What doesn't kill us make us stronger

von SweetWolf
GeschichteAllgemein / P16
05.12.2016
06.07.2020
38
95.602
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05.12.2016 1.594
 
Was? Eine neue Story? Warum? Wieso? Die andere ist doch noch nicht zu Ende? Warum fängt sie schon wieder eine zu BoB an? Hat die nicht die Nase voll? Kann sie auch mal was anderes schreiben?
Bla? Bla? Bla?
^_^ Ja, ich schreibe eine andere Story zu Bob. Und vor allem, weil ich Bock darauf habe und weil einige von euch das gut gefunden und toleriert haben. Da schaut ihr!
Ja, ich weiß, dass ich mit Call me mate! noch nicht fertig bin ... na ja doch, eigentlich schon. Das Kapitel ist fertig, hab es aber noch nicht online gestellt :3 Erst Freitag bzw Samstag ^_^ Und es ist wirklich nur noch 1 Kapitel Ó.Ò
Deshalb starte ich diese Story nochmal aus Owens Sicht und bin happy, dass sie wieder läuft XD
Nein, so ich halte jetzt die Klappe (Oder doch eher die Tasten still ...?) und störe euch nicht beim lesen ...
Viel Spaß mit der Parallelstory What doesn't kill us make us stronger
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Nervös wechsele ich meinen Standfuss. Hin und her.
,,Verdammt, wann geht es weiter?" murmele ich für mich. Seit Stunden stehe ich hier nun in dieser endlosen Schlange und es geht nicht vorwärts - kein bisschen.
Die Luft ist drückend und die Wärme macht es nicht gerade besser.
,,Was brauchen die denn so lange?" grummele ich genervt als nur eine Person die Zelte betreten darf.
,,Owen, was regst du dich auf? Es kann sich doch nur noch um Stunden handeln." ertönt eine Stimme weiter neben mir. Ich wende meinen Kopf dem Geräusch zu und erkenne meinen Zwilling, welcher breit grinst.
,,Hast du schon den Zettel deiner Untersuchung?" frage ich.
Riley nickt und zeigt mir den Zettel. ,,Gerade fertig geworden. Ich hatte echt mit den Blicken zu kämpfen gehabt." Sie flüstert den letzten Satz, so dass nur ich ihn hören kann.
Ja, kann ich verstehen. Riley, denkt man, ist ein typischer Jungenname und sie sieht beim flüchtigen hinschauen auch wie ein Junge aus. Aber wenn man sie genauer kennt wird man vom Gegenteil überzeugt. So ist schon seit geraumer Zeit immer noch das Gerücht, in der Stadt, bei uns, im Umlauf, dass Riley in Wirklichkeit  ein Junge ist und unsere Eltern aber sie als Mädchen haben wollten und sie deshalb so ankleiden.
Nein, das ist natürlich schändlich gelogen. Riley ist ein Mädchen- pardon, eine junge Frau und meine ältere Zwillingsschwester.
Auch wenn sie wirklich lieber in kleineren Männerhosen herumläuft, alleine schon um die Illusion aufrecht zu erhalten.
Und sie steht hier in der Schlange, hat sich einfach so vorgedrängelt.
,,Hey, Bursche, hinten anstellen. Vordrängeln zählt nicht!" ertönt die Stimme des Hintermannes. Wir beide schauen nach hinten, doch Riley dreht sich breit grinsend wieder nach vorne.
Ich weiß, was sie denkt: Schön lustig, dass mich alle für einen Jungen halten.
Gerade als dieser Kerl, hinter uns, Riley zu sich wütend herumdreht ruft uns eine laute Stimme zu Ordnung. ,,Jungs, was soll das denn hier?"
,,Er hat sich vorgedrängelt." petzt der Hintermann.
Riley kichert bloss. Ich schaue auf den Mann der eben zu uns gekommen ist.
Ein großer und etwas älterer Herr und ein Bekannter von unserem Vater.
Vater hatte immer viel von ihm erzählt.
An den Abzeichen und Orden kann man erkennen, was dieser Mann schon alles geleistet hat. Und das er den Rang Colonel hat, ist bestimmt mehr als berechtigt.
,,Colonel." meine ich und Riley und ich salutieren. Sink tut es uns gleich. Wir haben das immer gemacht, wenn wir ihn getroffen haben oder er uns und unseren Vater besucht hatte.
,,Ihr wollt wohl alle Fallschirmjäger werden und helfen, was?"
,,Natürlich." meint der Hintermann begeistert.
Sink nickt einigen hinter uns zu, wendet sich dann an uns. ,,Und ihr seid groß geworden."
,,Wir haben uns auch eine Weile nicht gesehen, Colonel." sage ich. Riley lächelt, wie sie es immer tut.
,,Und ihr wollt auch Fallschirmjäger werden?" fragt Sink nochmals nach, sein Blick liegt dabei besonders auf Riley.
,,Aye, Sir, dass wollen wir wirklich." antwortet sie.
,,Ihr wisst, worauf ich euch einlasst?"
,,Uns sind die Risiken bekannt und ich will helfen." sage ich, grinse beim nächsten Satz. ,,Riley ist nur da, damit ich nicht alleine bin." Nach diesem Satz stößt sie mir ihren Ellenbogen gegen die Rippen. Ich verziehe ein wenig das Gesicht.
Sink lächelt ein wenig. ,,Das ist gut ... euer Vater wäre stolz auf euch."
Riley und ich schauen uns an, warm und in Gedanken an Vater. Ja, er wäre bestimmt stolz.
,,Na dann ihr beiden, Marsch, mir hinterher, im Gleichschritt." kündigt er an und wir beide gehen Sink hinterher, grinsen ganz tief in uns hinein, als einige freiwillige Anwärter sich lauthals darüber beschwert.

In einem der Zelte angekommen, wo anscheinend einige höhere Offiziere sitzen, stellen wir beide uns vor Sinks Tisch. Er faltete die Hände zusammen und schaut uns an. ,,Ihr beide wollt Fallschirmjäger werden und helfen, den Feind zu besiegen."
,,Aye, Sir." meinen Riley und ich synchron.
,,Wurdet ihr schon untersucht?"
Wie aufs Stichwort legen wir ihm unsere Ergebnisse vor die Nase. Nach geraumer Zeit legt er diese wieder hin und nickt mir zu - ich lächele.
Erste Hürde überstanden!
Danach schaut er Riley an.
,,Riley, du weißt, dass es Frauen verboten ist, im Einsatz an der Front zu kämpfen, mit einer Waffe in der Hand?!" erklärt er, aber so leise, dass keiner es weiter mitbekommt.
Die Offiziere sind selber mit anderen Dinge beschäftigt.
Riley nickt, schaut nach unten.
Sink schaut nochmal über ihre Ergebnisse. ,,Du scheinst gesund zu sein ... aber eigentlich für den Dienst als Krankenschwester."
,,Colonel, ich würde wirklich ..." beginnt sie, doch Sink bringt sie zum schweigen. Ich schaue sie an. Riley möchte unbedingt bei mir sein, und ich möchte, dass sie mit kommt. Auch wenn sie zu Hause sicherer ist, aber sie würde es sich nie verzeihen, wenn ich an der Front sterben sollte - das hat sie mir gestern gesagt.
,,Riley, ich glaube dem Schreiben, dass du gesund bist. Und glaube dir noch mehr, dass du mit einer Waffe umgehen kannst, da ich dich oft habe schießen sehen. Aber ich kann dich nicht als Frau in eine Kompanie stecken ..."
Rileys Schultern sinken ein, beginnt auf den Haken kehrt zu machen.
,,Aber ..." setzt er wieder an, ich halte meinen Zwilling am Arm auf und schaue abwartend auf Sink. ,,Aber ... ich kann dich als jungen Mann genehmigen, damit du es allen zeigen kannst, dass auch Frauen es schaffen könnten."
Riley schaut erst fassungslos Sink an, dann beginnt sie zu strahlen. ,,Denn Regeln sind da um gebrochen zu werden. Oder? Und es sieht jeder nur das, was er sehen will: Dich als Jungen, nicht als Frau. Denn einige wollen Frauen wirklich nicht in der Kompanie haben und würden einiges tun, damit dies auch so bleibt. Außerdem wäre dein Vater wirklich stolz auf dich, dass du ... das ihr beide in seine Fußstapfen tretet." Sink schnappt sich zwei vorgefertigte Formulare und unterschreibt diese, drückt beiden jeweils einen Stempel auf und gibt die uns. Wir schauen uns lächelnd an.
,,Herzlichen Glückwunsch und willkommen bei den Fallschirmjägern." sagt er und gibt uns noch schnell ein paar Informationen mit. Wir setzen zum gehen an, jedoch hält Sink noch einmal kurz Riley an. Ich bleibe natürlich stehen um zu zuhören.
,,Riley, bedenke, dass du dich natürlich bedeckt hältst. Ich freue mich, dass du dich als Frau dazu entschließt zu helfen. Aber sei auch darauf gefasst, dass die Männer anders reagieren können, als du es dir vielleicht vorstellst."
,,Aye, Colonel."
,,Na dann, viel Glück Soldat." meint er und salutiert. Riley tut es ihm gleich. Dann verlassen wir das Zelt als Fallschirmjäger-Soldaten.

Gegen Abend sitzen wir auf einer Wiese, nahe am unseren Haus und schauen auf die Felder, welche die untergehende Sonne, welche rötlich leuchtet, verschlucken.
,,Heute morgen waren wir nur Jugendliche, welche einfach den Jobs nachgegangen sind. Und jetzt - jetzt sind wir Soldaten, Owen." zerschneidet Rileys Stimme das leise Rascheln des Getreides.
,,Ja, ich finde das ein wenig ... befremdlich."
,,Ich weiß gar nicht, was ich denen sagen soll: Ja tut mir leid, ich komme erst einmal nicht wieder, weil ich für mein Land kämpfe." sagt Riley.
Ich grinse breit. ,,Ja, klingt doch gut."
,,Owen, die starren mich doch fassungslos an. Eine Frau an der Front. Das ist nicht normal, du hast Sink gehört." sinniert sie.
,,Ja, aber Sink hat dich als kleines ... Experiment eingestellt."
Riley seufzt. ,,Ich bezweifele, dass ich es schaffe. Ich sterbe doch gleich am ersten Tag."
Mir kommt gerade ein Gedanke:
Ich drehe mich zu ihr und halte ihr meinen kleinen Finger entgegen.
Verwirrt schaut sie mich an, dann auf meinen Finger. ,,Owen, was wird das? Hast du dich verletzt?"
Ich schüttele den Kopf. ,,Lass uns was ausmachen."
,,Das da wäre?"
,,Wir schwören uns, dass wir zusammen diesen Krieg überstehen. Wir werden diesen Krieg gemeinsam angehen und es gemeinsam da raus schaffen. Und wenn einer dann dennoch an der Front stirbt - derjenige macht für den anderen weiter und kämpft solange, bis alles überstanden ist."
Riley überlegt kurz, verhakt ihren kleinen Finger mit meinem. ,,Ich schwöre, dass wir zusammen diesen Krieg überstehen und weiter machen, wenn der andere fällt."
,,Ich schwöre, dass wir die Scheiße überleben und an den anderen denken werden, wenn dieser nicht mehr unter uns weilt."
Kurz darauf fällt Riley mir in die Arme. ,,Ich will das wir überleben, Owen."
Ich streiche ihr über die langen Haare. ,,Das schaffen wir!"
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