Can a new Life rescue me?

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Eric OC (Own Character) Tobias "Four" Eaton Uriah
18.12.2016
19.11.2019
24
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Kapitel 19


Wie sich im Speisesaal herausstellt, sind sowohl Michelles als auch Steffs Eltern noch hier und so werde ich erst mal freudig vorgestellt und von den in rot und gelb gekleideten Amite auch noch in eine Umarmung geschlossen, was ich nach ihren Worten darauf zurückführen kann, dass sie mir sehr dankbar sind, dass ich ihrem Sohn das Leben gerettet habe.
Etwas verlegen setze ich mich schließlich neben Sapphire und schaufle mir eine große Portion Spagetti auf meinen Teller. Während ich mir die erste, eindeutig zu volle Gabel in den Mund schiebe, bemerke ich, dass die Anderen der Blauhaarigen neben mir fragende Blicke zuwerfen. Als ich mich zu ihnen wende, sehe ich gerade noch in den Augenwinkeln, wie diese sachte den Kopf schüttelt.
Erst da wird mir klar, dass meine Freunde sich wohl alle Sorgen gemacht haben und nur Sapphire zu mir vorgeschickt haben, um mich nicht zu bedrängen. Irgendwie macht diese Erkenntnis mich glücklich und so stürze ich mich voller Elan in die Gespräche am Tisch.
Zum Beispiel erfahre ich, wie Michelle als Kind immer alles können wollte, was ihr älterer Bruder auch konnte. Dadurch kam es des Öfteren zu Verletzungen, wie als Luke sein erstes Fahrrad bekommen hat und seine kleine Schwester bei dem Versuch es mitten in der Nacht zu stehlen, um selbst damit zu fahre, sich den Arm gebrochen hat, noch bevor sie aus ihrem Zimmer heraus war. Sie ist nämlich von ihrem Stockbett gefallen. Wie auch heute noch war sie wohl schon immer ein ziemlicher Tollpatsch.
Ich erfahre auch, wie Steff immer vor seinen Eltern weggerannt ist, weil er lieber Spielen wollte, als ins Bett zu gehen, als er noch nicht mal richtig laufen konnte, oder wie er einmal so viel Schokolade gegessen hatte, dass ihm schlecht davon geworden ist. Seit dem Tag ist er keine mehr.
Während all dem bemerke ich den stechenden Blick in meinem Rücken nicht.
Irgendwann verabschieden sich dann die beiden Familien mit vielen Umarmungen und auch vereinzelten Tränen und wir sind wieder unter uns. Da die Stimmung jetzt etwas gedrückt ist, was ich auch irgendwie nachvollziehen kann, springe ich enthusiastisch vom Tisch auf, stütze mich mit den Händen auf dem Tisch ab und sage voller Elan: „Lasst uns ins Tattoo Studio gehen. Es wird mal wieder Zeit für neue Kunstwerke.“
Natürlich schlägt mir sehr viel weniger Begeisterung entgegen, als ich gerade verbreitert habe, aber trotzdem stimmen alle zu und erheben sich ebenfalls. Ich hake mich bei Sapphire unter und gemeinsam drehen wir uns Richtung Tür, als mein Blick an einem blauen Augenpaar hängenbleibt, wessen Besitzer zwei Tische weiter uns zugewandt sitzt und jede meiner Bewegungen zu beobachten scheint.
Kurz bleibe ich verdutz stehen, was die Blauhaarige an meinem Arm gar nicht zu bemerken scheint, dann zieht sich ein für mich unerklärliches Grinsen durch mein Gesicht. Ich grinse Eric einen Moment lang strahlend an, dann wende ich mich ab und ziehe Sapphire fast schon hinter mir her aus dem Raum, denn ich weiß schon genau was ich mir wo stechen lassen werde und ich kann es kaum erwarten.

Jetzt, am nächsten Morgen, wie immer zu einer sehr unangenehmen Uhreizeit, sitzen wir und die anderen Initianten, die noch übrig sind, in einem kleinen Raum und warten angespannt darauf, was in der nächsten Phase wohl passieren wird.
Derek hat uns nach dem Frühstück wortlos hierhergeführt und die blanken Wände und die tristen Stühle, auf welchen wir sitzen, verbessern unsere Laune natürlich auch nicht besonders. Nicht mal ich weiß genau, was in dieser Phase passieren wird, und das bereitet mir einige Kopfschmerzen.
Na gut. Die Kopfschmerzen kommen wohl eher davon, dass wir gestern nach dem Tattoostudio noch etwas trinken waren und wir es wohl alle mehr oder weniger übertrieben haben.
Ein schneller Blick durch die Runde zeigt mir, dass auch meine Freunde nicht besonders gut aussehen. Ein nasser Sandsack oder der sprichwörtliche Schluck Wasser in der Kurve sind nichts im Gegensatz zu uns.
Flos Haare stehen wild in alle Richtungen ab, Michelle schaut bleicher aus, als die Wand hinter ihr und Sapphires Augenringe stehen im krassen Kontrast zu ihren hellen Augen. Dagegen fühl ich mich mit meinem unordentlichen Dutt und den Schlabberklamotten sogar noch richtig gut.
Im Nachhinein war es wohl keine allzu gute Idee, sich am Tag vor der nächsten Phase volllaufen zu lasse, aber irgendwie ist es einfach passiert. Mit meinen Gedanken in der letzten Nacht, welche aus einer Mischung von Hochstimmung und tiefen Depressionen bestanden hat, schließe ich meine Augen und lehne meinen Kopf gegen die kalte Wand hinter mir.
Irgendwann, nach gefühlt endlosem Warten, treten Four und Eric aus einem der beiden angrenzenden Räume und stellen sich vor uns auf. Der Anführer wie immer mit verschränkten Armen und einem eiskalten Blick aus seinen so unglaublich blauen Augen.
HALT STOP! Was denke ich da schon wieder? Anscheinend hab ich doch noch mehr Restalkohol im Blut, als ich ursprünglich dachte. Schnell wende ich mich meinem Bruder zu, welcher gerade begonnen hat, uns zu erklären, was als nächstes passieren wird.
„Ihr werdet jetzt nach und nach von Eric und mir aufgerufen, dann kommt ihr bitte zu uns, wenn ihr fertig seid, habt ihr den Rest des Tages frei. Morgen früh seid ihr zur selben Uhrzeit wie sonst im Training hier. Dann kommt als erstes zu mir Steff.“
Nachdem Eric noch Antonia aufgerufen hat, welche auch nicht gerade gut aussieht, verschwinden die Vier in den Räumen und nach dem verhängnisvollem zuschlagen der Türen hinter ihnen, breitet sich wieder bedrücktes Schweigen aus.
Wenn ich so darüber nachdenke, hatte ich bis jetzt mit den anderen Initianten noch nicht wirklich viel zu tun. Mit Lea zum Beispiel hatte ich noch kein einziges Wort gewechselt, bevor sie nach der ersten Phase gehen musste. Zum Glück von Mathias, welcher über ihr in der Liste gestanden hatte, ist Mona ja schon vor Ende der Phase ausgeschieden und so musste nur einer von uns gehen.
Erst jetzt fällt mir auf, dass Sapphire und Flo auch nicht besonders viel Kontakt zu den anderen gebürtigen Ferox haben. Also beschließe ich, dass Thema demnächst mal anzusprechen, bevor meine Gedanken abschweifen und beginnen verzweifelt gegen die Kopfschmerzen anzukommen.
Keiner von den Aufgerufenen, kommt wieder zurück durch den kleinen Warteraum, also schließe ich, dass die beiden anderen Räume noch andere Ausgänge haben. Wobei ich bei meinem geistigen Zustand gerade schon verdammt froh darüber bin, auch nur eine so einfache Schlussfolgerung zustande zu bekommen.
Nach Steff und Antonia verschwinden nach und nach auch Levin, Leon, Manuel, Laura, Michelle und Jack. Jetzt sitzen mit mir noch Bastian, Mathias, Flo und Sapphire hier und langsam, aber sicher wird die Spannung unerträglich.
Gerade als ich es nicht mehr aushalte und aufstehen will, um etwas hin und her zu laufen, stößt Eric seine Tür schwungvoll auf und blickt mir, wie mir scheint voller Vorfreude, entgegen.
Ohne eine wörtliche Aufforderung erhebe ich mich und trotte meinem Ausbilder ergeben hinterher, welcher sich bereits wieder auf den Weg in den Raum gemacht hat. Nachdem ich die Tür geschlossen habe, drehe ich mich zu dem Blonden herum und beobachte, wie er etwas in den Computer eintippt.
Ohne mich anzusehen, deutet er mir nur an, mich auf die Liege zu legen, welche in der Mitte des Raumes steht. Wie geheißen lege ich mich hin und ich spüre, wie sich ein unangenehmer Klos in meinem Rachen bildet. Nervös wische ich mir die feuchten Hände an meiner Hose ab und blicke erwartungsvoll zu Eric, welcher inzwischen mit seinem Stuhl neben mich gerollt ist.
„Wie wir schon an eurem ersten Tag hier erklärt haben, geht es in der zweiten Phase darum euren Geist zu stärken. Dafür werdet ihr in Simulationen versetzt, welche eure größten Ängste wiederspiegeln. Die meisten Menschen haben zehn oder mehr, aber für den Anfang wird es nur eine sein, die in der Simulation abgespielt wird. Wie bei dem Bestimmungstest, wird dir nicht bewusst sein, dass du in einer Simulation bist. Sie wird beendet, sobald du dich beruhigt hast, also dein Puls sich normalisiert hat, oder du die Angst bezwungen hast. Dabei gilt je schneller du die Simulation abschließt, desto mehr Punkte gibt es auf der Liste. Noch irgendwelche Fragen?“
Der Schock scheint mir ins Gesicht geschrieben zu sein, denn der teilnahmslose Blick von Eric verwandelt sich schnell in einen Schadenfrohen. „Dabei wäre es natürlich von Vorteil, wenn man ausgeschlafen und entspannt ist und nicht todmüde und verkatert.“, reibt er mir auch noch unter die Nase, was ich mir gerade gedacht hatte. Manchmal frage ich mich, ob der Kerl Gedanken lesen kann.
Der Blonde greift nach einer Spritze, welche auf einem kleinen Tisch neben ihm liegt und wendet sich wieder mir zu. „Übrigens solltest du das hier wirklich gut abschließen, wenn du Anführerin werden willst. Ach ja. Ich kann alles hier an einem Bildschirm verfolgen, also tu nichts Dummes. So. Bereit?“
Nach einem zögernden Nicken meinerseits deutet Eric mir an, meinen Kopf etwas zur Seite zu drehen, damit er besser an meinen Hals kommt. Bei der leichten Bewegung merke ich, wie angespannt ich bin und versuche meine Muskeln etwas zu lockern, aber irgendwie funktioniert das nicht so, wie ich mir das Vorstelle.
Mein Ausbilder beugt sich über mich und als seine Hand sachte mit dem desinfizierenden Tuch über meine Halsschlagader fährt, spüre ich, wie sich von der Stelle aus, eine Gänsehaut bis zu meiner Hand hinunter ausbreitet, was dir Situation auch nicht gerade einfacher macht.
Schon im nächsten Moment spüre ich das leichte Brennen, als Eric mir mit der Nadel in den Hals sticht und sich das Serum rasend schnell in meinem Körper verbreitet.
Ich spüre gerade noch, wie er nochmal über die Stelle wischt, dann tauche ich in absolute Finsternis ab.

Als ich meine Augen wieder öffne, finde ich mich auf kaltem, nassen Stein wieder. Verwirrt rapple ich mich auf und wende mich meiner Umgebung zu. Ich bin auf dem kleinen Felsvorsprung, von welchem ich Steff erst gerettet hatte. Mein Kopf beginnt zu pochen und aus Reflex greife ich mir an die Stelle.
Ein Brennen breitet sich augenblicklich da aus wo meine Hand meine Kopfhaut berührt und jetzt sehe ich die Blutlache auf dem Boden, dort, wo mein Kopf bis eben noch gelegen hat. Das Rauschen des Wassers unter mir schwillt zu einem bedrohlichen Grollen an. Meine Kleidung ist vollständig durchnässt und meine Haare kleben mir wild im Gesicht und an den Schultern. Ein kalter Wind klatscht mir mein T-Shirt an den Oberkörper und ich beginne zu frieren. Ein Blick zur Oberkannte der Schlucht zeigt mir, dass ich alleine bin.
Da ich nicht weiß, was ich tun soll, stelle ich mich mit dem Rücken zu der Felswand hinter mir und beobachte die reißenden Fluten unter mir, welche mit jeder Sekunde näher zu kommen scheinen.
Mit jedem Meter, mit dem der Pegel des Flusses steigt, steigt auch meine Panik. Die weiße Gischt auf den Wellen sieht aus wie Reißzähne, die versuchen nach mir zu schnappen. Unter der Oberfläche des dunklen Blaus scheinen Arme nur darauf zu warten, mich nach unten zu ziehen.
Schließlich drehe ich mich herum und begutachte die Steile Wand vor mir. Ich habe es schon einmal geschafft hinauf zu klettern, also warum nicht noch einmal? Inzwischen hat das Wasser den untern Rand des Vorsprungs erreicht und ich suche nach einem Halt an der Wand.
Immer wenn ich denke, etwas gefunden zu haben, rutsche ich ab. Immer wieder versuche ich mich an dem feuchten Fels nach oben zu ziehen und halt für meine Hände und Füße zu finden. Aber da ist nichts. Meine Hände sind schon rot von den unzähligen Schnittwunden an ihnen und mein Herz klopft mir bis zum Hals.
Ich spüre, wie der Fluss an meinen Knöcheln reißt und ich weiß, wenn ich es nicht bald schaffe, Halt an der Wand zu finden, werde ich mich nicht mehr auf dem Vorsprung halten können.
Und tatsächlich. Beim nächsten Versuch schaffe ich es und kann mich einen Meter über die Wasseroberfläche ziehen. Hoffnung keimt in mir auf und ich sehe die Wand hinauf auf der Suche nach dem nächsten Griff, doch da ist nichts.
Die nächsten Meter bis zur Kannte über mir sind gerade und glatt wie ein Spiegel. Verzweifelt suche ich trotzdem mit meinen Augen jeden Zentimeter in Griffweite ab. Aber vergebens.
Ein höhnisches und spottendes Lachen über mir zieht meinen Blick auf sich. Eric. Es ist mein Ausbilder, der dort oben mit einem Seil in den Händen zu mir heruntersieht. „Eric. Hilf mir. Bitte. Ich kann nicht weiter klettern.“, rufe ich am Ende meiner Kräfte zu ihm hinauf, doch es ist, als würde er mich gar nicht hören. Er lacht einfach weiter.
Meine Gliedmaßen beginnen zu brennen und fast unkontrollierbar zu zittern. Mit jeder verstrichenen Minute wird es schwerer für mich, mich festzuhalten. Die Angst schnürt mir die Lunge zusammen und ich versuche verzweifelt Luft zu bekommen.  Schließlich passiert es und ich rutsche ab.
Ich lande wieder auf dem Vorsprung und schließe die Augen, da ich jeden Moment damit rechne, von den Wassermassen mitgerissen zu werden. Doch ich lande auf allen vieren auf zwar feuchtem, aber nicht überflutetem Fels.
Mir bleibt aber keine Zeit durchzuatmen, denn mir schlägt frostiger Wind peitschend Gischt entgegen und ich habe Schwierigkeiten überhaupt Etwas zu sehen, denn um mich herum ist alles nur dunkelgrau und schwarz.
Überall ist nur Wasser. Sonst nichts. Nur ich, diese kleine Felseninsel, auf welcher ich so gerade noch platz habe und die stürmende See. Meterhohe Wellen klatschen gegen den Fels unter mir und bringen ihn zum vibrieren und rumoren.
Da wird es in meinem Augenwinkel etwas heller und ich richte meinen Blick in diese Richtung. Das Ende des Sturm. Doch es sieht aus, als würde es immer weiter wegziehen. Verzweifelt ringe ich mit den Gefühlen in meinem Inneren.
Wenn ich zu diesem hellen Schimmer komme, bin ich gerettet, aber dafür muss ich in das tobende Meer unter mir. Die Wellen würden mich sofort unter Wasser ziehen und gegen den Fels pressen. Alleine bei dem Gedanken daran weigern sich meine Muskeln sich zu bewegen und wie eingefroren stehe ich da und kann nur dem rettenden Hell hinterherblicken, wie es sich immer weiter von mir entfernt.
Ich kann spüren, wie die Wellen immer fester gegen den Fels unter mir krachen und plötzlich weiß ich, dass ich sterben werde. Wenn mich der Wind nicht von diesem Plato zieht, dann zertrümmern die Wassermassen unter mir meinen bis jetzt sicheren Standort.
Genau in diesem Moment beginnt sich der Boden unter mir gefährlich zur Seite zu neigen und in meinem Kopf spielen sich tausend verschiedene Szenarien ab, wie ich unter den Wassermassen begraben werde.
Meine Lunge weigert sich auch nur noch einen vollständigen Atemzug zu tun, meine Muskeln zittern unkontrolliert und meine Gedanken drehen sich nur noch darum, dass ich nicht ertrinken will. Nicht sterben will.
Die Felssäule unter mir neigt sich immer weiter zur Seite und bald werde ich abrutschen. Mein Blick haftet nach wie vor auf dem hellen Schimmer vor mir, der mir Sicherheit verspricht. Bilder schießen durch meinen Kopf. Bilder von meinen Freunden. Bilder von meinem Bruder. Bilder die mir zeigen, dass ich noch nicht sterben will, noch nicht sterben darf.
Also tue ich das Einzige, was ich jetzt noch tun kann. Ich zwinge meiner Lunge einen kräftigen, langen Atemzug auf, trete an den Rand des Felsens und springe, die Hände vor mir kopfüber in die wütenden Fluten unter mir.
Ein Schock erfasst mich, als ich in das eisige Nass eintauche. Trotzdem schwimme ich so weit ich kann in Richtung des hellen Schimmers vor mir. Solange ich nicht in die reißenden Wellen an der Oberfläche komme, wirbelt mich das Wasser nicht so sehr umher. Wenn ich hier unten bleibe, kann ich es schaffen.
Ich schwimme immer weiter. Irgendwann spüre ich, wie meine Lunge kreischend nach Luft verlangt, doch ich schaffe es so gerade noch, den Reflex einzuatmen zu unterdrücken. Mit jedem Schwimmzug komme ich dem Licht näher. Ich kann schon fast danach greifen, als sich Schwärze beginnt in meinen Augenwinkeln auszubreiten.

Erschrocken und nach Luft schnappend fahre ich von der Liege hoch und versuche voller Panik so viel Luft wie möglich in meine Lungen zu pumpen. Meine Hand wandert zu meiner Brust, wo ich mein Herz klopfen spüren kann. Es hämmert, als würde es mir von innen die Rippen brechen wollen.
Erst nachdem ich meine Atmung wieder einigermaßen unter Kontrolle gebracht habe, bemerke ich den forschenden Blick von Eric auf mir, welcher nach wie vor bei seinem Computer sitzt.
„Wie war ich?“, frage ich ihn, immer noch etwas außer Atem. „Acht Minuten. Ist zwar unter dem Durchschnitt, aber ich habe schon bessere gesehen. Aber du hast in der Simulation zu lange gebraucht. Außerdem ist mir nicht ganz klar, vor was du angst hast?“
„Ich versuche das nächste mal schneller zu sein, aber es ist komisch nicht zu wissen, dass man in einer Simulation ist. Und ich denke dabei ging es ums Ertrinken.“
Eric nickt knapp, tippt etwas auf seiner Tastatur herum, steht auf und kommt mit verschränkten Armen zu mir herüber. „Am Anfang warst du in der Schlucht. Warum?“, will er dann von mir wissen.
„Warum musst du das alles so genau wissen?“, stelle ich eine Gegenfrage, ohne drüber nachzudenken, während ich mir ein par verschwitzte Haarsträhnen aus dem Gesicht wische. Doch Eric wird nicht wütend, wie zuerst von mir erwartet, sondern antwortet einfach nur deutlich unterkühlt: „Max sagt, ich soll dich besser kennen lernen um herauszufinden, ob du dich auch wirklich als Anführerin behaupten kannst. Also. Warum die Schlucht und nicht gleich das Meer?“
Kurz denke ich darüber nach, denn sicher bin ich mir auch nicht. „Ich denke, weil ich diese Angst so ausgeprägt erst habe, seit ich letztens fast abgestürzt wäre.“, ist schließlich meine Antwort. Damit scheint Eric sich zufrieden zu geben, denn er nickt in Richtung der Ausgangstür und deutet mir an, dass ich verschwinden kann.
So schnell es geht hüpfe ich von der Liege, lande aber anschließend ziemlich schnell, nicht wie geplant auf meinen Beinen, sondern erschreckender Weise in Erics Armen. Meine Knie fühlen sich an wie Wackelpudding und so hatte ich keine Chance aufrecht stehen zu bleiben, nachdem ich die Liege hinter mir gelassen habe.
Zu meinem Glück hat mein Ausbilder sich geistesgegenwärtig herumgedreht und nach mir gegriffen, weshalb ich jetzt seine stahlharte Brust in meinem Rücken spüren kann



Hio.
Jaaa ich lebe noch ^^''
Ich freu mich so, dass ich es endlich mal wieder geschafft habe, ein Kapitel zu schreiben.
Außerdem wollte ich mal für die über 10 000 Zugriffe, die 83 Favos und die 6 Empfehlungen danke sagen :D.
LG eure Strawberry.
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