Carlotta

GeschichteDrama, Familie / P16 Slash
Sophie Koch Sören Petersen
18.11.2016
01.05.2017
13
10373
5
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Kapitel 1

Carlotta

Und eine weitere Stunde vergeht, in der ich es nicht geschafft habe mich zu konzentrieren. Ich nehme meine Tasche und verlasse den Klassenraum in Richtung der Toiletten. Als ich die Kabinentür hinter mir schließe, rinnt die erste Träne meine Wange hinunter. Ich bin wirklich zu nichts zu gebrauchen, ich schaff es nicht mal mich ein wenig zusammenzureißen. Ich wische mir schnell die Tränen weg und versuche mich zu beruhigen. Was ist nur los mit mir?

Ich stecke mir meine Kopfhörer in die Ohren als ich das Schulgebäude verlasse. Die Stimme von Ed Sheeran begleitet meine Gedanken. Im Bus vibriert mein Handy, es ist Jana. Ich habe im Moment keine Lust auf meine Freunde, ich weiß nicht… sie sind mir irgendwie fremd. Ich weiß auch nicht wie ich mich ihnen gegenüber verhalten soll, denn es fühlt sich anders an als früher. „Was machst du heute? Hast du Lust was zu machen?“, „Sorry Jana, kann heute nicht.“, antworte ich ihr knapp. Ich widme mich wieder dem Fenster und der Stadt die an mir vorbeizieht.

Ich schließe die Haustüre auf und betrete unser Haus. Dort empfängt mich unsere Hündin Lotte. Ihre Freude zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich nehme sie an die Leine und mache mich mit ihr auf den Weg zum Rhein. Mir schwirren tausend Gedanken im Kopf herum und ich kann sie nicht ordnen. Dort ist Angst, Verzweiflung, Unsicherheit, Liebe und viel mehr. Das alles ist wie hineingeworfen und umgerührt: total durcheinander. Ich weiß nicht wie ich mich fühlen soll. Ich weiß nicht wer ich bin.

Ich setze mich auf die Wiese und Lotte legt sich zu mir hin. Ich kraule sie und sie genießt die Streicheleinheiten total. Hunde sind etwas Wundervolles. Diese bedingungslose Liebe und das Vertrauen sind unglaublich, ich weiß nicht was ich ohne dieses Wesen machen würde. Nach einer Weile gehen wir weiter und laufen etwas durch Köln bis mein Handy klingelt. „Hallo?“, frage ich, „Hey Carlotta. Bist du schon zu Hause?“, „Ja, bin gerade mit Lotte draußen.“, „Kannst du vielleicht auf dem Weg nach Hause Hanna abholen? Sören ist heute länger im Büro und ich hab noch eine Besprechung.“ „Klar, mach ich.“, „Danke Süße, du hast was gut bei mir.“, ich kann das Lächeln meiner Mutter vor mir sehen. „Kein Problem, bis nachher.“, sage ich und lege auf. Wir gehen also in Richtung des Kindergartens um Hanna abzuholen, Sörens Tochter. Sie ist aber schon so etwas wie meine Schwester, ich hab sie echt lieb.

Ich binde Lotte an und betrete den Kindergarten. Hanna ist noch draußen, ich sehe sie auf dem Boden sitzend. „Hanna?“, sie sieht mich an und ich sehe, dass sie weint. „Was ist denn los meine Süße?“, frage ich besorgt. „Ich bin gerade  hingefallen.“, schluchzt sie. „Hast du dir weh getan?“, sie nickt und zeigt mir ihr Knie, es ist etwas aufgeschürft. „Tut es sehr weh?“, „Ein bisschen.“, ich puste leicht drüber. „Besser?“, frage ich lächelnd, Hanna nickt und lächelt auch schon wieder. Ich helfe ihr hoch und wir verlassen gemeinsam den Kindergarten. Draußen wird sie freudig von Lotte begrüßt.

Auf dem Weg nach Hause habe ich die Hundeleine in der einen Hand und Hanna an der anderen. Sie erzählt von ihrem Tag im Kindergarten und wie sie heute einen Schokokuchen gebacken haben. Ich bin froh, dass sie die Zeit so genießen kann. Zu Hause füttern wir gemeinsam den Hund und ich mache für Hanna ein Butterbrot. Nachdem sie das gefuttert hat setzen wir uns zusammen aufs Sofa und schauen einige Kindersendungen bis wir beide eingeschlafen sind.
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