Hotarubi No Mori E - Die Herbstblätter, die im Wind tanzen

von XxHanaxX
KurzgeschichteMystery, Fantasy / P12
Gin OC (Own Character)
20.11.2016
20.11.2016
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Ich habe noch nie an Götter oder Geistern geglaubt. Wozu auch? Man sieht sie nicht und man kann sie nicht anfassen. Ebenfalls war ich der stille Mensch, der aber auch immer alles hinterfragt und es zuerst sehen wollte. Ebenfalls als ich 8 Jahre alt war, konnte ich nicht an alles glauben. Von meinen 5 Geschwistern war ich die Jüngste und dennoch die Verantwortungsbewusste. Mein ältester Bruder Isamu war eher der, der alles auf die leichte Schulter nahm und das Wort Verantwortung nicht mal buchstabieren konnte. Der zweit Jüngste Akira war eher der, seiner Meinung nach, der Intelligente von uns allen ist. Er schrieb ebenfalls nur eines, bekam 20 von 20 Punkten und wird von allen, außer den Jungen natürlich, in der Schule gemocht. Aber er war auch der Typ „Große Klappe, nichts dahinter“ Mensch. Meine restlichen Geschwister waren verschiedener den je. Alle hatten andere Charakterzügen und das einzige, was wir gemeinsam hatten, waren unsere Augenfarben. Jeder einzelne von uns hatte Blau, bis ins grün gehende, Augen.

Wie gesagt, glaubte ich an Geister, oder auch gesagt Yo-kai's, nicht.

Bis zum meinem 12. Geburtstag.

Als Feier zum meinem 12. Geburtstag, machten meine Eltern und Geschwister einen Ausflug mit mir zu einen der bekanntesten Wäldern. Man sagt, dass dort Geister lebten. Ich seufzte. Nicht schon wieder das gleiche, hatte ich gedacht. Die 3. Jüngste Ayaka war augenblicklich startklar und hatte schon die Sachen für den Ausflug geplant. Ich war selbst nicht davon begeistert und wollte lieber mein Geburtstag alleine und mit einem Buch in der Hand beenden, aber wo wir schon mal hier sind.

Der Ausflug war eigentlich sehr schön. Es hatte Spaß gemacht mit den anderen sich im Wald zu erkundigen und selbst mit Akira war es angenehm.

Es war spät Abend und wir wollten alle zurückkehren, als wir entdeckten, dass Kano fehlte. Die Braunhaarige war selbst sehr verträumt und tollpatschig. Schnell alles eingepackt und im Auto gingen alle, außer Ayaka und ich, Kano suchen. Aller erst war Ayaka besorgt um ihre Schwester und wollte ebenfalls losgehen, bevor ich ihr ihre Kopfhörer gab, um sie zu beruhigen und sie dabei gleichzeitig einschlief. Früher musste ich darüber schmunzeln, aber blickte danach vollkommen ernst durch das Dickicht der Bäume und sah eine Person. Zuerst dachte ich das es Kano war und lief in ihre Richtung. Dabei schlug ich die Äste zur Seite und versuchte durch zu kommen. Die Person, die ich dachte sie sei Kano, floh regelrecht vor mir und ich ihr hinterher. Ich rief ständig ihren Namen und sagte, dass sie stehenbleiben sollte. Gleichzeitig verlor ich sie aus den Augen und fand mich danach auf einer Lichtung wieder, auf dem eine Person lag und schlief. Mein Atem stockte. Es war Kano, aber wer war dann die Person vorhin. Vorsichtig ging ich auf meine Schwester zu und war erleichtert. Sie schlief wirklich nur, aber-

Ich sah mich um und versuchte die Person ausfindig zu mache, die mich hierher gebracht hatte, aber ich fand sie nicht.

„Oi! Chibi!“, ich zuckte zusammen und blickte mich weiter um. Keine Person weit und breit. Gerade, als ich mich wieder meiner Schwester wenden wollte, sah ich ihn. Eine Silhouette näherte sich mir. Augenblicklich stellte ich mich vor meiner schlafenden Schwester und versuchte sie, so gut es ging, zu beschützen. Jetzt wo ich darüber nachdachte, würde es selbst mit meiner Größe und Kraft nichts bringen. Als der Mondschein ihr Licht auf ihn warf, erkannte ich die Person besser. Es war ein Junge mit einer Katzenmaske auf seinem Gesicht, die man immer auf den Sommerfest trug. Ich selber besaß eine, als Andenken, aber es war keine Katze sondern ein Hund. „Mit deiner Größe würde es selbst mit deiner ganzen Kraft nicht schaffen mich aufzuhalten.“, meinte er und hatte recht. Misstrauisch verengte ich meine Augen und sah ihn gespitzt an. Es brach Stille ein. Todesstille um genau zu sein und es machte mir innerlich Angst, aber darf es ihn gegenüber nicht zeigen. „Du bist ein Menschenkind, nicht wahr? Hat man dir nicht gesagt, dass man Nachts  oder auch generell sich hier im Wald nicht befinden darf? Man kann sich hier sehr schnell verlaufen und ebenfalls spuckt es hier nur von Yo-Kai's.“, Ich antwortete ihm nicht. Oka-san sagte, dass man mit Fremde nicht reden soll. Schweigend wendete ich mein Blick von den Silberhaarigen ab und nahm den Arm meiner Schwester um sie über meinen Schultern zu legen. „Es wird dir nichts bringen. Sie ist viel schwerer, als du es bist und ich glaube das du sowieso nur 5 Schritte mit ihr schaffst.“. Ich reagierte nicht auf ihn und versuchte wieder und immer wieder sie aufzuheben, damit wir es zurück ins Auto schaffen. Er seufzte und mit einem Blick über meiner Schulter sah ich, wie er seine Arme verschränkte. Ich knirschte mit den Zähnen. „Wenn du sagst, dass ich es nicht schaffe, wieso hilfst du mir dann nicht? Und außerdem befindest du dich ebenfalls im Wald und hast dich verlaufen, oder?“. Provokant sah ich ihn an. „Für eine 12 Jährige, hast du aber einen großen Mundwerk, Chibi.“. Ich hasste diesen Wort. „Nenne mich nicht nicht so.“; zischte ich nur und versuchte einen weiteren Schritt zu machen, der kläglich scheiterte. „Nur zu deiner Info. Ich bin kein Mensch.“, “Und was dann? Ein Geist?“, „Genau.“ Augenblicklich sah ich auf und starrte auf seine Maske, die sein Gesicht bedeckte. „Unsinn. Geister existieren nicht!“, rief ich mit geweiteten Augen und hatte mich am Ende wieder im Griff. Der ältere zuckte mit den Schulter und erwiderte nur: “Wenn du es so meinst.“.

D-das ist unmöglich, hatte ich gedacht und wollte das Gedanke verdrängen, dass die Person vor mir ein Geist sei. Ohne es zu merken wäre meine Schwester mir fast aus den Händen gerutscht, hätte ich nicht schnell reagiert und sie aufgefangen, bevor sie auf den Boden fiel. „Du solltest besser aufpassen. Nicht das ihr etwas passiert.“, sagte der Maskenträger und ging paar Schritte auf mich zu.

„Ach ja und wenn du ein Geist bist, warum hilfst du mir dann dennoch  nicht?“

„Ich kann nicht.“

„Besser willst nicht.“. Ich wendete mich ihn ab, bevor er seine Stimme ein bisschen erhob. „Quatsch! Ich würde dir helfen, aber wenn ich dich oder deine Schwester berühre, werde ich verschwinden.“ Mein Blick richtete sich auf ihn.

„Wieso verschwinden?“ Mein Gegenüberstehende blickte mir direkt in die Augen und sagte: „Weil es der Waldgott so will.“ Ich schnaubte leise. Das klang unglaubwürdig, dachte ich und wollte es auf die Probe stellen ihn anzufassen. Vorsichtig legte ich die schlafende Kano auf den Boden und rannte augenblicklich auf den älteren, der mir auswich und zurück trat.

„Was machst du?“

Ich ignorierte seine Frage und versuchte erneut ihn anzufassen und dann wieder und wieder und wieder, bis-

Er mich mit einem dicken Ast auf meinen Kopf schlug, sodass ich fast in Tränen nah war und versuchte sie zu verdrängen. Dabei fasste ich mir an die schmerzende Stelle und sah den Jungen mit einem tödlichen Blick an. Der angestarrte erwiderte nichts und seufzte. „Wenn ich doch sage, dass du mich nicht anfassen sollst, dann sollst du mich nicht anfassen.“, befahl er, aber ich überhörte den Befehl und versuchte es erneut. Wieder schlug er mich mit dem selben Ast auf die selbe Stelle, sodass sie noch schmerzhafter weh tat. Ich hielt mir die Stelle und schlug die Zähne beieinander. „Idiot.“, murmelte ich nur dabei und wendete mich von ihn ab. „Wenn ich verschwinde, ist es sowie nicht zu existieren.“, sagte der Maskenträger und warf das Holzstück weg, als er sicher war, dass ich nicht wieder anfangen werde. Naja, dachte ich innerlich, heute nicht, aber irgendwann.

„Ich glaube, dass deine Eltern und Geschwister hier bald antanzen werden.“, meinte der Silberhaarige nach einiger Zeit und der Wind peitsche sich durch meinen Orange farbigen Haaren, die meiner Eltern, nach den Herbstblättern glichen. Von weiten hörte ich schon die Rufe meiner Eltern und Geschwistern und wie sie sich mir näherten. „Sag mal,“, fing ich an und bekam die Aufmerksamkeit des Jungen. „Wie heißt du eigentlich?“

Derjenige antwortete mir nicht sofort und sagte nach ein paar Minuten: „Ich heiße-“

„Aki!“, unterbrach eine mir bekannte Stimme. Augenblicklich drehte ich mich zu der Stimme und sah Oka-san, die mich mit erleichterten Blicken ansah. Als ich mich wieder den Jungen wendeten wollte und dass er seinen Namen weiter sagen sollte, war er nicht aufzufinden und an der Stelle, wo er stand, befand sich nur Erde und Grashalmen mit ein paar Blumen. Vor mir kniete sich Oka-san hin, um auf Augenhöhe zu sein und sagte mit einer strengen, aber auch gleichzeitig besorgten Stimme: „Hier steckt du, Aki. Wir dachten schon, dass du ebenfalls weggelaufen bist und haben dich, als wir vor dem Auto waren, dich gesucht.“. Ich reagierte nicht. Meine Gedanken waren immer noch bei diesen Jungen, der einfach verschwunden war. „Kano! Wir hatten so große Angst um dich!“, während sich meine Mutter nach mir sah, hatten sich Papa und die anderen um meine schlafende Schwester gekümmert, die am Ende nur schlaftrunken sagte, sie wäre einen Schmetterling hinterher gelaufen, der sehr schön sei und vor Müdigkeit ein Nickerchen machen wollte.

Als sich alle auf den Weg ins Auto machen wollten und die Lichtung verließen, indem ich mich nur befand, drehte ich mich kurz zu der Stelle, wo der Maskenträger stand und ging langsam meinen Eltern hinterher, die nach mir riefen und dabei hinterherwinkten.

Existieren Geister wirklich?

Oder habe ich mir das nur eingebildet?

„Gin.“
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