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◊Vista della Vita◊

OneshotAllgemein / P12
01.12.2016
25.12.2016
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01.12.2016 510
 
Ach ja die Liebe. Sie existiert seit der Mensch wohl denken kann. Sie ist doch wie eine Art Magie, man kann sie nicht genau beschreiben und man kann sie nicht genau definieren. Genauso wenig kann man sie sehen, aber sie ist da. Doch wie kommt das?
Wie beschreibt man Liebe überhaupt?

Laut einigen Aussagen trägt man eine pinke Brille, vergisst die Sorgen um einen herum und alles ist nur noch positiv. Man hat schon vergessen, dass man einmal in einer tiefen Trauer gesteckt hat. Ganz im Gegenteil! Die Welt ist der schönste Planet, auf dem man leben kann. Die Feinde interessieren einen nicht mehr und plötzlich geht man freiwillig zur Arbeit/ Schule, weil es einen wieder Spaß macht – alles nur wegen einer Person.
Ja, diese Liebe ist schon etwas Eigenartiges. Man freut sich und denkt nur noch an die eine Person. Im Unterricht passt man gar nicht mehr auf, hört jedem halb zu und plötzlich findet man Herzchen in dem eigenen Heft.

Doch wie jede Münze hat auch die Liebe zwei Seiten.
Wird sie nicht erwidert, dann ist sie nur noch schmerzhaft. Man tauscht die Brille durch eine graue. Jeder geht einem nur noch auf den Senkel und auf einmal hört man Musik, die man noch nicht mal im betrunkenen Zustand hören würde. Was macht diese Liebe nur alles mit unserem Körper? Ist doch erstaunlich und widerspenstig zugleich, oder?

Wenn man sich einmal verliebt, dann ist es die Liebe fürs Leben. Man denkt an niemanden anderen mehr. Aber wieso sehe ich dann immer wieder Leute, die trotzdem in einer Beziehung sind und Ausschau nach einer anderen halten? Sind sie denn nicht mehr glücklich oder brauchen sie so viel Liebe, dass eine Person nicht mehr reicht?

Ich persönlich empfinde Liebe als etwas Wunderbares. Man befindet sich auf Wolke sieben, könnte über den ganzen Kontinent fliegen und nur jeden Tag von dieser Person träumen. Obwohl sie doch so schön ist, hat man gleichzeitig auch wieder Angst. Wovor?
Na davor, dass sie nicht erwidert wird. Und wenn, dass man eines Tages vielleicht doch nicht die richtige Wahl getroffen hat. Anschließend fängt man an zu zweifeln und will nichts mehr mit dem Schwarm zu tun haben. Doch so wie unser Körper es will, fangen wir sofort wieder zu schwärmen an, wenn wir unseren Geliebten sehen. Ist doch seltsam, oder?
Man kann ihn einfach nicht hassen und nicht anlügen. Spricht sofort ein paar Töne höher und hat ein bescheuertes Dauergrinsen im Gesicht.

Liebe ist doch schon etwas wie eine Droge. Denn irgendwie befindet man sich durch diese ganzen Botenstoffe wie Dopamin, Adrenalin und Endorphin in einem fetten Rausch aus Glückseligkeit. Nicht nur das, man selbst benimmt sich komisch oder fängt an Sachen zu sagen, die man nicht einmal denken würde.

Selbstliebe, Gottesliebe, Nächstenliebe oder auch Objekt – oder Ideenliebe. Sie haben doch alle etwas gemeinsam. Nämlich die Liebe. Man liebt und verlangt danach. Trotzdem ist nach all dem die entscheidende Frage:  Verlange ich diese Person wirklich so sehr, dass ich bis zum Ende für ihn kämpfen würde oder ist es nur eine momentane Phase?
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