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GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Megamind Metro Man
14.12.2016
14.12.2016
4
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14.12.2016 578
 
Megamind gehört DreamWorks.
Vielen Dank an Megavolt fürs Betalesen.
Noch viel Spaß bei der Geschichte.

Machen wir mal ein kleines, altes Gedankenexperiment: Denken Sie nicht ein einen blauen Elefanten.

Sehen Sie? Und dies ist nur eines von vielen Beispielen, wie das Gehirn funktioniert. Nämlich nie so wie man will. Ich bin nicht etwa schusselig, oder gar vergesslich. In der Tat habe ich ein herausragendes visuelles Gedächtnis. Trotzdem muss ich immer überlegen wo ich mein Auto geparkt habe. Tarnfunktionen sind soooo praktisch. Dies ist die Ausnahme.
Als ich meinen kriminellen Bekannten erzählt habe, dass mein herausragender Intellekt eine gute Waffe gegen Metro Man ist, meinte ich es nicht metaphorisch. Ich habe mit meinem enormen Schädel einige Nachteile gegenüber Menschen. Haben Sie mal versucht eine Melone quer durch einen Rollkragen zu drücken?
Aber ich habe auch so einige Vorteile.

Ein mal, an einem eher unbestimmten Tag in meiner Karriere, noch bevor Miss Ritchi ein Teil meiner Pläne war, hatte ich einen Kampf mit meinem Erzfeind in meinem damaligem Versteck.
Ich fühlte das Adrenalin durch meine Körper fließen. Das meint man doch wörtlich, oder? Mein Herzschlag wurde schneller und ich redete mir ein, dass es nur von der Aufregung kam. Die Kontrollleuchten um uns herum blinkten in ihrem stetigen Rhythmus. Als erstes merkte ich, dass mein Herzschlag wieder sein normales Tempo zu haben schien. Das fand ich besorgniserregend, da es sich in meiner Brust immer noch so anfühlte, als ob meine Pumpe jederzeit herausspringen würde. Die Kontrollleuchten gaben ein mäßigeren Rhythmus an. Nach und nach konnte ich sehen, wie das Licht erlischte und wie ein Sonnenaufgang wiederkehrte. Der Rand von Metro Mans Augen war rot. Dann umgaben seine Augäpfel ein rotes Leuchten. Dann war es mir klar. Metro Man wollte die Erfindung hinter mir zerstören.
Ich stand im Weg.
Ich trat zur Seite und stützte meine Hand auf die Maschine um mich abzustoßen. Stück für Stück wandte ich mich aus seinem Blickfeld, mein Arm erhob sich in Zeitlupe während das rote Licht immer größer wurde.
Außer Atem stand ich eine gefühlte Ewigkeit neben meiner geschmolzenen Erfindung, nur mein Ärmel war an der Schulter angesenkt.
„BIST DU DENN BESCHEUERT?! KANNST DU NICHT AUFPASSEN?!“ schrie ich. Ob meine Stimme voller Wut oder Angst war habe ich nicht mehr mitgekriegt.
Mein Herz raste, mein Atem war flach und tat in der Kehle weh und alles lief wieder so schnell. Noch dazu wusste ich, dass mein Kopf beinahe explodiert wäre. Da kann man schon einige Details außer Acht lassen.
Ich hatte noch nie zuvor gehört, wie rasend schnell sich Metro Man entschuldigen kann.
An dem Tag hatten wir die Beantragung einer Auszeit ausgemacht.

Ich musste einige Tage warten, bis ich meine Theorie testen konnte. Mein Ausbruch hatte sich nämlich verzögert. Ich habe versucht meinen damaligen Gefühlszustand durch die Assoziation des Ortes wiederherzustellen. Nun stand ich in meinem Versteck, an der Gedankenkarte. Ich erinnerte mich an die roten Augen meines Gegners, an die Hitze des Stahls, an das klaustrophobische Gefühl.
Nichts.
Oder?
Lief nicht für einen winzigen Augenblick die Zeit langsamer?
Die Karte fiel mir wieder auf. Es hingen tatsächlich Formeln von der Decke, die bei der Lösung meines Problems helfen konnten. Ich sah mich um und rechnete das ein oder andere im Kopf schon mal vor. Zuerst dachte ich meine Kontrollleuchten waren kaputt, aber als ich mitbekam, dass ich, nach meinem Blickwinkel zumindest, eine Minute brauchte um ein Alpha zu Papier zu bringen wurde mir eines klar: Ich hatte über diesen Zustand keine Kontrolle.
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