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Merry Christmas

von Vanylein
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
25.12.2016
26.12.2016
2
1.796
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Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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26.12.2016 1.134
 
Hallo! Hier ist Animeliker!
Auch ich wünsche euch frohe Weihnachten und schöne Festtage mit dem zweiten Teil unseres Weihnachtsspecials! Habt Spaß!^^


„Megumi! Wo hast du dich versteckt?!“, rief eine laute Stimme und ich kauerte mich noch mehr unter der Küchenzeile zusammen, damit der Rothaarige mich nicht fand. Er hatte etwas Freches an sich, etwas Nettes und etwas, was man wahrscheinlich Güte nannte. Noch nie hatte mir jemand so sehr geholfen, wie Yukihira-kun.

Und nun saß ich hier, betete schon förmlich dafür, dass er mich übersehen und den Raum verlassen würde. Wenigstens ein Mal wollte ich Glück haben.
„Ich bin mir sicher, dass ich sie gerade hier reinlaufen sehen hab“, murmelte der Junge mehr zu sich selbst, als zu irgendeinem anderen. Es war außer uns keiner hier und das erschwerte die Sache ein wenig.

Plötzlich öffnete sich eine Tür und fröhliche Stimmen drangen zu uns herüber. Die anderen aus dem Hause Polar Stern waren wieder da und hatten anscheinend ihre Weihnachteinkäufe erledigt.
„Yukihira! Hilf uns beim Tragen!“, rief Ryoko laut durch die einzielnen Zimmer, sodass sogar wir es hören konnten.
„Lässt sich wohl nicht ändern, dann suche ich sie eben später“, meinte der Rothaarige, kratzte sich kurz am Hinterkopf und trat dann den Rückzug an.

Innerlich dankte ich meiner Freundin, als ich mich aus meinem Versteck hervorwagte und das Geschenk, welches ich die ganze Zeit über umklammert hielt, mit Vorsicht begutachtete. Es hatte bei meiner Klammeraktion keinen Schaden genommen, worüber ich wirklich sehr erleichtert war.

Eilig stürmte ich durch die zweite Tür, die auf der anderen Seite der Küche war, um sicherzugehen, dass Yukihira-kun es nicht mitbekam. Mein Zimmer war relativ schnell erreicht und ich versteckte das Geschenk mit dem gelben Geschenkpapier in meinem Kleiderschrank. Für jeden im Haus hatte ich ein anderes Geschenk gemacht, sei es nun Papierarbeit oder sonstiges. Ich mochte es nicht besonders, Geschenke zu kaufen und so hatte ich meine Geschenke selbst kreiert und verpackt. Da ich meistens wusste, was alle mochten, richtete ich mich jeweils nach ihren Vorlieben. Nur bei Yukihira Soma hatte es nicht geklappt. Ich musste Yuki-chan bitten, aus ihm heraus zu bekommen, was er mochte oder sich sogar wünschte.

Von allen Geschenken war seines am schwierigsten gewesen und da es morgen schon soweit war, hatte ich mich beeilen müssen. Vorsichtig packte ich das Geschenk zwischen meine Sachen und schaute noch einmal, ob es auch nicht zu sehen war, sollte sich hier jemand wie Yuki-chan einschleichen und nach ihrem Geschenk suchen. Wir hatten alle unser eigenes Zimmer, aber wir hatten keine Schlösser. Um ehrlich zu sein brauchten wir auch gar keine, denn wir schenkten uns allen gegenseitig so viel Vertrauen, dass wir keine Schlösser brauchten.

Sollte doch einmal etwas weggekommen sein, so konnten wir uns in einer Runde zusammenfinden und fragen, ob sich jemand die Materialien, die fehlten, ausgeborgt hatte.
„Megumi!; Wir gehen nach draußen. Kommst du mit?“, rief Ryoko von unten, da sie anscheinend wusste, was ich gerade vorhatte.

Ich schloss den Schrank, öffnete ihr, Yuki-chan und Yukihira die Tür.
„Du bist gut im Verstecken spielen!“, meinte er noch und ich lächelte beschämt. Doch Yuki-chan wurde in diesem Moment unruhig und fragte erneut, ob ich mit ihnen vor das Haus gehen wollte. Da ich nicht wusste, wofür sie vor das Haus gehen wollten und es nicht weit war, sagte ich zu, nur um mich kurz darauf in einer großen Schneeballschlacht wiederzufinden, in die alle Mitbewohner des Hauses Polarstern verwickelt waren.

Nachdem wir die Schneeballschlacht ausgetragen hatten, hatten wir noch zu Abend gegessen und uns danach noch überlegt, wie man die Festtage noch nutzen könnten. Im Endeffekt aber sind alle nach und nach auf ihr Zimmer gegangen und schließlich war ich ihnen gefolgt.
Und als der Wecker am Morgen klingelte, merkte ich, dass ich mit Yukihira, wie in der Woche üblich, Küchendienst hatte.

Normalerweise holte mich der Rothaarige ab, doch heute ging ich allein die Treppen herunter. Noch immer konnte ich nicht glauben, dass schon wieder Weihnachten war. Die Zeit verging so schnell, dass man diese vollkommen aus den Augen verlor.
Unten hörte ich schon Geräusche aus der Küche, sodass ich nachschaute, ob auch alles in Ordnung war. Yukihira war bereits auf und ein lieblicher Geruch strömte durch die Küche, als ich die Tür weiter öffnete.

Durch das Knarzen allerdings unterbrach Yukihira sein Tun und lächelte mir zu, als hätte er gewusst, dass ich es war, die sich einfach so in sein Territorium schleichen wollte.
„Morgen Megumi!“, meinte er so gut gelaunt wie immer.
„Guten Morgen Yukihira-kun. Und fröhliche Weihnachten!“, antwortete ich ihm und kam näher heran. Er bereitete ein ganz anderes Frühstück vor, als ich es sonst von ihm kannte.
„Stimmt, hatte ich beinahe vergessen. Frohe Weihnachten!“, erwiderte er und erklärte mir danach, dass er eine neue Kreation ausprobieren wollte. Ich spielte die wie gewohnte Assistentin und nahm ihm manchmal die Sachen ab, die in den Töpfen vor sich hin blubberten.

„Gut, das hätten wir. Jetzt müssen wir nur noch warten, bis die Leutchens zum Essen kommen“, sagte Yukihira-kun und setzte sein freundliches Lächeln auf. Ich mochte es, denn es gab Hoffnung und machte einen sehr warmen Eindruck.
„Die Leutchens sind schon da“, kam es vom Esstisch. Anscheinend waren sie vom Duft von Somas Frühstück angelockt worden.

Der Junge servierte und auch ich betätigte mich.
„Na dann, haut rein!“ Sein üblicher Spruch, den er auch den Kampfrichtern des Shokugeki immer wieder unter die Nase rieb. Seine freche Art war einzigartig, doch ich hatte noch nie jemanden gesehen, der hinter dieser frechen und herausfordernden Art auch wirklich Talent besaß.

Nachdem das Essen reibungslos verlaufen war, versammelte wir uns vor einem kleinen, aber feinem Baum, unter dem schon alle Geschenke lagen. Wir hatten sie nach dem Aufstehen dort deponiert und warteten nun gespannt auf die Ansage unserer Betreuerin.
„Frohes Fest! Und jetzt macht auf!“, meinte sie und setzte sich in einen Sessel, nur um sich das Spektakel anzusehen.

Überall landete Geschenkpapier und die Freude war groß. Viele hatten von jedem etwas bekommen und die Unterschiedlichkeit war enorm.
Aus dem Augenwinkel sah ich, wie Yukihira mein Geschenk in die Hand nahm und es vorsichtig auspackte, als wüsste er, dass es nicht nur gekauft war. Auch Somas Geschenk war mein Letztes und ich packte es ebenfalls sorgsam aus. Ich hatte ihm aus feinem Stoff ein kleines Küchenmesser genäht, welches seinem ähnlich war, da er viel mit ihm arbeitete. Es war ihm wichtig und wollte, dass er es nicht nur in seinem Koffer hat.

Als ich mein Geschenk öffnete, hielt ich einen kleinen Bären in der Hand, auf dessen kleiner Schürze mein Name stand. Es war zu niedlich und erinnerte mich fast an zu Hause. Ich sah ihn dankbar an und er grinste freundlich zurück. Das war mir das liebste Weihnachtsgeschenk, was ich bisher bekommen hatte und würde es in Ehren halten.
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