Am Anfang war das Ende [Post-323]

von Neronia
GeschichteAbenteuer, Drama / P16 Slash
27.11.2016
24.10.2017
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Heyho! Schön, dass ihr euch hierher verirrt habt. Ursprünglich habe ich diese FF für meine wunderbare Frau zum Geburtstag geschrieben ♥ - und eigentlich sollte sie auch maximal zehn Kapitel haben. Na ja, schlussendlich wird sie wohl doch etwas länger xD Sagt mir doch, was ihr davon haltet~

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Der Titel dieser Chronik ist wörtlich zu nehmen. Alles begann mit dem Ende. Dem Tod. Mit seinem und mit meinem. Denn gerade bin ich am Sterben. Vor einigen Sekunden war ich noch Zuschauer. Zuschauer eines Dramenstückes. Des Dramas, das sich Leben – nein, nicht nur das – das sich Existenz nennt. Als einer von vielen sehe ich mir das Ende der Welt an. Live, aus der ersten Reihe.

Aus dem mit Wolken überzogenen Himmel fallen unzählige rote Tropfen auf unfruchtbares Land nieder. Ganze Städte sind in den letzten Wochen Ungeziefer und Krankheit anheimgefallen. Und nicht nur Menschen. Immer mehr Tiere infizierten sich mit einer unsäglichen Seuche und starben jedem Magier, jedem Medicus, unter der Hand weg. Magisch veranlagte Menschen befiel eine unbekannte Beulenpest – halb Magnostadt fiel ihr zum Opfer. Dann starben neugeborene Kinder auf mysteriöse Weise. Frösche und Heuschrecken verwüsteten das, was von der Ernte noch übrig war. Und nun nähern wir uns dem letzten Akt. Nein, wir sind mittendrin:
Finsternis durchzieht das Land und lässt den Himmel in alles verschluckender Dunkelheit zurück.

Ill Illah ist zurückgekehrt.

Wieder haben sich die Großen der Länder nahe Magnostadt versammelt, da, wo die Welt fast schon einmal sein Ende genommen hätte. Beim letzten Mal bin ich nicht dabei gewesen. Doch dieses Mal bin ich es, der zusammen mit Alibaba, Yamuraiha, der Hälfte der Kou-Familie und den anderen Metal Vessel Nutzern der Länder aus der Luft betrachtet hat, wie die Welt endgültig zur letzten Strophe ihres Todesliedes ansetzt. Kouha hat sich neben mich begeben, mir mitgeteilt, dass Kouen ebenfalls auf dem Weg sei. Vielleicht ist er unsere einzige Hoffnung. Nun, wo er seine Djinns zurückhat. Nun, wo nach seinem Tod scheinbar einfach auf Reset gedrückt wurde.

„Wie sollen wir dieses Ding aufhalten?“ Kouha hat sich nach den Worten auf die Lippe gebissen und zu Koumei geschielt. „Wir wissen nicht einmal, wo das Medium ist!“

„En und ich vermuten, dass David sich nicht auf dieser Existenzebene befindet.“ Düster ist Meis Stimme an meine Ohren gedrungen. Gerade ist dieser alles durchdringende Gedanke in mir aufgekeimt. Unter diesen Umständen können wir das nicht schaffen. Nicht einmal Kouen. Dieses Mal ist es nicht nur Gyokuen. Nicht nur Arba. Dieses Mal ist es David. Und selbst wenn dieses Mal alle Magi auf unserer Seite kämpfen: Wenn uns nicht schnell etwas einfällt, steht das Ende der Welt unmittelbar bevor.

Und dann scheint alles um mich herum zu zerfallen. Ich wollte etwas sagen. Doch stattdessen spüre ich urplötzlich einen pochenden Schmerz, der sich durch meinen Körper zieht. Mir bleibt die Luft weg, meine Sinne gehorchen mir nicht mehr. Mein Blickfeld dreht sich und langsam schweift mein Bewusstsein ab. Ich fühle, wie das Magoi aus meinem Körper gesogen wird, wie das Djinn Equip, das ich für diesen letzten Kampf angelegt habe, verschwindet. Und als Finger sich um mein Herz schließen, spucke ich endgültig Blut und mir wird schwarz vor Augen. Wild pocht mein Herz unter dem Griff wie der panische Flügelschlag eines gefangenen Vogels. Dumpf höre ich den Aufschrei einer Frau, höre Stimmen, die mich nicht mehr erreichen.

Alle bis auf eine:
„Nimm es nicht persönlich, Ja’far. Aber die Dinge haben sich geändert. Unglücklicherweise… musst du dafür tot sein.“
Judal. Warum-?
Und das ist der Moment, in dem ich realisiere, dass mein eigener Magi mir gerade das Leben nimmt.
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