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Finns Schwester

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
OC (Own Character)
16.11.2016
16.11.2016
4
3.692
 
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16.11.2016 557
 
Finn:

Ich schließe die Haustür auf und werfe mein Sache in eine Ecke meines Zimmers, nachdem ich es erreicht hatte. Bei Em muss ich mich entschuldigen, auch wenn ich nicht will. Also suche ich sie. Sie sitzt am Esstisch, mir den Rücken zugedreht. „Em, es tut mir leid.“, versuche ich es. „Schon okay“, ist das einzige was sie erwidert. Irgendwas stimmt nicht. Sonst schreit sie mich an. Mit gerunzelter Stirn setze ich mich ihr gegenüber. „Was ist los?“ Ich ziehe sie trotz ihres Wiederstandes in meine Arme.

Emily:

„Du weißt, dass ich es hasse, wenn du dich prügelst. Trotzdem tust du es.“, ist meine trotzige Antwort. Ich versuche mich aus der erzwungenen Umarmung, er war schon immer stärker, zu befreien. Wie jedes mal scheitere ich. Ich habe nie damit gerechnet, dass er so wütend ist. „Wir provozieren uns eben immer, daran kannst du nichts ändern. Es ist meine Sache mit wem ich mich um was prügle. Hast du das verstanden? Was hattest du überhaupt heute an? Du läufst herum wie eine Hure!“, schreit er mich an und baut sich drohend vor mir auf. Das hat weh getan. Er regt sich zwar immer über meine Kleidung auf, aber meine Hose ist nicht zu kurz und das Top zeigt auch nicht zu viel. „Nur weil du mein Bruder bist, hast du mir nicht zu sagen ,was ich anziehen darf.“ Als Antwort erhalte ich eine Ohrfeige, die gesessen hat. Mit erneuten Tränen in den Augen sehe ich ihm in die seinen und halte meine brennende Wange. Seine Augen weiten sich erschrocken, als er realisiert, was er getan hat. Er hat mich noch nie geschlagen, auch wenn wir uns öfters streiten. Er streckt seine Hand nach mir aus, doch ich weiche zurück und renne in mein Zimmer. Noch 2 Stunden später höre ich ihn auf seinen Boxsack einschlagen. Wenigstens nicht auf mich oder Cem. Er hat versucht mit mir zu reden, doch ich habe ihn einfach ignoriert und mich heulend in meinem Kissenberg begraben. Ich raffe mich auf um mich abzuschminken. Im Bad bemerke ich eine Medikamentenschachtel. Ich soll jeden Tag die Pille nehmen. Doch erschrocken stelle ich fest, dass ich bereits die letzten Tage meine Pille vergessen habe. Dann fällt mir der Sex mit Jan ein und ich breche erneut in Tränen aus. Melanie kann ich nicht anrufen und Finn würde ausrasten. Genau wie Jan. Es ist Freitag und keine Apotheke hat mehr offen. Keine Pille für danach. Noch beschissener kann der Tag gar nicht werden. Nachdem ich mich in den Schlaf geweint hatte, verlasse ich das ganze Wochenende mein Zimmer nicht. Mein Vater hat öfters versucht herauszufinden, was passiert ist. Finn schweigt auch. Hunger hatte ich nicht. Zu Trinken hatte ich Leitungswasser aus dem Bad.

Heue ist Montag, also wieder Schule. Es ist warm, dennoch ziehe ich Finns Bomberjacke an, denn mir ist eiskalt. Immer wenn es mir schlecht geht, mach ich das. Finn hat sich mit einem  liebevollen Frühstück entschuldigt. Ich kann ihm nicht lange böse sein, dafür brauch ich ihn zu sehr. Ich habe ein größeres Problem. Trotzdem habe ich den Hintergedanken, dass er es jederzeit wieder tun könnte. In 2 Wochen sollte ich wieder meine Tage bekommen, danach kann ich erst zum Arzt gehen. Ich werde immer verschlossener und ignoriere Jans Nachrichten. Von der Sache mit Finn und Cem bekomme ich nicht mehr viel mit.
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