Amnesie

GeschichteAllgemein / P12 Slash
Michael "Michi" Beck Michael Bernd "Smudo" Schmidt
17.11.2016
30.12.2017
20
28047
1
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Hallo,
die figuren gehören nicht mir, sondern sich selbst.Ich verdiene damit kein Geld. Das Ganze stammt aus meiner Phantasie und ist nur ausgedacht.
Ich hoffe euch gefällt es trotzdem, bitte seit nicht zu streng zu mir ist meine erste Geschichte. Würde mich über Reviews freuen.
LG





Amnesie

Unruhig tigerte Michi durchs Hotelzimmer. Er war so wahnsinnig wütend auf Andy.

Wie konnte er nur?

Er war hier der DJ und nicht Andy. Zudem kannte er sich nicht besonders gut in der Szene aus. Geschweige denn, wusste er was er für eine Ausrüstung brauchte oder wie der Hase lief. Das war normalerweise seine Aufgabe.  Trotzdem hatte er einfach ihn und Michi für einen DJ Job buchen lassen.  Ohne ihn zu fragen.

Was glaubte er denn? Er hatte doch davon gar keine Ahnung , nur weil er Michi öfters mal zugesehen hatte auf der bühne, meinte er, er sei nun der Spezialist ?!

Den würde er, aber seine Meinung sagen. Vorher musste er sich nur beruhigen, sonst konnte er für nichts garantieren.

Doch zuvor mussten Sie noch einen Auftritt hinlegen, bei dem er auch noch gute Miene spielen musste. Wollte.

Zumindest für die Fans, die sich so auf das heutige Konzert freuten. Die Geld ausgegeben hatte, nur um die Fanta 4 live zu erleben. Wer hätte das vor 27 Jahren gedacht?

Ein Klopfen riss Michi aus seinen Gedanken. Hoffentlich war es nicht Andy, auf den hatte er gerade sowas von keine Lust. Sollte er überhaupt an die Türe gehen? Ein weiteres klopfen ertönte, diesmal energischer. Seufzend macht er sich auf in Richtung Tür. Genervt öffnete er sie und stand einen strahlenden Thomas und einen grinsenden Smudo gegenüber. Thomas und Smu. Niemand war so wie die beiden, zuversichtlich, fast nie schlecht gelaunt und immer am grinsen und herum kaspern. Fast schien es als hätten sie jede Ernsthaftigkeit verloren, als schienen sie nichts ernst zu nehmen.

Doch das half seiner Laune gerade auch nicht weiter.

„Na Hausmarke welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“ Thomas schien also seine schlechte Stimmung bemerkt zu haben. Gut dann musste er sich jedenfalls nicht rechtfertigen, wenn ihm gerade nicht nach lachen und reden zumute war.

„Ich wette, es ist wegen Andy“ warf Smudo ins Gespräch ein. An Michis überraschten Gesichtsausdruck konnte man anscheinend erkennen, dass er ins Schwarze getroffen hat.

So… hat es Andy ihnen also erzählt? Vermutlich damit er Beistand bekam. Pfff sollte er doch, dass änderte auch nichts an der Lage.

„Komm schon Michi, ist doch nichts dabei“ lachte Thomas vor sich hin, „dann macht ihr das eben mal gemeinsam. So ein Männerding eben“

Hallo?? Gar nichts dabei?? Ich glaub ich spinne, dachte Michi wütend. Fieberhaft überlegte er, ob er darauf eingehen sollte oder nicht. Wie sollte er Andy gegenübertreten?

„Also Thomas ich finde da ist schon was dabei, immerhin macht Michi den Job jetzt schon jahrelang während Andy nie Interesse gezeigt hat, ich kann Michi schon verstehen, dass es sauer ist.“ Entgegnete Smudo. Smu der gute alte Smudo. Immer hielten sie zusammen wie Pech und Schwefel. Manchmal kam es Michi vor, als wären sie ein altes Ehepaar.

„Na ja wir haben ja noch Zeit das auszudiskutieren in den nächsten Tagen. Jetzt kommt schon Abmarsch Andy wartet unten in der Lobby“ entgegnete Thomas, langsam schien es als wäre er genervt. Wobei das nie lange bei ihm anhielt.

Wir?? Hatte Michi richtig gehört? ausdiskutieren? da gab es nichts zu diskutieren, für ihn war die Sache klar. Schweigend fuhren sie den Aufzug hinunter, Michi blickte weiter sauer vor sich hin auf einen unsichtbaren Punkt.

„Michi“ schrie Andy durch die Lobby.

„Schön dich zu sehen Buddy alles klar?“

Andy ging mit ausgestreckten Armen auf ihn zu. Doch Michi bückte sich einfach und ging unter seinen Armen schweigend hindurch Richtung Ausgang.

Normalerweise war Michi der höflichste von allen, keine Umarmung ließ er aus. Jeden schüttelte er die Hand und blieb höflich und nett, dass war ja auch Teil seines Jobs irgendwie. Das konnte ja noch heiter werden, dachte Smudo bei sich. Wenn Michi mal sauer war, konnte es lange dauern, bis er einen verzieh. Da kam Michis Dickkopf wieder mal durch.

Verdutzt blickte Andy hinter ihm her, bevor er von Thomas ebenfalls Richtung Ausgang gezogen wurde. So langsam mussten sie sich beeilen um noch rechtzeitig zum Auftritt zu kommen. Auch wollte Thomas, so nicht auf die Bühne gehen, bevor dies nicht geklärt war.

„Hausmarke warte. ……Michi …..“schrie Thomas hinterher. „Bleib doch mal stehen…“ doch Michi dachte nicht daran, Thomas rannte ihm hinterher. Bevor Michi reagieren konnte, hatte Thomas in die Capi vom Kopf gezogen. Wenn er Michi nicht durch Ernsthaftigkeit zum stehen bewegen konnte, dann vielleicht durch Spaß.

Was für ihn das momentan bedeutete, war unklar. Leider hatte er den falschen Weg gewählt. Michis Lieblingscap wurde von Thomas zu Andy geworfen, und das Kindergartenspiel Affenträtzen mit Michi begann. Doch dann passierte es Andy hatte zu viel Schwung und warf Michis Mütze auf die Straße. Michi rannte auf die Straße bückte sich und wollte sich gerade wieder umdrehen als ein Auto ohne Licht auf ihn zuraste. Es war schon stockdunkel, warum hatte er den kein Licht an?

Michi hatte keine Chance auszuweichen.

„Michi.. pass auf…“ Smudo entsetzte Schreie war alles was er hörte. Unfähig sich zu bewegen starrte er auf das Auto. Vielleicht hält der Fahrer ja doch noch an, dachte sich Michi. Keine 2 Sekunden später wusste er dass er sich geirrt hatte, denn er prallte mit voller Wucht mit den Beinen zu erst gegen die Stoßstange, wodurch er von den Füßen gerissen wurde. Sein Oberkörper knallte gegen die Motorhaube, sein Kopf landete in der Windschutzscheibe und hinterließ ein Spinnennetz in der gebrochenen Scheibe. Danach flog über das Auto, für die anderen sah es wohl eher so aus als würde er eine Rolle über das Auto machen. Das nächste was er merkte war, dass er mit voller Wucht auf die harte Straße knallte. Sein Kopf schmerzte, die anderen Schmerzen in seinen Körper spürte er nicht. Mit leicht geöffneten Augen starrte er in den Himmel, von fern hörte man eine Autotür knallen, Menschen schrien…, es wurde laut. Eine Lautstärke die für ihn einfach unerträglich wurde. Stille, dass war das einzige was er sich wünschte und dass die Schmerzen aufhörten.

Unfähig sich zu bewegen, merkte er, dass plötzlich Menschen um ihn herum waren die er kannte, denen er etwas bedeutete. Dass nächste was er spürte, waren Hände die seine Wangen berührten. Mit den Augen folgte er den Händen um zu sehen wem sie gehörten. Blaue Auge war das nächste was er sah. Dann blieben seine Augen an Smudo Mund hängen. Sie schienen etwas zu sagen, doch seine Worte kamen nicht bei Michi an, er verstand sie nicht. Dies begriffen wohl auch  Smudo,  Andy und Thomas. Die beiden anderen waren nun auch in sein Blickfeld gerückt, da sie sich über Smudo beugten.

Langsam wurde es auf den kalten Boden unbequem und kalt für Michi, außerdem wollte er den kopf geraderücken, damit er Smudo besser anblicken konnte. Er wollte ihm zeigen, dass seine Verletzungen wohl doch nicht so schlimm sein konnten. Als er den Kopf hebte, überkam ihn eine Welle des Schmerzes. Er schrie auf und betete seinen Kopf wieder auf die Straße.

Anscheinend redete Smudo immer noch auf ihn ein, kein Wort drang in sein Bewusstsein. So langsam konnte man an den Gesichtern seiner Bandkollegen Panik erkennen.

Auch viel es Michi langsam schwer die Augen offen zu halten. Müdigkeit erfasse ihn….er wurde immer müder. Die Welt wurde immer kleiner, bis sich seine Augen schlossen und er weg driftete.

Dann würde alles schwarz um ihn herum.

Endlich herrschte Stille, die er sich so sehr gewünscht hatte und auch die Schmerzen schienen nicht mehr vorhanden zu sein.



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