#panny

KurzgeschichteRomanze / P16
22.11.2016
28.03.2018
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Dieses Kapitel
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Hallo meine Lieben,

eigentlich bin ich hier in einer ganz anderen Abteilung unterwegs. Und auch das leider schon viel zu lange nicht mehr.
Doch ich "musste" (zugegebenermaßen schau ich es mittlerweile gerne :D) wie jeden Donnerstag natürlich auch die letzten beiden Alarm für Cobra 11 mit meinem Freund anschauen. Und ich muss sagen, die Geschichte um Paul und Jenny gefällt mir, ich finde die beiden harmonieren sehr gut und würden ein süßes Paar abgeben. Jetzt regt es mich natürlich auf, dass die Staffel zu Ende ist und ich nicht weiß wie es weiter geht (ich bin ein sehr neugieriges Kind :D) und so hab ich mir gedacht, ich könnte selber mal eine Geschichte schreiben wie es mit den beiden weitergeht. Außerdem finde ich den Hashtag, den Katrin Heß benutzt sehr witzig, solche Namenszusammenführungen sind doch immer wieder amüsant :D
Ich hab das ganze mal als Kurzgeschichte geplant, aber mal schauen wie es läuft, vielleicht wird sie ja auch länger :)

Wir fangen natürlich erst mal bei der Szene im See an, und dann schauen wir mal wo die Reise hingeht. Dieses Kapitel richtet sich jetzt noch komplett nach den beiden Folgen, nur habe ich das ganze eben aus Jennys Sicht geschrieben.

Ich hoffe es gefällt euch und würde mich über ein kurzes Feedback von euch freuen.
Und jetzt wünsch ich euch viel Spaß mit dem ersten Kapitel:


'All i wanna do, is stay the night with you‘

Der Kuss schien nie zu Enden. Der Kuss zwischen Paul und mir. Mittlerweile hatte ich meine Beine eng um ihn geschlungen, unsere T-Shirts schwammen uns herum und ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Doch plötzlich löste sich Paul von mir, brach den Kuss ab und schaute mir etwas verwirrt in die Augen. „Ähm, ich glaube wir sollten von hier verschwinden…bevor die Kollegen uns suchen.“ Er hatte Recht, ich wollte auf keinen Fall, dass das hier auch nur irgendjemand mitbekam. Aber andererseits wollte ich auch eigentlich gar nicht aufhören. Es schien genau das zu sein, was die angespannte Stimmung zwischen mir und Paul lösen konnte. Den ganzen Tag war schon etwas zwischen uns gewesen, die ganzen Kabbeleien, die Anspielungen, die Berührungen, die Angst die ich um ihn hatte. Aber er hatte Recht, wir sollten hier verschwinden. „Okay, lass uns gehen.“

Wenig später saßen wir beide wie zwei begossene Pudel im Auto und schwiegen. Natürlich hatten die Kollegen über uns Witze gerissen, warum wir denn so nass waren. Und Susanne meinte nur, dass uns die Abkühlung bestimmt gut getan hatte. Ja, da sagte sie was. Nur war es irgendwie keine Abkühlung…Es hatte das Ganze noch viel mehr angeheizt.
Als ich vor Pauls Wohnung hielt, wusste ich nicht genau was ich sagen sollte. Ob ich was sagen sollte. Doch Paul nahm mir diese Entscheidung irgendwie ab. Er legte seine eine Hand auf meinen Oberschenkel, die andere in meinen Nacken, zog mich zu sich um mich zu küssen und meinte anschließend nur „Ich würde mich freuen, wenn du noch mit reinkommst.“ Ohja, ich wollte mit reinkommen.

Ich mochte Pauls Wohnung, sie war wie er. Herrlich chaotisch, und trotzdem fühlte man sich hier einfach wohl. Sie erzählte so viel von ihm, die ganzen Fotos von seinen Reisen, die Einrichtung, einfach alles passte zu ihm. Plötzlich riss er mich aus meinen Gedanken „Hast du Hunger? Ich könnte schnell was kochen? Fläschchen Wein dazu?“ Ich nickte einfach nur, ich wusste eigentlich, dass das hier eine äußerst dumme Idee war und ich das Ganze morgen zu tiefst bereuen würde. Aber ich konnte irgendwie nicht anders.
Das Essen war wirklich lecker und der Wein war auch sehr gut. Normalerweise hielt ich mich ja beim Alkohol immer etwas zurück, schlimme Erfahrungen aus der Jugend ließen einen ja da vorsichtig werden. Doch heute nicht, ich hatte fast das Gefühl als wollte ich mir etwas Mut antrinken. Und natürlich kam es dann auch irgendwann dazu, wofür ich Mut brauchte. Denn irgendwann küsste er mich, nicht so zaghaft wie vorher im Auto, sondern wir waren direkt wieder auf dem Level vom See. Er zog mich zu sich auf den Schoß und schob seine Hände sofort unter mein Shirt. Auch ich schickte meine Hände auf Wanderschaft, sein durchtrainierter Körper schrie ja fast danach angefasst zu werden. Ich zog ihm sein Shirt über den Kopf, weswegen wir kurz unsere Knutscherei unterbrachen. Danach trafen sich kurz unsere Blicke, und er schien zu merken, dass ich zwar wirklich nicht abgeneigt war, aber dass ich mir, wahrscheinlich wie immer, zu viele Gedanken machte. „Hey Miss Perfect, denk nicht so viel nach.“ Ich musste leicht grinsen, Miss Perfect, so hatte er mich heute schon mal genannt.

Eine halbe Stunde später hatten wir das Ganze von der Couch in sein Schlafzimmer verlagert. Da kam mir eine Idee. Ich stieß ihn leicht von mir weg und stand auf. „Hey, wo willst du hin?“ ich legte ihm einen Finger auf die Lippen und meinte nur „Psst, lass dich überraschen.“ Und dann verschwand ich schnell wieder im Wohnzimmer, wo ja alle unsere Klamotten verteilt lagen und zog seine Handschellen aus seiner Hose. Manchmal hatte schon Vorteile bei der Polizei zu sein. Triumphierend hielt ich eben diese hoch, als ich wieder zu Paul ins Schlafzimmer kam. Er sah mich leicht geschockt an, musste dann grinsen und sagte „Nana, Frau Dorn. Missbrauch von Polizeigewalt. Das hätte ich Ihnen ja gar nicht zugetraut“ Ich musste auch grinsen und ließ mich von ihm wieder zurück ins Bett ziehen.

Gott sei Dank wachte ich vor Paul auf, ich wusste nicht ob Semir ihn abholte und hatte wirklich keine Lust, dass ausgerechnet er uns zusammen entdeckte. Ich suchte also alle meine Sachen zusammen, nur mein T-Shirt fand ich nicht. Egal, ich musste mich eh zuhause umziehen. Ich ging dann nochmal zurück ins Schlafzimmer, überlegte kurz ob ich ihm eine Nachricht hinterlassen sollte, aber dann entschied ich mich dagegen. Er sollte nur nicht denken, dass mir das hie irgendwas bedeutete. Für ihn war ich sicher nur eine von vielen, und ich wusste eigentlich sowieso nicht, warum ich mich darauf eingelassen hatte. Wobei ich nicht von der Hand weisen konnte, dass es sich gelohnt hatte…Es war eine heiße Nacht.

Auf der Arbeit konnte ich Paul zunächst wenigstens etwas aus dem Weg gehen, bis ich schließlich wieder mit ihm zusammen im Auto saß. Zunächst blieb das Gespräch auf dem aktuellen Fall, doch natürlich konnte Paul sich seinen Kommentar nicht verkneifen „Dein T-Shirt liegt noch bei mir“ Weil er sich ja auch so sicher sein konnte, dass das wirklich meins war. Bei ihm gingen doch die Mädels eh wie am Fließband rein und raus. Ich kanzelte ihn ganz schön ab, auch seine Andeutungen, dass wir das nochmal wiederholen könnten, erstickte ich sofort im Ansatz. Ne, so was konnte ich jetzt nicht gebrauchen. Ich wollte mich auf den Job konzentrieren, endlichen fingen meine Kollegen mich an ernst zu nehmen, und ich durfte auch immer mehr mit auf Einsätze, da machte ich mir das so einer Bettgeschichte sicher nicht kaputt.

Doch Paul ließ irgendwie nicht locker, ich wusste gar nicht richtig was er von mir wollte. Deswegen bat ich ihn einfach, dass er Abstand halten sollte. Unsere Diskussion blieb nicht unbemerkt. Dana, die ihre Ohren ja sowieso überall hatte wo sie nicht hingehörten, schaute ganz interessiert zu uns rüber. Also entschied ich mich einfach das Gespräch zu beenden und setzte mich wieder an meinen Schreibtisch. Doch Dana hatte jetzt anscheinend Lunte gerochen. Sie saß sich zu mir und grinste mich an. „Was gibt’s?“ ich schaute genervt zu ihr auf. „Läuft da was zwischen Paul und dir?“ „Ne, wieso?“ „Verarsch mich nicht Jenny. Irgendwas war doch da zwischen euch, so komisch wie ihr euch verhaltet. Ich hab dafür ein Gespür.“ „Wie kommst du denn bitte da drauf?“ „Na, allein schon wie Paul dich ansieht. Irgendwie so ein bisschen…hm…verliebt.“ „Na klar, Paul, unser Frauenheld, und verliebt.“ „Auch Frauenhelden verlieben sich…es muss nur die Richtige kommen.“ „Ich dachte du wärst gern die Richtige für Paul?“ „Ach Jenny. Klar find ich Paul süß, er sieht gut aus, hat nen mega Körper und ist noch dazu richtig nett. Aber ich weiß ganz genau, dass ich viel zu jung für ihn bin und er in mir mehr ne kleine Schwester sieht. Schließlich ist er der Partner von meinem Vater. Und du brauchst gar nicht leugnen, dass er dir nicht auch gefällt.“

Ich dachte noch eine Weile über Danas Worte nach, doch versuchte mich dann wieder auf den Fall zu konzentrieren. Was allerdings gar nicht so einfach war, denn schon kam Paul wieder um die Ecke, und zeigte mir neue Beweise. Dabei war er ganz nah bei mir, und in dem Moment war alles was ich noch wahrnahm, sein Geruch, seine Wärme, seine Anwesenheit. Ich zwang mich dazu mich wieder zu konzentriere und blaffte ihn mit den Worten „Das mit dem Abstand halten üben wir nochmal“ an und hoffte, dass er mich wenigstens bis zum Ende des Falls in Ruhe ließ.

Das war dann auch der Fall, wohl auch weil dieser Fall Paul, Semir und dessen alten Partner Frank ganz schön in Atem hielt. Und so waren wir alle heilfroh, als Paul und Semir gesund und munter in die PAST zurückkehrten. Und ich musste mir selbst eingestehen, dass ich mir besonders um Paul Sorgen gemacht hatte, wie schon bei unserem letzten gemeinsamen Fall. Und auch, wenn ich mir selbst diesen Gedanken eigentlich verbat, musste ich mir wenigstens für einen ganz kurzen Moment eingestehen, dass Paul Renner sich wohl heimlich, still und leise dabei war sich in mein Herz zu schleichen.
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