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Fate/Dreams and Nightmares

von spooky
OneshotFantasy, Übernatürlich / P16
Archer Gilgamesh Irisviel von Einzbern OC (Own Character) Rider / Iskandar Saber
19.12.2016
16.09.2017
25
40.840
4
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32 Reviews
Dieses Kapitel
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19.12.2016 2.102
 
The world is tumbling down

Das flackernde Licht der Bildschirme der vielen Fernseher erhellte den Raum, durch dem den die letzten Rauschschwaden des blauen Dunstes ihrer Zigarette Muster in die Luft zeichneten. Der überfüllte Aschenbecher der Magierin erinnerte schon fast an den Turmbau zu Babel. Touko Aosaki verstand es nicht. Das kleine, in sich zusammengesackte Elend vor ihr, war wirklich nur ein Kind. Traumatisiert durch die erlebten und gesehenen Tragödien. Könnte man sie nicht einfach fertig ausbilden als das, was ihr Auftraggeber erwartete? „Willst du mir nicht zumindest deinen Namen sagen? Sieh mal ich werde dich schon nicht beißen.“ Es war die reinste Ironie die Marionetten Magierin sah sich die Kleine genauer an, sie wirkte wie eine leblose Puppe, deren Blick ins Leere ging. Das Mündel des Magiermörders Emiya. Sie kannte die Geschichte: dieses Mädchen sollte versiegelt werden. So das Urteil des Magierbundes, nein, genau genommen des Alten Acht, dem Oberhaupt der Einzberns.
„Was hast du nur gesehen, um so zu werden. Du hast genug Wissen über Magie, also sag es mir.“ Es brachte nichts. Das Mädchen saß zusammengekauert auf der  Couch. Die Decke die sie ihr um die Schultern gelegt hatte, nachdem sie hier angekommen waren, war heruntergerutscht. Sie konnte nicht nur wegen der Kälte oder der Angst vor ihr so zittern. Durch den Uhrenturm wusste Touko, dass der Vierte Gralskrieg soeben ohne Sieger beendet wurde. Doch stimmte das auch? War es nur das?
„Geht es Kiri...tsu....ich meine Papa...gut?“ Das waren ihre ersten leisen, fast erstickten Worte. Doch diese Worte waren ohne eine Emotion gesprochen. Touko merkte, dass die Kleine sie beim Sprechen nicht sie angesehen hatte. Der Blick des Mädchens war auf einen der Bildschirme gerichtet. Eine Nachrichten Sendung Nachrichtensendung, die das Ausmaß des Feuers zeigte, das sich durch den Kern der Neustadt von Fuyuki gefressen hatte, ein Inferno das seinesgleichen suchte. Auch dieses Mädchen roch immer noch nach Rauch, Ruß, Qualm und verbrannten Fleisch. Es war das reinste Wunder, dass dieses Mädchen noch lebte.
Nein, wohl eher wieder lebte. Das Loch, das ihre Kleidung aufwies, ein Stahlträger musste sie durchbohrt haben. Trotzdem saß sie hier auf der Couch, eine alte, schmutzige Kappe umklammernd, rührte die Tasse mit der warmen Flüssigkeit vor ihr nicht an. Kinder mochten wohl keinen Kaffee, aber es würde das Mädchen von innen doch aufwärmen. Milch und Zucker würden es sogar schaffen, dass sie das schwarze Gebräu vertragen würde. Es war, als ob dieses Mädchen ein Geist mit einen einem Körper aus Fleisch und Blut war.

Die Rothaarige steckte sich eine Neue neue Zigarette an. Als die Glut entfacht war, hatte sie für einen Moment die ungeteilte Aufmerksamkeit der Kleinen. „Du willst mir nicht sagen, dass du eine möchtest oder?“ Touko konnte den Sarkasmus in ihrer Stimme kaum verstecken, sah die Kleine aber überrascht an. „Derselbe Geruch wie bei Kiritsugu.“ Das Kind sah auf, als ob sie gleich weinen würde und doch schien sie jede Träne zurückzuhalten, als ob sie sich gerade sehr beherrschte. Hatte der vertraute Geruch etwa gerade die harte Schale geknackt? Nein, sie saß wieder da wie zuvor, langsam verstand Touko woher das Zittern kam. Es war der Kampf der Kleinen sich zu beherrschen, keine Emotionen zuzulassen. War sie so erzogen worden, oder war es das Trauma. ? Nein, sie würde Heute heute ihren Auftraggeber nicht informieren, dass sie die Kleine gefunden hatte. Es interessierte sie, was das Mädchen verbarg. „Kiritsugu Emiya geht es gut. Er wurde gesehen, wie er einen Kleinen kleinen Jungen aus den Flammen rettete.“ Das Mädchen schüttelte den Kopf. Warum? Nahm sie es dem Magiermörder etwa übel? „Geht es ihm hier gut?“ Das Kind hielt ihre Hände an ihren Oberkörper, wo sich ein schlagendes Herz befinden sollte. „Du meinst sein Herz? Er scheint keine großen Verletzungen gehabt zu ha..“ Sie schüttelte den Kopf. Das Kind schien etwas anderes zu meinen. Nun schien der Groschen bei der Magierin gefallen zu sein. Sie schien nicht auf den gesundheitlichen Zustand des Magiermörders aus zu sein. Konnte sie so auf diese Person fixiert sein? Sie schien ihn wirklich als ihren Vater zu sehen. War daran ein Zauber schuld? Nein, selbst die beste Suggestion wäre nun durch den Schock des gewaltigen Brandes beendet.


Sie hatte wieder etwas verstanden. Das Mädchen war eine Gerettete, ein Opfer, dem man geholfen hatte. Nein, sie brauchte mehr Klarheit. Es war schon fast zu lustig, würde sie das Mädchen mit in ihre Werkstatt nehmen. Sie würde zwischen den Marionetten nicht auffallen. Aber nein, dieses Kind brauchte wohl erst einmal Ruhe. So zog sie sich zurück. Ihr Bannkreis, der ihr Atelier vor den Augen der normalen Menschen verbarg, würde sie schon warnen, wenn die Kleine sich rühren würde. Leise verließ sie den Raum und wartete nach dem Klick der sich  schließenden Tür noch etwas. Nichts. Nur die Stimmen aus den Fernsehern. Schade, sie hatte gehofft, dass dieses Mädchen sich nun trauen würde zu weinen.

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Diese Frau war weg, ich war allein. Kiritsugu war auch nicht hier. Ganz allein. Nein ich durfte nicht weinen. Wieder war etwas Schlimmes passiert und ich war noch hier, allein. Was mach ich nun? Wenn ich nun einfach schlafe, lande ich wieder an diesen diesem Ort? Papa war kurz an dem Ort gewesen und dann dieser Priester… War das ein Traum, als Papa getötet hat?
Nein, das war etwas anderes.
„Sag mal war was macht du da? hey Mädchen ich rede mit dir!“ Langsam schaute ich hoch. Das war wieder diese Frau. Sie verband mir die Hände. Es war schwer ihr zu folgen. Sie schaute gerade sehr sauer. „Was hast du davon, dir deine Nägel so sehr in die Handballen zu pressen, dass du blutest?! Kleiner Dummkopf, so wird dein Schmerz nicht besser. Trauere wenn du willst, aber wenn du dich weiter so verhältst, werden bald Geister versuchen deinen Körper zu übernehmen.“
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Am liebsten würde sie das Mädchen zwingen, ihr zu sagen, was da vorgefallen war. Allem Anschein nach, war sie nicht nur traumatisiert. Die Rothaarige ahnte, was mit dem Lockenkopf los war. Die Schuld des Überlebenden. Wenn es so stark bei ihr ausgeprägt war, musste sie schon mal einen ähnlichen Schock erlitten haben. Geschieht eine Katastrophe, kann es oft vorkommen, dass jemand der überlebt hat eine Schuld entwickelt, weshalb er noch lebt, während andere jedoch sterben mussten. Die Magierin sah es nun klarer: der Magiermörder Emiya musste dieses Kind schon einmal gerettet haben. Durch das, was immer sie damals und nun vor wenigen Tagen erlebt hatte, musste ihre alte, seelische Narbe sich aufgefrischt haben. Wahrscheinlich lehnte sie deshalb alles ab was man ihr hinstellte oder gab. Nein, ausliefren konnte man dieses Kind nicht. Nicht um den Stolz eines Magierclans zu bewahren. Sie müsste sich eine andere Lösung einfallen lassen. Erstmals seit langem, schaltete sie alle Fernseher aus. Noch mehr der Bilder und die kleine Brünette würde wohl schlimmer reagieren. Nur was nun? Sie alleine lassen? „Du bringst mich ziemlich in die Bredouille, Kleine. Ich bin Magierin, keine Babysitterin. Komm mal mit und pass auf, dass dir die Decke nicht runterfällt.“ Es klappte. Die frisch verbundenen Hände bewegten sich in Zeitlupe zu der Kappe, die sie sich aufsetzte. Wobei man deutlich hörte, dass sie die Luft scharf zwischen den Zähnen einzog. Als nächstes ließ sie sich die Decke wieder umhängen und hielt sie auch so fest mit den kleinen Fingern, dass ihre Knöchel deutlich hervortraten.
Langsam rutschte das Mädchen die Couch herunter und schien auf den nächsten Befehl zu warten, den Blick auf den Boden gerichtet. Es war mehr als Touko erwartet hatte. Langsamen Schrittes, ging die erfahrene Magierin vor zu ihren Atelier. Dieses Kind schien die Magie an diesem Ort zu spüren und wurde Schritt für Schritt langsamer. Das Zittern setzte wieder stärker als zuvor bei dem Kind ein. Hatte sie Angst vor dem Ort? Überrascht zog die Magierin die Augenbrauen hoch. So wurde das nichts. Je mehr sie sich den Bereich mit der stärksten Magie näherten, umso erschrockener sah das Kind aus. Nicht blass, nein, ihre Haut war schon fast Aschgrau. So sehr schreckte dieser Raum das Kind also ab.
Touko band ihre Haare kurz in einen einem neuen Pferdeschwanz hoch und schob ihre Brille zu recht. Also würde sie wohl alle Akten mit Berichten über den Magiermörder Emiya des Uhrenturms durchgehen müssen, um etwas mehr über ihn und seine Verbindung zu dem Mädchen zu erfahren. Natürlich könnte sie auch einfach Magie nutzen, um die Kleine zu zwingen, ihr Rede und Antwort zu stehen. Jedoch war das Mädchen keine Mörderin, das merkte sie. Trotz des Manas. Das Mädchen hatte nicht die Kaltblütigkeit einer geschulten Magierin an sich. „Sieh mal. In dem Zimmer sind nur Puppen. Nichts was dir etwas tut. Zwingen werde ich dich nicht, mir in den Raum zu folgen, aber  in im Büro kannst du genauso gerne bleiben und weiter ins Leere starren. Es liegt an dir. Bleibst du lieber alleine oder siehst du mir bei der Arbeit zu?“ Touko war geschult genug, dass ihr beim Sprechen kaum Asche von ihrer Zigarette herunterfiel. Sie konnte sehen wie das Mädchen ihre Gedanken ordnete. Sehr gut, sie war also nicht komplett in ihren ihrem Schock gefangen. Damit konnte die Rothaarige arbeiten. „K-keine Menschen?“ „Nur Marionetten. Du weist weißt was Magier mit Marionetten machen?“ Sie beobachtete wieder, wie die Denkvorgänge bei den dem Mädchen einsetzten. Das Kräuseln der Brauen, die Stirn, die sich in Falten legte, wie bei einer sehr schweren Aufgabe. „Sie nutzen wie Familiar also Tiere oder Geister dir ein Magier nutz um auf Entfernung seine Magie zu nutzen, das hat Kiritsugu...ich meine Papa mir erklärt. Also keine Menschen wie beim werten Herrn Vater...“ Zwei Sätze und doch sehr viel Information. Der Magiermörder musste dieses Kind aufgenommen und auch gewissermaßen ausgebildet haben. Sie hatte genug Wissen für einen Novizen, dass sie den Magiermörder beim Vornamen nannte und sich doch verbesserte, wobei sich ihre Mine aufhellte. Jedoch verdüsterte sie sich, als sie diese ehrfürchtigen Worte benutzte. Sie hatte eindeutig Magierblut in sich. Das einer alten Familie. So langsam setzte sich Touko ihr Puzzle an Informationen zusammen. Nur wie sollte sie die Kleine aus dieser Zwickmühle rausbringen? Es war eindeutig ein Konflikt zwischen den dem Oberhaupt der Einzberns und dem Magiermörder, der sich um dieses Mädchen aufgebaut hatte.
Sie beobachtete wie das Mädchen sehr vorsichtig in das Atelier lugte, wobei sie unsanft auf ihren Hinterteil landete. Anscheinend ein Kompliment für Touko, dass ihre Marionetten wirklich sehr echt wirkten. „Es sind wirklich nur Marionetten, Kleine Acht.“ Zum ersten Mal schaute die Kleine sauer. „Emma nicht Acht. Papa hat mich selber meinen Namen aussuchen lassen. Mein Name ist Emma.“ Anscheinend hatte das Mädchen sowohl ihre Seite der streitenden Parteien gewählt, als auch ihren Namen. Sie stand trotz des Gralskrieges und dessen Ergebnis, zu dem Magiermörder Emiya. Touko musste kurz lachen, denn sie hatte den entschlossenen Ausdruck in den Augen des Kindes gesehen. Was auch immer in dem Kind zerbrochen war, sie die Kleine war dabei, die Scherben dessen wieder zusammenzufügen. Gut, sie würde das Kind für einige Zeit hier behalten und sehen wie sie sich entwickelt. Zumindest bis sie mehr Klarheit hatte.

„Müssen die s-so echt wirken, ohne Magie T-touko-san?“  Immer noch saß das Mädchen in der hintersten Ecke des Ateliers auf einen einem Hocker zwischen den Marionetten. Sie sprach fast nie ein Wort, nur außer, wenn sie wohl meinte, nicht zu stören. Touko hatte gerade einige der künstlichen Muskelstränge mit dem Laptop verbunden, um ihre Stärke einzustellen. So jedoch setzte sie ihre Brille ab und legte ihr Werkzeug beiseite. Was wohl wieder für Gedanken durch den Kopf des Mädchens gingen? „Je realer die Marionette schon vorher wirkte, umso weniger kann man sie später  von einen Menschen unterscheiden, gerade wenn ein geübter Magier sie benutzt.“ Wenn sie nicht gerade gesprochen hätte, dann würde das Mädchen selber wie eine Puppe wirken. Über den Gedanken musste Touko leicht grinsen. Um sie herum waren Marionetten mit verschiedensten Aussehen. Einige wie Erwachsene, manche wie Jugendliche. Nur Kinder Marionetten hatte Touko noch nicht angefertigt. Das war somit das einzige, wodurch die Kleine Emma hervorstach.

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Hey ihr Weihnachtsgestressten ein kleiner Sonderhappen von mir für euch. Willkommen zu einer kleiner Sammlung. Mal traurig mal Nachdenklich. Aber machmal auch sehr albern. Wenn ihr einen Servent nähmllich  eine Frage stellen wollt schreibt mich gerne an so wird besagter Servent euch Rede und Antwort stehen. Auch sonstige Kleine Wünsche könnt ihr gerne Aussprechen, ich werd sie schon irgendwie and Angra und Illya vorbei schmuggeln. ;)
Traut euch einfach mal sehen was passiert. Doch bedenkt so wie auch Nasu verknüpfe auch ich gerne Geschichten miteinander. Daher ein wiedersehen mit Emma kurz nach den Ereignissen in Fate/ Zero.  Ansonsten lasst euch nicht zu sehr stressen.
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