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~ Shadow Of The Day ~

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Matt OC (Own Character)
13.11.2016
31.12.2016
3
8.001
3
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
13.11.2016 1.689
 
Herzlich Willkommen zu meiner neuen FF ^^
Dieses Mal werde ich mich an eine lange Reader Geschichte wagen, obwohl ich sagen muss, dass ich diese FF bereits auf Wattpad gestartet habe. Nur, dass ich sie dort als Matt x OC Story schreiben werde (->https://www.wattpad.com/story/85648013-~-shadow-of-the-day-~)
Hier auf FanFiktion werde ich die Geschichte mit der gleichen Storyline als Reader Geschichte weiterführen und hoffe, dass mir das gelingen wird ^^
Miss-Melodys OC Mariko wird im Lauf der Story ebenfalls auftauchen :)
Inspiriert hat mich das Lied „Shadow of the day“ von Linkin Park, welches ich auch beim Schreiben gehört habe
Ich würde mich sehr über Lob und Kritik freuen, da dies meine erste lange Reader Story ist ^^
Viel Spaß mit dem Prolog, auch wenn dieser noch nichts besonderes ist
GLG Kura

~*

Feuer und Rauch...
Zwei Dinge, an die du dich ich noch heute erinnern kannst. Du weißt noch ganz genau, wie die Flammen damals langsam das Gebäude hochgeklettert waren und an der Spitze eine Krone gemeinsam mit dem aufsteigenden Rauch gebildet hatten, während sie somit alles zerstört hatten, was dir wichtig war. Du warst nur davor gestanden und hattest dein Plüschtier an dich gedrückt, während sich die roten Flammen in deinen (Augenfarbe) Augen widergespiegelt hatten und der Rauch langsam in den Nachthimmel aufgestiegen war, um diesen zu erhellen. Eigentlich hattest du das Bedürfnis gehabt laut nach deinen Eltern und nach deiner älteren Schwester zu schreien, aber du konntest deine eigene Stimme nicht mehr finden. Man könnte beinahe meinen, dass dir jemand die Kehle durchgeschnitten hätte - zumindest hatte es sich für dich so angefühlt. Es war fast so, als würden dich deine eigenen Schuldgefühle, die du im zarten Alter von gerade mal sieben Jahren bereits verspürtest, von innen nach außen zerfressen.
Man könnte meinen, dass es nur körperlichen Schmerz gab, aber dir war in diesem Moment klar geworden, dass der psychische viel stärker sein konnte. In diesem verdammten Moment, als du realisiert hattest, dass dir deine Mutter nie wieder das Märchen von Dornröschen vorlesen würde, du nie wieder mit deinem Vater gemeinsam für die Schule lernen würdest und du deine Schwester Amanda nie wieder sehen konntest. Du würdest nie wieder lachen können, wenn deine Mutter beim Vorlesen ihre Stimme immer auf jeden Charakter abstimmte oder dein Vater dir die Aufgaben mit einem Witz erklärte. Langsam begann deine Unterlippe zu zittern und deine Augen füllten sich allmählich mit Tränen, als du endlich deine Stimme wieder fandst. Es war dieser eine Moment, in welchem du die Situation erst richtig realisiert hattest
"Nein...", entwich deine damals noch sehr kindliche Stimme deinen Lippen, "Nein!"
Deine zitternden, kleinen Knie gaben unter deinem Gewicht nach, weshalb du auf dem Boden landetest und weiterhin auf das brennende Haus starrtest, als hätte es dich in seinem Bann gefangen genommen. Du drücktest das Plüschtier noch fester an dich und beobachtetest weiterhin das Geschehen, bevor du es nicht mehr aushieltst und anfingst dir die Seele aus dem Leib zu schreien und den Tränen einfach ihren Lauf zu lassen.

Das war alles meine Schuld . Ich war für den Tod meiner Familie verantwortlich. Wieso war ich nur auf diese bescheuerte Idee gekommen und war nicht wie jedes andere, normale Kind brav in meinem Bett liegen geblieben?

~*

"Ist alles okay?", drang die beruhigende Stimme des alten Herren an dein Ohr, während du ihm nur zunicktest und dein Gesicht in deinem viel zu großen, (Lieblingsfarbe) Schal verstecktest, ehe du seine warme Hand, die ungefähr doppelt so groß war wie deine, fester drücktest. Der Vorfall hatte sich nun vor bereits einem Monat ereignet, der wohl der schlimmste deines Lebens gewesen war. Du wurdest erst von einem Waisenhaus in das andere geschoben und musstest im Laufe dieser Besuche feststellen, dass Einsamkeit wohl tödlicher als tausend Messerstiche war. Denn in jedem Heim hatte jedes Kind seine Freunde gehabt...jedes einzelne Kind war glücklich gewesen, da es jemanden an seiner Seite gehabt hatte und du? Du hattest die Personen, die immer bei dir gewesen waren, durch eine verdammte Idee verloren und warst nun komplett alleine. Bereits im Kindesalter hattest du realisiert, dass es Dinge gab, die mehr weh taten als sich das Bein zu brechen oder sich in den Finger zu schneiden. Denn psychischer Schmerz - die Trauer und die Einsamkeit - war schlimmer als jede Wunde der Welt. Dennoch setztest du ein Lächeln auf...obwohl dich deine eigenen Schuldgefühle zerfraßen...
"Ja...ich freue mich schon alle kennen zu lernen", antwortetest du stattdessen und blicktest auf das Waisenhaus, das man allerdings aufgrund des dichten Nebels nicht richtig erkennen konnte. Das Wammy's House war ein Waisenheim für hochbegabte Kinder und wurde von einem alten Herrn namens Watari geleitet, der dich auch gerade abgeholt hatte und mit dem du nun vor dem großen Gebäude standest. Eigentlich solltest du dich freuen... Immerhin hattest du großes Glück, dass du in so ein tolles Waisenhaus gebracht wurdest...allerdings fühlte es sich eher wie eine Qual an hier zu sein und zu wissen, dass deine Familie wegen dir nicht mehr am Leben war.
Für einen kurzen Moment fragtest du dich, ob man dir denn hier auch rechtzeitig Bescheid geben würde wann die Sonne unterging, damit du dir dies ansehen konntest. Das hattest du damals immer mit deine Schwester gemacht und ihr hattet euch dazu immer gemeinsam auf den Balkon gesetzt, bevor ihr die Sonne beobachtet hattet und euer Vater sich zu euch gesellt hatte, ehe er wieder die Worte gesagt hatte, die du immer so sehr geliebt hattest "Die Sonne geht für uns alle immer unter und wieder auf..." Du hattest damals nicht ganz verstanden, was er damit gemeint hatte, aber es hatte dir gefallen. Immerhin war die Sonne extrem wichtig für alle Menschen und wenn sie wirklich für euch immer auf - und unterging, so hieß das doch, dass ihr alle ebenfalls wichtig wart. Nun würdest du diese Worte wohl nicht mehr hören können und alleine der Gedanke daran sorgte dafür, dass sich wieder dieses Gefühl in dir breit machte.
"Es wird Zeit, dass du die anderen Kinder kennen lernst", riss dich Wataris freundliche Stimme aus deinen Gedanken. Du richtetest deinen Blick wieder auf ihn und nicktest kurz, ehe du seine Hand noch fester drücktest und er das große Eisentor öffnete, was dir die Möglichkeit gab auf den Eingang zuzugehen. Als du dich dem großen, edlen Gebäude nähertest, konntest du bereits die ersten, neugierigen Gesichter erblicken, die aus den Fenstern schauten und ihre Augen auf dich gerichtet hatten. Das war in den anderen Waisenhäusern nicht anders gewesen, weshalb du das schon beinahe gewohnt warst.
Watari half dir dabei die schwere Eingangstür zu öffnen, damit du die Eingangshalle betreten und dich umsehen konntest. "Es ist wirklich schön hier", sagtest du nur weiterhin mit dem gefälschten Lächeln auf deinen Lippen. Das war also von nun an dein Zuhause...
Du drehtest dich zu dem Besitzer des Wammy's und wolltest ihm gerade danken, als du Schreie hörtest und einen blonden Junge erblicktest, der wütend die Tür aufgerissen hatte und sich wie ein wild gewordenes Tier umsah.
"Wo ist er?!", schrie er und du konntest an seinem rot gefärbten Gesicht ganz genau erkennen, dass er wütend war, "Wenn ich dieses Arschloch finde, drehe ich ihm seinen verfickten Hals um!" Das war natürlich eine tolle erste Begegnung und du konntest nicht leugnen, dass er dir vom ersten Moment an unsympathisch war. Der Blick des wild gewordenen Jungen richtete sich auf dich und er stampfte kurz auf dich zu, bevor er deine Schultern packte und dich ganz genau musterte. "Die Neue?", fragte er nur und zog seine Augenbrauen kurz hoch, "Hast du einen Jungen mit roten Haaren, einem Streifenpulli und einer komischen Brille mit gelben Gläsern gesehen? Wenn ja, sag mir wo er ist, ich muss ihn schnell umbringen" Seine Stimme war einen Ticken ruhiger geworden, aber man konnte noch genau den wütenden Unterton heraus hören. Etwas eingeschüchtert schütteltest du kurz deinen Kopf und sahst leicht hilfesuchend zu Watari. Hättest du den von ihm beschriebenen Jungen gesehen, so hättest du es dem Blonden auch nicht verraten, da du ihm nicht dabei helfen wolltest jemanden umzubringen, auch wenn dir klar war, dass er dies nur bildlich und nicht ernst meinte. "Pf", machte er kurz und ließ dich wieder los, "Gut, ich finde ihn schon alleine, aber es wird es dennoch bereuen mir meine Schokolade gestohlen zu haben" Er schüttelte kurz seinen Kopf, bevor er seine Arme verschränkte und weiter zur nächsten Tür stapfte, durch die er sofort schritt und somit aus deinem Sichtfeld verschwand.
"Gerade hast du den momentan zweitklügsten Kopf dieses Waisenhauses kennengelernt", antwortete Watari mit einem leichten Schmunzeln auf seinen Lippen. Man erkannte ganz genau, dass er amüsiert über diesen Auftritt war. "Und gesucht hat er seinen besten Freund Matt, der ihm vermutlich wieder einen Streich gespielt hat. Matt kann es einfach nicht lassen ihn irgendwie zu ärgern. Anscheinend findet er es lustig, dass Mello sich so schnell aufregt. Aber eigentlich sind beide wirklich nett und du brauchst auch keine Angst vor Mello zu haben"
Angst hattest du vor diesem Typen bestimmt nicht, du fandest ihn eher seltsam und fandst es bescheuert, dass man sich wegen so einer Kleinigkeit gleich so sehr aufregen musste, wobei du auch zugabst, dass dich dieser Matt durchaus interessierte... wenn es gut lief würdest du vielleicht mal mit ihm sprechen können und Mello gemeinsam mit ihm eins auswischen. "Keine Sorge, Watari. Ich glaube, dass ich mich mit ihm verstehen werde... Es freut mich sehr hier sein zu können...danke, dass du das möglich gemacht hast", war alles, was du dazu noch zu sagen hattest
Mit einem Lächeln auf seinen Lippen strich dir Watari über den Kopf, bevor er wieder deine Hand war und mit dir die breite Treppe zu deinem neuen Zimmer hinauf stieg
Du konntest in diesem Moment noch nicht ahnen wie sich alles hier entwickeln würde und welche Geschichte da auf dich zu kam
Eine Geschichte voller ewiger Tränen, ewiger Freundschaft und einer ewig scheinenden Liebe...
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