Don't Leave Me

GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P18 Slash
20.11.2016
08.11.2017
8
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Hallo Leute :3
Ich habe mich jetzt dazu entschieden diese Fanfiktion hochzuladen. Ich ´habe zwar schon etwas vorgeschrieben, aber das reicht bei weitem noch nicht. Ich werde zwar versuchen regelmäßig zu updaten, aber ich kann nichts versprechen. Deswegen werde ich auch erstmal keine Tage festlegen ^^
Ich bin kein Profi im Kurzbeschreibungen schreiben, aber ich hoffe (und denke) wenn ihr bis hier her gekommen seid, dann war es wohl doch wenigstens etwas ansprechend ^^
Ich werde nicht mehr viel um den heißen Brei rumreden, Viel Spaß beim lesen ^^
PS: Lasst (bitte) Kritik oder Lob da, sowas motiviert unwahrscheinlich und ich mein Ansporn weiter zu machen ^^ Es muss auch gar nicht lange sein, eine kleine Rückmeldung würde schon reichen :3
Jetzt Viel Spaß~
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SeHun PoV

Als ich aufwachte, lag ich in meinem Bett. Zumindest fühlte sich es an wie meines. Die Matratze war relativ weich und senkte sich neben mir. Außerdem ging von etwas rechts neben mir Wärme aus. Ich schaffte es nicht die Augen zu öffnen und nachzusehen. Doch das war auch gar nicht notwendig, denn plötzlich regte sich dieses Etwas neben mir. Es grummelte irgendwas Unverständliches und legte einen Arm auf meine Brust. Der Geruch von meinem Freund – JongIn – stieg mir in die Nase. Er war es.

Einige Augenblicke genoss ich diese vertraute Situation noch. Doch dann stand ich auf. Vorsichtig und ganz langsam ohne JongIn zu wecken. Er sah einfach viel zu süß aus wie er dort lag und schlief. Die Lippen einen ganz kleinen Spalt geöffnet, gerade so weit dass er Luft holen konnte. Ich hauchte ihm einen unschuldigen Kuss auf diese und verließ das runtergekommene Zimmer um ins Bad zu gehen und mir die Zähne zu putzen und mich schnell unter die Dusche zu stellen.

Heute wollte ich mich mit meinem Kumpel Tao im Park treffen. Es gab nur zwei Personen in meinem Leben bei denen ich vor der Realität fliehen konnte. Auch nicht immer, aber die meiste Zeit. Und Tao war nun mal eine von ihnen. Die andere war natürlich JongIn. Aber JongIn und ich hatten gestern Abend wieder einen Absturz. Und ich kannte ihn und ich wusste wie er an solchen Tagen wie heute war. Ich musste mir das heute nicht antun.

Mit einer zitternden Hand fuhr ich mir durch die schwarzen nassen Haare. Ich schnappte mir ein umliegendes Handtuch und trocknete damit schnell meine Haare, ehe ich es mir um die Hüfte band und wieder in das kleine Zimmer ging.

Als ich die Tür öffnete sah ich, dass JongIn sich noch nicht bewegt hatte. Er lag noch immer auf der dreckigen Matratze, zwischen Asche, Zigarettenpackungen und leeren Flaschen. Auf dem Nachtschränkchen lagen noch die Tütchen mit den „bunten Pillen“. Ecstasy. Ertappt schaute ich weg, auch wenn es keiner sehen konnte. Gestern hatten wir sie nicht genommen. Wir wollten eigentlich beide aufhören mit dem Zeug, aber wir steckten viel zu tief drin. Leere Versprechen die wir einander machten und zusammen wieder brachen.

Ich ging zum Kleiderschrank und öffnete ihn. Was sollte ich heute anziehen? Eigentlich machte ich mir über sowas nie Gedanken. Das wichtigste war immer JongIn oder wo ich das Geld für den nächsten Stoff her bekam. Doch ich musste mich auch in anderen Gedankengängen üben. Wie sollte ich es sonst jemals schaffen? Da der Kleiderschrank eh überwiegend schwarze Klamotten beherbergte nahm ich mir einfach eine schwarze Skinny Jeans mit Löchern in den Knien heraus und eines meiner unzähligen Fanshirts.

Als ich fertig war damit mich anzuziehen schnappte ich mir noch mein Handy. Ich hatte es doch tatsächlich geschafft es über Nacht ans Ladekabel zu hängen. Bevor ich das Zimmer verließ schaute ich noch einmal auf JongIn. Er lag noch immer so dort. Wenn ich nicht wüsste dass er noch leben würde, würde ich direkt denken dass er tot sei. Dann ging ich und ließ diese heruntergekommene Behausung hinter mir.

Als ich unterwegs auf die Uhr schaute merkte ich, dass ich noch etwas Zeit bis zum Treffen hatte. Sollte ich etwas frühstücken? Hunger hatte ich eigentlich keinen, doch vielleicht wäre es besser um meinen Restalkohol zu erniedrigen. In meiner Jackentasche suchte ich nach etwas Geld und fand tatsächlich noch einen kleinen Schein. Schnell bog ich beim Bäcker ein und kaufte mir ein trockenes Brötchen. Das musste einfach genügen.

Während ich in das Brötchen biss schlenderte ich weiter zum Park. An mir liefen Jungen und Mädchen vorbei die ungefähr in meinem Alter sein mussten. Manche von ihnen trugen Schuluniformen. Andere kamen jetzt aus der Schule und ich war gerade erst aufgewacht. Mir machte das nichts aus, ich konnte tun und lassen was ich wollte. Trotz den Schattenseiten meines momentanen Daseins genoss ich mein Leben… Mal schauen wie lange ich es noch konnte.

„Hey SeHun, wieso bist du so in Gedanken vertieft?“

Ich fuhr erschrocken zusammen als sich eine Hand auf meine Schulter legte. Fast verschluckte ich mich dabei an meinem Brötchen. Als ich mich umdrehte schaute ich direkt in Taos freundliche Augen. Er lächelte mich an und ich zwang mir auch ein Lächeln für ihn ab.

„Du hast mich erschreckt“, sagte ich ihm und er lachte kurz auf. „Ich hab das schon mitbekommen. Du hast mich ja aber nicht rufen hören“, rechtfertigte sich der Chinese vor mir. Ich nickte in Richtung des Parks und er verstand. Nebeneinander schlenderten wir in die Richtung und kamen schließlich am Park an.

Als wir ihn gerade betreten hatten fragte Tao mich wo ich denn JongIn gelassen hätte. „Er schläft noch“, war meine knappe Antwort. Auch wenn Tao mein Freund war musste ich ihm noch lange nicht alles auf die Nase binden. Er schaute mich aber wissend an.

Dankbar für seine Schweigsamkeit gingen wir einfach nur nebeneinander her. Eigentlich war das gar nicht seine Art. Er war immer laut und aufgedreht, hatte immer etwas zu erzählen und nervte einen manchmal sogar mit dieser Seite. Doch heute irgendwie nicht.

„Was ist los?“, fragte ich ihn gerade heraus. Auch wenn ich genügend eigene Probleme zu bewältigen hatte wollte ich mir seine trotzdem anhören.

„Ach weißt du… Das Übliche“, sagte er. Auch Tao hatte mit den Drogen zu kämpfen. Soweit ich wusste nahm er Koks und LSD. Ob er noch etwas anderes nahm wusste ich nicht. Es ging mich auch eigentlich nichts an. Und helfen konnte ich ihm da eh nicht. Also nickte ich einfach nur und starrte den Boden vor meinen Füßen an. Die kleinen Kieselsteine wurden immer dann interessant wenn ich nicht wusste was ich sagen oder tun sollte.

„Wie läuft’s bei euch mit der Geschichte eben?“, sprach er dann jedoch das Thema an, welches ich bis jetzt erfolgreich verdrängen konnte.

Ich seufzte.

„Wir wissen nichts Neues… Wer auch immer diesen Typen getötet hat, wir waren es nicht. Ich weiß auch nicht wie die Polizei uns damit in Verbindung bringt. Ich kenne ihn nicht und JongIn meint, dass er ihn auch noch nie gesehen hat. Was auch immer passiert ist, wir haben damit nichts zu tun. Aber wer glaubt schon zwei Drogenabhängigen?“, erzählte ich Tao. Es war echt frustrierend.



Eines Tages hatte die Polizei bei uns sturmgeklingelt. Wir beide hatten noch einen Kater von letzter Nacht. Natürlich brachte das keinen guten ersten Eindruck mit sich, aber man hatte sowas ja auch nicht erwartet. Wir ließen die Beamten damals in die Wohnung und natürlich sahen sie sofort die leeren Flaschen im Wohnzimmer. Sie legten uns Fotos vor von einer schlimm zugerichteten Leiche. Mir wurde schlecht und das wird mir auch heute noch wenn ich daran denke. Keine Ahnung wer ihn so zugerichtet hatte. Auf jeden Fall lag auf einmal der Verdacht auf uns. Keiner wollte uns sagen, wieso ausgerechnet wir beide dafür verantwortlich sein sollten. Doch egal was wir damals sagten, die Beamten glaubten uns nicht. Sie sahen nur immer wieder auf die leeren Flaschen und fragten die gleichen Dinge. Irgendwann schienen auch sie genug zu haben denn als sie unsere Wohnung endlich verließen, rieten sie uns einen Anwalt einzuschalten. Und das hatten wir auch getan.



Jetzt war es Tao der seufzte. „Ich würde euch gerne irgendwie helfen. Aber um ein Alibi abzugeben ist es jetzt etwas spät. Ihr habt ihnen damals schließlich gesagt dass ihr alleine zu Hause wart“.

Ich wusste das zu schätzen und blieb trotzdem der Meinung, dass wir der Polizei am besten nur die Wahrheit sagen. Wir hatten mit dem Verbrechen nichts zu tun und deshalb brauchten wir auch nicht zu lügen.

Ich wollte gerade zum weiter sprechen ansetzten als ich ein lautes „Achtung!“, hinter mir wahrnahm. Aber zu spät. Etwas traf mich mit voller Wucht am Hinterkopf. Da ich die Wucht des Aufpralls nicht erwartet hatte stolperte ich einen Schritt nach vorne und wurde glücklicherweise von Tao aufgefangen. Neben mir rollte ein Fußball.

Nachdem ich den ersten Schreck überwunden hatte und sich da Wummern ein wenig abgeschwächte hatte drehte ich mich böse funkelnd um. Da kam ein Junge auf mich zu gerannt. Er hatte hellbraune Haare und dunkle Augen. Seine Gesichtszüge waren sehr weiblich. Auch seine Klamotten waren eher hell. Er trug eine kurze weiße Hose und ein hellblaues T-Shirt. Alles a ihm missfiel mir sofort. Und die Abneigung gegen den Kerl wurde größer mit jedem Schritt den er auf mich zukam.

Schließlich blieb er vor mir stehen und hob den scheiß Ball auf. „Tut mir schrecklich Leid“, sagte er und verbeugte sich kurz vor mir. Als er wieder aufschaute trafen sich unsere Blicke. Er schreckte kurz zurück und schaute mich unsicher an. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er mich. Ich starrte ihn nur böse an. Aus dem Augenwinkel sah ich wie Tao sich das Lachen verkniff. Auch ihn strafte ich kurz mit einem bösen Blick und sofort verstummte er.

Dann schaute ich wieder zu dem Kerl. Er schien unsicher was er sagen sollte und schaute mich nur schüchtern an und verbeugte sich noch einmal.

„LuHan? Ist alles okay bei euch?“, hörte ich den anderen Jungen auf der Wiese rufen. LuHan hieß er also. Er sollte mir bloß aus den Augen gehen bevor ich mich vergaß und doch zum Mörder wurde. „Verzieh dich“, sagte ich und setzte ein „LuHan“ hinterher und setzte ein künstliches Lächeln auf. Er schaute noch viel ängstlicher und verbeugte sich noch ein drittes Mal vor mir und Tao und lief dann schnell davon.

Ich drehte mich ruckartig um und ging einfach weiter. Tao rannte mir hinterher. „Hey, warte doch auf mich!“, meinte er und stand aber schon neben mir. „Du bist doch da“, gab ich also schnippisch zurück. Zusammen gingen wir weiter durch den Park. Das Thema von vorher wurde von LuHan abrupt unterbrochen und auch nicht wieder aufgenommen. Ich hatte richtig schlechte Laune bekommen. Sollte ich den Pisser noch einmal sehen dann…

„Hey, SeHun. Lass und doch einen Bubbletea trinken gehen“, meinte Tao. Bubbletea? Er wusste einfach wie man mich ködern konnte. Ich schaute ihn an und nickte lächelnd. „Na also, ich wusste doch dass dich das aufheitern würde“, meinte er und betrat den Laden vor dem wir stehen geblieben waren. Ich tat es ihm nach und stellte mich neben ihn in die Schlage.

An einem Tisch in der hinteren Ecke des Ladens saßen ein Paar Mädchen und schauten kichernd in unsere Nähe. Angewidert schaute ich zurück. Doch sie schienen die Abneigung in meinem Blick nicht zu sehen. Sie kicherten noch mehr als zuvor. Hilfesuchend schaute ich zu Tao. Er schien auch nicht sehr begeistert von der Situation. „Da ist nix dabei was sich auch nur für eine Nacht lohnt“, meinte dieser und widmete sich wieder der Karte. Mit einem letzten bösen Blick zu den Mädchen widmete ich mich nun auch der Karte. Meine Wahl fiel recht schnell auf Schokolade. Das war mein Lieblings-Bubbletea. Keine zwei Minuten später verließen wir das Geschäft auch schon wieder.

Auch dieser Tag ging zur Neige und die Sonne stand am Horizont schon ziemlich weit unten. Ich verabschiedete mich also von Tao und machte mich auf den Weg nach Hause. Unterwegs kam ich allerdings am Park vorbei und sofort kam mir das Ereignis von heute Nachmittag ins Gedächtnis. Und auch die schlechte Laune kehrte zurück. Na toll. JongIn kann dafür nichts und trotzdem würde er sie abbekommen. Ich konnte nur hoffen dass daraus heute kein Streit entsteht, das wäre wirklich das letzte was ich noch brauche.

Als ich zu Hause die Tür aufschließe kommt JongIn gerade ins Wohnzimmer. Das war noch sowas was ich an dieser Wohnung hasste. Es gab keinen Flur oder sowas. Man kam direkt ins Wohnzimmer. Dieses war nicht getrennt von der Küche. Dann ging es vom Wohnzimmer aus zwei Stufen nach oben in einen Schmalen Gang. Dort gingen das Schlafzimmer und das Bad ab. Das war unsere Wohnung. Wirklich nicht viel Platz.

„Schatz“, meinte JongIn und kam auf mich zu. Zu gerne ließ ich mich jetzt von ihm in den Arm nehmen. Es gab eindeutig zu selten solche Momente. Vor der Außenwelt hielten wir unsere Beziehung geheim. Nur unsere besten Freunde BaekHyun und ChanYeol wussten von unserer Beziehung. Viele mehr mussten es aber auch nicht wissen. Und obwohl wir die Öffentlichkeit so gut wie möglich mieden gab es trotzdem wenige zärtliche Momente zwischen uns. Meistens war mindestens einer von uns nicht ganz bei Sinnen oder es drehte sich nur um Sex.

Es war nicht so, dass ich es nicht mochte… Es war nur, dass alles so anders geworden ist als es am Anfang war. Als wir ein Paar wurden hatten wir beide noch nicht viel mit Drogen am Hut. Aber wir sind da zusammen reingerutscht und irgendwann von zu Hause angehauen. Mein Vater war gestorben als ich sechs Jahre alt war und meine Mutter kam nicht über seinen Verlust hinweg. Da ich sie an ihn erinnerte war sie immer überfürsorglich. Irgendwann hatte es mich so sehr gestört dass ich abgehauen bin. Das war kurz nachdem sie das mit den Drogen erfahren hat. Ich kam damals erst einmal bei JongIn unter. Aber auch dieser hatte nur Stress zu Hause. Irgendwann stand er dort mit gepackten Taschen und verkündete mir dass wir wo anders hingehen würden. Ich hatte das nicht hinterfragt. Solange wir zusammen sein konnten würde alles gut werden. Das dachte ich.

Doch nun hatte sich irgendwas in unserer Beziehung verändert. Wir waren nur noch selten für einander da, was mir das Herz brach. Alles was wir hatten war das gemeinsame Drogen nehmen und betrinken und das miteinander schlafen.

Ich legte meine Arme um seine Schultern und legte meinen Kopf in seine Halsbeuge. Er strich mir beruhigend über den Rücken. Ich fragte mich ob etwas passiert sei. Aber er sagte nichts, also ging ich nicht davon aus.

„Du weißt, dass ich dich liebe, richtig SeHun?“, fragte er plötzlich. „Auch wenn es manchmal nicht so scheint. Du weißt das, oder? Ich bin immer da“.

Langsam machte ich mir echt Sorgen. Ich entfernte mich ein paar Zentimeter von ihm, sodass ich sprechen konnte und sagte: „Natürlich weiß ich das. Beziehungsweiße: eigentlich weiß ich es. Manchmal ist es so komisch mit uns. Besonders in der letzten Zeit, da ist es so…“, weiter kam ich nicht, da es an der Tür klingelte.

Sofort sprintete ich los und krallte mir die Spritzen und Tabletten die im Wohnzimmer rumlagen. Auch mein Freund versteckte schnell die Drogen die er in der Küche fand. Dann machte er sich auf um die Tür zu öffnen. Ich hingegen ging schnell ins Zimmer um auch hier das gröbste zu verstecken. Wenn es bei uns unangekündigt klingelte konnte das nichts Gutes sein.

Als ich die Stufen wieder herunter ins Wohnzimmer ging konnte ich unseren Anwalt auf dem Sofa sitzen sehen. Er fühlte sich sichtlich unwohl in unserer Wohnung. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen. Als gutverdienender Mann mit einem Gewissen Rang und Ansehen wöllte ich mich auch nicht in so einer Bude aufhalten müssen. Das war ja sogar mit unangenehm und ich wohnte hier. Als er mich erblickte lächelte er gezwungen freundlich. Ich erwiderte sein Lächeln und fügte ein: „Entschuldigen Sie bitte die Unordnung, wir haben sie heute nicht erwartet“ hinzu.

Er nickte und nahm mein Gesprochenes Wort als Anlass um seinen Besuch zu begründen. „Das stimmt wohl. Aber ich bin hier um Ihnen den neusten Stand der Tatsachen zu überbringen“, meinte er.

Mir gefiel es jetzt schon nicht, egal was er sagen würde. An seinem Blick war deutlich zu lesen, dass wir immer noch nicht für unschuldig gehalten wurden.

„Ich habe mir Gedanken gemacht wie man ein paar Pluspunkte für Sie sammeln könnte und habe auch in der Staatsanwaltschaft nachgefragt. Wir haben uns darauf geeinigt dass es wohl gut für Sie beide wäre wenn sie ab Montag eine Schule besuchen werden. Wir haben schon eine gefunden. Glücklicherweise sind sie, Herr Kim und Herr Oh, in einer Klasse.“

JongIn und ich schauten uns mit gemischten Gefühlen an. Wir waren uns ziemlich sicher, dass es keine gute Idee war. Wahrscheinlich weil wir einfach keine Lust hatten. Aber andererseits würde es uns Pluspunkt in den Verhandlungen geben. Da wir beide in dieser Angelegenheit aber eh nichts zu melden hatten nickten wir nur.

„Sehr gut“, meinte unser Anwalt. Damit war der Grund für seinen Besuch abgehakt. Er gab uns noch schnell die Anschrift der Schule und sagte uns wo wir uns zu melden hatten und ging dann wieder.

JongIn und ich schauten uns an. Das war’s dann mit dem entspannten Leben.
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