Silberne Flucht

von Neliel19
GeschichteDrama, Romanze / P16
Lucas Samos OC (Own Character) Ptolemus Samos Tiberias "Cal" Calore
24.12.2016
01.05.2019
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Akt 1: Erster Auftakt – Der Wald

Hey :3
Willkommen bei meinem ersten überarbeiten Kapitel. Ich werde langsam aber sicher jetzt jedes überarbeitet Kapitel hochladen und sobald das passiert ist, werde ich weiter neue Kapitel hochladen. Es kann sein das einige Kapitel durch die Überarbeitung zusammen geschoben worden sind und neue wieder dazu kommen. Dazu kommt das ich meine Gesichte in drei Akte plus einen finalen Akt geteilt habe. Es gibt also 4  Akte plus die Hintergrundinformationen, die eventuell in eine eigene Gesichte verschoben werden.
Viel Spaß beim Lesen.

Neliel



„Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen.“ – Buddha


Der Mondschein leuchtet vereinzelt durch die Baumkronen und ermöglichtet in dieser dunkel Stunde als einziges halb Wegs Licht. Die eiskalte Luft erschien durch den Wind nur noch kälter, außerdem sorgte der Wind dafür das einige abgefallene Blätter durch den Wald getragen wurden. Immer wieder hörte man ein leises Zischen oder Ziehen. Dazu kamen noch die vereinzelten Geräusche einiger Tiere, die noch wach waren. Die Farben des Waldes schoben sich vom saftigem Grün ins goldene Orange und an einigen Stellen sah man bereits kahle Stellen, die den Winter anzukündigen schienen. Das plötzliche Aufschrecken einer Eule, durch ein Geräusch beendet den nächtlichen Frieden. Die Eule flog panisch über eine kleine Lichtung und klammert sich an den nächste besten Baum. Sie versucht sich in den Baum zu drängen, mit Hilfe der Blätter der stämmigen Eiche versuchte sie sich zu verstecken. Durch eine Lücke zwischen den Blättern, beobachte sie die Gestalt welche sie aufgeschreckt hatte. Zwar war es bis auf das Mondlicht stocken düster im Wald, doch die Augen einer Eule waren schon immer gut gewesen. Die Gestalt am Boden sah sich verwirrt um, bevor diese in einen Stachelbusch sprang. Der Stachelbusch mochte vielleicht eine gute Deckung abgeben, aber die Stachel würden sich dafür in die Haut bohren. Das musste auf Dauer höllisch wehtun. Der Eule kam es vor als ob ihr ein Schauer über den Rücken fuhr. Wenn sie sich schon vorstellte das sich die Stachel in ihr Fell bohren würde, wurde ihr eiskalt. Doch entgegen ihre Annahmen, sprang die Gestalt nicht aus dem Gebüsch wieder heraus. Egal  vor was oder wem sich diese Person versteckte, es war ihr die Schmerzen der Natur wert.

„WO IST SIE?“, brüllte eine laute Stimme nur Augenblicke später und sorgte so dafür das die Eule sich vom Stachelbusch abwandte.

Laute Schritte ertönten und auf der Lichtung erschienen drei stämmigen Männer. Sie alle trugen schwere Stiefel, welche bei jedem Schritt einen wahnsinnigen Lärm veranstaltete. Außerdem traten sie auf alles auf was sie nur treten konnten und sie schien sich nicht sonderlich drum zu kümmern. Die kleine Gruppe schaute sich auf der Lichtung um.

„Passt auf.“, knurrte der scheinbare Anführer, „diese Kleine ist echt gerissen.“

Der scheinbare Anführer war ein großgewachsener, mittelalter Mann, mit dunkelbraunen Haaren und einem stechenden Blick. Wutstaubend trat er vor und sein langer Mantel wedelte leicht im Wind. Er trug eine sportliche Hose, welche ziemlich dreckig war. Offenbar war er ziemlich häufig in irgendwelche Schlammlöcher gefallen. Auch sein Oberteil und seine Schuhe waren vom Dreck nicht besser dran. Einzig und allein sein Mantel, war nicht sonderlich schmutzig, wenn man jetzt mal vom unteren Rand des Mantels absah. Dennoch war sich die Eule nicht sonderlich sicher wie alte der Dreck an den Klamotten war.

„Vielleicht hast du dich versehen und hier war niemand Boss.“, versuchte einer der anderen beiden erklären, zitterte jedoch dabei.

Seine Erklärung schien den Anführer nur noch wütender zu machen und so recht glauben wollte diese ohne hin niemand. Der Sprecher von gerade hatte sprödes blondes Haare, welches ihm zum Teil ins Gesicht klebte. Er schob unsicher seine rechte Hand in seine kinnlangen Haare während seine linke sich genauso unsicher in seine Hosentasche griff. Er zitterte noch immer, wobei unklar war ob er aus Angst oder wegen der Kälte zitterte.

„Ich habe mich nicht versehen. Da war definitiv jemand und es war definitiv eine Frau.“, knurrte der Anführer, immer noch so wütend wie vorher.

Der Ängstliche fuhr bei diesem Ton zusammen und er kniff seine grünen Augen zusammen. Im Gegensatz dazu stand der dritte in einer beinahe desinteressierten Haltung daneben und schein sich nicht sonderlich viele Gedanken zu allem zu machen. Seine Arme hatte er vor der Brust verschränkt und seine Beine standen in einer O Form da. Was der Eule noch auffiel war, das er im Gegensatz zu den anderen Beiden keinen Mantel trug und dennoch nicht zu frieren schien. Außerdem war er der einzige der dreien der wirklich kurze Haare hatte. Auch der Blick, den er aus seinen nachtschwarzen Augen seinen beiden Begleitern zuwarf, war nichts anderes als pure Desinteresse.

„Was sagst du dazu Olaf?“, der Anführer warf ihm einen ziemlich wütenden Blick zu.

„Der Wald ist zu groß, als das drei Leute ihn durch suchen können.“, meinte der Desinteressiert namens Olaf, schulterzuckend.

Wütend stampfte der Anführer auf. Es schien ihm nicht zu passend das seine Begleiter nicht seine Meinung teilten. Knurrend dreht er sich wieder um, während er wütend auf einen Dornenbusch zu stampfte versuchte der Ängstliche sich etwas weiter von der Wutquelle zu entfernen. Olaf hingegen, bleib immer noch da stehen, wo er nun mal stand. Und so standen die drei unbewusst in einem Dreieck zueinander.

„Wir sollten zurück zum Lager und morgen dann mit mehren Männern weitersuchen General.“; schlug Olaf nach einer Weile vor.  

Der `General´ war offenbar der wütende Anführer der dreier Gruppe. Dieser verschränkte seine Arme vor Brust und er weigerte sich sturköpfig sich umzudrehen. Diese Aktion, sorgte dafür das Olaf genervt aufstöhnte und seine Arme in Luft warf. Während dessen warf der dritte im Bund neugierige Blicke von dem einen zu dem anderem. Er zitterte nicht mehr so stark wie vorher und schien auch generell etwas ruhig geworden zu sein.

„Morgen könnte es schon zu spät sein.“, erklärte der General nur.

„Aber die nächste Stadt ist einen ganzen Fußmarsch von uns entfernt. Selbst wenn wir erst morgen losgehen, wird sie nicht sonderlich weit kommen. Immerhin muss auch sie irgendwann ausruhen und essen oder gar trinken.“, erklärte der Ängstliche.

„Sie wird uns beim König verraten und dann war alles umsonst.“, warf der General ein.

„Baer dann wird sie auch erklären was sie hier im Wald gemacht hat und dann wird der König glauben das sie mit uns unter einer Decke steckt. Sie wird also nichts sagen General Farley.“, entgegnete Olaf ruhig, „Meinst du nicht auch Chris?“

Der Ängstlich bestätigte diese Aussage nur durch vielfaches Nicken. General Farley hingegen knurrte mal wieder wütend auf, bevor er sich noch einmal umsah. Ihm schien etwas am Stachelbusch aufzufallen, denn er schritt auf einmal in diese Richtung. Mit zwei Handbewegungen, machte er seinen Gefolgsleute klar das sie ihm leise folgen sollte. Dieses verstanden die stumme Aufforderung und sie folgten ihm zu dem Busch, den sie dann um rundenten. Die Eule fand damit auch das erste Mal, seit dem auftauchen der drei auf der Lichtung, ihre Aufmerksamkeit dem Stachelbusch zu. Na diesem hin ein kleiner Stofffetzen und etwas Blut hing an zwei anderen, kleineren Stacheln.

„Komm daraus.“, knurrte der General.

Es ertönte ein Rascheln, ohne das eine Person hervor trat oder sich sonst weiter bemerkbar machte. Olaf schlich lautlos auf der linken Seite des Gebüschs hin und her, während Chris wie ein Tiger auf der anderen hin und her donnert. Der General hingegen hatte sich vor dem Busch ziemlich groß gemacht. Es zog ein heftiger Wind auf, der dafür sorgte das sämtlich Blätter vom Boden gefegt worden sind. Auch die Mäntel vom General und Olaf wurden vom Wind zum Teil hoch gehoben. Nach dem sich der Wind wieder gelegt hatte, ertönten leise Flüche aus dem Stachelbusch. Dann trat eine Frau aus dem Busch.

„Und was habt ihr jetzt mit mir vor?“, fragte sie mit einem verstimmten Blick.

Die junge Frau hatte Kastanienbraunes Haar, welches einen leichten rötlichen Stich hatte. Ihre braunen Augen glänzten schelmisch und ihre helle Haut wurde vom Mond angestrahlt. Auch ihre Kleidung war leicht verdreckt und erst jetzt fiel der Eule auf das diese scheinbar schwanger war. Jedenfalls wölbte sich der Bauch der Dame unter ihren Kleidern. Auch dem General schien dies aufzufallen.

„Super, eine Schwangere.“, stöhnte Olaf genervt auf.

„Also echt jetzt Olaf.“, wies Chris ihn zu recht.

„Jungs.“, knurrte der General, „Wie heißen sie?“

„Nora.“, sagte sie bestimend, „Nora Twin, geborene Titanos.“
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