Life in hospital

GeschichteDrama, Freundschaft / P12
15.12.2016
04.09.2017
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Hey ihr Lieben :-)
Ich dachte mir, jetzt wo die zweite Staffel ja auch vorbei ist, wage ich mich doch mal an eine Fanfic zum Club der roten Bänder. In dieser Story geht es hauptsächlich um Emma, da sie mein Lieblingscharakter ist und ich finde, dass in der Serie zu wenig auf sie eingegangen wird. Ich garantiere nicht für ein Happy End, denn wir wissen ja, dass auf Leo noch eine OP zukommt. Aber lasst euch überraschen und viel Spaß beim Lesen ^-^
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Als es wieder hell wurde, beschlossen wir uns auf den Rückweg ins Krankenhaus zu machen. Wir hatten die ganze Nacht über am Strand verbracht, zwar wach, aber wir hatten kaum geredet. Wir waren der Club der roten Bänder und wir verstanden uns auch ohne Worte. In Situationen wie dieser, brauchte man auch kaum Worte. Ein paar Worte des Trosts und der Aufmunterung reichten.
Auf dem Rückweg schliefen die meisten von uns, außer Leo und mir. Leo war wach, weil er das Auto fuhr und ich, ja, warum eigentlich? Weil ich mir Gedanken darüber machte, was passieren würde, sobald wir wieder im Krankenhaus ankämen. Leo meinte, wir sollten uns nicht so viele Gedanken machen, es sei Sommer und wir würden früh genug zurück sein, solange wir bei Sonnenaufgang losfahren würden, dass niemand bemerkt, dass wir über Nacht weg waren.
Möglicherweise hatte er Recht damit, doch trotzdem blieben zwei weitere Möglichkeiten, die erste war, dass uns auf dem Rückweg immer noch die Polizei anhalten konnte und niemand von uns hatte einen Führerschein.
Die zweite war, dass unsere Ärzte gestern schon etwas davon bemerkt hatten, dass wir weg waren. Die zweite Möglichkeit erschien mir wahrscheinlicher und auch schlimmer als die erste. Wir würden vielleicht eine Führerscheinsperre bekommen und die Polizei würde uns ins Krankenhaus zurückbringen, aber was sollten sie sonst machen? Benito war tot und würde sein Auto stehen bleiben, dann würde er es nicht mehr suchen können.
Vollkommen in meinen Gedanken versunken, merkte ich gar nicht, dass wir auf einem Rastplatz angehalten hatten und Jonas und Hugo nicht da waren.
„Wo sind Hugo und Jonas?“ „Die sind auf Toilette. Ich wollte die nicht wecken, tut mir Leid.“ „Ist schon in Ordnung. Hat einer von euch beiden vielleicht ein bisschen Kleingeld? Dann würde ich auch gerade gehen.“ „Geh mal rein in die Tanke, Jonas wollte noch ein bisschen was zu essen besorgen, weil wir alle riesen Hunger haben.“
Ich nickte nur und stieg aus um nach Jonas zu suchen. Hunger hatte ich keinen. Jonas hatte ich schnell gefunden, er stand vor dem Süßigkeitenregal.
„Hey, kannst du mir vielleicht ein bisschen Kleingeld geben, ich wollte wohl auch nochmal auf die Toilette bevor wir weiter fahren.“ „Was... Oh Emma, du bist das. Tut mir Leid. Klar, hier. Möchtest du irgendwas besonderes?“ „Eine Flasche stilles Wasser wäre super.“
Ich brachte mich noch zu einem kurzen Lächeln, nahm das Geld und auf die Toilette. Zum Glück war sie sauber, sonst hätte ich mich vermutlich übergeben müssen. Ich wusch mir noch schnell die Hände und ging dann wieder zum Auto, wo sich bereits alle wieder versammelt hatten. Ich stieg ein und wir fuhren wieder los.
„Hier Emma, dein Wasser.“ „Danke dir, Jonas.“
Ich nahm es entgegen und trank erst einmal ein paar kleine Schlucke, da es verdammt kalt war. Nach dem ersten Schluck zitterte ich einmal kurz und Leo fragte ob alles in Ordnung sei und ich nickte nur schnell. Vielleicht ein bisschen zu schnell seiner Meinung nach, denn er warf mir noch einen skeptischen Blick zu, ließ mich dann aber.
Nach ein paar Schlucken hatte ich mich an das kalte Wasser gewöhnt und konnte ein paar ganz normale Schlucke trinken.
Mit jedem Kilometer, dem wir dem Krankenhaus näher kamen, wuchs auch meine Panik. Ich kurbelte das Fenster runter und atmete ein paar Mal tief ein und aus um mich etwas zu beruhigen. Es brachte zwar kaum etwas, da ich mich nicht auf etwas anderes konzentrieren konnte, aber immerhin ein bisschen.
„Ist alles okay bei dir Emma? Du siehst so blass aus.“ Ich drehte mich nach hinten um und lächelte Hugo an. „Nein, ist schon in Ordnung, ich hab nur Kopfschmerzen, dann bin ich immer blass. Also mach dir keine Sorgen.“
Einerseits war es total süß, dass sich alle Sorgen um mich machten, aber andererseits ging es mir tierisch auf die Nerven und ruhig zu bleiben, wenn ständig einer nachfragte, fiel mir momentan ziemlich schwer, da ich einfach angespannt war.

Leo parkte den Wagen von Benito ein paar Straßen vom Krankenhaus entfernt und wir machten uns auf den Weg zurück. Ich hoffte einfach nur, dass wir keinen Ärger bekommen würden.
Bis in den Fahrstuhl kamen wir auch ohne Probleme und die Jungs waren schon fast außer sich vor Freude. Ich umklammerte mich mit meinen Armen. Noch hatten wir es nicht geschafft.
Als sich die Fahrstuhltür auf unserer Station öffnete, standen bereits Dr. Reusch, Dr. Gustl, Dr. Hein und Dietz vor uns.
Ich machte mich bereits auf das Schlimmste gefasst, presste die Lippen zusammen und schaute zu Boden. Ich versuchte mich auf mich zu konzentrieren, als ich die Stimme von Frau Dr. Reusch wahrnahm.
„Was um alles in der Welt habt ihr euch bei der Aktion gedacht? Seid ihr eigentlich vollkommen übergeschnappt?!“
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