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Overwatch

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Aoba Seragaki Clear Koujaku Mink Noiz Virus
23.11.2016
25.11.2016
4
5.428
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25.11.2016 1.583
 
Kapitel 1 – Frage


„Aoba! Mach schon, du kommst noch zu spät.“
„Jaa ich bin schon unterwegs!“ Aoba grinste und verließ eilends das Haus. Wenn er sich nicht sputete würde er zu spät zur Arbeit kommen. Hastig bog er um die nächste Ecke, er war zu schnell unterwegs und sah nur noch dunkle Haare, dann einen Aufprall und er landete unsanft auf dem Boden.
„ouw….Autsch… Entschuldigung!“ Aoba hob den Kopf, doch da war nichts. Verwirrt sah er sich um. Doch die Person war spurlos verschwunden. Er schüttelte sich und stand auf.
„Aoba, wir müssen weiter.“ Ertönte die mechanische Stimme aus seiner Tasche. Ren saß wie immer weich und behütete in Aobas Beutel und ließ sich herum tragen. Der Blauhaarige riss sich los und eilte weiter. Ren hatte recht, er durfte sich darüber jetzt keine Gedanken machen, Haga würde sonst ausflippen.

„Aoba Seragaki“ eine ruhige männliche Stimme durchdrang die Stille.
„Er war es also wirklich…“ Eine kalte klirrende weibliche Stimme erklang.
„Wir haben wohl einiges mit Tae-sama zu besprechen.“

Aoba stürzte gerade noch rechtzeitig zur Tür den Junk Shops hinein und hielt sich keuchend die Seite.
„Guten Morgen Haga.“ Rief der Blauhaarige keuchend.
„Guten Morgen Aoba, spät wie immer.“ Der alte Mann lachte freundlich.
„Guten Morgen Aoba.“ Kojakus tiefe männliche Stimme drang an die Ohren des Blauhaarigen.
„Hallo Kojaku, was machst du hier?“ erschöpft hatte sich der Blauhaarige aufgerichtet und grinste seinen Kindheitsfreund an.
„Oh, nachdem Tae-san das letzte Mal so wütend war als wir ohne Anmeldung kamen, dachte ich sage ich dir diesmal Bescheid.“ Der Kimonoträger, mit dem Frauenherzen schmelzen lassenden Lächeln sah zu Aoba hinunter.
„Wir?“ Aoba legte den Kopfschief und befreite Ren aus seiner Tasche während er hinter den Theresen glitt und es sich auf seinem Platz bequem machte.
„Ja, wir kommen alle, sogar Mink und die Bohnenstange.“
„Bohnen-…Noiz!“ Aoba schüttelte den Kopf. „Nenn ihn nicht so, du weißt wie sehr er das hasst.“
„Genau deswegen.“ Der Dunkelhaarige Mann nickte Aoba noch einmal zu und verabschiedete sich, er musste immerhin auch zu seinen Fans.

Aobas Großmutter, Tae, war derweil zuhause und mischte eine seltsam riechende Medizin für eine Kundin zusammen. Sie war so in Gedanken dass sie die Schatten hinter sich nicht bemerkte. Ein klirrendes Geräusch ließ sie endlich aufschrecken und sie fuhr herum.

*Einige Tage zuvor*
Eine junge Frau wanderte die dunkle Gasse hinunter, sie war ganz allein und trug nichts weiter als ein dünnes weißes Kleid und flache leichte Schuhe, die Nacht war bereits angerochen und ein kühler Wind fegte durch die Gassen. Doch die Frau zittert nicht, die Gassen waren verlassen und einsam, plötzlich trat eine gruppe Männer vor sie. Sie grinsten hämisch.
„Ach nein, hast du dich verlaufen Süße?“ Einer der Männer trat auf die leicht bekleidete Frau zu, ein anderer näherte sich von hinten und versperrte ihr den Weg.
„Wie wäre es mein Täubchen, wir zeigen dir den Weg hier raus und du,“ Er machte einen Schritt auf sie zu und strich ihr durch die langen weißen Haare, „bedankst dich dafür.“ Er packte den Arm der reglosen Frau und schob sein Gesicht nahe an ihres. Ruckartig zog sie das Knie an und rammte es dem Kerl zwischen die Beine, ein seltsames Knacken war zu hören und er ging mit einem entsetzlichen Schmerzensschrei zu Boden. Der Typ der sich ihr von hinten genähert hatte packte sie an den Haaren und zerrte sie nach hinten. Die Frau taumelte, doch plötzlich verfestigten sich ihre Haare und verwandelten sich in spitze Glasscherben. Die scharfen Scherben schnitten sich ihren Weg durch seine Hände und trennten einen Finger ab. Schreiend fiel der Mann nach hinten, während sich die restlichen vier Männer in Bewegung setzten und auf sie zu stürmten. Die Weißhaarige hob den Kopf und fixierte sie mit ihren schwarzen Irislosen Pupillen, ein schmales lächeln formte ihre Lippen als sie die Hand ausstreckte.
Plötzlich ertönten Schüsse und die Kerle fielen getroffen zu Boden. Die Frau blinzelte verwundert, um ihre Pupillen herum entstand eine bläuliche Membran und von einer auf die nächste Sekunde wirkten ihre Augen wieder normal. Schwere Schritte ertönten hinter ihr.
Sie wand sich um und sah im ersten Moment nur eine breite schwarze Brust vor sich, sie hob den Kopf und realisierte, dass es sich dabei nur um ein Shirt von einem extrem großen rötlichbraunhaarigen Mann gehandelt hatte. Dreadlocks hingen hinter einem zart rosanen Bandana hervor. Sie sah ihm in die Bernsteinfarbenen Augen, er sah sie unverwandt und monoton an. Dann nickte sie ihm wortlos zu und ging an ihm vorbei. Der Mann sah ihr nach, zwei seiner Schergen näherten sich.
„Mink…“ Der eine wollte ihm etwas mitteilen doch hielt er mit einem Blick auf die Gasse inne. Einer der Angreifen lag mit einem sauberen Kopfschuss in der Ecke, noch immer hielt er sich die Hand mit dem ordentlich abgetrennten Finger. Mink schritt tiefer in die Gasse und beäugte einen Anderen, seine Hüfte war seltsam zur Seite gekrümmt und eingedrückt.
„W-was war das?“ Einer der Schergen mustere leicht verstört den Hüft abwärts verstümmelten Mann.
„Das wüsste ich auch gern.“ Schallte Minks ruhige tiefe Stimme durch die Gasse.

*Heute*
„Ah Mink! Kommst du direkt mit?“ Mink saß auf seinem Motorad und rauchte seine Pfeife, auf seiner Schulter saß ein großer rosa farbener Kakadu mit Augenklappe. Der Braunhaarige zuckte bei Aobas Stimme zusammen und wand sich zu ihm.
„Alles klar bei dir?“ der Blauhaarige sah seinen Freund verwundert an. Mink nickte nur und warf einen letzten Blick in die dunkle Gasse vor der er stand. Aoba folgte seinem Blick.
„Was ist da?“ fragte nun auch Kojaku und näherte sich.
„…“ Mink schwang sich auf sein Motorrad und fuhr wortlos weiter.
„Hooo? Gesprächig wie immer.“ Seufzte der Blauhaarige und wanderte gemeinsam mit seinem Kindheitsfreund weiter.

*Einige Tage zuvor*
Noiz saß in einer Gasse und tippte wild auf seine Tastatur ein. Eben gerade war eine Eilmeldung der Polizei eingegangen, doch sie war so schnell verschwunden wie sie erschienen war. Der Blonde biss sich auf die Unterlippe. Er hackte den Polizei Server und versuchte die Meldung wieder her zu stellen. Plötzlich wurden seine Bildschirme schwarz und der gepiercte erstarrte.
„Was zum…“ Ein Auge erschien auf seinem Bildschirm, ihm wurde schwindlig und er griff sich an den Kopf. Dann flimmerte der Bildschirm und wurde wieder schwarz. Der Schwindel verschwand und er begann leicht panisch auf seiner Tastatur herum zu tippen, doch nichts geschah. Er checkte sein Coil, doch auch dieses funktionierte nicht mehr. Plötzlich ging einer der Bildschirme an, kurz war das animierte Auge von eben zu sehen, dann verschwand es und ein Video wurde abgespielt. Es zeigte einen niedlichen Hasen, doch plötzlich sprang ihn eine Katze an und packte den Hasen brutal im Genick, ohne große Gegenwehr starb der flauschige Karottenfresser. Wieder wurde der Bildschirm schwarz. Verstört starrte der Blonde in das schwarz und versuchte zu begreifen was gerade geschehen war.
Man hatte IHN gehackt….Ihn….

*Heute*
Aoba und Kojaku betraten ein Cafe, sie wollten etwas Kuchen kaufen um Tae zu entlasten, die Türklingel läutete als ein schmaler Blonder Mann das Cafe betrat.
„Noiz?“ Aoba sah ihn überrascht an. „Kommst du auch? Wir kaufen Kuchen für heute.“ Der Blauhaarige lächelte.
„Tss“ Machte der Blonde nur und folgte ihnen nach ihrem Einkauf nach draußen, er hatte sich komplett neues Equipment kaufen müssen. Der Hacker hatte seine kompletten Dateien zerstört und jeden Zugang von ihm verweigert.
„Warum sind heute alle so weggetreten?“ Aoba stieß Noiz unsanft in die Seite.
„Hm…Ich wurde gehackt.“
„WAS!“ Kam es gleichzeitig von Kojaku und Aoba. Noiz nickte und ging wortlos weiter.
„Von wem?“ Aoba holte zu ihm auf und sah ihn an.
„Keine Ahnung, ich konnte es nicht zurück verfolgen, all meine Dateien sind zerstört, nur auf Usagimodoki hat er nicht zugreifen können.“ Behutsam hob er seinen Würfelförmigen Allmate vor sich, als könne er auf einen einzigen Blick sehen ob sein Allmate infiziert war.
Zu dritt gingen sie weiter, Mink wartete bereits mit Clear vor dem Haus, Clear erzählte ihm gerade das Quallen zu über 70% aus Wasser bestanden als die anderen ankamen.

*Einige Tage zuvor*
Tiefe Nacht, die Sterne blitzten am Himmel und ein leichter Nieselregen prasselte über die Stadt. Clear saß auf einem Hausdach, seine Gasmaske über das Gesicht gezogen und den Schirm aufgespannt. Mit einem leisen seufzen ließ er sich zurück sinken und sah in den Himmel.
„Master….huh?“ Clear richtete sich auf und sah in die Gasse unter ihm. Drei Frauen kamen die Straße hinunter. Eine hatte Kinnlange sehr zerzauste Haare, die vorderen Strähnen waren lang und gingen ihr bis über die Brust, sie waren unten zu je einer Locke zusammen gedreht, die Zweite hatte wie die erste Blondes Haar, aber ihre waren lang und hinten ihr bis zur letzten Rippe, trug sie offen, die dritte war so fest in einen Schal und einen Mantel eingewickelt das er nichts erkennen konnte. Doch was seine Aufmerksamkeit erregt hatte war das Wetter. Die Dritte, welche so eingemummelt und dennoch zitternd durch die Straßen wanderte, um sie herum regnete es nicht. Es schneite.

*Heute*
„MASTER!“ Clear stürzte sich auf Aoba und wäre Kojaku nicht direkt hinter ihm gestanden hätte er ihn umgerissen.
„Oi..Clear.“
„Master!“ Clear knuddelte seinen Meister durch.
„…“ Mink machte eine kurze Kopfbewegung und schritt zu Aobas Haustür. Tori, sein Allmate Kakadu flatterte auf und landete auf seiner Schulter.
„Hm…“ Mink stieß leicht gegen die Tür und schon schwang sie auf. Aoba erstarrte, böse Erinnerungen huschten durch seinen Kopf. Er hatte abgeschlossen, das wusste er. Er eilte an Mink vorbei und betrat das Haus. Kaum hatte er das Wohnzimmer betreten erstarrte er.
„G-großmutter?“

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