Different Exorcists

von Narisu
GeschichteAllgemein / P18
25.12.2016
06.01.2019
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„Vor vielen Jahren war ein dreizehn jähriger Junge in der Stadt unterwegs, Er trug schon in diesem Alter vieles in Weiß und hatte immer einen langen Mantel darüber. Einzig und allein seine Schuhe stachen hervor, da diese schwarz waren. Seine nackenlangen lilane Haare verdeckte er mit einer weißen Haube. Zudem trug er noch eine Brille. Der Junge hörte auf den Namen Komui Lee und kam aus China. Komui war auf dem Weg zum Metallhändler, da er mehrere Kilo stabiles Eisen benötigte. Er hatte schon als Kind die Angewohnheit, kleinere Geräte oder sogar auch Roboter zu bauen. Um zu diesem Händler zu kommen, musste er aus der Stadt raus und über ein Feldweg gehen. Nach einer Weile kam er an der Fabrik an und bestellte dort an die 100 Kg Eisen. Dieses würde ihm zugeschickt werden. Nachdem er alles besorgt hatte, was er wollte, lief er über einen Feldweg nach Hause. Als er an einigen Müllcontainer vorbei lief, hörte er ein leises quengeln. Komui hielt an und sah sich um. Er dachte erst, ob er sich dies eingebildet hätte. Eine kurze Zeit überlegte er, ehe er doch lieber in den Container schaute. In einem von ihnen rückte er eine Tüte auf die Seite und hörte daraufhin ein Brüllen. Sofort schmiss er einige Tüten und auch Baugerümpel auf Seite und entdeckte ganz unten ein kleines Baby. Dem Aussehen nach war das Kind wenige Wochen alt und somit war es noch ein Säugling.
„Wer schmeißt ein Säugling in einen Müllcontainer?“, fragte sich Komui und kletterte mit dem Baby aus dem Container heraus. Vorsichtig legte er das kleine Mädchen auf den Boden und klopfte sich erstmal den Staub von seiner Kleidung, ehe er das Kind in seinen Mantel wickelte und mit ihr nach Hause ging.

Der Lilahaarige lebte in einem riesigen Gebäude. Komui lebte in einer Organisation, das sich selbst Bund des Schwarzen Ordens nannten. Diese Organisation war auf der Suche nach so genannten Innocens, einem Material, das angeblich von Gott geschaffen und auf der Erde verteilt wurde. Allerdings suchte auch eine andere Organisation nach diesem Gottes Geschenk.
„Wen bringst du denn mit?“, fragte einer der Mitglieder des Ordens.
„Ich hab dieses Kind in einem Müllcontainer aufgefunden“, meinte Komui und legte das Kind erstmals auf das Sofa.
„In einem Müllcontainer?“, fragte ein anderer Mitglied, der sich und einige anderen Kollegen einen Exorcisten nennt.
„Ja, unter Müll und Baugerümpel“, erklärte Komui. Vorsichtig untersuchte der junge Brillenträger das Mädchen und bemerkte, dass sie gesund war. Erleichtert atmete er auf. Einzig und allein ausgehungert, erschöpft und leicht unterernährt war die kleine Braunhaarige. Das kleine Mädchen öffnete ihre Augen und schaute mit ihren kristallblauen Augen die älteren Menschen um sich herum an.
„Ist sie süß“, meinte einer der Mitglieder, der das Kind anschaute.
„Wie nennen wir sie?“, fragte ein anderer.
„Wie wäre es mit Samantha?“, meinte einer der Männer, woraufhin das Kind leicht jammerte.
„Passt ihr wohl nicht“, grinste sein Kollege. „Wie wäre es dann mit Elssia?“
Wieder jammerte das Kind.
„Na du hast ja eine eigene Meinung“, lachte der Mann.
„Akina“, flüsterte Komui und bemerkte, wie das kleine Mädchen lachte.
„Dann heißt sie ab sofort Akina“, meinte der Meister der Organisation. „Wer kümmert sich um sie?“
„Das kann ich machen“, meinte der Koch namens Sherry.
„Sehr gut“, sagte der Meister ihm zu.

So durch fand das kleine Mädchen ein neues zu Hause und eine neue Familie. Sie durfte in dieser Familie aufwachsen und die Schule besuchen. Als das Mädchen dann 8 Jahre alt war, kam ein weißhaariger Junge mit 10 Jahren dazu. Sein Name war Allen Walker. Dieser Junge wurde vor 8 Jahren ebenfalls ausgesetzt und von einem Marshall vom Schwarzen Orden aufgenommen, nachdem sein Stiefvater verstarb. Von seinem Stiefvater bekam Allen seinen Nachnamen. Da er vom Gesicht her der jungen Akina zum Verwechseln ähnlich sah, entschied sich der schwarze Orden, bei den beiden Kindern einen DNA-Test zu machen. Der Test sagte nach einigen Tagen aus, dass beide Kinder zu 99.9% Geschwister sind. Auch einen Monat später kam ein weiterer Junge hinzu, der wie Akina braune Haare hatte. Sein Name war Hayate. Etwas später stellte sich ebenfalls heraus, dass Hayate der ältere Bruder der beiden war. Er war 12 Jahre alt und somit der älteste der drei. Die drei Geschwister waren allesamt verschieden. Während Allen mit einem Parasytenform des Innocens kämpfte, kämpften Hayate und Akina ohne Waffen. Damit man erkennen konnte, dass diese drei Kinder Geschwister waren, gab man ihnen den Nachnamen Walker.

Zu der Zeit wusste das Mädchen nicht, was sie machen sollte. Sie bekam zwar sehr früh einen Innocens, allerdings konnte sie nie damit richtig umgehen, da ihr dies zu viel Energie raubte. Akina hatte ähnlich wie ihr Bruder Allen einen Parasytenform des Innocens bekommen, aber als Mädchen hatte sie nicht die Kraft, dieses Material unter Kontrolle zu halten. Durch die fehlende Kontrolle nutzte das Mädchen ihr Werkzeug nicht mehr und wenn, dann nur ganz selten. Auch mit Nahkampf hatte das Braunhaarige große Problem. Dies lag daran, dass sie gegen Männer oder auch Monster kaum Kraft hatte. Dadurch fing sie an, mit einem echten Schwert aus Metall zu trainieren und machte nebenbei auch Krafttraining. Irgendwann fand sie einige Bücher über Dämonen, die sie interessiert durchgelesen hatte“, erzählte ich meiner neuen Klasse, von denen mehr als die Hälfte interessiert zuhörten. Nur der ein oder andere Schüler hatte im Unterricht geschlafen.
„Nun mein Name ist Akina Walker, ich bin selber noch 14 Jahre alt und ab heute eure neue Lehrerin an der Heilig Kreuz Akademie“, stellte ich mich vor. Ich bemerkte, wie mich einige der Schüler mit offenem Mund anstarrten und nicht wussten, was sie sagen sollten. Ihren Gesichtern nach zu urteilen, dachten sie, ich sei eine neue Mitschülerin an dieser Schule. Allerdings machte ich in den letzten beiden Jahren in dieser Schule meinen Abschluss mit einem Durchschnitt von 1,0, sodass der Rektor und Mephisto mich gebeten hatten, diese Klasse zweimal die Woche zu unterrichten. Sofort fielen mir zwei Schüler auf, die wohl gerne im Unterricht schliefen und sich langweilten. Vor diesen beiden hatte mich der Rektor gewarnt und genau diese beiden wollte ich mir persönlich zur Brust nehmen.
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