Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

The Flying Doctors - Solitariness

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Familie / P16 / Gen
Dr. Chris Randall Dr. David Ratcliffe Dr. Geoff Standish Dr. Tom Callaghan Kate Wellings/Standish OC (Own Character)
07.12.2016
23.02.2017
11
36.009
2
Alle Kapitel
14 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
01.02.2017 3.103
 
Hi, hier noch ein Kapi,
da ihr solange warten musstet,
weil ich die Story hier vergessen hatte.

LG eLa

-----------------------------------------------------------------------------

Solitariness - Einsamkeit





5. KapitelPlanungen und Fragen


Coopers Crossing

Kate stieg aus dem Wagen aus und ging auf das Haus zu. Geoff hingegen trat um den Wagen herum und holte seine schlafende Tochter aus dem Wagen. Er trug sie an Kate vorbei ins Haus und brachte sie hoch in ihr Bett. Die kleine wachte kurz auf, als er ihr Jacke, Schuhe und Pullover auszog, dann aber schlief sie direkt wieder ein, kaum das er sie hochgehoben hatte. Lächelnd legte er sie im Bett ab und deckte sie zu, ehe er den Raum verließ.
Im Flur an der Wand gegenüber stand Kate und schaute ihm mit sorgenvoller Stirn entgegen. „Wir müssen endlich was besseres finden. Wir können sie nicht jeden Abend zweimal wecken, um her zu fahren.“
„Du liebst dieses Haus, genau wie ich.“
„Ja. Aber...“
„Kate... die Zeit vergeht schnell, bald bist du wieder den ganzen Tag bei ihr und dem Baby und bis danach... finden wir etwas. Außerdem... sie schläft doch, wir quälen sie ja nicht. Und so lange ist Penny ja auch noch gar nicht weg.“

Er legte die Hände an ihre Hüften und zog sie näher. „Willst du mir nicht sagen... wo das eigentliche Problem ist?“
„Das... eigentliche... Problem?“
Er nickte und sah sie ernst an. Sie seufzte und schloss die Augen. „Erst Tom und Chris, dann Emma und Sam, Paula, Clare, es... alle gehen sie. Magda ist auch wieder fort... jetzt Annie...“
„Tom und Chris sind doch wieder hier.“, sagte er ruhig und küsste sie zärtlich auf die Stirn. „Sie leben und arbeiten beide hier und David kommt auch zurück, er ist doch schon wieder da.“
„Ja, schon...“
„Oh, Kate. Mach dir nicht so viele Gedanken. Wir finden zwei neue Schwestern, auch einen neuen Funker und... hey... wir schaffen das auch mit zwei Kids. Wir haben Freunde hier und Chris sagt doch selbst, das wir auch beide Kinder bei ihr abladen können.“
„Sie vermisst die Arbeit Geoff.“
„Ich weiß, sie fehlt mir auch. Der Streit mit ihr, die Zusammenarbeit. Aber... sie lebt. Sie kann arbeiten und wenn sie will stelle ich sie jederzeit halbtags ein. Sie... ist noch nicht soweit Kate.“
„Es ist... schon sechzehn Monate....“
„Sie hat viel verloren Kate, sie beide. Ich bin nur froh, dass wir Anna damals retten konnten, nicht nur Chris. He, sie packt das und ich glaube... auf der Farm von Royce gefällt es beiden ganz gut.“

Kate nickte nachdenklich und schaute auf die angelehnte Zimmertür ihrer Tochter. „Ich... mache mir Sorgen, dass sie... es nur vorgibt.“
„Ich denke nicht. Ich habe mit dem Sohn von Royce gesprochen, ich...“
„Eric? Der weiß doch auch nur was sein Vater und er sehen, was...“
„Nein, Cai. Er war doch vor zwei Wochen zu Besuch, er und Chris haben gemeinsam mit den Kindern gezeltet und er ist sich auch sicher.“
Kate seufzte und nickte dann. Geoff war erleichtert, das die Meinung des ausgebildeten Psychiaters sie zumindest zu beruhigen schien und drückte sie fest an sich. „Komm, lass uns auch ins Bett gehen.“
Sie nickte.

Es war früh am Morgen als er nicht mehr Schlafen konnte und so stand er auf. Entschieden nutzte er das untere Bad, um seine beiden Frauen nicht zu wecken. Anschließend ging er ins Büro, zum Frühstück machen war es eindeutig noch zu früh. Doch er konnte die Unterlagen für den Neuen ordnen und die Dokumente von David kopieren, einsortieren und ihn auch im Computersytem wieder auf den Status arbeitsfähig setzen.
Er war in den letzten Wochen immer wieder in Sorge gewesen, ob es wirklich war, was David tun wollte. Hier bleiben, oder ob es nur Dankbarkeit war, der Schrecken über das was geschehen war. Doch ihr kurzes Gespräch gestern am Flughafen. Sein Gefühl sagte ihm nun deutlich, dass David endlich wirklich angekommen war. Auf der kurzen Fahrt in die Stadt hatten er und Kate, wie auch der Neuling wohl mehr über David und seine Familie erfahren, wie sie alle bisher in den letzten zwei Jahren von ihm gehört hatten. Es war nicht zu leugnen, David hatte sich verändert.
So wie Chris nach dem Unfall, bei dem sie Jasen verloren hat und beinahe auch das gemeinsame Kind. Sein Blick huschte hinüber zu dem einzigen Bilderrahmen auf seinem Schreibtisch, der nicht seine eigene Familie zeigte. Es war ein Foto von einem Frühchen im Arm seiner Mutter und ein zweites, das erst wenige Wochen alt war. Anna.

„Du siehst sie noch immer so an.“
„Was?“, überrascht fuhr er herum, er hatte gar nicht mitbekommen, dass er nicht mehr der Einzige wache Mensch im Haus war. Kate schmunzelte und kam in ihrem Morgenmantel um den Schreibtisch herum. Sie legte die Arme um ihn, küsste ihn auf die Wange und griff dann an ihm vorbei. „Anna.“, sagte sie und stellte den Rahmen auf seinen Aktenstapel, „du siehst sie noch immer mit diesem ganz bestimmten Blick an, wenn dich keiner beobachtet.“
„Mit welchem?“
„Voller Sorge und Hoffnung. Geoff, der Kleinen geht es prima.“
„Sie... wird es nicht leicht haben und Chris...“
„Hat uns und wie du gestern richtig gesagt hast, viel wichtiger ist das wir die kleine Maus damals nicht verloren haben. Nicht bei dem Unfall und nicht bei ihrer frühen Geburt einige Zeit später.“
Geoff nickte und nahm den Rahmen in die Hand. „Sie... sie will noch immer, dass ich es mache.“
„Dann frage David.“
„Kate....“
„Du hast Scarlett mitoperiert. Du hast dich die ersten achtundvierzig Stunden nicht von Anna weg bewegt. Chris hat einfach Angst. Ich verstehe sie. Ich würde auch nicht irgendwo anders und alleine sein wollen und sie weiß, dass du es kannst.“
„Aber in Adelaide, in Sydney da...“
„Dann sprich mit dem Service, damit du es dort machen kannst. Du kannst das. Ich weiß es.“, sie strich ihm über die Wange, als ihre Hand unter seinem Kinn war drehte er seinen Kopf zu ihr und sie küsste ihn. „Außerdem... ist noch Zeit.“
Geoff nickte und folgte seiner Frau aus dem Büro. Er ging in die Küche, sie ins Bad.

x

„Geoff? Da war bereits ein Anruf für dich aus Adelaide.“
„Was wollten die?“
„Es war der Boss persönlich und er wollte dich sprechen. Er hat mir nur gesagt, dass es um die Schwesternstellen geht und eine andere unbesetzte.“, er zuckte die Achseln. „Kennst das doch. Ist der Chef da, warum denn mit dem Vertreter reden?“
„So langsam geht mir Charles Brooks damit auf die Nerven. Wozu hast du denn den Posten?“
„Frag ihn das lieber nicht.“, warnte Tom. Geoff blieb stehen und drehte sich um: „Wieso?“
„Er sagte was davon, dass ich ihm nicht dumm kommen solle und unser Krankenstand nicht okay sei?“
„Welcher Krankenstand? David ist doch wieder...“
„Er zählt ihn noch mit und auch Chris.“
„Der ist doch nicht....“

„Ruhig, du willst doch keinen Ärger mit Brooks? Denk dran, wir sind bald zu viert und wir brauchen einige Babysachen neu. Ich werde sie Chris und Anna nicht wegholen.“
Geoff sah zu seiner Frau und verdrehte die Augen. Kate grinste und verschwand. Tom aber blieb reglos stehen, sah den Freund und Kollegen fragend an.
„Wieso müssen Frauen immer so logisch sein und Recht haben?“
„Fragt der von uns beiden der verheiratet ist? Sollte ich das nicht dich fragen?“, wollte Tom wissen und schüttelte grinsend den Kopf. Geoff aber verzog das Gesicht. „Haha.“
„Na geh du telefonieren, ich bereite das Teamgespräch vor und sehe noch mal über den Einsatzplan?“
„Ja mach das und denk dran, das David noch nicht....“
„Ich weiß. Bis gleich.“
„Ja, bis gleich.“, murmelte Geoff und ging, Tom sah ihm grinsend nach, typisch Geoff. Er war bereits wieder im Arbeitsmodus gewesen und in Gedanken beim Telefonat. Er ging an den Schrank vor dem der andere eben noch gestanden hatte und nahm die Akten, welche Geoff liegen gelassen hatte an sich. Typisch, würde Kate wohl jetzt sagen?

x

Seine Laune war nach dem Gespräch nicht besser wie am Morgen, als er auf den Dienstplan gesehen und entdeckt hatte, das neben Jenny nun auch Alexandra ausfiel und damit neben ihnen den Ärzten nur Annie blieb, die alleine den Funk zu nutzen und somit auch zu überwachen wusste. Er schüttelte den Kopf und griff den mobilen Funk von seinem Schreibtisch.
Nun, wir werden wohl auch das überstehen.
Er ging hinüber ins Schwesternzimmer schaute sich um, entdeckte aber nur die junge Auszubildende, welche in wenigen Wochen erst ihre Prüfungen in Broken Hill ablegen würde. „Cassi? Wo ist Annie?“
„Beim röntgen, oder aber schon wieder dabei Mr. Masters ins Bett zu bringen.“
„Danke.“
„Lassen Sie den Funk ruhig hier. Sie kommt doch jeden Moment zurück und ich kann das Gerät auch bedienen.“
Er schüttelte den Kopf. Die einundzwanzigjährige sah ihn ernst an stemmte eine Hand in die Hüfte. „Wenn ich nächste Woche neben Kate, Aurelia und Kendra die erfahrenste hier bin, wollen Sie es mir dann auch nicht zutrauen?“

Überrascht musterte er das Mädchen.
Sie grinste und er sah ihr genau an, dass sie wusste, das er wusste sie hatte Recht. Er seufzte, legte das Funkgerät ab und sah sie ernst an. „Aber....“
„Ich bin im Outback aufgewachsen Doc. Glauben Sie mir, als ich mit fünf den Notruf für meinen Vater abgesetzt habe wusste ich nicht mal wozu alle Knöpfe sind, ich krieg das hin.“
Okay, davon hörte er zum ersten mal. Er würde Tom fragen, später. Jetzt war anderes wichtiger. Er nickte stumm und setzte seinen Weg fort. Keine zwei Minuten später betrat er den neuen Nebentrakt, welcher den eigentlichen RFDS-Stützpunkt mit dem Krankenhaus verband. Kurz vor dem Durchgang zur Funkstation bog er rechts ab und betrat das neue Besprechungszimmer. Die anderen waren bereits fast alle da.
Als auch David ankam, nickte er allen zu und begann.

„Ähm... und die Schwestern?“, fragte David ihn entschuldigend, weil er ihn unterbrochen hatte.
„Später, zuerst nur wir.“
David nickte. Geoff stellte sie alle vor, was recht schnell beendet war, wo nur Daniel und Tom sich noch nicht kannten. Er begann mit einigen grundsätzlichen Informationen und Regeln für Daniel und die Arbeitsweise im Outback, riet ihm dann das Handbuch zu lesen.
Tom fügte dem noch zu, dass im Flugzeug der Pilot entschied welches Risiko noch vertretbar war und welches nicht, aber auch, dass er dem Piloten durchaus vernünftig den ernst der Lage klar machen konnte, damit dieser gegebenenfalls neu entscheiden konnte. Er machte dem neuen Kollegen aber auch klar, das Dienst nach Vorschrift zwar immer galt, im Outback draußen aber rasch auch zur Auslegungssache wurde und nach Lehrbuch seltenst funktionierte. Als er aber dazu übergehen wollte dem Neuen eindrücklich zu erklären unter welchen widrigen Umständen eine Op durchaus anfallen konnte und durchgeführt werden musste unterbrach ihn Daniel Reet jedoch.
„Ich meinte das durchaus ernst, das ich im Outback gelebt habe. Ich mag klein gewesen sein. Doch ich erinnere mich an eine Not- Op auf unserem Küchentisch, und etwas ähnlichem in einer Scheune. Mir ist durchaus klar, dass ich nicht immer hier die Op durchführen werde und auch... das ich am Anfang nicht nur umdenken, sondern auch mal Hilfe erbitten muss. Also... der Dienstplan?“, er deutete auf den Plan in Toms Hand.

Tom und Geoff wechselten einen Blick, in den sie auch David einbanden. David nickte und Geoff tat es ihm zögernd nach, dann breitete Tom den Plan aus und Geoff ging zum Telefon die Schwestern rufen. Annie kam gefolgt von Kate und Kendra. Einen Moment sah er die drei an, dann dachte er zurück an sein Telefongespräch mit Brooks und schaute insbesondere Kate an. „Kate? Denkst du... Cassi ist bereit die Visiten mit zu besuchen?“
„Mit etwas Unterstützung von Euch? Sicher. Aber... sie hat nicht die Erfahrung bei Not- Op's oder ähnlichem. Sie ist... nur Schwester.“
Tom schüttelte den Kopf. „Nicht nur. Sie hat vor ihrer Ausbildung in Broken Hill eine Ausbildung zum EMT gemacht. Sprich sie war bei Notfällen vor Ort zumindest dabei.“
„Na dann... ist doch besser wie manch anderen den wir hatten.“
Geoff hob skeptisch die Brauen. „Vor deiner Zeit.“, erklärte sie.
Er schüttelte den Kopf. „Kendra? Hol bitte Cassi her und bitte Lila nach uns zu rufen, wenn irgendetwas ist.“

Cassi sah sich im Besprechungszimmer um, ihr war plötzlich ziemlich unwohl. Alle Ärzte waren Anwesend und neben der leitenden Schwester auch alle anderen, die mit auf Einsatz flogen. Sie setzte sich, da Kendra ihr bedeutete neben ihr Platz zu nehmen. Unsicher presste sie die Lippen zusammen und schaute hinüber zu den beiden Standish, was nicht so ganz einfach war, saßen sie auf verschiedenen Tischseiten.
„Cassi?“
Sie sah von seiner Frau zum Doc und nickte: „J-ja?“
Er lächelte freundlich und sie entspannte sich ein wenig.
„Kannst du dir vorstellen Dr. Callaghan, Ratcliffe oder mich auf eine Visite oder... im Ernstfall auch zu einem Notfall zu begleiten?“
„Alleine? Also ich meine... ohne eine der anderen?“
Er nickte.
Sie schloss die Augen, dachte nach. Eine Visite war eine Sache, doch einen richtigen Notfall? Was wenn sie die falsche Entscheidung...

„Cassi? Du bist nie alleine dort draußen.“
Sie öffnete die Augen und blickte hinüber zu Kate. „Es ist immer jemand da, der dir sagt was du zu machen hast.“
„Oder du hast den Funk und kannst nachfragen.“, warf Doc Callaghan ein.
Sie sah zurück zu Geoff Standish. „Ich denke... schon. Aber... wenn ich ehrlich bin macht es mir auch was Angst. Ich meine... es kann immer sein, das ich plötzlich irgendwo alleine stehe und eben kein Funk...“
„Wir haben das Vertrauen in dich, dass du das packst.“, Dr. Ratcliffe, mit dem sie bis zu seinem Unfall am meisten gearbeitet hatte nickte ihr aufmunternd zu. Sie nickte. „Würde ich... auch hier bleiben können, wenn ich jetzt nein sage?“
Geoff nickte, wirkte jedoch nicht sehr zufrieden. „Ich kann keine Schwester entbehren, mir fehlen schon zu viele.“
Sie nickte. „Ich mache mit.“, sie nickte erneut dieses mal entschlossener und atmete ruhig aus. Sie schaute auf ihre Hand, sie zitterte. „Du hast die nächsten zwei Tage frei nicht?“
„Ja.“
„Geoff? Kann sie nicht stattdessen Tom und mich zur Visite begleiten?“ Annie sah in die Runde. Gespannt schaute sie hinüber zu Standish, er sah zu seiner Frau, sie nickte. „Nur wenn du deine Lernsachen mitnimmst. Nicht das du mir am Ende noch durch eine Prüfung fällst.“
Sie nickte.

„Gut, dann zum nächsten Punkt.“, erklärte Standish, er stand auf und trat ans Fenster, einen Moment lang war ihnen sein Rücken zugewandt. Cassi schaute sich genau die anderen um sie herum an, es war irgendwie seltsam hier zwischen all den anderen zu sitzen, sie hatte das eindeutige Gefühl hier völlig fehl am Platze zu sein.

„Die neue Schwester wird voraussichtlich in einer Woche hier sein. Sie ist fünfundzwanzig, kommt ursprünglich aus Europa, lebt aber wohl schon einige Zeit in Australien. Sie hat in Deutschland eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und wird jetzt also zu uns stoßen. Zur Zeit arbeitet sie in unserer Klinik in Sydney, im St. Barbara.“
„War sie dann überhaupt schon im Outback?“, fragte Kendra leise und sorgenvoll, „wenn nicht... naja... alleine mit mir und Cassi?“
Cassandra Allison zuckte merklich zusammen und sah dann verwirrt in die Runde. „Ja aber... Aurelia kann doch auch...“
„Nein. Sie ist schwanger und da es eine Risikoschwangerschaft ist, ist sie auch im krank.“, antwortete Kate. Die junge Frau nickte, sie hatte keine Ahnung gehabt, dass die Kollegin länger ausfiel, oder warum.
„Warten wir ab, wie sie sich macht, bis dahin... Kendra? Du wirst Rufbereitschaft machen und nur einige Stunden hier sein.“, sagte Geoff entschieden und änderte den Plan vor aller Augen ab. „Ob wir Nelly überreden können uns eine Weile in der Klinik zu helfen?“, er schaute fragend in die Runde.

Kate verschränkte die Arme, zuckte die Achseln. „Ich werde sie später anrufen, mach dir aber nicht zuviel Hoffnung.“
Kendra lehnte sich mit nachdenklichem Blick nach vorne: „Was ist mit Ruthy? Ihre Kleine ist inzwischen zwei und ihre Mutter wohnt seit einiger Zeit bei ihnen. Soll ich sie fragen?“
„Frag sie, ich werde erst danach bei Nelly anrufen, sie hat die weitere Strecke.“, bat Kate, die andere nickte und wieder sah alles auf die Pläne auf dem Tisch.
„Wie wäre es, wenn Cassi mit mir in einer Woche Riverrun abdeckt?“
„Alleine? David, das sind zwei Tage.“
„Ja, aber Notfälle fallen weg, weil ihr das Flugzeug habt und es gibt Betten, richtige Betten.“
„Ich weiß nicht.“, gab Geoff zurück und er schien verneinen zu wollen als...
„Was ist dort?“

„Unsere neue Doctor's Station, die Farm auf der wir bisher waren ist nicht mehr bewohnt. Dort müssen einige Kinder geimpft werden, bei anderen stehen Vorsorgeuntersuchungen an. Einige junge Frauen und Mädchen kommen zur Untersuchung, brauchen ihre Pille. Routine- Sachen und sicher der ein, oder andere der eine Verletzung, Erkältung oder so was hat.“
„Werde ich die zwei Tage hier gebraucht?“
„Ich glaube die Kombi wird ihm noch weniger gefallen. Er fürchtet das ich zuviel mache und mit dir, müsste ich auch noch...“
„Eigentlich denke ich, die Idee ist gut. Immerhin hat er bis dahin eine Woche Einsätze mitzufliegen und sich einzugewöhnen.“, Geoff sah hinüber zu Tom. „Welchen Tag willst du das frei?“
„Na, wenn du mich so fragst Sonntag, denn Montag habe ich eh frei, ich könnte raus fahren ins Outback.“
Kate stieß ihn an und grinste. „Damit du da am Ende doch wieder arbeitest?“
Der Arzt verzog sein Gesicht. „Erinnere mich nicht daran.“
Cassi betrachtete die anderen und war sich mit einem mal sehr sicher etwas nicht zu wissen. Annie stieß sie an. „Erklär ich dir noch.“ Sie nickte und folgte der anderen bald darauf aus dem Raum.

Geoff sah hinüber zu David, Tom und Kate, die noch bei ihm waren und dann auf die Pläne. „Denkt ihr... das es... richtig ist?“
„Was? Die Pläne? Geoff, die sind das beste für alle, was drin war.“
„Nein. Cassi.“
„Annie war kaum ein Jahr älter wie sie herkam und Cassi hat noch den Vorteil, dass viele hier sie kennen.“, warf Tom ein. Als seine Frau dem Kollegen zustimmte nickte Geoff und sah mit einem milden Lächeln hinüber zu David. „Wirklich gut dich wieder hier zu haben.“
„Schön wieder hier zu sein.“
Drohend hob der Leiter der Base seine Hand und streckte dem jüngsten in der Runde den Finger drohend entgegen: „Keine Klettertouren mehr.“
„Willst du das jetzt wirklich?“, fragte der jüngere verkniffen.
„David, ich warne dich.“, griff Kate ein, „kein Klettern mehr ohne Absicherung! Doppelt, streng nach Vorschrift.“
„Auf alles andere verzichte ich, glaub mir.“, sagte er und stand langsam auf. „Wie geht es eigentlich Chris und der Kleinen?“, fragte er. Die anderen lächelten ihm zu und David nickte. „Schön.“
„Geh sie mal besuchen, Chris freut sich bestimmt dich zu sehen.“
„Werde ich machen. Immerhin will Geoff mich immer erst am Nachmittag hier sehen.“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast