Between the Lines

von Valkyr
GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Böse Königin / Regina Mills Emma Swan Henry Mills jr.
24.12.2016
10.10.2019
40
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Hallo allerseits!

Diesmal wieder ein etwas kürzeres Kapitel. So langsam geht es auch leider aufs Ende dieser Fanfiktion zu :( Aber keine Sorge, zwei - drei Kapitel folgen auf jeden Fall noch! Ich hoffe, dass es euch gefällt und wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Liebe Grüße
Eure Valkyr

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« Between the Lines »

40. Kapitel -  Unique, maybe even special


Seit dem Weihnachtsfest schien alles so viel harmonischer: Regina kam besser mit Hook klar, als zuvor, sodass sich auch niemand mehr daran störte, wenn er an so manchem Familienessen im Diner beteiligt war. Auch mit den Charmings waren sämtliche Differenzen beigelegt worden und sogar zu Aurora war sie während der Arbeit um einiges freundlicher.

Henry war immer öfter verschwunden und sie dachten sich bereits, dass ein Mädchen der Grund dafür wäre, derweil Emmas und Reginas Beziehung stetig inniger wurde. Sie sprachen öfter miteinander, wenn es Probleme gab und lernten einander die verschiedenen Seiten kennen, die sie sonst keinem so einfach offenbarten.
Alles in Allem verliefen die weiteren Wochen äußerst harmonisch. Man wollte es nicht heraufbeschwören, diese Harmonie zu zerstören, indem man an ihr zweifelte, weswegen man sie einfach hinnahm und genoss.

Tatsächlich blieb allerdings kaum Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, denn gab es allerhand voll zu tun. Häuser und Apartments wurden erbaut, die neuen Einwohner wurden in Kursen unterrichtet und selbst für Emma als Sheriff gab es mehr zu tun, denn gab es so manche Kleindelikte, die aufgeklärt werden mussten. Die ganze Stadt schien zu neuem Leben erweckt worden zu sein und so gab es viel Tumult, jeder half, wo er konnte und es gab so vieles zu organisieren und zu tun, dass es Tage gab, an denen Regina und Emma sich kaum zu Gesicht bekamen. Manches Mal sahen sie sich erst, wenn sie im Bett lagen und meistens schlief eine von ihnen dann schon.
Selbst Reginas Geburtstag – den Emma beinahe vergessen hätte – hatten sie nur flüchtig mit einem Kaffee und einem Stück von „Schneewittchens Apfelkuchen“ zelebriert, ehe sie Arbeit auch schon wieder gerufen hatte.

Ehe sie sich versahen, war es schon fast März und endlich, nachdem der Wintereinbruch schon so früh gewesen war, konnten die Einwohner Storybrookes allmählich aufatmen, als sie feststellten, dass die starken Schneestürme nachließen und die weißen Massen nach und nach abtauten, wenn die Temperaturen teilweise auch immer noch unter Null fielen.
An einem dieser kalten Tage, betrat Emma das Granny's und schüttelte sich einmal.
„Wuuah, es ist immer noch verdammt kalt“, sagte sie fröstelnd, als sie zum Tresen herüber ging. Ruby grinste nur.

„Granny sagte schon, dass du keine Kälte aushältst. Mit Hitze scheinst du besser klarzukommen?“
„Wie meinst du das?“
„Na ja, Regina hat ganz schön Feuer, nicht?“, sie zwinkerte ihr zu und Emma klappte der Mund auf.
„Du kannst es immer noch nicht lassen, was?“
Kichernd machte Ruby sich daran, zwei Kaffee zum Mitnehmen zuzubereiten.
„Wie läuft es denn so zwischen euch? Wie mir zu Ohren gekommen ist... seid ihr ja sehr intensiv miteinander verbunden.“
Prompt begannen Emmas Wangen zu glühen und sie nutzte es als Ablenkung, nach ihrer Geldbörse zu kramen.

„Es... äh... läuft super. Wie haben nur kaum Zeit zusammen, da Regina Tag und Nacht mit der Verwaltung beschäftigt ist“, erklärte sie und legte das Geld passend auf den Tresen, „teilweise muss sie sogar zu den Baustellen, weil irgendwas schief läuft und die Einwohner stehen Schlange bei ihr, um sich ein Apartment zu reservieren.“
Verwundert zog Ruby die Brauen hoch.
„Ist für so was nicht eigentlich Mr. Gold zuständig? So als Stadtverwalter?“

Emma zuckte mit den Achseln. „Mr. Gold überlässt es ihr. Er hat sein Haus mit Belle und alles andere interessiert ihn eigentlich nicht. Sie scheint ihm echt gutzutun, wenn man bedenkt, wie er vorher war.“
Zustimmend nickte Ruby. „Jep. Mittlerweile ist er auch wesentlich humaner, wenn es mal um die Miete geht. Trotzdem bin ich skeptisch.“
„Ein bisschen Misstrauen ist immer gesund. Mir soll's recht sein, wenn er Regina die Oberhand überlässt. Ich muss dann los, bis dann, Ruby“, sie nickte ihr lächelnd zu, nahm die Becher und verschwand aus dem Diner, um sich auf den Weg zu Regina zu machen.

Zu ihrer Überraschung stand die Bürotür offen, weswegen sie ihr Tempo drosselte und nicht ganz so hastig, wie sonst, hinein stürzte. Sie sah einige Leute, die vor Reginas Schreibtisch standen und völlig durcheinander ihre verschiedenen Belange kundtaten. Regina hingegen stand mit einem neutralen Ausdruck dort und machte eine beschwichtigende Geste.
„Bitte, die Herrschaften. Wir finden für jeden das Richtige, da seien Sie unbesorgt. Wir werden natürlich darauf achten, dass dieses mal mehrere Wohnräume zur Verfügung stehen, sodass auch zukünftige Umzüge kein Problem darstellen werden, aber zunächst ist es wichtig, den Neuankömmlingen ein Heim zu bieten. Immerhin-“, ihr Blick traf jenen Emmas, weswegen sie für einen Moment zu reden aufhörte und deutlich ein Lächeln unterdrücken musste.

Dann schnappte sie nach Luft und sprach weiter: „Immerhin ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass sich jeder so wohl wie möglich fühlt und im Gegensatz zu den meisten von Ihnen, leben diese Neuankömmlinge zur Zeit auf einem alten Fabrikgelände. Also bitte ich Sie, ihre Forderungen dann mit mir zu besprechen, wenn es Spruchreif ist. Bis dahin nehme ich keine weiteren Anträge entgegen. Und werde auch nichts genehmigen.“

„Aber, Frau Bürgermeister, die Neuen dürfen sich ihre Wohnungen aussuchen! Meine Frau und ich erwarten bald das dritte Kind und die Wohnung wird allmählich zu klein!“
„Dann wäre zukünftige Verhütung nicht schlecht“, gab Regina mit einem kühlen Lächeln von sich, woraufhin Emma sich fast an ihrem Kaffee verschluckte, „und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich habe noch einiges zu tun. Wenn Sie eine Beschwerde aufgeben wollen, dann wenden Sie sich bitte an meine Assistentin.“
„Aber-“
„Das ist mein letztes Wort.“
Die Leute murmelten vor sich hin, ehe einer nach dem nächsten das Büro verließ. Nur zwei Männer mit Helmen blieben noch dort und besprachen mit Regina etwas wegen des Bauplans, doch dauerte es nicht lang, bis auch sie verschwanden.

Kaum war der letzte gegangen, trat Emma gänzlich ins Büro und reichte Regina ihren Kaffee.
„Genau das brauche ich jetzt“, seufzte Regina, als sie sich auf ihren Stuhl und gegen die Rückenlehne fallen ließ. Dann schloss sie die Augen, atmete tief durch und nahm einen großen Schluck zu sich.
„So anstrengend?“, hakte Emma nach und lehnte sich an den Schreibtisch.
„Nervtötend trifft es eher. Ich erkläre am Tag mindestens zehn Leuten ein und das selbe. Manche, die schon seit dem ersten Fluch hier leben, wollen nun umziehen und finden es unfair, dass sie sich ja keine Wohnung aussuchen konnten, die neuen Einwohner wollen lieber ein Haus für sich oder fragen, was denn ist, wenn die Wohnung irgendwann nicht mehr reicht. Der Bauleiter hängt mir in den Ohren damit, dass ein neues Fundament gegossen werden muss, damit der Boden unter dem Gewicht der neuen Häuser nicht nachgibt...“

Wieder seufzte sie in ihren Kaffeebecher hinein, da trat Emma hinter sie und begann zärtlich, ihre Schultern zu massieren.
Genießend schloss Regina wieder die Augen und neigte ihren Kopf etwas zur Seite, um Emma mehr Spielraum zu gewähren.

„Ich glaube, du brauchst mal wieder Urlaub. Hat der Stadtrat eigentlich noch mal etwas geäußert wegen deiner Anfrage, ob wir nach New York können, um Robin zu besuchen?“
„Ja, in der Tat“, brummte Regina wesentlich entspannter, „sie gestatten es mir als Lohn dafür, dass ich diese ganzen Mühen mit dem Zauberwald und auch jetzt mit der Verwaltung auf mich nehme, jedoch baten sie darum, es möglichst geheim zu halten, damit die Einwohner am Ende nicht doch noch einen Aufstand anzetteln.“

„Mh. Aber immerhin etwas. Ich freue mich schon richtig, Robin mal wiederzusehen. Wir könnten ja hinfahren, wenn Marian das Kind bekommen hat, dann können wir es direkt kennenlernen.“
„Ja, klingt gut“, säuselte Regina, die unter Emmas Händen dahinzuschmelzen schien. Emma lächelte, beugte sich herunter und hauchte ihr einen Kuss ans Ohr, ehe sie flüsterte: „Komm nicht zu spät nach Hause, dann kann ich dir vielleicht noch mehr Entspannung verschaffen.“
Regina öffnete die Augen und schielte zu ihr. Sogleich umspielte ein verruchtes Lächeln ihre rot getuschten Lippen, welche sie kurz darauf hinter dem Kaffeebecher versteckte, von dem sie sich einen kleinen Schluck genehmigte.

Da hauchte Emma ihr noch einen Kuss auf die Wange und ging auch schon in Richtung Tür.
„Emma?“, ertönte Reginas Stimme und Emma drehte sich um.
„Ja?“
Einen Moment zögerte Regina, sah jedoch fest in ihre Augen, in denen etwas unglaublich Warmes schlummerte. Sie sagte nichts, doch Emma spürte, wie das Herz in ihrer Brust einen Hüpfer machte und sie wusste, dass jener Teil in Regina genau das Gleiche tat. Ganz leise flüsterte sie nur: „Ich liebe dich auch“, ehe sie ihr zu zwinkerte und aus dem Büro verschwand.
Regina schüttelte gar belustigt den Kopf darüber, ehe sie noch etwas von ihrem Kaffee trank und sich zurücklehnte, um für ein paar Minuten zu entspannen.

* * *

Sofort rannte Henry zum Steuer des Schiffs, um es hin und her zu drehen. Er hatte sichtlich Spaß daran, sich wie ein Pirat zu fühlen. Die Armbrust hatte er nun immer bei sich und der Kompass hing ihm um den Hals.
„Jetzt noch ein Degen und man könnte dich für einen Piraten halten“, rief Hook ihm zu. Henry grinste. „Aye!“
Amüsiert schnaufte Hook, dann drehte er sich zu Emma um, die die Jolly Roger soeben betrat.
„Nun, Swan... Wie läuft es im Paradies?“

„Oh, besser, als gedacht“, gab sie schmunzelnd von sich und warf einen prüfenden Blick zu Henry, der allerdings viel zu sehr mit seinem Kompass und dem Steuer beschäftigt war, „seit wir wieder da sind... ist es einfach anders, weißt du?“
„Aye. Immerhin teilt ihr jetzt auch etwas ganz besonderes“, er klopfte seinen Haken gegen Emmas Brust, wo das Herz schlug und sie nickte leicht.
„Ja... Manchmal ist das noch absolut surreal, verstehst du? Ich meine... früher haben wir uns gehasst und jetzt... ist es wirklich... scheinbar... Wahre Liebe zwischen uns.“

„In der Tat, das ist es. Und selbst, wenn deine Eltern ein Musterbeispiel dafür bieten, finde ich doch, dass eure Geschichte viel mehr von dieser Art Liebe erzählt. Ich meine... Egal wie dunkel die Zeiten waren, aber zusammen habt ihr sie gemeistert.“
„Das haben viele von uns. Das hat nicht unbedingt mit wahrer-“
„Swan“, unterbrach Hook mit einem Lächeln und sah sie vielsagend an, „ich habe viel erlebt auf meinen Reisen und ich habe so manches Paar gesehen, bei dem von Wahrer Liebe die Rede war. Aber mir fällt keines ein, dass durch so viele verschiedene Dinge miteinander verbunden ist, wie du und Regina. Und glaub mir, ich war wirklich kein großer... Fan... von euch. Aber mittlerweile habe sogar ich eingesehen, dass ihr euch gegenseitig ein Fels in der Brandung seid.“

Dankbar lächelte Emma ihn an. „Ja... ich weiß, es... deutet alles darauf hin. Ich meine, ich... will dir gar nicht widersprechen. Manchmal bin ich nur einfach immer noch so... überwältigt davon. Ich hätte es einfach nie für möglich gehalten, wenn ich so...“, auf einmal verstummte sie und zog gar nachdenklich die Brauen zusammen.
„Swan?“
Ganz langsam umspielte ein Lächeln Emmas Lippen. „Ich glaub, ich weiß jetzt, wie ich es mache.“
Hook sah sie überrascht an. „Eine plötzliche Eingebung, Swan?“
„Ja... Ich glaube wirklich, ich... weiß jetzt ganz genau, wie.“

Grinsend klopfte Hook ihr auf die Schulter. „Na, dann los.“
„Ich brauche noch etwas Zeit dafür. Ich hatte bisher nur noch keine Idee, aber... ich denke, das passt. Wie auch immer... Glaubst du denn, es wäre... das Richtige?“
„Warum auch nicht? Hinterfrag nicht wieder zu viel, Emma. Wenn du dir nicht sicher bist, dann hör auf das, was euer Herz versucht, dir zu sagen. Dann weißt du die Antwort.“
Bestätigend nickte Emma, atmete dann tief durch und ließ den Blick einmal umherschweifen. Heute war mal wieder ein klarer, sonniger Tag, wenn es auch kalt war, doch den blauen Himmel zu sehen und die Sonnenstrahlen zu spüren ließ ein wohliges Gefühl in ihr aufsteigen.

Mit einem Blinzeln sah sie dann wieder zu Hook. „Wie läuft es mit Tink?“
„Mh... ich weiß nicht“, brummte er, grinste dann aber schelmisch.
„Ach, komm schon. Seid ihr jetzt zusammen oder nicht?“
„Aye. Na ja, was heißt zusammen. Wir haben was laufen, aber... sagen wir, es reicht noch nicht, um den Anker abzuwerfen.“

Kopfschüttelnd, doch sichtlich amüsiert, sah sie ihn an, drückte sanft seine Schulter und meinte dann: „Du machst das schon. Ich muss auch schon wieder los. Regina ist nicht die einzige, die in Arbeit zur Zeit versinkt.“
Hook nickte nur. „Aye. Dann mal viel Erfolg, Swan.“
„Danke. Achte drauf, dass Henry nicht zu spät nach Hause kommt.“
„Natürlich nicht.“ Er winkte ihr grinsend zu und wandte sich dann ab, ehe Emma sich flüchtig von ihrem Sohn verabschiedete und das Schiff verließ.

* * *

Als Emma so im Büro saß und gerade die letzten Dokumente samt Mappe beiseite legte, lehnte sie sich seufzend zurück und versank ein wenig in Gedanken.
Der alltägliche Trott nahm allmählich überhand und sie merkte mehr und mehr, wie es ihr fehlte, mit Regina und Henry Zeit zu verbringen. Diese kleinen Neckereien, die sie und Regina sich am Mittag bescherten, wenn sie gemeinsam Kaffee tranken, die kleinen süßen Versprechen, die sie dann doch nicht einhielten, weil sie beide viel zu erschöpft vom Tag waren.
Ja, es fehlte ihr. Wo wäre da die Zeit für mehr? Wann sollte sie das tun, was sie vor hatte?
Emma überlegte und überlegte, aber es fiel ihr nichts ein. Die Zeit zog an ihnen vorbei und es fand sich kaum eine Gelegenheit, überhaupt irgendwelche Zweisamkeiten zu tauschen. Seit Weihnachten war gemeinsame Zeit rares Gut geworden.

Ihr Augenmerk huschte zur Uhr herüber. Es war sechs Uhr abends. Noch mindestens zwei Stunden, bis Regina Feierabend hätte. Und wie Emma sie kannte, würde sie dann doch wieder bis zehn oder elf Uhr auf sie warten. Sie konnte es Regina nicht einmal verübeln. Es gab eben vieles zu tun. Gedehnt seufzte Emma.
Wann...Wann soll ich es tun?

Gedankenverloren spielte sie mit dem Anhänger ihrer Halskette, bis sie auf diesen hinab sah. Leicht lächelte sie, nickte sich auf einmal selbst zu und griff nach dem Telefon.
„Granny's Diner?“, meldete sich die Stimme der älteren Frau und Emmas Herz schlug ein wenig schneller.
„Hi, Granny. Sag mal... wäre es heute noch möglich?“
„Was, heute?!“
„Ja, das...“, Emma biss sich auf die Lippe, schloss dann die Augen und atmete tief durch, „ich weiß, das ist sehr spontan, aber... Es muss heute sein.“
„Das wird verdammt schwierig, Emma. Ich kann nicht versprechen, dass wir das bis acht Uhr schaffen.“
„Ich schicke Dad vorbei. Und John, der hilft immer gern!“
„Also schön“, gab sich Granny schließlich geschlagen, „aber ich habe etwas gut bei Ihnen! So ein Stress... Ich bin nicht mehr die Jüngste.“
Emma grinste nur leicht. „Danke, Granny!“

Sie legte auf und wählte sogleich die nächste Nummer. „Mom?“
„Emma! Ist alles in Ordnung?“
„Ja, klar. Hör mal, ich... mach's. Heute noch.“
„Was, heute?“
„Ja... Kannst du Dad zum Diner rüber schicken? Und kannst du John informieren?“
Mary Margaret stieß geräuschvoll die Luft aus. „Du und deine Spontanideen. Ja, ich sehe, was sich machen lässt.“
„Danke, Mom. Bis später dann.“
„Kein Problem. Und... viel Erfolg, Emma.“

Kaum, das Emma erneut aufgelegt hatte und die erste Euphorie abflaute, kam sie sich auf einmal ganz merkwürdig vor. Sie saß für ein paar Sekunden einfach nur da und sah ins nichts. Sie hatte vorher ja schon angezweifelt, dass das alles eine gute Idee wäre, aber... so spontan?
Nein. Keine Zweifel mehr, Swan! Du ziehst das jetzt durch!

So stand sie entschlossen auf, schnappte sich ihre Jacke und wollte soeben das Büro verlassen, blieb jedoch noch einmal stehen.
Langsam führte sie die Hand an ihre linke Brust und fühlte den heftigen, schnellen Puls. Sie wusste, dass sich dies auf Reginas Herzanteil übertragen könnte und so musste sie sich wieder beruhigen. Tief atmete sie durch und zählte gedanklich von zehn herunter. Regina hatte ihr das mehrmals geraten, nachdem sie in manchen Meetings plötzlich unter Herzrasen gelitten hatte, weil Emma irgendeinen hektischen Sheriff-Einsatz hatte oder sonst irgendetwas tat. Leicht schmunzelte Emma bei dem Gedanken und wieder wurde ihr auf einmal bewusst, dass dieses Herz in ihrer Brust Reginas war. Sie fühlten einander dasselbe. Sie gehörten zusammen. Und wenn das damals schon einzigartig und irgendwie besonders zwischen ihnen war - was war es dann jetzt erst?
Emma grinste leicht und nickte sich selbst zu, als wollte sie etwas damit bestätigen. Dann ging sie hinaus.

Was kann da schon schief gehen?
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