Reunion in Los Alamos

OneshotRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
Jacqueline Natla Lara Croft
26.11.2016
26.11.2016
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26.11.2016 382
 
Los Alamos, New Mexico – 14. Juni, 2015

Ich schaute auf die Uhr – immer noch 2 Minuten nach Mitternacht.
Aus meinem Bürofenster schien das Licht des Mondes herein.
Gott, war das grässlich.
Ich wollte lieber in ein warmes Bett.
Aber nein! Kunden riefen immer wieder an, um neue Produkte zu bestellen.
Als hätte ich nicht bessere Dinge im Kopf.
Stundenlang ging das jetzt so.
Schliefen die Leute denn nicht?
Mein Kopf fühlte sich an, als hätte er platzten wollen und unheimliche Schmerzen durchdrangen ihn.
Ich stütze meinen Ellenbogen auf den Tisch und schnaufte wütend.
Plötzlich hörte ich etwas knarren.
Meine Tür öffnete sich etwas und ein Kopf kam zum Vorschein.
Das Gesicht erkannte ich sofort.
Es war Lara!
Was wollte die jetzt hier?!
Langsam bewegte sie sich auf mich zu.
„Ms. Natla? Geht es Ihnen nicht gut?“, fragte sie besorgt.
„Pah! Als würde DICH das interessieren!“, meckerte ich.
Am Liebsten hätte ich sie schlagen wollen.
Meine Wut wurde größer und ich stand auf.
Dann schrie ich los!
Ich schrie Lara in einer so enormen Lautstärke an, dass sie zusammenfuhr.
Das verdiente sie.
„Mensch! Ich mein’ das ernst! Werden Sie doch nicht so wütend!“
Ich atmete tief ein und aus.
„Warum bist du hier?“, fragte ich ohne einen Hauch von Emotion.
Lara seufzte und schüttelte dann den Kopf.
„Das ist jetzt unwichtig! Also: Was ist los mit Ihnen?“
Ich lächelte kurz.
Komisch, dass diese Frau es schaffte mich etwas aufzuheitern.
„Es geht um meine Kunden. Das Telefon zeigt mir zu viele Anrufe an. Ich brauch’ eine Pause!“
Lara hockte sich neben meinen Stuhl und strich sanft durch meine kurzen Haare.
„Sag mal… hast du Fieber?! Du solltest vielleicht mal zum Arzt!“, sagte ich spöttisch und versuchte ihr Handeln zu ignorieren.
„Machen Sie das Telefon aus. Komplett aus!“, befahl Lara.
Das tat ich dann auch.
Leicht lehnte sie sich an meine linke Schulter.
Keiner sagte etwas.
Ich schloss die Augen und merkte, wie meine Kopfschmerzen verschwanden.
„Lass mich dir einen Tee machen, Jacqueline…“, flüsterte Lara plötzlich.
Sie duzte mich  – das war neu.
„Warte noch eine Weile… ja? Es ist gerade ganz okay so...“, antwortete ich.
Sie kuschelte sich an mich und atmete sanft.
Ich neigte meinen Kopf in ihre Richtung und lächelte in mich hinein.

Ja… das war neu und doch so schön…
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