Gilmore Girls - The Life

von revenge88
KurzgeschichteRomanze, Familie / P16
Jess Logan Lorelai Luke Rory
05.12.2016
13.01.2017
3
8735
 
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Gilmore Girls – The Life

[2x01- Decisions] Part 1

„Mom,…“, sagte Rory ganz ruhig, während sich ihr Blick zu ihre Mutter richtete.
Diese sah ganz verträumt in den Himmel hinauf. „Ja?“, fragte Lorelai sanft.
„Ich bin schwanger.“

-

Als sich der Schock in Lorelais Gesicht etwas gelegt hatte, schluckte sie nochmals bevor sie zu der wichtigsten Frage ansetzte.
„Wer ist der Vater?“
Rory saß die ganze Zeit nur reglos da. Sie machte nicht gerade den Eindruck, als würde sie sich freuen. Die Frage ignorierte sie.
„Ich weiß, ich sollte dir jetzt eigentlich sagen, ich freue mich für dich. Es ist auch so. Nur Rory, das passt nicht zu dir. Du hast doch noch soviel vor und ich frage mich ob du Unterstützung bekommst, die ich nie von deinem Vater hatte.“
Egal was Lorelai in diesem Moment gesagt hätte, alle Worte klingen hart in ihren Gedanken. Es war wieder einer dieser Momente, wo sie ihrer Tochter am liebsten sagen würde, was nun zu tun ist. Aber dieses Recht hatte sie schon lange nicht mehr. Sie musste entscheiden, wie sie mit der Situation umgehen will und wie ihre nächste Schritte lauten.
„Es spielt keine Rolle, wer er ist.“ In diesem Moment stand die junge Gilmore auf und schwenkte von einer verunsicherten Miene zu einer wütenden.
„Ich wollte dir es eigentlich nur erzählen, dass du dich nicht wunderst, warum ich immer runder und runder werde.“
Lorelai wusste nicht wie ihr geschah. Wie Rory einfach so schnell und vorallem wegen einer solchen Kleinigkeit wütend werden konnte, machte ihr sofort klar, dass nicht sie diejenige war, auf wen ihre Tochter sauer war.
„Schatz, ich verstehe deine Wut. Ich wollte dich nicht mit den Dingen konfrontieren, die dir weh tun. Nur früher oder später musst du eine Entscheidung treffen.“, sagte Lorelai ganz ruhig und reichte ihrer Tochter die Hand.
„Und eines darfst du nie vergessen, du bist nicht alleine! Ich werde dich bei jeder Entscheidung unterstützen.“

-

Wie an jedem Morgen saß die frischgebackene Ehefrau von Luke Danes am Küchentisch und trank eine große Tasse Kaffee. Der kleine Streit zwischen ihr und Rory saß noch tief.
„Guten Morgen!“, erklang es aus dem Flur. Die Stimme könnte Lorelai überall erkennen.
Luke.
Als er in die Küche hin eintrat, stellte er eine kleine Tüte hin. Er lächelte seine Frau an und gab ihr einen sanften Kuss auf ihre Lippen. Lorelei, die sich als Ehefrau nun ganz anders fühlte, erwiderte den Kuss und lächelte danach bis über beide Ohren.
„Guten Morgen!“
„Ich hab euch zwei frische Kirschkuchen mitgebracht. Und keine Sorge ich habe auch an das rohe Fleisch für Paul Anka gedacht.“ Wiedermal bewies Luke, dass er einfach perfekt war.
Dann deutete er zaghaft zu der verschlossen Tür.
„Ist Rory schon herausgekommen.“ Als er dies fragte, verschwand ihr Lächeln.
Sie schüttelte nur den Kopf und nahm einen weiteren Schluck von ihrem Kaffee.
„Irgendetwas ist doch los, sie war gestern so in Gedanken.“ Er hielt kurz inne und sah dann seiner Frau tief in die Augen.
„Du würdest mir doch sagen, wenn ich irgendetwas für sie tun kann, oder?“ Natürlich würde sie das. Aber Lorelai wollte sich nicht einmischen, Rory würde es schon erzählen, wenn sie breit war.
Außerdem könnte Luke, genau wie sie selbst, nur für sie da sein, mehr steht auch nicht in ihrer Macht.

-

Sie saß in ihrem Bett und überlegte, wie es nun weitergehen würde.
Es war klar, dass sie gestern gemein zu ihrer Mutter war. Immerhin wollte sie nur helfen und sie bestärken das Richtige zu tun.
Sie war schwanger.
Schwanger.
Natürlich hatte sie irgendwann gehofft, dass dies eintreffen würde. Doch alles was sie sich in ihrer Vorstellung ausgemalt hatte, ließ noch auf sich warten. Sie war weder verlobt noch verheiratet. Sie hatte keinen Job. Sie lebte Zuhause bei ihrer Mutter. Und jetzt das größere Problem, sie bekommt ein Kind. Und ihr war klar, dass der Vater, das Recht hatte, es zu erfahren. Aber wie könnte sie ihm das nur antun. Sie hatten gemeinsam einen Schlussstrich gezogen und jetzt müsste sie zu ihm gehen und seine ganze Welt erschüttern.
In diesem Moment kam ihr noch ein anderer Gedanke. Eigentlich war es egal was sie wollte und die Wünsche des Vaters waren auch nebensächlich. Das wichtigste ist das Wohl des Kindes und auch das Kind hat das Recht seinen Vater kennenzulernen. Sie wusste aus eigener Erfahrung wie es war, ohne einem Vater aufzuwachsen.
Ihr Blick wandte sich zu einem Fotoalbum, ein Fotoalbum von Ihr und Logan.

-

Luke war wieder einige Zeit im Cafe. Er dachte noch etwas über Rory nach, während er die Tische für neue Gäste säuberte.
„Luke.“
Jess betrat das Cafe und hielt ein kleines Paket in der Hand.
„Jess!“, Luke sah überrascht aus. Eigentlich hatte er sich ja schon auf den Weg nachhause gemacht.
„Ich habe noch was vergessen. Das ist für dich und Lorelai!“
Luke wollte ihm schon deuten, dass es nicht notwendig sei und dass er sein Geld lieber für andere Dinge ausgeben soll, aber Jess schüttelte gleich den Kopf und reichte seinem Onkel das Geschenk.
„Willst du, dass ich umsonst den Weg zurückgefahren bin? Nein? Dann nimm das Geschenk bitte an!“ Mit diesem Satz lächelte er und hoffte das Luke nun Ruhe geben würde.
„Hey, möchtest du nicht, noch eine Nacht hier bleiben. Das ist ja Quatsch die ganze Zeit immer hin und her zu fahren.“ Luke wollte sich natürlich erkenntlich zeigen, Jess Blick zu Folge, hatte dieser es schon gehofft.
„Ja, das würde mir eigentlich ganz gut passen.“
Luke brachte ihn hoch und setzte sich mit seinen Neffen zu dem runden Esstisch. Als der Cafe-Besitzer ihm ein Bier anbot, sagte er natürlich nicht Nein.
„Und wie geht es dem Ehemann?“, fragte Jess und deutete auf den Ring auf seinen Finger.
Luke grinste bis über beide Ohren und nickte immer wieder. „Es geht mir einfach hervorragend!“
Er hielt kurz inne und dachte wieder an seine Stieftochter.
„Rory war gestern nur sehr abwesend. Ich hoffe es geht ihr gut, ich merke nämlich, dass dadurch auch Lorelai etwas angespannt ist. Ich weiß nicht, wie ich jetzt reagieren soll.“
Jess nickte verständnisvoll. „Hast du Lorelai schon gefragt, was los ist?“
Bevor Luke antwortete, machte er noch einen Schluck von seinem Bier und sah auf seine Hände.
„Ich habe es versucht, aber entweder will sie nicht darüber reden oder sie kann nicht.“
Jess lächelte in sich hinein und sah eine Chance Rory wieder etwas näher zu kommen. Ob dies auf der freundschaftlichen Ebene wäre oder mehr lies er noch offen. Denn eines war sicher, ihm fehlte die überdurchschnittliche intelligente, hübsche Yale-Absolventin.
„Ich werde Rory einfach mal zum Essen einladen. Vielleicht heitert sie das etwas auf.“
Luke konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und tat in diesem Moment einfach so als würde er einen Hustanfall bekommen. Jess warf ihm einen genervten Blick zu.
„Oder vielleicht heitert es dich etwas auf.? Glaubst du, ich hab dir geglaubt, dass du über die Sache hinweg bist? Ich weiß doch aus eigener Erfahrung wie schwer es ist eine Gilmore zu vergessen.“
„Ohja, ich werde ihre Grandma nie vergessen… eine schreckliche Frau.“
Jetzt konnte Luke sich wirklich nicht mehr zurückhalten und lachte mit seinen Neffen mit.
Dann wurde er aber wieder ernst und sah Jess eindringlich an.
„Ich weiß, das letzte Mal ist es nicht so gut gelaufen. Aber nun seit ihr wesentlich reifer. Also höre auf mich. Wenn du sie wirklich magst, sag es ihr.“

-

Er war immer noch als Kontakt in ihrem Handy gespeichert. Zwar nicht mehr bei den Favoriten, aber das ist auch gut so. Dann musste sie eben ihre Telefonliste durchgehen. Ein paar Minuten länger oder kürzer machten wirklich keinen Unterschied. Dann erschien sein Name, das letzte was noch fehlte um den Vorgang zu beenden, war den grünen Hörer zu bedienen.
Sie musste ihren ganzen Mut zusammennehmen, aber dann riskierte sie es einfach. Sie drückte auf das grüne Symbol. Ihre Atmung wurde immer schneller, bis etwas kam mit dem sie nicht gerechnet hatte.
„Diese Nummer ist leider nicht vergeben. Drücken Sie die Zwei um mit der Auskunft verbunden zu werden.“
Der Schock stand in Rorys Gesicht geschrieben. Wie konnte das nur sein? Als sie bereit war, das Richtige zu tun, konnte sie es nicht. Genau in diesem Moment flossen die Tränen aus ihr heraus.
Sie konnte dies wirklich nicht alleine durchstehen. Das ging wirklich nicht.
Plötzlich klingelte ihr Handy. Sie wischte sich so gut es ging die Tränen aus dem Gesicht und schluckte nochmal kräftig bevor sie den Anruf annahm.
„Rory Gilmore.“
„Hey Rory! Ich bin`s Jess!“, sagte er ganz freundlich.
Rory dachte kurz nach, hatte sie was vergessen? „Hey, bist du schon in Florida angekommen?“
„Nein, ich hab auf halber Strecke umgedreht. Ich habe Luke vergessen, das Hochzeitsgeschenk zu überreichen.“
Rory wollte gerade etwas antworten, als Jess doch gleich weitersprach.
„Ich wäre bis morgen in der Stadt und ich dachte mir, ob wir nicht vielleicht heute Abend etwas essen gehen wollen? Ich meine, dass mit deinem Buch ist ja ein Grund zu feiern.“
Die junge Frau überlegte kurz und wog Vorteile und Nachteile ab. Feiern hatte meistens immer etwas mit Alkohol zu tun und es wäre natürlich auffällig, wenn sie darauf verzichten würde.
Aber Jess vor den Kopf zu stoßen, wäre ihm gegenüber nicht fair, also sagte sie einfach ja.

-
Review schreiben