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Mein Blut besteht aus Eisen und mein Herz aus Glas

von spooky
GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16
Archer Fujimura Taiga Gilgamesh Kotomine Kirei OC (Own Character) Rin Tohsaka
02.12.2016
29.06.2019
39
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02.12.2016 2.936
 
“Achtung, der Tiger landet genau in 3, 2, 1…” Eine gewaltige Staubwolke von qualmenden Socken, in denen Fujimura Sensei unterwegs war, vernebelte bei dem Countdown, den Shinji gerade runtergezählt hatte, den Eingang zum Klassenzimmer. Um das Ganze noch absurder zu machen, endete ihr Bremsversuch damit, dass sie in die Tafel krachte, wie jeden Morgen. Langsam glitt ihr benommener Körper, der Zeichen eines akuten Schleudertraumas aufwies, an der Tafel zu Boden. Sie schlug einen Arm an die Tafel und ihre Fingernägel krallten sich mit letzter Kraft in den Schiefer, was auch mit zugehaltenen Ohren leider noch zu deutlich hörbar war. So zusammengesackt, kauerte unsere Englischlehrerin wie ein Mordopfer nun am Boden.

Der Tiger wird sie nie ändern. Gelangweilt glitt mein Blick durch das Klassenzimmer, alle grölten über das tägliche Missgeschick von Taiga Fujimura, die Enkelin des Leiters der Fujimuragroup. Und ja, ihr Grossvater sah nicht nur aus wie ein alter Yakuza aus dem Handbuch, es war fast ein Wunder, dass seine Enkelin den Pfad einer Lehrerin gewählt hatte.


Da sich Fujimura Sensei immer noch nicht rührte, konnte Shinji es nicht lassen, den nächsten alltäglichen Countdown zu starten. Bei drei riefen alle: „Wach auf Tiger oder wir essen dein Bento!“ Wie zu erwarten war dies nach den grossen Wutausbruch des wiedererweckten Tigers auch der Grund, dass wir die Englischstunde mit einen ihrer berüchtigten Überraschungstests verbringen durften. Jeden Tag dasselbe Szenario, es war als ob ich die Fragen schon auswendig kannte. Es war einfach nur öde. Innerlich verfluchte ich Shinji für seine überheblich grosse Klappe, die nichts als Ärger einbrachte. Wieso war ich nochmal mit ihm befreundet? Es war, als ob ich es nicht mehr wusste, dabei war es doch so klar. Wir kannten uns seit... Moment auch dies fiel mir bei besten Willen nicht mehr ein. Jemand wurde gerufen. „Hey, sie meint dich.“ Mein Tischnachbar pikste mich kurz mit dem Bleistift, da ich nicht sofort reagiert hatte. War das wirklich mein Name gewesen den Fujimura Sensei da gerade... „Na sowas du bist ja Leichenblass, den Test kannst du auch Morgen nachschreiben, geh lieber zum Krankenzimmer. Auf seine Gesundheit muss man achten.“ Verwirrt nahm ich den Fragebogen von meinem Platz und brachte ihn nach vorne zum Pult, um mir den Passierschein für das Krankenzimmer abzuholen. Vielleicht hatte sie recht und ich war nur etwas durch den Wind. Die Ablenkung könnte mir wirklich gut tun. Leicht zittrig nahm ich der besorgt aussehenden Lehrerin mit den kurzen, braunen Haaren den Schein ab. Ihr Blick wirkte, als ob sie nachdachte, mich begleiten zu lassen. „Du meine Güte, du bist ja schon fertig mit dem Test!“

Diesen Aufruf, und ein lautes „Häh?“ meiner verdutzten Klassenkammerraden war das letzte Echo auf dem Klassenzimmer, was mich in den Schulflur begleitete.



Da gerade überall Unterricht war, wirkte der Gang gespenstisch leer. Nicht mal ein anderer Schüler war unterwegs, um es zumindest zu den Waschräumen zu schaffen.

Umso einsamer kamen mir meine Schritte vor, die ein lautes, klackendes Echo verursachten. Es war, als ob ich mit dem Verlassen des Klassenzimmers in eine andere Welt eingetaucht war, in der die Schule nun ein verlassenes Geisterhaus war. Aber so richtig gruselte es mich nicht. Na gut, auch diese Schule hatte so ihre eigenen Legenden, von denen ich gehört hatte, aber besonders gruslig fand ich das Gerücht, dass es hier wohl einen Geist geben sollte, nicht. Eher hatte ich mit dem Geist Mitleid. Für einen Moment glaubte ich, im Waschraum neben der Treppe wäre etwas umgefallen. Eigentlich würde ich es ignorieren, aber es war wie ein Lebenszeichen, das mir als rettende Leine gereicht wurde. Ausserdem konnte ich mir so etwas Wasser ins Gesicht spritzen, um richtig wach zu werden, bevor ich noch hier am Gang umkippen würde. Mir war leicht schwindlig, vielleicht hätte ich Fujimura Sensei doch nach Begleitung bitten sollen. Egal, ich war schon fast bei den Waschräumen angekommen.



„Wieso passiert mir sowas.“ Leise fluchend sah ich, dass das Mädchenklo wegen Wartungsarbeiten abgeschlossen war. Verdammt, der Zettel war erniedrigend. „Wer unbedingt muss, geht bitte in den Jungenwaschraum nebenan. Soll das ein Witz sein?“ Gerade kam ich mir absolut verarscht vor, als ob unsere Schule wegen Sparmassnahmen keinen Klempner oder Hausmeister rufen könnte, der das Problem lösen konnte. Was nun? Verdammt, leider musste ich auch. Als wäre das Ganze nicht schon peinlich genug. Fast könnte ich schwören, dass es pure Absicht war, dass es nur mir passieren konnte, verdammt. Es ging langsam nicht mehr, meine Blase meldete sich so stark, dass ich schon unruhig von einem Bein aufs andere hin und her wechselte. Augen zu und durch, ich sprintete mit letzter Kraft in das feindliche Gebiet namens Jungenwaschraum, und Fortuna war mir hold, ich war alleine. So schaffte ich es schnell noch rechtzeitig.



Als ich aus der Kabine kam, checkte ich nochmal, ob jemand da war. Immerhin war hier doch vorhin dieses Geräusch hergekommen, was mir nun wieder einfiel. Doch ich konnte nichts ausmachen, was es verursacht hatte, so wusch ich mir schnell die Hände und sah mein blasses Ebenbild im Spiegel. Da ich es so eilig hatte vorhin, hatte ich kein Licht eingeschaltet. So wirkten meine Augenringe nur noch dunkler und gespenstischer. Dass meine Augen einen sehr hellen blaugrünen Mischton hatten, machte es nicht besser. Glatt könnte man mich für einen Geist halten. Mit den Händen zum Kelch geformt liess ich etwas des kühlen Nass in meine Handflächen laufen.

Kaum hatte ich das Wasser ins Gesicht gespritzt, war ich nicht nur erschrocken wie Eiskalt es war. Nein, da war etwas wie ein leises Kichern gewesen. Noch hatte ich die Hände vor dem Gesicht und wagte es nicht, sie von dort wegzunehmen. Aus dem Augenwinkel war mir, als habe ich ein Huschen hinter mir wahrgenommen. Das war unmöglich, ich war alleine hier drinnen, damit war ich wohl doch angeschlagen. Kurz schüttelte ich meinen Kopf, um dieses Hirngespinst loszuwerden und gönnte mir noch eine Handvoll des kalten Wassers, um wieder klar im Kopf zu werden. Ganz ruhig, alles nur Einbildung. Meine langen, kastanienbraunen Haare zupfte ich nach dieser Aktion vor dem Spiegel zurecht. Wieder dieses Kichern. Es war ganz nah auf Augenhöhe, im Spiegel sah ich nun zwei winzige Hände, die langsam neben mir zur Waschkonsole hochgriffen. Aus den Augenwinkel nahm ich das nun auch war. Es waren die Hände eines Kindes. Verdammt, ich war doch nicht verrückt, was sollte das? Mit aller Kraft riss ich mich zusammen, um nicht loszuschreien. Es war doch nur ein Kind, verdammt. Trotzdem wollte ich Abstand zwischen uns bringen, immerhin war dies eine Oberschule, und da gab es um diese Zeit keine Kinder.

Doch ich war wie gelähmt. „Oh Grosse Schwester, du bist aber mutig! Spiele ich mit jemand anderen verstecken, hauen die immer schreiend ab.“ Es war ein kleines Mädchen, dass sich von ihrem Versteck unter dem Waschbecken hochgezogen hatte. Klein, mit schneeweissen, langen Haaren und ein ebenso weisses Kleid, aber ein zartes Gesicht, wie das von einer Puppe. Sie konnte eindeutig nicht von hier sein, soviel war sicher. „Mein Name ist Alice, es freut mich sehr deine Bekanntschaft zu machen.“ Sehr höflich mit einen Hofknicks verbeugte sie sich nochmal und lief lachend aus den Waschraum. „Lass uns bald nochmal spielen.“ Das waren ihre Worte dabei.

Erschrocken, verwirrt, und vor allem bestürzt, dass ich immer noch in den verdammten Waschraum war, wollte ich schnell nach, um sie zur Rede zu stellen. Doch am Flur war nicht die geringste Spur von dieser Alice. Ein Kind war weder so schnell noch so leise. Tief seufzend fuhr ich mir mit der Hand durch die lockigen Haare. Was war nur heute los mit mir? Der Schule, ja, der Welt? Es stimmte alles und auch nichts, verdammt.



Wegen dem Ärgernis miesgelaunt, machte ich mich auf, um ins Erdgeschoss, in den rechten Flügel des Gebäudes und schliesslich zum Krankenzimmer zu kommen. Im Treppenhaus wartete das nächste Chaos auf mich: Auf halber Strecke in den nächsten Stock unter mir, wurde ich beinahe überrannt. Wieder ein Mädchen, das ich nicht kannte, aber zumindest war es nicht das kleine Mädchen von vorhin, nein, diese hier war eindeutig in meinem Alter, vielleicht in der Parallelklasse, denn ihre Schuluniform glich meiner, sie war mit der roten Jacke nur etwas anders. Ach ja, Shinji hatte sie vor der Stunde erwähnt. Wie hiess sie noch gleich? Tohsaka Rin, genau das war es. „Kannst du nicht aufpassen, wo du hinläufst, Tollpatsch?!“ Wow, sehr freundlich, sie ist in mich gelaufen. Im Gegensatz zu ihr hatte ich mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung der Schule gehalten. In dem man schön einen Schritt nach den anderen setzte, landete man nicht in Isseis schwarzes Buch. „Geh mal zum Arzt und lass deine Augen und Ohren prüfen. Hey du Träumerin, ich rede mit dir!“ Etwas entgeistert starrte ich sie an, das war eindeutig eine vorlaute Zeitgenossin. „Ach so, du bist wohl nur eine der Künstlichen, ich hätte nicht gedacht, dass die so simpel sind.“ Ehe ich was sagen konnte, pikste ihr Finger mich in die Wange. „Komisch, etwas kühl, aber eindeutig ein Puls.“ „Ha Rin, du bist ja leicht pervers, andere ohne Erlaubnis anzutatschen.“ „Klappe, oh so ein Mist.“ Ehe ich mich wundern konnte, woher diese Stimme gekommen war, der diese Tohsaka nun mehr ihrer Aufmerksamkeit schenkte als mir, ihrem Opfer des Überranntwerdens, und Betatschtwerdens, ergriff sie auch schon die Flucht. „Nimm es ihr nicht übel, junge Dame, es hat noch nicht begonnen. Aber mein Typ wärst du wohl auch.“ Mein Herz schlug wie wild, diese Stimme war dunkel und folgte dieser Rin. Jetzt brauchte ich wirklich den Besuch im Krankenzimmer, ich bildete mir schon Stimmen ein. Unverschämte Stimmen, wenn ich genauer darüber nachdachte.



Endlich war ich beim Krankenzimmer angekommen, doch auch hier lief nichts wie erwartet. Sakura Mathou hatte einen Zettel dagelassen, in welchen stand, dass wenn es nicht um Leben oder Tod ginge, solle man bitte etwas später wiederkommen, sie müsste etwas beim Kyudo Club erledigen.

Dieses leere Krankenzimmer war auch nicht gerade sehr einladend, der Medizinschrank war abgeschlossen, und die Betten, die hier mit Sichtschutz getrennt standen, waren wie aus einen schlechten Film. Nein, ich müsste später wiederkommen, eindeutig. Nur was nun? Ins Klassenzimmer zurück? Nein, ich wollte Shinji jetzt nicht sehen, davon würde mir auch nicht wohler. Was nun? Der Gang vor dem Krankenzimmer führte zum Garten der Schule. Etwas frische Luft könnte nicht schaden, und ich war ja immer noch in der ungefähren Nähe des Krankenzimmers. Ein schön gepflasterter Steinweg führte zu einer kleinen Kirche. Dass war der eindeutige Höhepunkt für meine Nerven. Zwar wusste ich, dass die Schule etwas anders war, aber diese Kirche hatte ich noch nie bemerkt. Besonders einladend wirkte diese auch nicht auf mich. An den Priester, der manchmal in der Schule rumlief, konnte ich mich noch schwach erinnern. Oh mein Kopf, verdammt wieso erinnerte ich mich an diesen gruseligen, düsteren Priester, wie hiess er gleich? Kotomine, ja genau, Kirei Kotomine. Wieso wusste ich, dass aber mein eigener Name machte mir mit inzwischen höllischen Kopfschmerzen solchen Ärger? „Sieh einer an. Eine, die erwacht, sich aber wehrt. Nun mein Kind, ich werde dich bestimmt nicht aufhalten, wenn du weiter in deinen Dämmerzustand bleiben willst. Es gibt nur noch wenige Plätze und heute Nacht endet die Frist. Was willst du nun tun?“ Diese dunkle Stimme des Mannes, der da hinter mir stand wie Beelzebub, gehörte zu dem Priester. Noch nie hatte ich so boshaften Spott bei einem Prediger gehört, und meine wortlose Verwirrtheit schien ihn sogar zum Grinsen zu bringen. „Willst du weiter überleben, solltest du langsam aufwachen, kleines Mädchen.“ Fast schon lachend ging er weiter Richtung Kirche, und ich tat mein Bestes auf den Fersen umzudrehen, und wie in Trance wieder in die Schule zurückzukehren. Der Typ war eindeutig grusliger als die Sache mit Alice. In Gedanken verloren, war ich durch den Flur gegangen und geistesabwesend an Issei vorbeigegangen, der meinen Passierschein gesehen hatte, und mir deshalb nicht nachlief.

Aufwachen? Was meinte er, ich war wach ich, ich war...Name, mein Name verdammt. Wie vom Donner gerührt, stoppte ich kurz vor der letzten Ecke, die zu einer Sackgasse führte. Shinjis Stimme war dort zu hören und noch eine. Ja, ein neuer Schüler aus meiner Klasse. Etwas leuchtete, wieso traute er Shinji so leicht? Weg waren sie in der Wand verschwunden. Was war das? Eine Sinnestäuschung?! Nein, das bildete ich mir nicht ein, so wahr mein Name Emma war!

Wo war diese Stelle nur? Aus meinen Versteck gesprungen war ich und Shinji nachgehetzt, so hämisch wie er gegrinst hatte, musste da die Lösung sein. Ich kannte seine arrogante Art, wenn er sich anderen überlegen fühlte. Wohl deshalb gehörte ich zu seinen Freunden, aber nicht zu dem Hühnerhaufen, die ihn blind anhimmelten. Shinjis dunkle Seite kannte ich nur zu gut. Der Neue hatte bestimmt bald ’ne Menge Ärger, wenn ich nicht eingreifen würde.

Ich berührte die Wand, und es erschien plötzlich eine Tür. Was war das? Verdammt. Auch egal. Shinji aufhalten. Jetzt. Wieso dachte ich nur so abgehackt? Die Tür öffnete sich und zu meinem Erstaunen war da ein endlos wirkender Gang.



Als meinen Mut zusammennehmend, lief ich los. Erst war der Gang dunkel, dann leicht verzerrt, dass mir wieder übel wurde. Mein Kopf war aber klar, und meinen Namen kannte ich auch wieder. Was war nur los mit mir? Dem Gang? Es war als ob Tausende, und aber Tausende Leds den Gang aus weiter Ferne erleuchteten. Je weiter ich lief, umso mehr kam ich mir wie auf einem absurden Laufband in einen Jahrmarkt vor. Der Gang schien kein Ende zu haben.

Schon fast ausser Atem erreichte ich endlich einen Raum.



Am liebsten wäre ich dahin, woher ich kam, weggelaufen. Von Shinji war keine Spur weit und breit, aber der Neue lag noch zuckend in seinem eigenen Blut am Boden. Ja, der Neue tat gerade seinen letzten Atemzug, nur das war es nicht, was mich so sehr erschreckte. Es war die riesige hölzerne Puppe, die über ihn gebeugt war, besudelt mit seinem Blut. Und das war nicht das Ende. Der Rest des Raumes war nicht anders: Tote, und teils zerstörte, riesige Puppen. Wimmernd wollte ich nur weg, weg von dem Horror, den ich da sah.

Doch mein Glück hatte ein Ende, denn die Puppe bei dem Neuen hatte mich bemerkt und war auf mich losgestürmt.

„Nein, lass das!!! Warum? Wieso? Warum ich? Was soll das?“ Statt einer verbalen Antwort von dem Lebenden Holz, beförderte der mich mit einem gewaltigen Schlag ans Ende des Raumes. „Warum?“ Leise krächzte ich schon fast diese Worte. Die Puppe hetzte mir nach und würde mich gleich danach erledigen. „Ich hab genug gehört. In so einer Situation ein „Warum?“ zu fordern... Du willst eindeutig eine Antwort auf deine Frage. Nun, was hab ich auch immer ein Pech an die schwierigen Master zu gelangen. Ihr Frauen seid aber auch kompliziert.“ „Ziemlich Vorlaut.“ „Findest du? Dann mach du doch die Arbeit als Servant, mein Master. Aber dem Fräulein scheint ja gerade die Kraft dazu zu fehlen.“ Aus dem Nichts erschien mit leichten bläulichen Leuchten ein weisshaariger, grosser Mann mit dunkleren Taint und in jeder Hand ein Schwert die Puppe abwehrend. „Pass auf, sie steht wieder auf.“ „Was du nicht sagst, Fräulein, darauf wäre ich wohl nicht auch gekommen.“ Gerade noch parierte er den Kick der Puppe mit einer Klinge und schlug mit der anderen zu. Die Bewegungen des rotschwarz gekleideten Mannes waren absolut fliessend. Nicht zögernd, so dass ich die Ruhe fand, mich wieder zu sammeln, um aufzustehen. „Doch sehr zäh? Pass auf, Fräulein, dass du hinter mir bleibst.“ „Äh.“ „Nicht „Äh“, sondern Archer. Den Namen wirst du dir doch noch merken können, oder?“ „Emma.“ So sehr wie ich überrumpelt war, könnte ich doch schwören, dass er kurz grinste, ehe er die Puppe erledigte. Mühsam und wacklig auf den Beinen stand ich nun hinter ihn diesen, diesen Archer.

„Doch es war knapp, aber du bist die letzte, die sich qualifiziert hat. Willkommen bei dem grossen Gralskrieg des SE.RA.PH System der Moon Cell. Letzter Master, dein Servant ist ein Archer. Nun ruhe dich aus, und sammle deine Kraft für die kommende Schlacht um den Heiligen Gral.“ Langsam wurde mir schwarz vor Augen, da ich bei dieser Stimme aus dem Nichts nur Mechanisches hörte. Keine Emotionen eines Menschen waren hörbar. Zudem hatte der Flug durch den Raum mich mitgenommen. „Na toll, nicht umkippen Emma, hey na, du bist mir ja ein Anfänger von Master.“ Archers Worte waren das Letzte, was ich hörte, ehe mein Fall gestoppt wurde.



Langsam blinzelte ich den Schlaf weg. Ein seltsamer Traum war das wirklich. Aber das ist doch nicht mein Bett? War mir vorhin etwa so schlecht, dass ich mich doch ins Krankenbett gelegt hatte? „Wünsche, wohl geruht zu haben, Fräulein, deine Manakreisläufe sind noch nicht ganz hergestellt.“ Das war zu plötzlich und zu nah. „Archer?! Wieso sitzt du auf dem Bett?!“ „Na toll, eine Schwerfällige. Würde ich drinnen liegen, würdest du, mein Master, wohl nun noch mehr schreien. Es ist zwar nicht erlaubt, auf dem Schulgelände zu kämpfen, aber Leute, die die Regeln brechen gibt es immer. Ich werde dir wohl alles von Anfang an erklären müssen. Bei meinem Glück habe ich den Kürzeren gezogen.“ „Hey! Rede nicht mit mir, als sei ich der letzte Idiot!“ „Nein, den Ruhm hat wohl eine andere Emma.“ „Archer!“ „Nicht so laut oder dein Kreislauf schickt dich wieder ins Land der Träume.“

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Hey wie gehts? ^^ Willkommen auf dem Mond. Dies ist Route 2, die man auch dann lesen kann, wer die erste Route nicht kennt. Es sind die Regeln von Fate/Extra über Extra CCC bis zu Extella die hier gelten werden. Also nicht wundern wer Emma kennt das es von neuen beginnt. Hoffentlich hat es gefallen, so ich lasse die beiden mal weiterstreiten. Man liesst sich....Wer hat die Kekse gefuttert?
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