► choose your answer!

von Shiv
OneshotRomanze / P18 Slash
Lawless / Hyde Licht Jekylland Todoroki Sleepy Ash / Kuro
24.11.2016
24.11.2016
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A/N:
So, hier melde ich mich nun auch endlich einmal wieder in diesem Fandom. Habe ja noch einige FFs offen, welche ich noch hochladen müsste, doch alles mit der Zeit. Dieser Oneshot ist eine kleine Danksagung an euch, da ihr alle - mehr oder minder, einige von euch sind sicher auch neu - inzwischen für ganze 25.042 Gesamtaufrufe gesorgt habt! Das ist wirklich unglaublich verrückt, wenn man sich überlegt, das ich mit einer solchen Zahl niemals gerechnet hätte. Vor allem, da ich fast ausschließlich in so unglaublich kleinen Fandoms schreibe.
Aber nun erst einmal genug des Geredes, ich bedanke mich bei euch allen, vor allem auch bei euch, die das hier gerade lesen und die ihr vielleicht auch neu seid. Dieses mal habe ich absichtlich nur das P18 Slash Rating gewählt, da dann wenigstens auch mal ein paar mehr von euch reinlesen können, als bei meiner anderen AVL FF. Dieser Oneshot spielt sich vollständig im achten Mangaband ab, ich gehe hier also gänzlich nicht nach dem Anime und hoffe, das es euch vielleicht gefallen wird, vor allem, da es auch mal die freundlichere Seite der beiden zeigt (wenn es niemand sieht; so wie auch im Manga verdeutlicht).
Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim lesen und einen schönen, restlichen Tag!

Eure Shiv :3


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► choose your answer!




Der Duft von Melonen lag in den sauberen und aufgeräumten Räumlichkeiten. Hyde saß auf dem Sofa welches inmitten des Wohnzimmers stand und starrte auf die gegenüberliegende Wand. In diesem Raum waren sie nun eingesperrt, und dass alles nur wegen Licht und seiner Liebe zu Melonen. Doch dies konnte ihm der Servamp wenigstens noch nachsehen, inzwischen zumindest – zuvor hatte er sich schrecklich darüber aufgeregt, was Licht jedoch nicht nachvollziehen wollte. Vielleicht hatte der Vampir dem Pianisten in dieser ganzen Zeit doch zu wenige der süßen Früchte zugestanden, doch dies war mit Sicherheit auch noch kein Grund, einer feindlich wirkenden Organisation hinterher zu trotten, nur um an eben jene Heranzukommen. Seufzend schloss er die Augen und versuchte sich zu beruhigen, doch durch das leise Schmatzen, welches der Starpianist von sich gab, war dies kaum möglich. Innerlich hoffte der Urvampir der Habgier, das der selbsternannte Engel sich den Magen verderben würde, doch auf der anderen Seite war dies sicherlich auch nicht hilfreich – nicht, wenn sie nicht wussten, wann sie überhaupt wieder aus diesem Raum herauskommen würden. Für den blonden stand zu jenem Zeitpunkt jedoch bereits etwas fest. Er würde eine Beschäftigung finden, selbst, wenn dies bedeuten würde, das er Licht bei seinem Abstecher in den Melonenhimmel stören musste.
„Licht-tan, wo hast du deinen Rucksack hingelegt?“, fragte er schließlich nach und betrachtete seinen Eve.
Wenn er auch zugeben musste, dass er nach dieser ganzen Masse an Melonen wohl eine ganze Zeit lang keine mehr sehen konnte. Oder zumindest konnte Hyde dann mit Sicherheit keine der Früchte mehr sehen, bei dem dunkelhaarigen konnte man sich in dieser Hinsicht wohl nicht sicher sein. Immerhin schien er weder des Anblicks noch des Geschmacks müde zu werden.

Für einen Moment – wenn auch mit einer kleinen Zeitverzögerung – sah Licht auf und blickte zu dem Sofa, welches in diesem Augenblick wohl als Schlafplatz für den Vampir diente. Selbst wenn der achtzehnjährige dies noch nicht wirklich verstehen konnte. Immerhin hatte jeder von ihnen eigentlich ein eigenes Zimmer, in welchem sehr wohl auch jeweils ein Bett seinen Platz gefunden hatte. Dennoch hob er schließlich leicht misstrauisch eine Augenbraue und sah fragend zu dem Brillenträger herüber.
„Warum willst du das wissen?“, fragte er lieber aus Vorsicht nach, denn er würde dem Vampir mit Sicherheit nicht freiwillig Zugang zu seinem Eigentum gewähren, nicht, wenn er nicht wusste, was eben jener damit plante.
So viel stand für ihn fest. In diesem Moment musste Hyde sich ein Knurren verkneifen und sah den schwarzhaarigen an. Dass dieser noch immer ein wenig Melonensaft am Mundwinkel hatte, versuchte er zu ignorieren. Ihn schauderte es bei dem bloßen Gedanken an diese Süßspeise, welche der Pianist so unheimlich liebte. Allein das ihm noch nicht schlecht war, schien an ein Wunder zu grenzen – zumindest in den Augen des Brillenträgers.
„Wegen dem kleinen Michael, du hast dich immerhin noch nicht sonderlich viel um ihn gekümmert.“, murrte der Servamp schließlich und lehnte sich wieder zurück.
Zwar wusste er, das Licht ihm das Elektrogerät, welches er benötigte, nicht freiwillig aushändigen würde, doch konnte er es wenigstens einmal versuchen.
„Und bevor du fragst, ich habe nicht vor, ihm wehzutun. Das funktioniert nämlich nicht.“, fügte er seinen Worten noch hinzu, nahm Licht somit jeglichen Grund, ihm nicht zu sagen, wo sich das Gerät befand.
„Versuchst du mir gerade Vorwürfe zu machen, dass ich mich nicht um ihn kümmern würde? Das kann ich auch selbst.“, verweigerte er sich schließlich dennoch der Auskunft.

Selbst wenn Lawless vielleicht mit dem Gedanken gespielt hatte, ihn somit zu einer Auskunft zu bewegen, hatte er sich anscheinend verschätzt. Dem dunkelhaarigen erschien die ganze Situation noch immer viel zu suspekt und er war sich auch vollkommen sicher, dass er den Vampir nicht an dieses Gerät heranlassen würde, bevor er keine ordentliche Erklärung bekommen hatte.
„Genau das wollte ich damit nicht sagen. Ich wollte damit nur anmerken, dass du gerade beschäftigt bist, da kann ich mich doch auch um ihn kümmern.“, versuchte Hyde die Situation zu retten, auch wenn er fast glaubte, dass der Pianist ihm diese Worte nicht glauben würde.
Verstehen würde er es, ohne Zweifel. Vielleicht hätte er diese Worte zuerst sagen sollen, nun klangen sie sicherlich nach einer billigen Ausrede. Was diese Situation anging, schien er einfach kein Glück zu haben. Vielleicht änderte sich dies auch noch, doch daran glaubte die Habgier nicht. Innerlich seufzte der Servamp laut. Eigentlich hatte er tatsächlich vor, dem selbsternannten Engel Vorwürfe zu machen, doch, wenn er damit nun begonnen hätte, konnte er vergessen, dass er das Eigentum des Engelchens berühren durfte. Jedoch konnte er es auch vergessen, ohne dass er diese Worte überhaupt aussprechen musste.
„Sicher nicht ohne meine Aufsicht und ich bin auch nicht beschäftigt.“, konterte er augenblicklich und aß darauf hin auch schon das letzte Stück der Melone, welches er noch übriggelassen hatte.
Ohne das er ihm sagte, wo sich sein Rucksack befand, konnte Hyde immerhin nicht viel anrichten und das war in jenem Moment vielleicht auch besser so. Wahrscheinlich konnte er aber dennoch auch von selbst vermuten, dass Licht seinen Rucksack bereits in seinem Zimmer verstaut hatte. In dieses jedoch ohne Befugnis einzutreten, solang der dunkelhaarige ihn sogar noch beobachten konnte, hätte nur in einem heraufbeschworenen Streit geendet, welcher jedoch auch keinen Spaß gemacht hätte, wenn niemand zugegen war, der sie hätte daran hindern können.
„Dann kannst du mich unter Aufsicht behalten, wenn du möchtest. Mir ist einfach nur langweilig. Du hast wenigstens dein Klavier, ich hatte nur meine Bücher… Im Hotel.“, gab er dem anderen schließlich wieder.

Hyde hatte in diesem Moment eigentlich keine Lust, sich mit Licht auseinanderzusetzten. Es sah niemand und somit waren Streitereien auch nicht gerade spaßbringend. Auch wenn er sich in diesem Moment nicht wirklich damit anfreunden konnte, sich von dem Pianisten beobachten zu lassen. Jedoch konnte er andererseits auch gleich vergessen, das Eigentum des selbsternannten Engels berühren zu können, solang er nicht zusagte.
„Das ist nicht mein Klavier, es ist einfach nur irgendeines, das mir freundlicherweise bereitgestellt wurde.“, wich er der Aussage des Vampirs schließlich einfach aus und ging auch nicht weiter darauf ein.
Er wollte seinen Besitz nicht aus der Hand geben, doch das der blonde dies bereits ahnte und eigentlich gar nicht erst davon ausging, konnte Licht in diesem Augenblick auch nicht wissen. Wahrscheinlich war jedoch auch keinem der beiden zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass sie aneinander vorbeiredeten.
„Schön. Könnte ich jetzt wissen, wo sich dein Rucksack befindet?“, fragte Lawless nun, welcher langsam die Geduld verlor, auch wenn er noch immer versuchte ruhig zu bleiben.
Langsam allerdings wurde ihm das alles zu bunt, natürlich verstand er Licht was dies anging, doch irgendwann hatte auch er seine Grenzen erreicht. Hyde wollte immerhin nur etwas gegen seine Langeweile unternehmen, nicht mehr und auch nicht weniger.
„Wenn du unbedingt willst, dann kann ich dir auch einfach nur zusehen. Die Hauptsache ist, das meine Langeweile verfliegt!“, beschwerte sich er Brillenträger nun ein wenig lauter und verdrehte sie Augen.
Licht hingegen, zuckte kurz mit den Schultern. Gegen diesen Vorschlag konnte er eigentlich nichts sagen, auch wenn er sich zugegeben, doch ein wenig wunderte, das der Servamp etwas dergleichen überhaupt erwähnte. Er war sich bereits zu diesem Zeitpunkt vollkommen sicher, dass es an dieser Angelegenheit einen Haken geben musste – und wenn er ihn schließlich doch nur dadurch bloßstellen wollte, dass der schwarzhaarige nicht wusste, wie man das Gerät eigentlich einschaltete.

Sicher war genau dies der Fall und dennoch wollte der Pianist es nicht einfach und leichtfertig zugeben. So viel stand für ihn fest und an dieser Meinung würde er auch keine Veränderung zulassen. Dabei hatte der Urvampir in diesem Moment tatsächlich einmal andere Dinge im Kopf, als seinen Eve bloßzustellen. Er hatte – für ihn selbst – schon beinahe unbeschreibliche Langeweile und, wäre er nicht unsterblich, könnte diese ihn wahrscheinlich sogar auch noch umbringen. Vielleicht klang er in dieser Hinsicht für einen Moment wie sein großer Bruder, doch waren sie noch immer Grundverschieden. Leise seufzte er und strich sich durch das Haar, wollte in diesem Moment einfach nur eine Beschäftigung.
„Also, soll ich deinen Rucksack holen, oder machst du das? Ich werde dir auch helfen, wenn du nicht weiterkommst – wenn du das willst. Anderenfalls werde ich meinen Mund halten und zusehen. Einverstanden?“, fragte Hyde nun und sah den selbsternannten Engel an.
Dieser Unterton in seiner Stimme klang komisch. Zudem fand der Servamp es noch immer ein wenig fragwürdig, dass der achtzehnjährige dieses kleine Elektrogerät nicht bedienen konnte, doch in diesem Moment zählte dies nicht. Oder zumindest zählte es für ihn nicht – bei Licht sah auch dies schon wieder vollkommen anders aus. Dieser traute diesem Vorschlag noch immer nicht gänzlich über den Weg – sei es auch nur wegen des Untertons im Lawless‘ Stimme, ließ sich schließlich aber dennoch dazu erweichen, aufzustehen.
Was sollten sie auch anderes tun?
Einen anderen Zeitvertreib hatten sie tatsächlich nicht und vielleicht war dies auch der erste Moment, in welchem der Vampir wahrlich recht hatte und sie sich einig waren. Jedoch bedeutete dies noch nicht, dass er dies auch offen zugeben würde. Immerhin war er beim besten Willen nicht dazu verpflichtet.

Dennoch konnte er sich schließlich auch eine weitere Anmerkung zu dieser ganzen Situation nicht verkneifen. Bevor er sein Schlafzimmer betrat, drehte er sich noch einmal zu dem Sofa um, auf welchem der hellhaarige noch immer lag und ebenfalls zu ihm blickte. Die Hand hatte er bereits an die Türklinke gelegt.
„Wo ist der Haken an dieser ganzen Sache?“
Wahrscheinlich konnte man es ihm in dieser Situation und bei alldem, was zuvor zwischen ihnen vorgefallen war, auch gar nicht verübeln.
„Welcher Haken? Glaubst du, ich will dich umbringen, während du friedlich spielst? Ich habe – bei Weitem – andere Interessen, welche ich mir lediglich aufhebe.“, murrte der blonde schließlich gespielt mysteriös und setzte sich auf.
Immerhin konnte er auch nicht die ganze Zeit liegen, dies war wahrscheinlich eine Variante auf welche er zurückgreifen konnte, wenn Licht ihn nicht mehr zusehen lassen würde, doch dies stand noch in den Sternen. So wie ihr Schicksal, dort bei C3, noch in den Sternen stand. Dennoch konnte Licht wenigstens diesen Worten ein wenig Glauben schenken. Wenn er dem Vampir schon irgendetwas glauben musste, dann waren es mit Sicherheit die Worte seines zweiten Satzes.
„Meinetwegen, Idioten-Hyde.“, bekam er schließlich nur entgegnet, bevor der junge Pianist die Tür gänzlich öffnete und es auch nicht lang dauerte, bis der blonde Brillenträger auch schon den Rucksack nahezu entgegengeworfen bekam.
Alles, was nicht wenigstens mit einer leichten Form von Brutalität zusammenhing, schien für den selbsternannten Engel auf eine gewisse Weise unmöglich zu bewältigen zu sein. Im letzten Moment konnte Hyde den Rucksack abfangen, bevor er mit seinem Gesicht kollidierte. In solchen Situationen fragte sich der Servamp immer wieder, wie ein einfacher Mensch so unglaublich stark sein konnte, doch schüttelte er diesen Gedanken schnell ab. Eve waren nicht unbedingt vollkommen normale Menschen, wie man sie erwartete.

Vorsichtig, um den Rucksack nicht zu zerstören – er wusste immerhin, was dann passieren würde – öffnete er den Reißverschluss und betrachtete den Inhalt. Schnell hatte er auch das kleine Elektrogerät ausfindig gemacht und nahm sich dieses zur Hand.
„Dann komm her und setze dich, aber bitte so, dass ich noch etwas sehen kann.“, murrte Lawless.
Licht antwortete in diesem Moment nicht und setzte sich einfach, wenn auch mit mehr als genügend Abstand zu dem Vampir, und ließ sich das Gerät noch einschalten, bevor er auch nur darüber nachdachte, sich die mobile Spielkonsole aushändigen zu lassen. Schließlich nahm er es jedoch an und startete auch gleich die Anwendung des einzigen Spiels, welches darauf zu sehen war. Dennoch schwieg er weiterhin. Leicht beugte sich Hyde zu dem Starpianisten vor und betrachtete alles, was er tat, doch ihm wurde schnell bewusst, dass er auf diese Weise nicht viel sehen würde. Der schwarzhaarige – auch wenn er wirklich schmal war – verdeckte mit seiner Schulter fast den gesamten Bildschirm.
„Licht-tan, ich sehe kaum etwas. Du musst ein wenig näher rücken.“, murrte der Servamp nun, wusste genau, das Licht ihn wohl wieder abweisen würde, doch in diesem Moment war es wohl der Versuch, welcher zählte.
„Vergiss es.“, bekam er schließlich gleich entgegnet.
Mit dieser Antwort hätte er rechnen müssen.
Hatte er wirklich erwartet, dass Licht sich freiwillig auf diese körperliche Annäherung einlassen würde?
Darauf konnte er mit Sicherheit doch ziemlich lang warten. Wenn er von selbst näherkommen wollte, sollte er es tun, doch dann war es der Fehler des blonden und nicht des jungen Pianisten. Das einzige, was er dem Vampir schließlich zugestand, war, dass er den Winkel ein wenig veränderte, in welchem er das Elektrogerät hielt. Wenn es in dieser Hinsicht vielleicht auch nicht sonderlich viel nutzte, Hyde musste es vorerst genügen. Doch auf der anderen Seite machte ein Streit auch keinen Spaß… Selbst wenn er wusste, dass er somit einen selbigen vom Zaun hätte gebrochen haben können, doch auch auf die Antwort auf diese stumme Frage musste er erst einmal warten. Ob er es wollte oder nicht.
„Wieso rückst du nicht ein bisschen näher? Das bricht dir sicherlich keinen Finger, oder Zacken aus der Krone!“, fauchte der Brillenträger nun und packte Licht an der Hüfte, um ihn ein wenig an sich heranzuziehen.

Er wusste, dass ihm dies sicherlich nur Ärger einhandeln würde. Das jedoch, war ihm in diesem Moment eigentlich egal. So konnte er wenigstens alles sehen – oder zumindest sah er somit den Bildschirm des kleinen Gerätes, welches nicht gerade sonderlich groß war. Sein Geduldsfaden war zu jenem Zeitpunkt weder sonderlich lang, noch dick – von stabil brauchte man wohl gar nicht erst zu sprechen. Er hatte einfach nur keine Lust, sich mit dem Pianisten zu streiten, niemand konnte sie davon abhalten, niemand würde ihnen zusehen können – somit war es ebenfalls zu langweilig und zudem wollte der Servamp auch nur seine Freizeit überbrücken, egal wie. In jenem Moment war ihm wahrscheinlich tatsächlich jegliches Mittel recht und das wusste auch Licht nur allzu genau. Nur gefiel ihm auch die Situation nicht und wohin sie im generellen führte. Augenblicklich rückte er sich zurecht, um gleich wieder ein wenig Abstand zu schaffen, ließ es schließlich aber, wenn auch unter leichtem Murren, über sich ergehen. Nur für diesen einen Augenblick, darauf brauchte sich der Vampir also gar nicht erst etwas einzubilden. Es war für den schwarzhaarigen mit der weißen Haarsträhne eine einmalige Sache und das sollte auch der blonde inzwischen wissen. Diese einmalige Situation jedoch, war es dem Blonden wert, so sah er wenigstens etwas halbwegs Spannendes und seine Langeweile konnte somit auch gleich bekämpft werden – wenn auch nicht vollkommen effektiv. Leicht sah er auf den Bildschirm und lächelte ein kurzes und doch auf eine gewisse Weise ehrliches Lächeln. Die Katze, welche Licht sich zum Beginn des Spiels ausgesucht hatte – Michael – schien Hunger zu haben.
„Weißt du noch, wie du ihn fütterst, oder soll ich es dir noch einmal erklären?“, fragte Hyde schließlich.
Er wusste immerhin, dass sein Eve sich auch nicht alles merken konnte, wenn er es auch wirklich auf eine groteske Art unbeschreiblich niedlich fand, dass der Pianist nicht einmal wusste, wie man dieses einfache Spiel bedienen musste.

Eben jener hätte am liebsten augenblicklich verneint und behauptet, dass er es sehr wohl noch wissen würde, doch er wusste es nicht und wollte bei Weitem auch nicht, dass diese kleine Katze verhungerte. Selbst wenn dies eigentlich nicht einmal möglich war. Dennoch bedeutete dies noch lang nicht, das es ihm leichtfiel, diesen Makel zuzugeben. Sich von dem Vampir helfen lassen zu müssen, war wohl das Schrecklichste, was er sich hätte vorstellen können und dennoch unternahm er schließlich nichts dagegen, musste immerhin irgendetwas tun.
„Ich will nicht, dass er verhungert und pass bloß auf, das du ihn dabei nicht verletzt!“, bestätigte er die Worte des Brillenträgers somit auch nur beiläufig und hielt ihm den DS-Stift über seine Schulter hinweg entgegen.
In seinem Sinne jedoch, hatte er in diesem Moment alles gesagt, was ausschlaggebend hätte sein können, und als derart dumm – dass er seine Worte wirklich nicht verstand – schätzte er den Urvampir der Habgier auch nicht ein. Leise musste der Servamp lachen und legte schließlich seine Arme um den Starpianisten, gab diesem somit wenigstens noch die Chance, sich zu bewegen. Im Anschluss begann er auch schon, ihm die Handgriffe erneut zu erklären, während er sie selbst ausführte. In diesem einen Moment schienen sich die beiden wirklich einmal zu verstehen, wenn solche Momente auch wirklich nur auftraten, wenn sie allein oder zu verletzt, um sich zu bewegen waren. Nachdem Hyde dem schwarzhaarigen mit der weißen Haarsträhne alles noch einmal erklärt hatte, sah er ihn an und legte ihm seine Hände an die Hüfte.
„Hast du es insofern verstanden? Dann kannst du ihn jetzt streicheln, das machst du mit dem Stift auf dem Touchpad.“, nickte Lawless leicht.

Wahrscheinlich war es in diesem Moment wirklich nur der Einfluss dieses kleinen, virtuellen Katers, welcher den dunkelhaarigen anscheinend so tief in seinen Bann gezogen hatte, dass er diese Berührungen nicht einmal mehr wirklich wahrnahm. Für die Finger des blonden war dies natürlich ganz praktisch und zwischen ihnen war es in diesem Moment wirklich viel zu verdächtig still. Rosen hätte sich wahrscheinlich gefreut, die beiden so sehen zu können, nur konnte er dies in jenem Moment nicht und dies lag wahrscheinlich auch im Interesse der beiden Männer. Leicht strich Licht schließlich mit dem Stift über den Kopf des Kätzchens, vergaß jedoch, den Druck aufrecht zu erhalten, weswegen es schließlich doch nicht so funktionierte, wie sie es sich beide gedacht hatten. Selbst gegenüber virtuellen Tieren war er vorsichtiger.
„Es funktioniert nicht.“, merkte er schließlich noch an, wollte es einfach nur gesagt haben.
„Du musst ein wenig mehr Druck ausüben. Ich verspreche dir auch, dass du ihm damit keine Schmerzen bereitest.“, nickte der Urvampir der Gier und betrachtete das kleine Kätzchen, welches leise schnurrte.
Natürlich schnurrte es, es war dazu ausgelegt zu schnurren.
Wieso also, sollte es dies auch nicht tun?
In jenem Moment fragte er sich einfach nur, wie so ein kleines, virtuelles Wesen so viel Liebe bekommen konnte. Natürlich, als er sich Licht als Igel gezeigt hatte, hatte er ihn auf Händen getragen, doch seit er wusste das er eben nicht nur ein einfacher Igel war, schien diese einstige Bindung auf eine gewisse Weise… Zerbrochen. Lawless störte dies beim besten Willen nicht, er hatte das Gerede des Pianisten generell als lächerlich dargestellt, doch fand er es dennoch ein wenig fragwürdig. Laut aussprechen würde er dies jedoch nie, denn dafür hatte er wirklich zu viel Stolz.

Glücklicherweise war Licht jedoch auch nicht in der Lage, Gedanken zu lesen. Dies hätte im Endeffekt wahrscheinlich auch nicht nur sich selbst Ärger eingebracht. In diesem Moment entschied er sich vorerst dafür, nicht auf den Vorschlag zu antworten und es stattdessen einfach zu versuchen. Selbst wenn dieser Versuch doch noch ein wenig kläglich wirkte, lernte er es somit wenigstens und war dadurch auch irgendwann in der Lage, dieses Spiel zu spielen, ohne dabei auf die Hilfe des blonden angewiesen zu sein und dies konnte ihm eigentlich nur recht sein. Immerhin hatte er zuvor auch nicht gedacht, das ein virtuelles Wesen so niedlich hätte sein können. Dieses kleine Wesen begann nur noch ein wenig lauter zu schnurren, als der Pianist es bewältigte, den Druck aufrecht zu erhalten. Der Kopf des kleinen Wesens bewegte sich mit der auf dem Touchpad angezeigten Hand, schien sich in dieser Situation wirklich wohlzufühlen und miaute schließlich auch leise. Hyde, welcher dieses Wesen betrachtete, wusste in diesem Moment nicht, was er überhaupt dazu hätte sagen sollen. Er wusste immerhin, dass diese virtuellen Wesen dazu geschaffen waren, zu schnurren und zu miauen, aber Licht schien sich wohl dafür begeistern zu können. Lieber schwieg er und begann mit dem Saum des Oberteils zu spielen, welches Licht trug.
„Was machst du da eigentlich?“, wurde diese Tat schließlich auch augenblicklich von dem jungen Pianisten quittiert.
Zwar störte er sich in diesem Moment nicht so sehr daran, wie es ihn möglicherweise unter normalen Umständen gestört hätte, dennoch nagte es an seiner Konzentration. Dies war etwas, das er weder verheimlichen wollte, noch konnte. Immerhin wollte er sich in diesem Augenblick eigentlich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren, was auf diese Weise ganz sicher nicht so funktionierte, wie er es wollte.
„Ich spiele mit deinem Oberteil.“, gab ihm Hyde schließlich einfach wieder.

Natürlich wusste er, dass der Starpianist ihm dies wahrscheinlich irgendwann übelnehmen würde – wenn er dies nicht bereits tat. Langsam ließ er seine Finger unter den Stoff, welcher den jungen Mann bedeckte, gleiten, beließ es allerdings erst einmal dabei, als die kleine virtuelle Katze schließlich auch noch einmal miaute und somit kundtat, dass sie anscheinend spielen wollte. Wahrscheinlich forderte dieses kleine Wesen somit die vollkommene Aufmerksamkeit des achtzehnjährigen. Diesem war in jenem Moment zwar bereits bewusst, dass Michael spielen wollte, doch konnte er in diesem Augenblick nicht sonderlich viel tun. Zwar hatte Hyde ihm bereits gezeigt, wie man dieses virtuelle Haustier fütterte und er hatte es auch zweifellos verstanden, doch wusste er nun nicht, wie man das Menü aufrief um schließlich mit ihm spielen zu können. Selbst wenn man auf der Suche nach einem Wollknäul oder einem Fadenspielzeug nicht gerade viel falschmachen konnte, wollte er dieses Risiko dennoch nicht eingehen. In dieser Hinsicht war er tatsächlich einmal zu vorsichtig. Immerhin fand er dieses kleine Kätzchen einfach fiel zu niedlich, als dass er es wieder hätte abgeben wollen. Leicht schüttelte er anschließend einfach nur den Kopf. Wenigstens konnte der Vampir diese Geste auch gleichfalls als eine Antwort auf seine Worte sehen, selbst wenn er dies nicht zwingend geplant hatte. Einen kurzen Moment musste der Urvampir wirklich überlegen ob dies nun einfach nur eine Geste oder eine Antwort war, doch kam er schließlich zu dem Entschluss dies einfach nur als eine Art der Warnung zu sehen. Immerhin waren dem Menschen manchmal Worte ebenfalls zu viel, dies wusste die Gier inzwischen. Eine Warnung war in diesem Sinne immerhin besser als gleich einen Ellbogen in der Magengegend begrüßen zu können. Darauf konnte Hyde allerdings auch wirklich dankend und mit Handkuss verzichten.

Kurz blickte er schließlich auf den Bildschirm des kleinen Geräts und erklärte seinem Eve anschließend wie er das Menü öffnen konnte – denn kombinieren konnte er immerhin – vor allem wenn es in diesem Spiel plötzlich einfach nicht mehr weiterging und der Vampir die fragenden Blicke beinahe selbst spüren konnte. Und durch die kurze Hilfe konnte er sich währenddessen wenigstens ein wenig ablenken, während er versuchte, Licht weiterhin mit kleinen Zärtlichkeiten zu verwirren. Er machte beinahe eine Herausforderung daraus. Seine Finger ließ er in der Zwischenzeit – während der ganzen, ausführlichen Erklärung – über die warme Haut des jungen Mannes gleiten. Wenn er ehrlich sein sollte, hätte er tatsächlich niemals daran gedacht, dass die Haut des Pianisten so weich sein könnte, wenn er sie denn tatsächlich einmal berühren durfte. Das den Pianisten dies irritierte, konnte er nicht leugnen, auch wenn er es nicht zugeben wollte. Vorerst versuchte er einfach nur, sich weiterhin auf dieses Spiel zu konzentrieren, auch wenn es ihm durch diese verwirrenden Berührungen auch ziemlich schwerfiel. Anscheinend genügten Gesten jedoch nicht mehr, um ihn endlich davon abzuhalten, ihn weiterhin in seinem Vorhaben zu unterbrechen.
Wer konnte sich auf diese Wiese auch konzentrieren?
Es war so gut wie unmöglich und dennoch hatte der Pianist in diesem Sinne wohl einen eisernen Willen. Dennoch war es in diesem Augenblick wohl auch vollkommen unausweichlich, dass er endlich einmal ein Machtwort sprechen musste. Immerhin konnte es zu diesem Zeitpunkt niemand außer ihm tun.
„Wenn du nicht aufhörst, werde ich mir noch überlegen, ob ich dir die Finger abtrenne – einzeln und Stück für Stück.“, gab er einfach nur zu bedenken und ließ diese Worte erst einmal einfach sacken.
Dass diese Worte irgendwann kommen mussten, war der Gier bereits bewusst, doch störte ihn dies nicht. Dies machte die Situation für ihn eigentlich auch nur noch interessanter.
„Willst du Michael wirklich deine Aufmerksamkeit für etwas dergleichen entziehen? Dieser kleine Racker hat dich doch wirklich gern.“, gab er ihm einfach nur wieder.
Vielleicht klangen diese Worte nach einer Erpressung, doch waren dies die einzigen Worte, welche er ihm entgegen wollte, zumindest in diesem Moment. Er wusste, dass dies den Pianisten nur noch mehr reizen würde.

Leicht kräuselte Licht die Lippen, auch wenn Hyde es in diesem Moment nicht sehen konnte. Dies brauchte er wahrscheinlich auch nicht – konnte es sich bereits denken – und dennoch änderte es nichts an der gesamten Situation.
„Wenn es darum gehen würde, schenke ich ihm doch recht gern mehr Aufmerksamkeit als dir. Also; halt die Klappe.“, gab der dunkelhaarige schließlich einfach nur trocken wieder – wendete seinen Blick dabei nicht ein einziges Mal von dem Bildschirm ab – sah es einfach nicht als notwendig an.
Der blonde stoppte mit seiner Hand an dem Hosenbund des Anderen und seufzte leise. So war dies wirklich nicht geplant, doch wusste Hyde auch zu gut, dass man nicht alles in einem Leben planen konnte. Kurz schnaufte er und ließ seine Finger mit dem Gürtel des jungen Mannes spielen.
„Gut, dann werde ich meinen Mund halten. Aber dann frage mich auch nicht, wenn Michael etwas braucht.“, nickte der Urvampir schließlich.
Bei eben jenen Worten konnte der schwarzhaarige kaum anders, als mit den Zähnen zu knirschen.
„Und wie schließt man jetzt das Menü?“
Dass er in diesem Moment nicht einmal auf die Worte des Vampirs einging, war vollkommen beabsichtigt. Er hatte keine Lust darauf einzugehen, ertrug – um Michaels Willen – lieber die Hand an seinem Gürtel und ließ es vorerst auf sich beruhen. Doch auf ewig – das wusste er bereits zu diesem Zeitpunkt – würde er das nicht einfach mit sich machen lassen. Statt dem schwarzhaarigen mit der Silbersträhne jedoch zu antworten, öffnete er lieber den Gürtel des jungen Mannes und schwieg. Immerhin hatte dieser ihm doch selbst gesagt, dass er den Mund halten sollte, also musste er nun nicht mehr nach einer Antwort fragen. Dieser Vampir wusste einfach nur allzu genau, wie er die Worte des jüngeren gegen ihn verwenden musste und dies war auch dem jungen Pianisten mehr als nur bewusst. Wahrscheinlich hätte er die Worte ein wenig geschickter wählen müssen und dennoch hatte er sie unbedacht gesprochen. Licht musste das Redeverbot nun wohl aufheben und wenn er unbedingt eine Antwort von der Gier erhalten wollte, musste er ihn schon darum bitten.

An eben jenen Schachzug dachte der achtzehnjährige in diesem Augenblick jedoch nicht einmal im Traum. Lieber griff er vorerst nach der Hand und entfernte diese wieder von seinem Gürtel. Er drückte sie neben sich auf das Polster des Sofas und versuchte diesen ganzen Vorfall einfach zu ignorieren. Auch wenn dies gewiss nicht gänzlich zu funktionieren schien und wenn er ihm keine Antwort geben wollte, sollte es wohl so sein. Dann musste er versuchen, es selbst herauszufinden, auch wenn es bedeutete, dass er wohl einige Versuche wagen musste. Selbst wenn ihm dabei nicht unbedingt wohl zu Mute war. Da schien der junge Pianist allerdings die Rechnung ohne den Servamp zu gemacht zu haben, denn dieser war sich wohl bewusst, dass er noch immer eine zweite Hand besaß. Leicht grinsend ließ er eben jene schließlich über die Seite des Eve gleiten und schwieg. Immerhin hatte er Licht bereits etwas zu diesem Thema gesagt. Er würde den Mund halten, bis er ihn darum bat ihm zu helfen, dass dies jedoch wahrscheinlich nie geschehen würde, konnte sich der Brillenträger ebenfalls bereits denken. Lieber begann er in diesem Moment gleich ein wenig mit dem Starpianisten zu spielen, zumindest in seinem Sinne. Denn Licht sah dies wohl keineswegs als einfaches Spiel an – eher als eine langsame Vorbotschaft zur Eskalation. Nur in welchem Sinne diese Eskalation stattfinden würde, konnte er noch nicht vorhersehen. Dies wäre immerhin auch viel zu schön und wahrscheinlich auch zu praktisch. Erneut griff er nach der Hand und entfernte auch diese wieder von seinem Körper, bevor er sich wieder seinem Spiel zuwendete und hoffte, sich anschließend endlich ungestört um diesen kleinen Kater kümmern zu können. Dies jedoch, sollte ihm nicht vergönnt sein, denn trotz der passiven Beschäftigung schien der Vampir noch immer mehr als genug Langeweile in seinem Körper zu tragen.

Doch, auch wenn er die Hände der Gier von seinem Körper entfernt hatte, so hatte er sie doch wieder freigegeben als er sich wieder um den kleinen Kater kümmern wollte. Kurzerhand ergriff Hyde die Chance und ließ nun seine Hände – der Vorsicht wegen gleich beide – über den Körper des schwarzhaarigen gleiten. Gezielt spielte er mit dem Hosenbund der weißen Hose, während seine andere Hand zu dem Brustkorb des Pianisten führte. Dieses Spiel konnte Licht nicht gewinnen, dafür war Lawless zu geschult darin, Menschen um den Verstand zu bringen. Nur wenige Sekunden konnte er sich noch auf die Aktionen konzentrieren, welche sich auf dem kleinen Bildschirm abspielten, dann ließ er das Gerät auch schon beinahe fallen. Wenigstens konnte er es in diesem Augenblick noch verhindern, auch wenn es doch sehr knapp war. Schlimmer war es in diesem Moment jedoch, dass der blonde Vampir dies auch noch mitbekommen hatte. Genau aus diesem Grund versuchte er auch gar nicht erst, irgendetwas dazu zu sagen – wollte auch eigentlich gar nicht darüber sprechen. Mit seinen Fingern schaffte er es schließlich, unter den Stoff der weißen Hose zu gelangen. Mit sanfter Gewalt strich er über den Unterbauch des Pianisten. Allerdings nutze er mehr Gewalt, als das er Freundlichkeit walten ließ. Diese raue Art gehörte zu ihm und damit musste der junge Starpianist in diesem Augenblick wohl umzugehen lernen, war immerhin selbst brutal genug. Er hatte natürlich gesehen, dass der schwarzhaarige das Elektrogerät fast hätte fallenlassen, doch dies war nur ein kleiner Triumph in seinen Augen. Lawless wollte mehr als nur dies erreichen, er wollte den Starpianisten mit seinen Händen wahnsinnig machen. Eben jenes Vorhaben gelang ihm sogar, nur wahrscheinlich nicht auf die Weise, auf welche er es tatsächlich erreichen wollte.

Seine ganzen Bemühungen schlugen geradezu ins Gegenteil aus, was der Vampir auch schließlich bemerken musste, als sein Handgelenk umgriffen und festgehalten wurde.
„Hör auf damit!“, fauchte Licht schließlich nahezu und hoffte einfach nur, dass Hyde endlich verstanden hatte.
Auch wenn er genau wusste, dass dem ganz sicher nicht so war. Auf ein selbiges Geschehen konnte er wahrscheinlich ebenfalls ewig warten und das wusste dieser Vampir nur allzu gut. Mit diesem simplen Handgriff jedoch hatte er die Situation für den Servamp erst richtig interessant gemacht. Zwar würde er nichts zu dieser sagen, doch es reichte ihm auch schon vollkommen aus, wenn Licht seine Worte nicht mehr zügeln konnte. Vielleicht hatte er es auch wirklich übertrieben, doch dies war der Habgier schließlich vollkommen egal, lieber übertrieb er es weiterhin um das Verlangen nach Spannung zu befriedigen. Hyde hatte immerhin nicht nur eine Hand zur Verfügung und dies zeigte er dem Pianisten in diesem Moment wahrscheinlich ein wenig zu deutlich, denn eben jene Hand legte sich dreist auf den Schritt des schwarzhaarigen und verharrte dort. Leicht versuchte Licht sich augenblicklich ein Stück zu drehen, doch bemerkte schnell, das eben dies nicht so funktionierte, wie er es sich gedacht hatte. Irgendwie hatte dieser blonde Vampir es geschafft, ihm einfach keinen Platz zu lassen, um das er sich richtig bewegen konnte. Wahrscheinlich war es in diesem Augenblick mehr eine ausweglose Situation als alles andere, doch dies war auch dem schwarzhaarigen in diesem Augenblick vollkommen egal. Einen Versuch war es dennoch wert. Durch diesen kläglichen Versuch, sich aus dem Griff zu befreien, hatte der Urvampir nur etwas mehr Spielraum bekommen und auch dies kam ihm eigentlich ziemlich recht gelegen. Beschweren konnte zumindest der Servamp sich somit schon einmal nicht. Ohne etwas Weiteres dazu zu sagen, begann Hyde den Schritt des jungen Starpianisten zu massieren und genoss es selbst auf eine gewisse Weise. Ihm war es in jenem Moment wirklich vollkommen egal, was der schwarzhaarige zu dieser Situation sagen würde, aufhören würde er in diesem Augenblick ganz sicher nicht, dafür vertrieb dies seine Langeweile viel zu gut. Zudem kam er auch noch auf gewisse Kosten und dies konnte für ihn selbst einfach nicht schlecht sein.

Wie Licht all dies sehen würde, bedachte Lawless in diesem Augenblick einfach nicht. Ihm selbst konnte es immerhin auch vollkommen egal sein – zumal auch nur er auf seine Kosten kommen wollte. Wenigstens hatte er es jedoch in diesem Moment schon einmal geschafft, das Licht schließlich den DS aus den Händen legen musste und ihm nun seine vollkommene Aufmerksamkeit schenkte. Zu Beginn hatte er die Idee selbst als ziemlich gut empfunden, dem jungen Pianisten zuzusehen – immerhin war diese ganze Sache auch seine eigene Idee – doch schließlich konnte er es auch nicht ertragen, wenn er nicht die ganze Aufmerksamkeit bekam, welche er verlangte. All diese Zuwendung sollte ihm gehören. Er dürstete – nein, gierte – regelrecht danach, erfüllte somit den Grund seines Daseins nur noch ein wenig mehr. Für ihn gab es immerhin auch nur diesen Pianisten und von dessen Sicht aus sollte es nicht anders sein. Es sollte auch in den Augen des Dunkelhaarigen nur ihn geben, niemand anderen. Seine Handbewegung wurde schließlich intensiver und er wusste genau, was er wollte. Er wollte, dass Licht sich ihm hingab, auch wenn er wusste, dass der schwarzhaarige dies niemals freiwillig zulassen würde, würde er es schließlich dennoch tun. Nichts konnte ihn noch davon abhalten, auch wenn der achtzehnjährige in diesem Moment wirklich alles daransetzte, es zu verhindern.
„Was hast du eigentlich davon?“, fragte er schließlich zwischen zusammengebissenen Zähnen.
In diesem Moment war es ihm ebenfalls gleich, ob der Vampir ihm nun antwortete oder nicht. Eigentlich wollte er die Antwort nicht einmal hören, fragte sich noch im gleichen Atemzug, aus welchem Grund er überhaupt den Versuch unternommen hatte, nachzufragen – ließ es dann jedoch auf sich beruhen.

Nur leicht grinste die Habgier, dies konnte Licht nicht einmal sehen, doch war dies in jenem Augenblick sicherlich Antwort genug. Für den Brillenträger musste es keinen Grund geben, denn, wenn er nach etwas gierte, war dies bereits Grund genug, es besitzen zu wollen. In diesem besonderen Fall, war es nun einmal der Körper des jungen Pianisten und dies musste eben jener einsehen, auch wenn dieser es wahrscheinlich nicht wahrhaben wollte. Irgendwann würde er keine andere Möglichkeit mehr besitzen. Dennoch machte es den Vampir ein wenig Stolz, das er spürte wie sich die Männlichkeit des Starpianisten langsam unter seinen Bewegungen regte. Es war eine ganz natürliche Reaktion und am liebsten hätte er den blonden Brillenträger selbst dafür verantwortlich gemacht.
Wenn er ihn dort berührte, war es sicher nur natürlich, dass sein Körper darauf reagierte, oder lag er mit diesem Gedanken etwa falsch?
Egal, was Licht in jenem Augenblick dachte – er war sich sicher, dass sein Körper nicht aus Gefallen reagierte. Es war einzig und allein die Schuld dieses Brillenträgers, welcher einfach nicht zu verstehen schien, dass er einfach aufhören sollte. Der achtzehnjährige hatte sich das Zeittotschlagen in diesem Raum wirklich anders vorgestellt. Zudem wurden sie sicher überwacht oder etwas dergleichen und gerade dieser Gedanke gefiel dem jungen Pianisten nicht.
Was – zum Teufel – dachte sich dieser Idiot eigentlich?
Dass sie vielleicht beobachtet werden könnten, machte jedoch den Reiz für den blonden aus. Allein, das sie vielleicht in diesem Moment von irgendwelchen Kameras des C3 gefilmt wurden, oder das ihnen vielleicht doch jemand zusah, gefiel ihm ungemein – selbst wenn er den Gedanken, das man seinen Licht vielleicht ebenfalls – möglicherweise – auch sehen wollte oder konnte, nicht gerade als gut empfand.

Ohne wirklich darauf zu achten, was der selbsternannte Engel wollte, ließ er seine Hand zum Knopf der weißen Hose gleiten, um diese zu öffnen. Für ihn war dies ein ganz besonderer Moment, welchen er einfach nur genießen wollte. Sein Engelchen unternahm immerhin nichts Großartiges gegen diese Zuneigung, dies erachtete Lawless selbst zwar als alles andere als normal, doch stören sollte es ihn nicht. Licht war in diesem Moment einfach nur zu verwirrt – zum Teil auch zu sehr in Gedanken verstrickt, um irgendetwas anderes zu tun. Doch dem jüngeren begann es allmählich auf die Nerven zu gehen, dass der Vampir seine Antworten verweigerte. Natürlich, er selbst hatte ihm den Mund verboten, doch daran dachte der junge Pianist in diesem Moment bereits nicht mehr. Sein Verstand hatte diese Information anscheinend als unwichtig abgestempelt und es schließlich auch dabei belassen. Noch einmal knirschte er schließlich mit den Zähnen und versuchte schließlich einfach aufzustehen. In seinen Augen musste Hyde wirklich dringend lernen, wann er aufzuhören hatte. Selbst wenn dies auch in Lichts Gedanken vollkommen unmöglich schien. Er glaubte – wenn er ehrlich sein sollte – selbst nicht mehr daran, dass dies irgendwann geschehen würde. Doch diesen Versuch, sich zu erheben, nutze der Servamp schließlich nur dazu, um unter den Stoff der Hose zu gelangen. Lieber zog er den jungen Starpianisten zu sich, zwang ihn in diesem Moment regelrecht, bei ihm zu bleiben, sich dies gefallen zu lassen. Die Finger des jungen Mannes erreichten schließlich – wenn auch ohne die Zustimmung des schwarzhaarigen – dessen Männlichkeit. Augenblicklich zog Licht scharf die Luft ein und versteifte sich für einen Moment.

Eigentlich wollte er nicht, dass es überhaupt erst soweit kam. Es sollte niemals soweit kommen. Seine Hand verkrampfte sich augenblicklich im schwarzen Stoff der Hose des Vampirs, bevor er leicht herumfuhr und ihn wenigstens aus dem Augenwinkel heraus ansehen konnte. Selbst wenn er recht schnell bemerkte, das ihm auch dies nicht sonderlich viel nutzte.
„Lass mich einfach aufstehen, Idiotenigel!“, knurrte er schließlich leicht gereizt.
Diese ganze, komische Situation hatte ihn in jenem Moment vollkommen aus der Bahn geworfen. Selbst wenn er versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen – in diesem Augenblick schien es schier unmöglich. Hyde stellte sich in jenem Moment doch nur eine einzige Frage.
Wieso sollte er diesen jungen Mann auch aufstehen lassen?
Es ergab für ihn natürlich Sinn, der Pianist wollte vielleicht nicht auf diese Weise berührt werden, oder doch?
Genau sagen konnte es der Urvampir in jener Situation nicht, doch war es ihm eigentlich auch gleich. Langsam strich er mit seinen kühlen Fingern über das Glied des schwarzhaarigen und begann zu grinsen, dies war eine Ablenkung der Langeweile, die ihm gefiel. Augenblicklich und unweigerlich zuckte der Pianist zusammen, hätte nicht mit dieser kühlen Berührung gerechnet und konnte aus diesem Grund auch ein erschrockenes Aufkeuchen nicht mehr verhindern – selbst wenn er es versuchte.
„Idioten-Hyde!“, war das einzige, was er in diesem Moment noch herausbrachte, bevor er seine Hand beinahe an dem Bein des blonden verkrampfte.
Dass er ihn somit vielleicht hätte verletzen können, dachte er schon gar nicht mehr. Wahrscheinlich war es nicht möglich, doch auf der anderen Seite war es ihm in diesem Sinne auch vollkommen egal.

Durch diesen unbedachten Zug des Pianisten, drückte er die Hand des blonden allerdings nur ein wenig mehr in seinen Schritt. Dies brachte den Servamp schließlich auch dazu, leise zu lachen. In den Augen des Brillenträgers lief all dies besser als er zu Beginn dachte. Mit sanfter Gewalt drückte Hyde seinen Daumen gegen die Eichel des schwarzhaarigen und umgriff seine Männlichkeit schließlich auch vollkommen. Der schwarzhaarige biss seine Zähne noch im gleichen Atemzug zusammen, presste sie regelrecht aufeinander und konnte aus diesem Grund auch keine Antwort geben. Wenn er ehrlich sein sollte, wollte er dies auch gar nicht mehr – war viel zu sehr damit beschäftigt, dieser Erregung nicht nachzugeben und konzentrierte sich viel zu sehr auf diesen Gedanken. Alles andere rückte in diesem Moment vollkommen in den Hintergrund und von seiner Seite aus, konnte man in dieser Hinsicht sicher auch nicht von Spaß sprechen. Doch wusste Lawless, dass der schwarzhaarige auf eine gewisse Weise doch seinen Nutzen aus dieser Situation zog, gänzlich abgeneigt war er sicherlich nicht. Das konnte er dem Servamp nicht verdeutlichen, sein schauspielerisches Talent war in dieser Hinsicht schlecht und wahrscheinlich wollte er in diesem moment auch gar nicht reden. Grob begann der Vampir schließlich seine Hand zu bewegen und strich mit seinem Daumen erneut über die Eichel des schwarzhaarigen. Dieser musste ungewollt aufkeuchen und drückte sich ein wenig mehr gegen den Vampir, wollte noch immer gegen den Gedanken ankämpfen und ihn irgendwie dazu bewegen aufzuhören, doch es schien tatsächlich keinen Sinn zu haben. Eigenmächtig würde Hyde nicht aufhören – so viel stand für ihn zweifellos fest. Noch ein wenig fester krallte er sich in den Hosenstoff seines Servamps und biss sich fest auf die Unterlippe.
Wieso war der Höhepunkt in eben jenem Moment eigentlich bereits so unbeschreiblich nah?

Dass sich der schwarzhaarige so sehr gegen ihn drücken würde, hatte der Brillenträger bei Weitem nicht gedacht, doch schien dies – in seinem Sinne zumindest – eine glückliche Fügung zu sein. Seine Hand bewegte er etwas schneller, lehnte sich etwas vor und biss seinem Eve in die Schulter. Sicherlich würde Licht dies nicht gutheißen, doch die Gier sollte es in jenem Moment nicht stören. Augenblicklich verkrampfte sich der schwarzhaarige noch ein wenig mehr, ließ ungewollt ein weiteres Keuchen aus seinem Mund entgleiten und bereute es noch im gleichen Atemzug. Leicht versuchte er sich zu wenden, sich irgendwie von dem Vampir wegzudrehen, doch dieser ließ in jenem Moment natürlich ganz sicher nicht zu, dass er sich auch nur einen Millimeter von ihm entfernte. Auch wenn Licht es vielleicht wollte. Mit einem festen Griff an seiner Hüfte hielt er den Pianisten so, dass er einfach nicht flüchten konnte – nicht in diesem Moment. Licht fehlten die Möglichkeiten und an dieser Situation schien sich bei Weitem nicht mehr viel ändern zu lassen. Hyde festige den Griff um das Glied des Starpianisten und bewegte seine Hand etwas schneller, strich mit seinem Daumen noch einmal über die Spitze der Männlichkeit und verrieb somit die Lusttropfen, welche sich dort bereits gebildet hatten. Dies machte das Gefühl nur noch ein wenig intensiver, ließ den dunkelhaarigen auf den Boden blicken. Für einen Moment schloss er die Augen und biss die Zähne erneut zusammen.
„Verdammt…“, zischte er schließlich schon beinahe verschwindend leise.
Wahrscheinlich hatte man ihn in jenem Moment nicht einmal verstanden, doch, wenn er ehrlich sein sollte, war es ihm auch vollkommen egal. Diesen Moment ausnutzend, bewegte Hyde seine Hand noch ein wenig schneller, strich mit seinem Daumen in gewissen Abständen über die Spitze des jungen Mannes und genoss dessen stumme Gegenwehr. Allein der Gedanke daran, dass der Starpianist ihn wahrscheinlich anschließend nur noch mehr hassen würde, war ihm eine Genugtuung.

Ohne es zu wollen, brach die Lippe des achtzehnjährigen unter dessen Biss noch im gleichen Moment, in welchem er seinen Höhepunkt erreichte.
Zu früh – er war mit Sicherheit zu empfindlich.
Doch in diesem Augenblick interessierte ihn dies wohl am wenigsten. Die Scham, über alles… Er konnte sich nicht einmal entscheiden, welcher der Faktoren tatsächlich am Schlimmsten war, doch wahrscheinlich war es in diesem Augenblick auch nicht sonderlich wichtig. In jenem Moment musste Hyde leise lachen, er zog seine Hand aus der Hose des jungen Mannes und betrachtete ihn einen Moment. Er zitterte leicht, dies jedoch war nach einem solchen Höhepunkt auch nicht sonderlich wunderlich. Wahrscheinlich – so glaubte es der Servamp – war dies auch der erste Orgasmus, welchen Licht bisher je erfahren durfte. Für die Gier allerdings hatte all dies nun auch schon keine Bedeutung mehr. Wenn der Pianist ihn dafür hassen würde, konnte er es in gewisser Weise sogar noch verstehen – weit entfernt; vielleicht. Doch musste er sich in jenem Moment selbst eingestehen das er etwas vergessen hatte, worüber der Urvampir schließlich auch leicht und leise lachen musste.
„Also, du hattest Probleme mit dem Menü, nicht wahr…? Soll ich dir nun zeigen, wie du es verlässt?“, fragte der blonde Brillenträger schließlich grinsend.
Doch die Antwort auf diese Frage konnte er sich in jenem Moment wahrscheinlich ebenfalls schenken. Licht würde sich diese Blöße nicht auch noch selbst zumuten – nicht einmal wenn es notwendig war.
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