Fatherhood

GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12
Jaune Arc Pyrrha Nikos Ruby Rose
15.11.2016
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Fatherhood - Prolog

Jaunes leben war sinnlos geworden nachdem der Krieg vorbei war. Die Tage die voller schmerz und elend waren hielten ihn am leben. Nur an solchen Tagen an denen das licht der Hoffnung zu verschwinden drohte fühlte er sich so richtig lebendig. Doch nun, nachdem das einjährige Ende des Krieges gefeiert wurde hatte er nichts mehr als leere. Seine ehemaligen Freunde hatte er seit fast einem Jahr nichtmehr gesehen. Nora und Ren, soviel wusste er noch, waren ein paar geworden, genau wie Sun und Blake. Es interessierte ihn nicht sonderlich nachdem seine große liebe vor vier Jahren von Cinder getötet wurde. Pyrrha, die erste die an ihn glaubte, die erste die ihn wirklich geliebt hatte, war nun ein großes Loch in seinem Herzen. Weinte er wegen ihr? Nein, nicht mehr. Er hatte seit einem Jahr nicht mehr geweint. Seit einem Jahr nichts mehr gefühlt.
Sein ehemals so Muskulöser Körper war nun schwächer als zu der zeit als er noch nicht in Beacon gewesen war. Seine Haare hingen ihm bis auf die Schultern und sein Bart war ungepflegt. Er war ein Schatten des goldenen Ritters der er zu kriegszeiten gewesen war. Niemand erkannte ihn. Niemand bemerkte dass der Kriegsheld Jaune Arc an ihnen vorbeiging.

Das was Jaune aus seinem Eintönigen Alltag herausriss waren die Sirenen von Feuerwehrwagen und der Geruch von Rauch. Dieser Geruch weckte in ihm seine alten instinkte, als Rauch noch tod und verderben über seine Armee brachte. Er eilte den Feuerwehrwagen nach und sah ein brennendes Haus. Jaune rannte. Er wusste nicht warum, aber er rannte auf das Brennende Haus zu und rammte die Tür mit seiner Schulter. Ihm tat die Schulter weh, aber die Tür war offen. Ein feuerwehrmann rief ihm zu er solle verschwinden, aber für jemanden der nichts mehr hatte für das sich das Leben lohnt hat keine angst vor dem Tod. Jaune kämpfte sich durch die Flammen, die an seiner Kleidung und seinem Gesicht leckten. Es war unerträglich heiß, doch er hörte etwas. Ein weinen. Ein hohes beklagenswertes weinen. Es kam aus dem Zimmer in dem er sich gerade befand, doch durch die Flammen sah er nicht viel. Er riss eine Tür aus einem Geschirrschrank und bahnte sich mit diesem Gläsernen Schutzschild seinen Weg durch das Inferno.
Als er die Quelle des weinens erreicht hatte schmorte seine Jacke und seine Hose bestand nur noch aus angekohlten löchern. Er sah auf ein kleines Mädchen hinunter, zog seine Jacke aus und wickelte das kleine Ding darin ein. “Alles wird gut.” Seine Stimme war kratzig und rau. Er hoffte dass sie dennoch beruhigend wirkte. Das Mädchen klammerte sich an sein Shirt und er stürmte aus dem Haus. Ein strom von Glasscherben begleitete ihn als er aus dem Fenster sprang und das keine sekunde zu früh. Das brennende Haus brach auf der Seite ein in der Jaune sich noch eine sekunde zuvor aufgehalten hatte. Kurz darauf brach auch die andere hälfte ein.

Er setzte das Mädchen auf eine Parkbank, sie zitterte. “Hallo.” er versuchte freundlich zu klingen, das hatte ihm einer der Feuerwehrleute geraten, die noch dabei waren die letzten Flammen zu löschen. “Mein Name ist Jaune.” Das Mädchen zitterte nur. Sie mochte nicht älter als drei Jahre alt sein, hatte von der Asche und dem Rauch schwarz gefärbte Haare und hielt ihre Augen immer geschlossen. “Ist dir kalt?” Er versuchte mit Fragen etwas aus dem Mädchen herauszubekommen, was kein zittern war, doch vergebens. Sie zeigte keine Regung. Für Minuten versuchte Jaune zu ihr durchzudringen, doch ohne erfolg. Allmählich tat seine Kehle weh, er hatte zu viel Rauch eingeatmet. Als er gerade gehen wollte um bei den Feuerwehrleuten  nach etwas zu trinken zu fragen hielt das Mädchen seinen Ärmel fest. “Ach, du möchtest also das ich da bleibe.” Ein nicken. “Gut, ich bleibe.”

Am Abend wurde die vermutlich letzte Leiche aus den Überresten des Hauses geborgen. Jaune vermutete die Familie des Mädchens. Er saß zusammen mit ihr in einem Gebäude des Vale Police Departments, welches Jaunes aussage bezüglich des brandes hören wollte, das Mädchen war mit dabei, weil sie wieder zu weinen anfing, sobald Jaune ihre Hand losließ.
“Und das war alles. Ich weiß nicht wie der Brand ausgebrochen ist, ich bin einfach nur in das Haus gerannt weil ich sie weinen gehört habe und habe sie da rausgeholt. Wenn ich es nicht getan hätte wären es jetzt vier leichen. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend.” Jaune musste diesen Satz jetzt schon zum gefühlten tausendsten mal an diesem Abend wiederholen. Er wollte einfach nur schlafen, wie das Mädchen das er gerettet hatte. Sie schlief auf seinen ehemals so breiten Schultern, die Arme um seinen Hals gelegt. Ihm wurde gesagt das er den Ruß und die Asche in einer der Revier Duschen abwaschen konnte, was er auch tat. Eine Polizistin kümmerte sich währenddessen um das Mädchen, dessen Identität noch immer ungeklärt war. Sie wimmerte zwar als sie von Jaune getrennt wurde, aber er konnte ja schlecht in einem Polizeirevier mit einem Kind duschen. So viel anstand hatte er noch.
Das heiße Wasser tat seinen Muskeln gut. Er spürte wie der ganze Schmutz von seiner Haut floss und wie sich seine Frisur glättete. Er ging den Tag noch einmal in seinen gedanken durch. Er war in ein brennendes Haus gesprungen  und wieder herausgekommen, mit einem Kind im Schlepptau. Er hatte versucht mit dem Kind zu reden, etwas was er normalerweise nie tat, also reden im allgemeinen und zu guter letzt war er verhört worden. Auf den Stress hätte er gern verzichten können, aber das gefühl etwas bewirkt zu haben es war großartig. Zum ersten mal seit einem Jahr hatte er etwas getan was seinem Leben einen Sinn gegeben hatte.

Als er aus der Dusche kam wurde er freudig von einem kleinen Rotschopf begrüßt. Ohne den Schmutz und den Ruß erkannte er das kleine Mädchen kaum. Er lächelte als er sah dass sie zumindest keine angst hatte als die Polizistin mit ihr zu ihm ging. “Na, redest du jetzt mit mir?” Ein nicken. “Also, wie ist dein Name?” Eine hohe Kleinkinder Stimme antwortete: “Pywwa.” Sie sprach undeutlich, wie alle kleinen Kinder eben. “Pywwa?” Er sah sie verdutzt an. Smaragdgrüne Augen sahen ihn vorwurfsvoll an. “Nist Pywwa. Pywwa!”
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A/N: Jau, das erste mal seit ewigkeiten das ich mal wieder etwas veröffentliche, ich hoffe doch euch hat dieser kleine Einstieg in diese Geschichte gefallen. Ich habe mir immer ein Happy end für Arkos gewünscht, aber es nie bekommen *schnüff* Naja immerhin gibt es noch Lancaster und #TeamSloth. Mein Shipperherz ist zwar gebrochen, aber ich versuche mit dieser Geschichte etwas neues zu schaffen mit dem man über den schmerzlichen verlust von Arkos hinwegkommt. Die Kapitel werden in etwa so lang wie der Prolog und konzentrieren sich auf Jaunes neues Leben nach dem Krieg, zusammen mit der kleinen Pyrrha!

Dann wünsche ich noch einen schönen Tag und verschenke alle fehler die gefunden wurden

LG Reef
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