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Mein Blut besteht aus Eisen und mein Herz aus Glas

von spooky
GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16
Archer Fujimura Taiga Gilgamesh Kotomine Kirei OC (Own Character) Rin Tohsaka
02.12.2016
29.06.2019
39
60.766
12
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10.12.2016 1.448
 
Verdammt nochmal, Archer hatte recht behalten, zu sehr hatte ich mich aufgeregt. So dass ich gezwungenermassen in das Kissen zurücksackte, das hinter mir lag, und schwer atmend wartete, dass die kleinen schwarzen Punkte vor meinen Augen, ihren regen Tanz beendeten.
„Zu stürmisch wie ich sehe, wenn du so Hitzköpfig bleibst, sollte ich mir nochmal überlegen ob ich dich als meinen Master anerkennen kann.“
Was meinte Archer überhaupt? Langsam erinnerte ich mich wieder was alles vorgefallen war. Bei den Gedanken an diesen Raum am Ende des seltsamen Ganges, und was sich dort abgespielt hatte, wurde mir plötzlich Speiübel.
„He he hey Fräulein, sag vorher bescheid wenns dir hochkommt. Nicht das ich noch zu deiner Zielscheibe werde. Meine Güte Master hier nimm.“
Eine Schale tauchte nun vor meinen Blickfeld auf. Wo hatte er die so schnell her? Doch es war eigentlich die falsche Frage, die ich mir gerade stellte. Tief und langsam atmete ich ein, und wieder aus, kämpfte gegen die Übelkeit an.
Dieser Archer schien mich dabei genau zu beobachten, er schien alles abzuschätzen. Trotz der Sprüche die ich um die Ohren geschlagen bekam, schien er irgendwie aufzupassen. „Sag mal, was ist das eigentlich für ein Name, ich meine Archer?“ Langsam ging es wieder, ohne dass ich meinen Magen zwangsentleerte. So wollte ich zumindest einige Antworten, was hier überhaupt los war. Nur jemanden den ich nicht kenne [Bogenschütze] zu nennen... Nein, dass war irgendwie seltsam. Sehr seltsam, den der eben Angesprochene, der eben noch an der Bettkante gesessen hatte, war mitsammt der dünnen Decke aus weissen Leinen abgerutscht, und auf den Boden geknallt. Hatte ich etwa etwas falsches gefragt?

„Na grossartig, wenn du nichtmal weist wieso man mich nach meiner Klasse benennt, weshalb hast du dich dann eingelogged, um an den Gralskrieg teilzunehmen? Was für eine Magierin bist du den bitte?“ Das weisse Leinentuch das Archer gerade umhüllte wie einen klassischen Geist aus Gruselgeschichten hatte er mit etwas Mühe wieder von sich herruntergezogen, als er Aufstand. Es wirkte durchaus gespenstisch. Nein nicht er, das war schon fast lächerlich. Jedoch seine Worte, ich verstand nur Bahnhof. Ob das daran lag das ich so lange gebraucht hatte mich an meinen Namen zu erinnern? Vielleicht hatte ich ja sowas wie einen starken Schock, dass könnte einiges erklären.
„Dass darf doch nicht war sein, und ich dachte wirklich der Strohhalm den ich gezogen hatte nicht kürzer sein könnte, aber es geht anscheinend doch noch eine Stufe schlimmer. Weist du überhaupt in was du da hineingeraten bist Fräulein?“
Langsam wurde seine Stimme wieder ruhiger, sehr zum Vorteil für meinen Kopf. Für ihn musste ich sehr verwirrt aussehen, er setzte sich einfach wieder auf das Krankenbett, und verschrenkte schon fast verzweifelt die Hände hinter den Kopf. Irgendwie tat er mir nun doch etwas Leid. Aber ehe ich auf das Ganze reagieren konnte kam jemand in den Raum.

Sakura Mathou ein Mädchen mit langen lilanen Haaren, sie wirkte auf mich oft etwas zurückhaltend, war an sich jedoch sehr beliebt. Nur Archer sah kurz zu ihr, schüttelte den Kopf, und schien auf eine Antwort von mir zu warten.
Eigentlich wollte ich hier Antworten, und doch hatte er es gerade so gedreht das ich ihm nun Antworten schuldig war. Manipulativer Mistkerl! Ja das wäre wohl ein passender Name für ihn. „Der letzte Master der sich qualifiziert hat bist also du. Meine Aufgabe ist es die Teilnehmer mit Heilutensilien zu versorgen. Was dieses kleine Päckchen hier wäre. Dabei sind auch deine Schlüsselkarte, für dein Zimmer, die Restlichen Regeln sind ja allgemein allen Teilnehmern bekannt.“ „Moment mal, von was redet Sakura da überhaupt?!“ Irgendwie war er, da eher ein Ansprechspartner der mir mehr Antworten schuldete, als Sakura Matou die ein Päckchen, wie eine Lunchbox verpackt, auf den Krankenbett abstellte. Ausserdem konnte ich mir nicht helfen, sie sprach gerade so monoton, als würde einen eine Mechanische Stimme etwas vorlesen. „Ah du merkst langsam den Unterschied Master? Sie ist nur ein Programm von SE.RA.PH erstellt um Gralskriegteilnehmer zu unterstützen.“ Archer hatte mir das Paket in die Hand gedrückt, und war aufgestanden. So das ich im Krankenbett sitzend gezwungenermassen zu ihn aufsehen musste.

Erst stand er nur mit verschrenkten Armen da, da ich aber weiter schwieg um seine Worte einzuordnen räusperte er sich kurz, und fuhr mit seinen Vortrag fort, wie ein Lehrer der einen neuen Schüler die Schulregeln erklärt. Nur das mir dieser Unterricht, und der Grund des ganzen, Wort für Wort mehr an die Nieren ging, besser gesagt es bereitete mir höllische Kopfschmerzen. „Im Grossen und Ganzen sind die Master nur mit ihren Seelen hier. Dein Körper ist ein Avatar, aber hier in der Moon Cell macht das für dich keinen grossen Unterschied Emma, Ruhe, Nahrung, Schlaf, auch das ist Teil des Lebenserhaltenen Programms mit dem du Verbunden bist. Die Gralskriege der Vergangenheit hatten immer auch eine Grosse Zahl von Unbeteiligten Opfern. Von daher wurde dieses System geschaffen, um dass nun nur noch die Magier, und die von ihnen beschworenen Servents, sich Gegenseitig auslöschen.  Damit ihr nicht sofort aufeinander losgeht...“ „Moment mal Archer, was habe ich damit zu tun?! Weder kann ich mich erinnern sowas wie ein Magier zu sein, noch das ich mit irgendeinen Computer was weis ich was wie, eingeloggt hätte!! Du musst dich also irren, dass kann doch nicht alles dein ernst sein.“  Er seufzte kurz, schien aber nicht verletzt über meinen Protest, eher verwirrt.
„Hacker in System, Fehlerhaftes Programm muss beseitigt werden.“ Sakura wirkte auf einmal wie ein fehlerhaftes Bild, wo auch immer das lange Messer herkam, sie war drauf und dran sich auf mich zu stürzen. Mein Hirn und Körper waren wie gelämt vor Schreck, dass darf doch nicht alles war sein. Zwar rutschte ich irgendwie doch aus dem Bett herraus nur sie hatte mich erwischt. Etwas warmes feuchtes breitete sich auf meinen Rücken aus. Es wurde schnell immer mehr, da de Stoff sich gierig mit den frischen Lebenssaft vollsog. Aber ich hatte wohl Glück, ich hatte keinerlei Schmerzen. Sakura setzte zum nächsten Sprung an, um mir den Rest zu geben.
Anscheinend war dieses Programm, oder was sie war noch nicht zufrieden.

Als ich mich umsah merkte ich auch wieso dies der Fall war, es war nicht mein Blut das hier vergossen wurde. Es hatte Archer erwischt der dazwischen gegangen war.
Warum machte er so einen Mist verdammt. Schlimmer noch war der traurige Blick in seinen Augen. „Tut mir leid Emma aber ein Master der seinen Servent verlierrt wird gelöscht das bedeutet auch deinen Tod. Dich zu beschützen war meine Priorität, und doch habe ich versagt. So ein Ende hätte ich dir gerne ersparrt, doch wie es scheint hattest du nicht genug Vertrauen, um das sich deine Magie endlich zeigt. Wenigstens konnte ich dir die Schmerzen ersparren. Sakura zieht sich schon zurück siehst du.“ Er wurde immer leiser doch er hatte recht, das Verzerrte Bild der mordenden Schulschwester aus einer Horrorgeschichte, war wieder einfach nur Sakura Mathou. Die sich in Ruhe an einen Tisch bei dem Medikamentenschrank setzte, und uns komplett ignorierte. Langsam begann Archer sich aufzulösen, zu dem ich immernoch verschreckt gerobbt war. Mehr Vertrauen also meinte er. Ein bitteres Lächeln huschte mir über die Lippen bei dem Gedanken.
Mit Mühe hatte ich seinen schweren Körper von meinen Rücken gehift, so das sein Kopf nun auf meinen Schoss ruhte. Nicht nur er löste sich immer mehr auf.
Mein Körper teilte das gleiche Schicksal, nur war da kein Film der sich vor meinen Augen abspielte. Reue und Bedauern waren vorrängig. Den, der Traurige Blick eines Servents hatte sich in meine Seele eingebrannt.
Tiefer und tiefer glitt mein Bewusstsein in ein endloses Meer der Stille, in dem ich versank. Dabei wusste ich doch so wenig. Nur meinen Vornamen, und die Klasse eines Servents der mir helfen wollte. So tat ich meinen letzten Atemzug.

Bad End 1

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„Hey aufwachen Fräulein, Emma hey dein Tee wird kalt.“ Mein was? Müde und verwirrt sah ich mich um, es war eindeutig mein Klassenzimmer, jedoch waren alle Tische und Stühle weggeräumt. Gerade drei Stühle und ein Tisch waren noch da. Ansonsten gab es einen Sichtschutz hinter dem Feldbetten standen, so wie sich die Schatten abzeichneten. Mit brummenden Schädel sah ich auf eine Tasse, die auf dem Tisch vor mir stand. Der dampfende Inhalt roch köstlich. Trotzdem war mir so als hätte ich gerade einen grausamen Alptraum hinter mir. Schnell wischte ich die Tränen weg, die ich bemerkt hatte. Archer hatte es entweder nicht gesehen, oder ignorierte es gekonnt. Eine dritte Tasse stand da am Tisch es war also noch jemand im Zimmer. Dieser jedoch zeigte sich gerade nicht. „Onee-san, noch nicht, es ist noch zu früh, bleib am Leben und streng dich an.“ Die helle Stimme eines Kindes und doch sah ich nicht, wer dazu gehörte.
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