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Mein Blut besteht aus Eisen und mein Herz aus Glas

von spooky
GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16 / Gen
Archer Fujimura Taiga Gilgamesh Kotomine Kirei OC (Own Character) Rin Tohsaka
02.12.2016
29.06.2019
39
60.766
12
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31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
12.05.2017 2.123
 
Oh wie hab ich mich gefreut das dieses Kapitel nun dran ist. Hoffendlich gefällt es euch. Ihr wisst ja ich plappere gerne mit euch. :)
Viel Spass ____________________________________________________________________________

Kaum angekommen umzingelten die Haie uns so schnell, dass an Flucht nicht zu denken war. Lancer war trotzdem der Erste, der auch unter Wasser zuschlug. Geschickt hatte er den Manns hohen, roten Speer einem der Haie in den Rachen gerammt, so dass es dem Biest unmöglich war, seine rasiermesserscharfen Zahnreihen in Lancers Fleisch zu vergraben. Trotz der Trägheit des Wassers schwang der Blauhaarige seinen Körper an den Speer hoch und donnerte den Hai mit einem so starken Kick seine Beine in die Kiemen, dass der Hammerhai gegen zwei andere Artgenossen geschleudert wurde.
„Schade, dass man die Biester nicht essen kann, wär ein schöner Fang gewesen. Im Angeln bin ich ein topklasse Servant.“
Mit einen frechen Grinsen fing Lancer seinen Speer mit Leichtigkeit ab, der zu ihm zurückkehrte.

„Wie sagt man noch so schön: Der Mund ist die Ursache allen Unheils, Lancer. Vielleicht brauchst du aber auch eine andere Klasse, um das zu begreifen.“ Lange konnte ich darüber nicht staunen, auch Archer war nicht gerade untätig. So wie sein Sarkasmus Rins Servant gerade das Grinsen weggewischt hatte, so nutzte er nun die Waffe, die seiner Klasse eigentlich entsprach. „I am the bone of my sword. Caldeborg.“ Archer schaffte es sogar unter Wasser, Pfeil und Bogen zu nutzen. Die Klinge, die in seiner Hand erschien, formte sich um zu einem Pfeil. Er spannte in Ruhe seinen schwarzen Bogen. Eine Sekunde war vergangen und der Hammerhai kam mit einer Höllengeschwindigkeit auf Archer zu. Das Glühen, das nun Archer umgab, war etwas unheimlich, zwei Sekunden waren vorbeigezogen. Der nächste Hai war mit weit aufgerissenem Maul auf fünf Meter zu uns aufgeschlossen. Drei Sekunden waren vorbei, so wie die letzte Chance zur Flucht. Der rot glühende Pfeil schoss in atemberaubender Geschwindigkeit los und hatte keine Gnade mit dem Ziel des Bogenschützen.

Die Wucht der Explosion hatte nicht nur mehrere der Tiere erwischt. Das Wasser geriet in Bewegung und drohte, mich mit sich zu reissen. Eine Kette legte sich um meine Hüfte und verhinderte dies gerade noch. Für einen Moment wurde wellenartig das gesamte Wasser um unsere Gruppe herum verdrängt. Diese golden leuchtenden Ketten hielten auch Archer und Lancer an Ort und Stelle. „Haltet den Atem am, Köter, gleich kommt das Wasser wieder. An so einen Spassbad habe ich mich schon lange nicht mehr erfreut.“ Gilgamesh?! Er hatte Spass an dem Ganzen?! „Behalt deine Ratschläge bei dir, wo die Biester gerade so schön auf dem Trockenen zappeln. Gae Bolg!“ Zwar war Gil gerade in der Erwachsenen Gestalt, aber ich hielt mich an seinen Rat.
Im selben Moment, als Lancers verfluchte Speer die plötzlich im Trockenen zappelnden Haie durchbohrte und sie somit verschwanden, kehrte mit voller Wucht das gesamte Wasser zurück. Zum Glück hatte ich auf Gilgamesh gehört und hatte dem Reiz das Wasser auszuhusten so gut es ging unterdrückt. „Es stimmt also, Dummheit hat kein Heilmittel. Nicht mal der drohende Tod kann daran etwas ändern. Strassenköter, solltest du deinen Master wiederfinden, wird es ihr eine Menge Mana kosten, um dich zu heilen.“ Durch Gilgamesh aneinander gekettet, wurde unsere Vierergruppe abermals vom Wasser mitgerissen. Lancer schien schwer mitgenommen zu sein, denn er hing sehr schlaff in den Ketten. Wohin uns das Wasser gebracht hatte, konnte ich nicht mitverfolgen. Es ging alles zu schnell, so dass ich schon fast seekrank wurde. „Pared!“ Lancer rührte sich nicht und wäre beinahe von einem neuen Monster gefressen worden. Dagegen wirkten die Hammerhaie von eben noch winzig. „Verdammt, das Biest ist so gross, das Glas hat jetzt schon Risse. Dabei ist es nur leicht mit dem Maul dagegen gedonnert.
„Dummkopf, so vergeudest du nur wertvolles Mana.“ „Was soll ich sonst machen, Gilgamesh? Zusehen wie jemand gefressen wird?“ Der kalte Blick des Königs der Helden, der uns mit den Ketten in eine Nebengasse gezogen hatte, nahm einen Ausdruck der Überraschung an. „Unglaublich wie naiv du bist, Köter. Du weisst, dass er wieder dein Feind sein wird, sobald wir es zurück in den normalen Gralskrieg schaffen sollten, und doch hilfst du dem tollwütigen Köter?“ Die Ketten waren wieder verschwunden, die Gasse, in der wir nun festsassen war, geradeso eng genug, dass der Hai nicht reinkonnte. Lancer wurde nicht nur von mir gestützt, auch Archer hielt ihn an einen Arm gestützt, so dass wir weiter in das hintere Ende der engen Gasse schwimmen konnten. „Augen und Kiemen sind bei Haien empfindlich, soweit ich es weiss.“ „Hmpf, ich sehe nicht ein, eine meiner Waffen mit dem Blut von diesem Etwas zu beschmutzen.“ Fast schon verzweifelt biss ich mir auf die Unterlippe und sah kurz zu, wie Archer den Kopf schüttelte. „Diese Chimäre sieht aus wie ein Megalodon. Das wäre ein Urzeitmonster. Auf der Erde sind sie schon seit Millionen von Jahren ausgestorben.“ Gilgamesh schwieg, kurz als ob er das, was ich gerade von mir gab, wirklich gehört hatte. „Selten, aber abstossend, Köter. Jedoch, wenn das Biest schon mal da ist. Gate of Babylon.“ Die goldenen Portale hatten den Monsterhai eingekreist. Die Artillerie an Waffen, die Gilgamesh da abfeuerte war so schnell, dass von dem Hai nicht mal ein Blutstropfen ans Wasser abgegeben wurde. Es verschwand einfach. Er hatte also eine Vorliebe für rar und selten. Der Goldene König von Uruk. Trotzdem wirkte irgendwie er erschöpft.

Etwas Ähnliches wie ein kurzes Rauschen in meinen Ohren irritierte mich. Doch dann hörte ich es. „Emma, wir haben gerade mitbekommen, was bei euch passiert ist. Wenige Meter von euch entfernt haben Sakura und ich ein Portal öffnen können. Kommt erstmal zurück, damit wir uns beraten können.“ Toukos Stimme war inzwischen klar und deutlich zu hören. Genauso wie Sakuras Stimme im Hintergrund, die Hakunos Team gerade die gleiche Nachricht durchgab, sich zurück zu ziehen.
Es war wirklich der neuformierte Schülerrat, den ich da hörte.
„Touko-san, habt ihr etwa auch sowas wie einen Lageplan? Es ist hier ein wenig unübersichtlich.“ Das war noch sehr höflich von mir formuliert war. In dem Moment, in welchem wir eine Verbindung zum Schülerrat bekamen, verschwand alles Licht in dem Wasserirrgarten, nur um darauf das kalte Nass in ein Rot wie Blut zu färben. Es war immer noch Wasser, aber in mir stieg dennoch wieder eine Panik auf.

Es wirkte auf eine unangenehme Art und Weise so vertraut, dass mir die Magensäure aufstieg und in der Kehle unangenehm brannte. „Alles in Ordnung bei dir, Emma?“ Allein diese Farbe löste so eine Reaktion in mir aus? „Schwächelst du etwa, Fräulein?“ Archers Ton war immer noch sarkastisch, jedoch war es wie ein Weckton gewesen. „Es geht noch, danke der Nachfrage, Archer. Aozaki-san hat aber nicht Unrecht, dass wir erstmal zu diesem Portal sollten. Das Risiko auf einen Hinterhalt hat sich sehr stark bei diesen Lichtverhältnissen erhöht.“ Es wurde immer dunkler, so dass das Wasser nun fast schwarz wirkte. Es war fast unmöglich, Archer ohne zusätzliches Licht noch zu sehen, obwohl er so nah war. „Der Nachteil ist auch, wenn dieses Labyrinth das Meer imitiert, könnten bei den Sichtverhältnissen die nächsten Chimären Tiefseebewohnern nachempfunden sein. Sonst hätte ich schon längst für etwas Licht gesorgt. Wenn es dich beruhigt. Aber wer denkt schon, dass du wie ein Kind Angst im Dunkeln haben könntest.“ Der Silberhaarige sprach diese Worte sehr gewählt und ruhig. „Es ist nicht die Dunkelheit, Archer, die mir gerade sorgen bereitet. Eher das, was sich nun darin verbirgt. Meinst du nicht auch?“ Tiefseebewohner, also meinte er Tiere wie Anglerfische oder Riesenkalmare. Darauf konnte ich gerade gerne verzichten. Trotz des Auftriebs des Wassers war Lancer nicht gerade leicht. Wenn ich bei Gilgamesh auch noch Recht hatte, so waren wir in einer Todesfalle. „Emma, zehn Meter links ist das Portal. Beeilt euch, es wird etwas Grosses angezeigt, das sich euch nähert.“ Wieder eine Durchsage von Touko-san.

Hier auszuharren, ging auf keinen Fall. „Senpai, ist mit dir alles in Ordnung? Deine Vitalwerte sind besorgniserregend. Die Unterkühlung ist vorangeschritten.“ Sakuras Stimme machte mir nicht gerade Mut. „Archer, kannst du noch etwas erkennen?“ Dass meine Stimme zittrig war, konnte ich nicht verhindern. „Der Weg ist noch frei, ich kann mir aber nicht erklären warum.“ Vielleicht hatte BB ja sowas wie Gnade. Nein wahrscheinlicher war, dass es eine Falle war. „Es hilft auch nichts, hier zu warten, ob die Verhältnisse besser werden.
„Ha, du bist eben ein Köter. Erfrieren, das ist nicht zu fassen. So etwas Armseeliges passiert auch nur...“ auch Gilgamesh war zusammengesackt. Dabei wollte er sich eben noch über mich lustig machen. Archer reichte mir ein Seil, dass ich mir gerade noch um die Taille binden konnte. Es war unheimlich, aber weder Lancer noch Gilgamesh schienen bewusstlos zu sein. Die rubinroten Augen der beiden Servants waren in der eben eingesetzten Finsternis klar und deutlich zu sehen. „Archer, kannst du Lancer ziehen?“ „Sag mal, Fräulein, hast du vor, den da etwa alleine zu ziehen?“ Was blieb mir denn übrig. „Zurücklassen kann und werde ich keinen. Solange die Leine nicht gekappt wird, kann’s doch klappen, oder?“ Bei weitem war ich mir nicht so sicher, wie ich klingen wollte. „Glaubst du, ich lass mich von einem Köter ziehen. Für wen hältst du mich, Weib.“ „Einen sturen Dickkopf, Gilgamesh. Mir entzieht das Wasser gerade mal die Körperwärme, bei dir und Lancer scheint es etwas Anderes zu sein. Kommen wir hier nicht raus, damit Sakura sich das ansehen kann, ist es eh vorbei.“ „Du wagst es, so mit mir zu reden?“ Seine Stimme war bei weitem bedrohlicher, als ich es wahrhaben wollte. Trotzdem, wenn Archer es schaffte, Lancer durchs Wasser zu ziehen, ohne dass beide zankten, musste ich es doch schaffen, Gilgamesh von da wegzubekommen. Das Seil war lang genug, um die Distanz zu überbrücken, ohne dass ich Archer behinderte.

Was soll’s, da Gilgamesh zum Glück an Ort und Stelle geblieben war, nutzte ich nochmals dieselbe Magie, mit der ich mich bis zum See hochgearbeitet hatte. An der Glasfläche unter meinen Füssen konnte ich mich abstossen, somit hatte ich im Wasser genug Schub, um den Heldenkönig wie einen Rammbock zu treffen. Das hatte ich nicht gut berechnet, mein Dickkopf hatte ihm in die Magengrube getroffen. Jedoch schaffte ich es ihn am Arm zu packen, wie einen Ertrinkenden zu mir zu ziehen und auf dem Rücken schwimmend dem Seil folgend wieder zu Archer aufzuschliessen.
„Was war das denn eben, junges Fräulein?! War das nicht etwas rabiat deinen Willen so durchzusetzen?“ Lancer schien es gesehen zu haben, er konnte zumindest darüber lachen.

„Unglaublich wie du dich entwickelst, nun gut diese Frechheit werde ich dir wohl durchgehen lassen. Es ist zu amüsant, wie du reagiert hast.“ Archer schwamm vor, er war von uns allen seltsamer Weise noch am fittesten. Touko lotste uns über den Schülerrat bis zu dem Portal. Gerade noch rechtzeitig. Etwas donnerte gewaltig, gerade als wir das einzig Leuchtende in unserem Umfeld erreicht hatten. Das Portal brachte uns raus in den See, in dem der seltsame Baum war.

Unglaublich, wie fertig ich war. Hier war es zum Glück wieder hell. Anders als im Inneren des Sakura-Labyrinths. „Emma, bleibt wo ihr seid, ihr bekommt gleich Hilfe, um den See zu verlassen.“ Die Stimme von Touko war ruhig. Gleich verstand ich auch, was sie meinte. Leos Servant, Garvain, tauchte plötzlich im See auf und nahm Archer und mir die beiden Benommenen ab, während am Boden Sakura auftauchte. In dem Moment, in dem Garwain die beiden hatte, zog er sie schnell zum Rand des Sees. Bei Sakura war nun etwas, das wie ein gewaltiges Sprungkissen wirkte. So also konnte man aus dem See hinaus, ohne dass man sich alle Knochen brach. Garwain half, das Kissen auch an der richtigen Stelle zu treffen.
Archer schien wirklich in der besten Verfassung von uns allen zu sein. Er wartete nicht, bis Garwain nochmal zu uns kam. Kaum war das Kissen wieder leergeräumt, packte er mich und schwamm los. „Ausatmen, sobald wir auf dem Kissen landen, Master!“

Es war unmöglich, Archer zu wiedersprechen. Der Rand des Sees war schon so nah, dass wir im Nu die Wasserschicht durchstiessen wie eine Nadel einen Luftballon. Der Boden raste auf uns zu, so dass ich zitterte. Das Kissen kam immer näher. In dem Moment des Aufpralls hielt ich mich an Archers Worte. Zwar hatte ich keine Luft in den Lungen, sondern Wasser, aber durch die Wucht konnte ich dieses Aushusten. Es dauerte, bis ich aufhörte zu husten und mich wie Archer an den Rand des Kissens robben konnte. Zittrig landete ich am Boden, wo mir endgültig schwarz vor Augen wurde. Gerade am Rande bekam ich noch mit, wie ich in eine Decke gewickelt wurde. Es war unmöglich, die Augen länger aufzuhalten. So hielt ich diese geschlossen und lauschte.
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Ein wenig Aktion kann nicht schaden oder was meint ihr meine geschätzten Leser? ;) Ich hoffe ihr hattet Spass an dem Tauchgang ^^
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