Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / GOT7 / Our Fate

Our Fate

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
13.11.2016
08.02.2019
25
48817
8
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~Hinterhalt~


Frustriert werfe ich mich in mein Bett. Jinyoung ist nun schon seit drei Tagen nicht zur Schule gekommen.  Die anderen meinen, dass er sich eine Grippe eingefangen hätte, und Jackson reimt sich natürlich mal wieder alles so zusammen wie er will.

Jackson und ich haben natürlich auch in diesen drei Tagen weiterhin so getan, als wären wir ein Pärchen, und BamBam ist auch seit dem Tag nachdem wir ihn auf der Straße getroffen haben wieder in der Schule. Jedenfalls haben wir ihn einige Male in der Cafeteria angetroffen, wobei er sowohl mich als auch Jackson jedes Mal wenn er denkt, dass er unbeobachtet ist, mit einem Blick bestraft, der vermutlich tödlich sein könnte.

Jedes Mal wenn Jackson bemerkte, dass er BamBam's Aufmerksamkeit hatte wurde er total aufgeregt, doch an mir gingen die letzten Tage irgendwie als wären sie nichts vorbei. Die meiste Zeit über machte ich mir Gedanken um Jinyoung, und ob es ihm gut geht. Ich habe auch noch einige Male versucht durch den Faden zu spüren, wie es ihm geht, allerdings jedes Mal erfolglos.

"Wieso klappt das nicht mehr?" Rufe ich wütend aus während ich mein Kissen in meinem Wutanfall gegen die Wand schmeiße. Als ich ein lautes Klirren höre weiß ich, dass dieser Tag nicht mehr schlimmer werden kann. Genervt stehe ich auf, und tatsächlich, das Kissen hat eines meiner Bilderramen aus dem Regal gehauen, sodass dieses nun mit zerbrochenem Glas auf dem Boden liegt.

Mit den Nerven am Ende mache ich mich daran das Bild und die größten Scherben aufzuheben und zur Seite zu legen. Den Rest erledige ich mit dem Staubsauger. Als dies auch erledigt ist beschließe ich einen kleinen Spaziergang zu machen. Vielleicht hilft mir das ja ein wenig den Kopf frei zu kriegen.

Gesagt, getan. Ich schnappe mir nur schnell meine Jacke, ziehe meine Schuhe an, und dann bin ich auch schon auf dem Weg durch das Treppenhaus. Unten angekommen fluche ich.

"Verdammt, jetzt habe ich auch noch mein Handy und Geld oben vergessen!" Da ich nicht wirklich in der Stimmung dazu bin jetzt noch einmal nach oben zu laufen beschließe ich es einfach sein zu lassen. Eigentlich brauche ich es ja auch gar nicht.

Eine Weile lang laufe ich einfach ziellos in der Gegend herum, bis ich merke, dass es so langsam schon anfängt dunkel zu werden. Vielleicht sollte ich mich nun auf den Rückweg machen.
Naja, das lässt sich so einfach sagen, aber...

WIE ZUM TEUFEL KOMME ICH ÜBERHAUPT NACH HAUSE?!

Verwirrt drehe ich mich einmal um meine eigene Achse und betrachte das Wohngebiet in welchem ich mich grade befinde. In dieser Gegend war ich noch nie, und ich hatte auch gar nicht mitbekommen, dass ich mich soweit aus meiner gewohnten Umgebung entfernt habe. Na gut, da hilft nur eins: Die gute alte Navigations-App!

Oh, ich vergaß. Kein Handy.

Okay, was bleibt mir noch für eine Möglichkeit?

Nach einigem Überlegen beschließe ich ein wenig durch die Straßen zu laufen, um erst einmal herauszufinden, in welchem Stadtteil ich mich überhaupt befinde. Wenn ich das erst mal herausgefunden habe, finde ich bestimmt den Weg zurück.
Während ich durch die Straßen laufe fällt mir auf, dass diese Gegend wirklich schön ist. Viele alte Hanoks stehen hier aneinander gereiht, und zwischendurch gibt es an der Straßenseite immer mal wieder kleine Parks und altmodisch gehaltene Läden. Wenn einer von denen noch auf hätte, könnte ich da nach der Richtung fragen, aber leider scheint es wohl schon ziemlich spät zu sein. Zu allem Überfluss fängt es nun auch noch an zu regnen, weswegen ich meinen Gang beschleunige.
Nach weiteren zehn Minuten des Herumirrens gebe ich die Hoffnung schon fast endgültig auf, dass ich es jemals nach Hause schaffen werde, doch grade als ich stehen bleibe und mir die nassen Haare aus dem Gesicht streiche sehe ich, wie eine Gruppe aus vier Personen auf mich zukommt.

Erleichtert endlich jemanden auf der Straße anzutreffen, der mir vielleicht den Weg sagen kann gehe ich auf die Gruppe zu. Während ich näher komme kann ich die Gestalten besser erkennen. Es handelt sich bei ihnen um vier junge Männer. Wahrscheinlich Anfang bis Mitte zwanzig. Jetzt, wo ich auch ihre Gesichter trotz des mittlerweile starken Regens sehen kann zweifle ich etwas daran, ob es wirklich eine gute Idee ist grade diese Typen nach dem Weg zu fragen, denn sie sehen nicht grade wie die hilfsbereiten Nachbarn von nebenan aus. Eher so, als würden sie grade auf ihrem Weg zu dem nächstem Gang-Treffen sein.

Da es ziemlich auffällig sein würde jetzt einfach umzudrehen und wegzurennen beschleunigte ich meine Schritte einfach, und ging soweit an den Straßenrand wie möglich, um etwas Abstand zwischen mir und den Männern zu bringen. Ich bin sichtlich erleichtert, als sie endlich an mir vorbeigelaufen sind, und entspanne mich wieder etwas, als ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter spüre. Erschrocken zucke ich zusammen und drehe mich wie in Zeitlupe um.

In dem Moment, in dem ich voller Schrecken feststelle, dass es einer der Kerle von grade eben ist, der hinter mir steht, merke ich auch schon den atemraubenden Schmerz in meinem Gesicht. Keuchend fasse ich mir an die Nase, und stelle fest, dass diese wohl ziemlich stark am bluten ist, doch viel Zeit um darauf zu reagieren bleibt mir nicht, da der Typ schon zum nächsten Schlag aussetzt.
Dieses Mal bin ich aber schon darauf vorbereitet, und weiche aus, sodass seine Faust im Nichts landet. Er versucht es noch einige Male, aber glücklicherweise bin ich trotz meiner schmalen Gestalt ziemlich sportlich, und schaffe es jedes Mal auszuweichen. Ich will grade wegrennen, da werde ich zu Boden gerissen. Wahrscheinlich von einem der anderen vier.

Ein stechender Schmerz breitet sich in meinem Kopf aus als er gegen den harten Asphalt schlägt, und schon bald haben sich alle vier um mich versammelt um auf mich einzuschlagen.
Irgendwann versuche ich mich gar nicht mehr mich zu wehren. Meine Sicht verschwimmt vor meinen Augen, und mein Verstand scheint sich langsam von mir zu verabschieden. Das einzige was ich noch wahrnehme ist das dreckige Lachen dieser Männer.

"Beim nächsten Mal solltest du es dir zwei Mal überlegen bevor du versuchst dir etwas zu nehmen, was im Besitz von BamBam ist." Grölt einer von ihnen. Ganz langsam sickert die neue Information bei mir durch, und ich würde am liebsten heulen. Wieso kann nicht jemand hier vorbeikommen und mich retten? Mittlerweile wurden die Schmerzen ersetzt durch ein dumpfes Gefühl, als wäre ich unter Wasser. Schwarze Punkte vor meinen Augen scheinen mir die Sicht zu nehmen, und auch dagegen anzublinzeln bringt nichts.

"Mark!"

Hat da grade jemand meinen Namen gerufen?

"Mark!"

Da ist es schon wieder. Irgendwie hatte diese Stimme etwas warmes und vertrautes. Fast schon so wie Jinyoung's Stimme, nur dass ich Jinyoung noch nie so besorgt gehört habe.

Wahrscheinlich ist es nur Einbildung gewesen.

"Verdammt, verschwindet ihr Mistkerle, lasst ihn in Ruhe." Meine Augen habe ich mittlerweile geschlossen, da sich alles gedreht hat, jedoch ist die Versuchung sie wieder zu öffnen groß, als ich plötzlich laute Kampfgeräusche wahrnehme, die dieses Mal nicht davon kommen, dass jemand auf mich einschlägt. Etwas schwerfällig öffne ich meine Augen, und sehe grade noch, wie sich die vier Männer aus dem Staub machen, was mich verwirrt.

Warum rennen die denn weg?

"Mark, hörst du mich?" Höre ich die Stimme wieder, die mich eben schon gerufen hat. Ich spüre eine warme Hand an meiner Wange, und will sofort mehr von dieser sanften Berührung. Ist es etwa keine Einbildung gewesen? Ist er wirklich da?

"Jin...Young?"

"Ja, ich bin's. Kannst du aufstehen?" Jinyoung. Es ist wirklich Jinyoung. Jinyoung ist hier und hat mich gerettet! Ich versuche meine Gelenke zu bewegen, in die mittlerweile der Schmerz zurückgekehrt ist, doch wollen sie einfach nicht auf mich hören.

"Okay, wir machen das anders. Das könnte jetzt wahrscheinlich etwas wehtun." Bevor ich ihn auch nur fragen kann was er meint, besonders da mir ja eh schon alles wehtut zieht er mich -sichtlich bemüht meinen Körper dabei so wenig wie möglich zu bewegen- auf seine Arme, sodass er mich im Prinzessinnen-Stil halten kann.

Einen Schmerzenslaut kann ich mir dabei nicht verkneifen, und gleichzeitig ist mir diese Position unendlich peinlich. War es eigenartig, dass ich trotzdessen, dass man mich grade eben ziemlich übel zugerichtet hat, nur daran denken kann, dass der Mann den ich Liebe, und mit dem ich gleichzeitig durch einen roten Faden schon mein Leben lang verbunden bin, mich grade in seinen Armen hält? Mein Herzschlag beschleunigt sich, und ich hoffe, dass er es nicht bemerkt.

"Ich bring dich mit zu mir." Beschließt er, und da ich eh zu schwach bin um zu widersprechen sage ich da einfach nichts mehr zu, und lehne meinen Kopf gegen seine Brust während er anfängt zu laufen. Das regelmäßige auf und ab während er läuft, sein angenehmer Geruch und die Erschöpfung die sich so langsam in mir ausbreitet lassen mich schon schnell in einen tiefen Schlaf verfallen.

~*♥*~


Das erste was ich wahrnehme sind die höllischen Schmerzen, die meinen gesamten Körper durchzucken zu scheinen.

"Verdammt." Fluche ich während ich versuche mich aufzusetzen. Blinzelnd versuche ich meine Augen an das helle Licht zu gewöhnen, und nach einer kurzen Zeit kann ich dann auch wieder sehen, wobei ich feststelle, dass ich mich in einem mir unbekanntem Schlafzimmer befinde. Einen Moment lang scheint mein Gehirn zu arbeiten bis mir plötzlich wieder alles einfällt.
Genau in dem Moment öffnet sich auch die Zimmertür, und Jinyoung kommt mit einem Glas Wasser hinein. Als er mich sieht weiten sich seine Augen kaum merklich.

"Du bist wach."
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