Ein Neustart ist nicht immer einfach

GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character)
13.12.2016
07.01.2017
2
2011
 
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Ich vermisse es das Haus Anubis im Fernsehen zu sehen, deswegen habe ich vor drei Tagen alle Staffeln mal wieder auf Youtube durch genommen. Und dann habe ich Bock bekommen Storys dazu zu lesen, doch leider sind keine vorhanden, die weiter geschrieben werden. Ich finde dies sehr schade und es mag sein, dass keiner das hier lesen wird, 2015 war immerhin die letzte Story aktualisiert worden, dennoch... Ich würde mich über Reviews freuen :)


Kayla: http://s11.favim.com/orig/160522/girl-tumblr-tumblr-girl-Favim.com-4334296.jpeg
Haus Anubis: http://www.testedich.de/quiz28/picture/pic_1288730128_1.jpg

"Freust du dich auf deine neue Heimat?" fragt mein Großvater mich.
Langsam nicke ich, doch ich meine es nicht ernst. Ich würde am liebsten sofort wieder nach Luxemburg zurückfahren, an den Platz, wo alle Erinnerungen sind. Die gute, wie auch die schlechten. Ich sehne mich nach ihnen, nach meinen toten Eltern, meinem toten Bruder, meiner Heimat. Als mein Großvater und ich es vor zwei Wochen erfahren haben, waren wir in einem Schockzustand. Gerade erst von unserem kleinen Ferienausflug zurückgekommen und dann klopft die Polizei an und redet von schlechten Nachrichten, einem Autounfall, Bruder auf der Stelle tot, Vater unterwegs verstorben, Mutter während der Operation verstorben. Es war als wäre meine Welt untergegangen.
Der Umzug hierher war eigentlich gut. Es tat uns gut Abstand zu kriegen, denn immerzu nur trauern, das nutzt niemandem etwas. Das hätten Mum, Dad und Adam auch nicht gewollt. Sie waren die, die immer positiv dachten und in jedem das Gute sahen. Sie hätten nicht gewollt, dass wir dort bleiben, wo all die Erinnerungen sind und trauern, auch wenn wir so gerne zurück wollen.
"Du weißt, dass wenn man mich nicht dazu zwingen würde ins Altersheim zu gehen, würden wir uns eine Wohnung nehmen und zusammenleben?" fragt Opa mich und ich nicke.
"Ich weiß Opa, aber ich weiß es nicht. Ich werde auf einmal mit etlichen Fremden zusammenleben. Das Schuljahr hat bereits gestartet und nun komm ich da an. Ich habe ein Schlechtes Gefühl..."
"Schatz, sieh das Positive! Das hat deine Mutter immer zu dir gesagt! Versuch es doch einfach mal. Vielleicht ist es ja gar nicht so, wie du befürchtest!"
Opa hat Recht. Es mag wirklich nicht unbedingt so sein, wie ich es mir vorstelle. Es könnte so kommen, doch muss es eben nicht zwingend. Wieso ich mir so einen Kopf drüber mache? Ich weiß es nicht einmal selber. Wahrscheinlich um mich von der Vergangenheit abzulenken.
"Wir sind da!" kommt es von vorne aus der Fahrerkabine.
Der Taxifahrer hält das Taxi an und in der Tat, wir sind angekommen. Wir stehen vor einem riesen Haus. Es ist groß und alt, aber dennoch modern und schön. Dort soll ich ab sofort leben, im Internat Anubis.
"Du kommst morgen doch vorbei nicht wahr Schätzchen?" fragt mein Opa mich noch, als ich aussteigen möchte.
Ich nicke ihm zu und steige dann aus. Der Taxifahrer gibt mir meinen Koffer und ich bedanke mich und bezahle schon mal die Fahrt für mich hierher und die restliche Fahrt für Opa ins Altersheim. Bevor ich mich auf zur Tür in mein neues Leben mache, sage ich dem Fahrer auf Wiedersehen und bedanke mich.
"Na dann, ab ins Chaos!" flüstere ich und gehe mit meinem Koffer in der Hand zur Tür.
Als ich gerade klingeln wollte, öffnete die Tür sich.  Ein alter Mann mit Glatze, grimmigem Blick und einer Art blauen Overall erscheint vor mir. Sein Blick, als er mich sieht, ist nicht wirklich freundlich.
"Wer bist du und was willst du hier?"
"Eh ich bin Kayla. Ich soll hier ab heute wohnen!" sage ich wahrheitsgemäß.
"ROSI! DIE NEUE IST DA! FÜHR SIE BITTE INS HAUS EIN! ICH MUSS WAS ERLEDIGEN!"
Wer ist jetzt Rosi? Wer ist der Typ vor mir? Was hat der ein Problem, dass er so ist wie er ist? Ist er immer so ein unfreundlicher und grimmiger Mann? Was muss er erledigen? Wo bin ich hier nur gelandet? Fragen über Fragen stellen sich mir in den Weg und ich fühle mich immer unwohler hier zu sein.
"Ach Gottchen Kind, du siehst aber hübsch aus! Mein Name ist Rosi, ich bin sozusagen die Hausfrau, ich koche, ich putze, ich mache die Wäsche. Aber komm erst einmal rein! Es ist doch so frisch heute."
Diese Rosi ist mir auf Anhieb sympatisch. Ich bin selbst eine Person die sehr gerne redet und auf den ersten Blick, scheint sie dies auch zu tun. Mit ihr würde ich mich hoffentlich anfreunden. Immerhin besser als keiner.
"Ich zeig dir erst einmal dein Zimmer und dann zeige ich dir das Haus."
Ich nehme meinen Koffer und folge Rosi die hölzerne Treppe hoch. In einem Gang voller Türen öffnet sie die erste auf der rechten Seite. Da hinter erscheint ein einsames ziemlich kahles Zimmer für eine Person. Ich lasse meine Koffer neben dem ungemachten Bett stehen und folge Rosi.
"Dies ist das Zimmer von Mara" Sie zeigt auf die Tür gerade aus vom Gang. "Es ist gleichzeitig der Dachboden. Viktor hat ihn vor einigen Monaten um renoviert. Das da ist das Zimmer von Delia und Nina" Sie zeigt auf die Tür gegenüber der Tür die neben meinem Zimmer ist. "Und dies hier gegenüber deinem Zimmer ist das von Charlotte und Lucy. Neben deinem befindet sich das Badezimmer für Mädchen und Jungs. Dein Zimmer war vorher auch ein Badezimmer, aber Viktor hat es dann auch nach langem Überlegen zu einem Schlafzimmer renovieren lassen" erklärt Rosi nett und geht dann mit mir die Treppe wieder runter.
Untern angekommen, gehen wir zuerst den Flur durch. Sie zeigt mir die Zimmer von Daniel und Kaya, von Felix und von Magnus und die Kellertür.
"Wichtig, betrete niemals den Keller. Mit Viktor ist da echt nicht zu Spaßen!" warnt die junge Frau mich. "So und hier" Wir betreten ein großes Zimmer. "hier ist das Wohnzimmer mit unserem Esstisch. Nebenan ist die Küche! Ich hoffe es wird dir hier bei uns gefallen. Ich habe mich so gefreut, als Viktor mir von dir erzählt hat. Es wurde Zeit, dass mal frischer Wind reinkommt."
Ich lächele leicht. Rosi ist echt süß. Nachdem sie mir noch einige Dinge erklärt hat, gehe ich hoch in mein Zimmer. Ich räume meine Sachen aus und beginne das zimmer etwas aufzupeppen indem ich Bilder aufhänge. Nachdem ich dies gemacht habe, lege ich mich erst einmal hin.
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