Tiger and Wolf

von Insaneee
OneshotDrama, Freundschaft / P12 Slash
10.12.2016
10.12.2016
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Ich weiß, Arakita x Naruko ist nicht gerade ein übliches Ship im Fandom.
Aber ich persönlich finde dieses Pair interessant und brauche mehr davon.
Es ist erst einmal nur ein Kapitel geworden, weil ich keine Ahnung habe, wie es weitergehen könnte.
Also falls mir mehr einfallen wird, schreibe ich eine Art Fortsetzung oder eine andere Story zu dem Pair.
Wie immer danke an Ultimate Despair fürs betalesen.


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„Ich kann es immer noch nicht glauben, dass Onoda-kun die anderen überreden konnte, nach Akiba zu fahren! Die Reaktion von denen war einfach zu witzig!“, lachte Naruko, während er gerade mit seinem Rennrad fuhr.
Er wollte, bevor er nachhause fuhr, ein wenig in der Stadt bleiben und etwas einkaufen. Als er endlich in dem kleinen Supermarkt angekommen war, ließ er sein Rad stehen und bemerkte, dass dort noch ein Rennrad stand.
„Hmmm, wem es wohl gehört? Die Marke Bianchi ist nicht übel, aber mein Rad ist dennoch besser!“, sagte er stolz und betrat den Laden.
Sein Einkauf dauerte nicht lange, da er nur ein paar Packungen Milch holen wollte, dies hatte nämlich einen bestimmten Grund: Er hatte es nämlich satt ein Winzling zu sein und wollte endlich wachsen, damit ihn Leute ernster nahmen und natürlich stärker werden. Schließlich wollte Naruko, dass die nächste Inter-High besser laufen würde. Zwar hatte sein Team gewonnen, aber das hatten sie einzig und allein Onoda zu verdanken. Also musste er alles geben, damit er nicht wieder so schnell aufgeben würde.
Als Naruko den Laden verlassen hatte und weiterfahren wollte, sah er von weitem eine Person, der ihm sehr bekannt vorkam. Er schaute ihn länger an, da er sich nicht wirklich sicher war, ob er der selbe war.
„Diese schwarzen Haare... Diese Frisur... Das müsste er sein! Aber was hat er hier zu suchen? Ich kann es mir nicht vorstellen, weil er doch in die andere Richtung gefahren ist... Na ja... Vielleicht verfolgt er mich mal wieder, also muss er es sein! Hey, Hotshot! Was hast du denn hier verloren?“, rief der Kleine entsetzt.
Die angesprochene Person drehte sich um und sah ziemlich genervt aus. Naruko bemerkte dann sofort, dass es doch nicht Imaizumi war und das war ihm irgendwie schon peinlich, aber das erklärte wem das Rennrad wohl gehörte. „Ha?! Wie hast du mich gerade genannt?!“, fragte die genervte Person und ging wütend auf ihn zu.
„Oh... Sorry... Ich habe dich wohl mit Imaizumi verwechselt... Das war echt nicht meine Absicht! Ihr seht euch nämlich etwas ähnlich. Du bist doch Arakita-kun, oder nicht?“, versuchte Naruko das Missverständnis zu klären und bekam ein wenig Angst.
Aber genau das hätte er nicht sagen sollen und er bereute es auf jeden Fall.
„Ha?! Hast du mich gerade wirklich mit diesem braven Sohoku Jungen verglichen?! Ich bin ihm überhaupt nicht ähnlich, er ist das totale Gegenteil von mir! Idiot!“, schrie Arakita wie üblich.
Naruko sah ihn erst einmal fassungslos an und konnte nicht glauben, wie unhöflich dieser Kerl war. Er wusste schon immer, dass er nicht gerade der netteste Typ war, auch wenn Onoda etwas anderes meinte, aber scheinbar war Arakita schlimmer als er in Erinnerung hatte. Natürlich wollte er sich das nicht gefallen lassen und versuchte nicht mehr ängstlich rüberzukommen.
„Wieso redest du so unhöflich mit mir? Ich habe dir doch nichts schlimmes gesagt oder getan! Aber du hast vollkommen Recht, selbst Hotshot ist netter zu mir und das muss etwas heißen!“, schrie er zurück und fühlte sich nun stark für seine Worte.
„Ist mir doch egal, zu solchen Nervensägen wie dir kann ich nicht anders als unhöflich zu werden!“, zickte er weiterhin.
„Wieso bin ich denn eine Nervensäge? Du kennst mich nicht einmal! Wie auch immer, ich fahre jetzt nachhause! Wie ich sehe trinkst du übrigens ganz schön viel Bepsi, das solltest du lieber mal lassen! Ich trinke im Gegensatz zu dir viel Milch! Und meine Marke Pinarello ist viel besser als Bianchi! Auf Nimmerwiedersehen!“, fuhr der Rothaarige wütend davon, während Arakita stets genervt aussah und mit seinen Zähnen knirschte.
Aber immerhin hatte er nicht das letzte Wort zu sagen und ließ ihn in Ruhe.
„Was ist nur los mit ihm? Ich verstehe es einfach nicht! Ich glaube, ich habe noch nie in meinem ganzen Leben so eine unhöfliche Person getroffen! Gerade hatte ich noch gute Laune, aber nun ist mein Tag komplett versaut! Vielen Dank auch! Wie kann Onoda-kun ihn bitte mögen?!“, führte Naruko Selbstgespräche, als er auf dem Heimweg war.
Auch wenn ihn seine Mitmenschen verwirrt ansahen, kümmerte es ihm nicht. Er musste dringend seine Wut rauslassen, was ihm sehr gut tat. Naruko hoffte auch wirklich, dass er Arakita nie wiedersehen musste.
Am nächsten Tag hatte er sich zwar ein wenig beruhigt, aber dennoch schmollte er hin und wiedermal. Er ging gerade in die Schule rein und stampfte etwas mit seinen Füßen.
„Geht das auch etwas leiser?“, fragte Imaizumi genervt, der wie immer „zufällig“ mit ihm zur Schule ging.
Normalerweise würde Naruko meckern, wenn er Streit suchte, aber heute war ihm überhaupt nicht danach. Seitdem gestrigen Tag wurde ihm nämlich tatsächlich klar, dass der sogenannte Hotshot gar nicht mal so schlimm war. Neben Arakita wirkte er eindeutig netter, kein Wunder warum er ihn für einen braven Jungen gehalten hatte. Als Naruko so darüber nachdachte, musste er leicht grinsen und legte seine Hand auf Imaizumis Schulter, worüber der Schwarzhaarige sich wunderte.
„Weißt du, Hotshot... Es tut mir leid, dass ich manchmal so gemein zu dir bin. Denn ich weiß, dass du mir nichts Böses möchtest. Bleib so nett wie du bist“, lobte Naruko ihn anscheinend.
Dadurch verwirrte er ihn umso mehr und er wusste nicht einmal, was er dazu überhaupt äußern sollte.
„Guten Morgen!“, begrüßte Onoda die beiden.
„Ah, Onoda-kun! Da bist du ja, ich habe eine ernsthafte Frage an dich...“
Naruko ging näher auf ihn zu und starrte ihn seltsam an, er sah sehr bedrohlich, da bekam sein Kumpel schon etwas Angst.
„W-W-Was gibt es denn?“, fragte er und musste zittern.
„Es geht um diesen Arakita-kun oder wie er auch heißen mag... Du scheinst ihn ja sehr zu mögen und hast nach der Inter-High total über ihn geschwärmt. Dürfte ich wissen, warum ihr euch gut versteht? Ich meine, ihr seid zwei komplett verschiedene Personen, das kann nicht sein!“
Der Angesprochene hatte gar nicht mit dieser Frage gerechnet und sah ihn erst überrascht an, aber er musste daraufhin doch noch lächeln.
„Weißt du... Anfangs hatte ich wirklich große Angst vor ihm... Wobei manchmal immer noch, haha... Als ich ihn in der Inter-High gefragt habe, ob er mir helfen will, war es wirklich nicht leicht mit ihm zu reden, doch ich habe ihn trotzdem überredet. Ich denke, Arakita-san ist jemand, den man nicht direkt beurteilen sollte. Er braucht seine Zeit, bis er sich jemanden öffnen kann. Bei seinen Teamkameraden war es sicher nicht anders. Ich persönlich finde ihn sehr nett und cool! Ich bewundere ihn, was er für seinen Team getan hat. In letzter Zeit schreiben wir miteinander und vielleicht leihe ich ihm mal eine Love Hime DVD aus!“
Onoda fing ein wenig über ihn zu schwärmen, während Naruko über seine Worte nachdachte und Imaizumi wollte nichts dazu sagen, weil er selbst nicht wusste, was er von Arakita halten sollte.
Als Naruko im Unterricht war, hörte er nicht wirklich zu und dachte immer noch über die Sache nach. Scheinbar war an Onodas Aussage irgendetwas dran, sonst würde er nicht so gut über ihn reden. Nur er konnte es sich bei ihm überhaupt nicht vorstellen. So wie er Arakita in der Inter-High und gestern erlebt hatte, konnte er seiner Meinung nach gar nicht nett sein. Aber vielleicht brauchte er wirklich seine Zeit, bis er sich öffnen konnte. Wie sagte man auch so schön? Harte Schale, weicher Kern.
„Ach, wieso mache ich mir überhaupt Gedanken über ihn? Er kann mir doch total egal sein! Onoda-kun kann mir sagen was er will! Ich kann ihn einfach nicht ausstehen! Basta!“, brüllte Naruko plötzlich in die Klasse rein und alle anderen Schüler fingen anzulachen.
Sein Lehrer schaute ihn deswegen wütend an und das konnte nur eins bedeuten: Nämlich nachsitzen.
Als er die nervige Nachsitzstunde hinter sich hatte, war seine Laune umso mieser. Dabei hatte er versucht sich wieder zu beruhigen. Wegen dem Nachsitzen konnte der Rennradfahrer gar nicht ins Training kommen und das ärgerte ihn total. Naruko hatte keine Zeit zu verlieren, er musste genug für die nächste Inter-High trainieren, also musste er sich von nun an zusammenreißen, damit es nicht wieder vorkam.
„Jetzt musste ich auch noch wegen diesem Typen nachsitzen! Vielen Dank auch dafür! Ich sollte ihn jetzt einfach wieder vergessen, schließlich habe ich andere Sorgen!“
Naruko stieg kurz darauf auf seinem Fahrrad ein und fuhr sofort los. Er wollte wieder einkaufen gehen, da er gestern schon die ganzen Milchpackungen ausgetrunken hatte. Immerhin trank er so viel Milch am Tag, weshalb er fast jeden Tag einkaufen gehen musste. Es dauerte etwas bis er ankam und er stellte da sein Rad vorerst ab. Diesmal sah er zum Glück nicht die Marke von Arakitas Rennrad und seufzte erleichtert. Naruko wollte heute auf gar keinen Fall Déjà-vus erleben und ging in dem Laden rein. Er versuchte sich zu beeilen, weil er völlig erschöpft war und einfach nur nachhause wollte. Bloß wenn er gewusst hätte, was ihn da draußen erwarten würde, wäre er lieber drinnen geblieben. Denn kaum verließ er den Laden, wurde er von einer bestimmten Person angesprochen.
„Wen haben wir denn da? Wenn das nicht der gute alte Naruko ist. Du hast dich kein Stück verändert, bist immer noch ein Zwerg geblieben, haha!“
Naruko sah diese schockiert an, denn es waren ehemalige Klassenkameraden von ihm, die ihn damals öfters geärgert haben. Er wurde richtig blass im Gesicht und konnte vor Schock, weder abhauen noch reden. Es kamen ihm direkt viele Erinnerungen von damals hoch, die er ständig verdrängen wollte.
„Haha, du kaufst dir also immer noch Milch, damit du wachsen kannst? Und das auch noch in diesem billigen Laden, weil du dir sonst nichts leisten kannst!“
Naruko sagte immer noch nichts dazu und war der Meinung, dass die Jungs recht hatten. Ja, er kaufte sich ständig Milch in der Hoffnung, dass er endlich wachsen würde. Aber bei ihm hatte es immer lange gedauert und das machte ihn total ungeduldig.
„Ich habe auch gehört, dass er bei der Inter-High aufgegeben hatte, aber was will von diesem Zwerg erwart-“ „Ja und, ich habe auch aufgegeben, habt ihr was dagegen?“, unterbrach ihn auf einmal jemand.
Naruko dachte, er sah nicht richtig und wusste nicht, ob er froh oder noch mehr schlecht gelaunt sein sollte. Es war nämlich tatsächlich Arakita, der sich dazugesellte.
„Ihr Jungs habt sicher keine Ahnung von Road Racing, also solltet ihr lieber die Klappe halten. Ich wette, ihr würdet nicht einmal die ersten Minuten aushalten und direkt aufgeben. Ihr solltet unsere Sportart nicht unterschätzen! Außerdem spielt die Größe keine Rolle. Jeder ist so wie er ist!“, gab er seinen Senf dazu.
Dadurch wurden die Jungs tatsächlich still und sahen ziemlich verängstigt aus. Eigentlich wollte Naruko ihn ungern wiedersehen, aber gerade war er ihm schon irgendwo dankbar.
„M-Moment Mal... Dieses Gesicht und seine Uniform... Er kommt mir sehr bekannt vor... Ist er nicht Arakita, der damals ein Raudi war? Laut anderen Leuten sollte man sich immer noch nicht mit ihm anlegen... N-Nichts wie weg hier!“
Nachdem sie endlich weg waren, fiel Naruko ein Stein vom Herzen. Als wäre  sein Tag nicht schlimm genug und da mussten ausgerechnet die Jungs noch auftauchen. Er fühlte sich in dem Moment sehr schwach und bereute es, dass er sich nicht wehren konnte. Aber er wusste selbst nicht, was mit ihm los war, er fühlte sich wie gelähmt.
„Kopf hoch, hör nicht auf diese Vollidioten. Du solltest dich nicht fertigmachen lassen, ich denke es ist nicht deine Art. Und was ist bitte schlimm daran klein zu sein? So klein bist du nun auch nicht! Es gibt genug Leute da draußen, die sogar größer sind als ich. Ich meine, wir haben einen Zweitklässler bei uns, der 202 cm groß ist! Oder der brave Sohoku Junge ist auch etwas größer als ich, dabei bin ich in der 3.Klasse!“, heiterte Arakita ihn auf.
Nun klang er tatsächlich nach dem Arakita, den Onoda so sehr mochte. Naruko musste erst einmal realisieren, was gerade alles passierte. Er konnte es einfach nicht fassen, aber er musste dann schmunzeln.
„Wow... Ich bin ehrlich gesagt sehr sprachlos... Wenn ich ehrlich bin, fand ich dich nie wirklich sympathisch, aber Onoda-kun hat tatsächlich recht. Du brauchst wohl deine Zeit, bis du dich bei jemanden öffnen kannst. Kaum zu glauben, dass ich das sage... Aber danke. Ich danke dir, was du gerade für mich getan hast, Arakita-kun!“, grinste Naruko, der wieder ganz der Alte wurde.
Arakita schaute daraufhin peinlich berührt weg, weil sein Gesicht leicht rot  wurde.
„I-Ich habe doch nichts großartiges getan...“, grummelte er.
Naruko lachte darüber und ihm ging es eindeutig besser. Daraus hatte er gelernt, dass der erste Eindruck nicht immer zählte.
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