaken. Im besten Falle würde er mich hassen, sobald er über meine Gefühle Bescheid wusste.

Ich beschloss, mich aus dem Zelt zu begeben und wieder ans Lagerfeuer zu gehen. Natürlich würde ich mir eine Decke mitnehmen. Es war inzwischen, trotz des schönen Wetters, kühl geworden.

Als ich jedoch am Feuer ankam, wurde mir ganz anders ums Herz. Es war keiner mehr am Feuer, außer ihm. ChanYeol saß dort, mutterseelenalleine und starrte anscheinend in die Flammen. Sollte ich zu ihm gehen? Aber was war schon dabei, schließlich waren wir ja Freunde.

Ich ging also weiter und stand nun direkt hinter ihm. Er hatte mich gar nicht mitbekommen, so gedankenverloren war er. Allerdings hatte ich auch nicht grade laut gemacht, da ich die anderen nicht wecken wollte… und irgendwie auch nicht wollte, dass ChanYeol mich schon bemerkte.

Etwas zweifelnd stand ich hinter ihm und wusste nicht was ich sagen sollte. Verflucht, mein Herz machte es mir immer so schwer… Was sollte nur aus mir werden wenn…

„Baek…“, das Flüstern der Person unmittelbar vor mir, ließ mich aus meinen Gedanken aufschrecken. Hatte er mich inzwischen bemerkt? Wenn ja, wieso hatte er sich nicht umgedreht? Ich beschloss, mich einfach neben ihn zu setzten.

Der Stamm war kühl an meinem Hinterteil, als ich mich setzte. Schnell zog ich die Decke etwas enger um mich und setzte mich darauf, um nicht noch eine Blasenentzündung zu bekommen.

Als ich wieder zu ChanYeol schaute, hatte er mich immer noch nicht bemerkt. Zu gebannt war sein Blick auf das Feuer, welches vor und prasselte und eine angenehmen Wärme verstrahlte. Irgendwie war es sogar ein wenig romantisch, deshalb konnte ich das Kribbeln im Bauch nicht unterdrücken. Unwillkürlich schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen.

„ChanYeol“, setzte ich an, getrieben vom plötzlichen hoch in mir. Der junge Mann neben mir zuckte etwas zusammen, als er mich bemerkte. Völlig verängstig schaute er erst mich, dann die Gegend, dann wieder mich an. Ich konnte mir ein Lachen inzwischen nicht mehr verkneifen. Also prustete ich los.

ChanYeol entspannte sich und stimmte mit ein. So saßen wir eine Weile auf dem Stamm und lachten einfach. Als wir uns wieder halbwegs ein bekommen hatten, fragte mich Chanyeol: „Wie lange bist du schon hier bei mir? Ich habe nichts um mich herum mitbekommen“. Ich überlegte kurz ob ich ihm die Wahrheit sagen sollte, entschied mich auch letztendlich dafür. Lügen waren doof.

„Lange genug um dich ‚Baek‘ sagen zu hören“, erwiderte ich und mein Gegenüber wurde schlagartig rot. „Oo-ohh, ich dachte…“, setzte er an. Er vollendete seinen Satz aber nicht. Ich fragte ihn auch nicht danach. Wir schauten einfach beide in das Feuer.

„Baek?“

„Ja?“

„Das Lagerfeuer ist wunderschön“

„Finde ich auch“

„Es erinnert mich ein wenig an dich…“. Jetzt schaute ich ihn fragend an.

„Hasse mich nicht, verstanden?“, fragte er mich. Ich nickte nur.

„Sein züngeln erinnert mich daran, dass auch du eine scharfe Zunge hast, mit der du verletzen kannst, genau wie das Feuer. Manchmal verbrennt man sich an dir die Finger, ebenso am Feuer. Das Feuer kann alles zerstören. Du zerstörst auch oft Dinge, ob nun gewollte oder nicht. Aber trotz all den negativen Sachen kann Feuer auch Gutes. Es kann einem den Weg in dunklen Stunden zeigen, genau wie du es häufig tust. Es ist nicht so schnell kleinzukriegen, Baek, auch du bist das nicht. Das wichtigste aber: Feuer kann Leben retten und lebenswichtig sein. Und das bist du für mich.“

Als er geendet hatte, standen mir die Tränen in den Augen.

„Ich liebe dich, Byun BaekHyun.“, meinte er.

Meine Antwort darauf war ein stürmischer Kuss. Endlich konnte ich seine Lippen auf meinen spüren, wie lange hatte ich mir das schon gewünscht? Wie oft habe ich mir einen Moment wie diesen ausgemalt? Es war alles perfekt.

Als wir es endlich schafften uns voneinander zu lösen meinte er: „Komm, wir gehen ins Zelt. Ich will nicht dass du krank wirst“. Ich ließ mich von ihm tragen. Sein gleichmäßiger Atem drang an mein Ohr und ich war eingeschlafen, bevor wir das Zelt erreichten.

In dieser Nacht träumte ich von meinem Freund Park ChanYeol.
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