He isn't afraid to kiss me

von - Finn -
OneshotDrama / P12 Slash
Ian Gallagher Mickey Milkovich
08.12.2016
08.12.2016
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Mickey lag auf dem Rücken auf einer der schlichten Matratzen mit schlichtem Laken, den Blick zur Decke gerichtet.
Vermutlich starrte er schon den gesamten Tag lang auf einen Fleck. Andererseits gab es auch nicht gerade viele sehenswerte Alternativen.
Durch eines der oben liegenden kleinen Fenster fielen spärliche Strahlen der Nachmittagssonne in seine Zelle, trafen vereinzelt das Bett und er fühlte die Wärme auf seiner Haut.
Ein Gefühl, dass ihn an das Lachen eines 15jährigen Jungen erinnerte. Unbeschwert. Ehrlich. Ansteckend.
Sein Lachen zwischen tausend Sommersprossen, dass ihm einen warmen Schauer durch den gesamten Körper jagte wie ein Stromschlag.
Wie ein zarter erster Sonnenstrahl im Frühling, hatte er an seiner Oberfläche gekitzelt. Langsam, vorsichtig. Hatte sich nach und nach immer weiter zu ihm durch geschlichen, unbemerkt.
Bis er ihn eines Tages in jeder Faser seines Körpers spüren konnte.
Ian, der seine Mauern einriss und jede kalte Fassade an ihm zum schmelzen brachte.
Diese scheiß Angst, sich daran zu verbrennen...

Ein schmaler Strahl der immer tiefer stehenden Sonne fiel zwischen den Metallgittern hindurch auf Mickeys Brust. Der Großteil eines noch relativ frisch gestochenen Tattoos schaute unter einem alten Unterhemd hervor, dass er trug.
Die Buchstaben hoben sich schwarz von seiner hellen Haut ab; gerötet, pochten schmerzhaft. Die Stelle hatte sich entzündet.
Ian...
Die letzte Abendsonne brannte auf seinem Namen, den er direkt auf seinem Herzen trug.

Vor Jahren hätte er nie geglaubt, dass jemand in der Lage sein könnte, ihm so sehr mitten ins Herz zu ficken.
Er wünschte er könnte die Zeit zurück drehen. Ahnungslos, was er, wenn er noch einmal die Möglichkeit dazu hätte, anders machen würde.
Vermutlich nichts. Jede einzelne Handlung war so 100% Mickey gewesen.
Und doch, noch einmal 16 sein, noch ein mal in grüne Augen sehen, die ihn liebten, würde ihm heute die Welt bedeuten.

Mickey wusste, dass Ian ihn heute nie wieder auf diese Art ansehen würde und es riss sein Herz in Fetzen.

Ein Frühlingssonnenstrahl, der sich unbemerkt in dein Leben schleicht, bis er in der Lage ist, dich von einem Moment auf den anderen komplett zu zerstören.

Warum?
Seine Sicht verschwamm und er gab sich nicht länger die Mühe zu verstecken, was er sich sein halbes Leben lang verboten hatte. Zu sehr Badboy damals, zu stolz, zu kalt, zu feige...

Warum jetzt...
Wo ich keine Angst mehr vor'm Küssen habe?, dachte er, fuhr sich mit der rechten Hand über's Gesicht.

FUCK.
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