Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Love first needs a sickness

von Yumestar
Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Kisshu Ikisatashi OC (Own Character) Pai Ikisatashi Taruto Ikisatashi
22.12.2016
09.07.2018
15
17.770
1
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
23.12.2016 1.161
 
Die Braunhaarige sah ihn an, aber sagte nichts. Wortlos richtete sie sich auf, aber hielt noch immer den Bewusstlosen in ihren Armen. Kisshu atmete zwar noch, aber sein Puls nahm langsam ab. Seine blasse Haut war nass und klebrig von dem vielen Schweiß und auch seine dunkelgrünen Haaren waren feucht und tropften. Dazu kam noch, dass seine Wangen gefährlich rot glühten und dass er sehr schwach aussah. Eine Haarsträhne wehte im Takt seines Atems und das Mädchen atmete erleichtert auf.
"Er lebt noch. Gott sei Dank.", hauchte sie in den Wind, als sie begann zu gehen.
Ihr Blick blieb neutral, wobei ihre goldbraunen Augen schon besorgt aussahen, als sie den kranken Jungen in ihren Armen trug. Die Parkbesucher stoppten, staunten und sahen die beiden an, doch sie ignorierte die vielen Blicke und setzte ihren Weg fort. Dank ihres Blickes, traute sich auch niemand Fragen zu stellen, was die 14-Jährige gut fand. Sie konnte jetzt niemanden gebrauchen, der Fragen stellte, da sie sowieso keine Antworten geben könnte. Kurz hatte Kisshu während des Gehens seine Augen geöffnet und bemerkt, dass ihn irgendeine Fremde trug. Er wollte schreien: 'Lass mich runter!', aber er war zu schwach, um überhaupt einen Ton herauszubringen. Schließlich wurde er auch wieder ohnmächtig, als er die Sonne doppelt sah.
Die Brünette versuchte auch den Blicken der Stadtbewohner auszuweichen, was nicht ganz so einfach war. Es musste seltsam aussehen, dass ein so schlankes und zierliches Mädchen wie sie, einen größeren Jungen trug. Das war auch der Grund, warum sie einfach weiterging, bis sie schließlich ihr Ziel erreichte. Ein normales Haus mit einem roten Dach erhob sich vor ihr und sanft öffnete sie die Tür, um es zu betreten. Schnell los sie die Haustür wieder mit einem leichten Schritt, ehr sie den Grünhaarigen auf das orange Sofa in ihrem Wohnzimmer legte. Seine Augen waren noch immer geschlossen, aber die Rötung schien etwas nachgelassen zu haben. Vielleicht war es aber auch nur die Einbildung des Mädchens. Sie lächelte kurz, als sie sah, dass er schlief und sie atmete auf, da sie nun erkannte, dass er nicht mehr bewusstlos war. Zudem fand sie ihn ungeheuer niedlich, als sie sah wie süß er schlief. Er lächelte schwach und seine Händen ruhten sich auf seiner Brust aus.
"Er wirkt... irgendwie... irgendwie... zufrieden!", freute sich die Brünette gedanklich.
Dann aber wendete sie sich von ihm ab, lief die Treppe hinauf ins Badezimmer und befeuchtete einen Waschlappen mit etwas Wasser. Daraufhin eilte sie die Treppe hinunter und legte ihm den nassen Lappen auf die schweißglänzende Stirn.
"Das wird sein Fieber runterbekommen.", hoffte sie im Stillen und nahm sich einen Hocker, um sich an das Sofa zu setzen. Leicht streichte sie ihm eine nasse Strähne aus dem Gesicht und wischte ihm diese zur Seite.
"Er sieht süß aus, wenn er schläft.", träumte sie, doch dann schloss sie ihre Augen, atmete durch und ihre Gedanken waren wieder frei.
Daraufhin streichte sie sanft über seine Brust. Seine Atmung war gleichmäßig, was ein gutes Zeichen war, doch seine Hände waren eiskalt.
"Irgendwas stimmt nicht.", murmelte sie leise, während sie nachdachte.
In diesem Moment öffnete Kisshu seine Augen und während sich seine Vision klärte, erkannte er ein junges Mädchen auf geschätzte 14 Jahre mit mittellangen, schokoladenbraunen Haaren und kastanienbraunen Augen. Sie trug ein kurzes, rosanes Kleid, darunter ein rotes T-Shirt und eine hellblaue Leggins. Soviel konnte er schon erkennen. Schnell bemerkte er auch, dass er sich nicht mehr auf der Wiese befand, sondern in einem Wohnzimmer. Gerade als er sich das Zimmer genauer ansehen wollte, verschwamm die Umgebung wieder und er verlor die Konzentration dazu. Er stöhnte, als die Kopfschmerzen wieder zurückkamen, wodurch das Mädchen hochblickte und anfing zu lächeln.
"Narw... Wie fühlst du dich?", erkundigte sie sich freundlich, doch ihre Freundlichkeit ließ Kisshu kalt.
"Wo bin ich?", fragte er mit heisernen Stimme.
Er jetzt bemerkte er, dass normal sprechen in seinem Hals schmerzte.
"Bei mir Zuhause.", antwortete das junge Fräulein nett.
"Schön. Und wer bist du?", wollte er genervt wissen.
Er hatte keine Zeit für einen netten Plausch. Er musste nach Hause und zwar schnell.
"Ich bin Kēkí.", stellte sich Kēkí vor.
"Aha.", meinte der Junge unbegeistert und versuchte sich aufzusetzen. "Mein Name ist Kisshu, aber ich muss mich entschuldigen. Ich habe noch etwas zu erledigen."
Doch gerade als er seine Füße auf den Boden setzte, begann sich wieder alles um ihn herum zu drehen und er fiel seitlich zurück auf das Sofa. Anstatt aber eines harten Aufpralles, fühlte er nur, wie eine warme Hand seinen Kopf zurück aufs Kissen legte und ihn generell in eine bequemere Position brachte. Kurz herrschte Stille im Zimmer und keiner sagte ein Wort.
"Du bist also Kisshu.", dachte sich das Mädchen im Stillen, als sie begann wieder zu lächeln.
"Weswegen lächelst du so?!", fragte Kisshu verärgert.
"Einfach so.", antwortete Kēkí ruhig.
Eigentlich hätte er jetzt etwas dazu gesagt, aber er schwieg, um seinen Hals nicht weiterzubelasten. Die Kopfschmerzen waren schon schlimm genug, wodurch er nicht auch noch Halsschmerzen benötigte.
"Also, Kisshu. Wie fühlst du dich?", wiederholte sie ihre Frage von eben.
Sie bekam keine Antwort seitens des Jungens. Gerade als sie eine Hand auf seine Stirn legen wollte, um sein Fieber zu kontrollieren, knurrte er wütend:
"FASS MICH NICHT AN!!!"
Das Mädchen schreckte kurz zurück, fing sich aber schnell wieder.
"Ich möchte nur dein Fieber kontrollieren!", wehrte sie sich, doch Kisshu blieb hartnäckig.
"Mensch. Du bist bloß ein Mensch! Du hast nicht das Recht mich anzufassen. Ihr werdet sowieso alle sterben!"
Die letzten Worte kamen ehr ungewollt aus seinem Mund heraus. Er bemerkte, dass er die junge Japanerin verschreckt hatte, doch bevor er es wieder gut machen konnte, schlief er wieder ein.
---
Als Kisshu kurz vor dem Erwachen war, hörte er ihm bekannte Stimmen.
"Und du meinst, er wird wieder gesund?"
"Hai."
Das war eindeutig Kēkís Stimme.
"Wie lange schläft er denn jetzt schon?", fragte eine Stimme, an die Kisshu sich gerade nicht erinnern konnte, aber sie kam ihm definitiv bekannt vor.
"Seit 2 Stunden.", antwortete das Mädchen.
"Gut, ich schätzte, wir bleiben.", meinte eine Stimme und plötzlich fiel dem Grünhaarigen ein, wessen Stimme dies war.
"P-Pei?", versuchte er es, doch seine Stimme war einfach zu schwach.
Dennoch hörte der Gerufene es und wendete sich schnell zu dem Fiebernden.
"Kisshu, bist du ok? Wir haben uns Sorgen um dich gemacht.", erkundigte sich Pei ein wenig besorgt, als er sich zu seinem Adoptivbruder kniete.
"W-Was macht ihr hier?", kam er mit einer Gegenfrage.
"Dich kommen holen, Bruder, natürlich!", mischte sich nun auch Taruto ein und gab seinem Bruder eine herzliche Umarmung.
Kisshu lächelte, wunderte sich aber, wieso seine beiden Brüder jetzt be ihm waren...
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast