Geschichte: Fanfiction / Prominente / Musik / K-Pop / GOT7 / Our Fate

Our Fate

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
13.11.2016
08.02.2019
25
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~Encounter~



Ich beobachte wie Youngjae sprachlos seinen Mund einige Male öffnet um etwas zu sagen, ihn dann aber doch wieder schließt. Die Reaktionen der anderen kann ich nicht sehen, da sie hinter mir und Jackson stehen, aber ihre Blicke spüre ich trotzdem auf uns liegen.

"Seid ihr beide etwa..." Fängt Youngjae an als er seine Sprache wiedergefunden hat, wird jedoch mitten im Satz von Jackson unterbrochen.

"Zusammen? Ja, sind wir. Wir wollten es euch schon eher sagen, aber irgendwie gab es nie den richtigen Zeitpunkt."

Eine Weile lang scheint die Zeit still zu stehen. Angespannt beobachte ich Youngjae's Reaktion. Nachdem bei diesem dann endlich irgendwann Jackson's Worte angekommen sind breitet sich ein weites Lächeln auf seinem Gesicht aus.

"Man, das ist ja super! Ich hätte zwar nie damit gerechnet, aber in den letzten Wochen seid ihr euch doch schon sichtlich nah gekommen." Ruft er aus, während er mir um den Hals fällt. Etwas überrascht erwidere ich die Umarmung. Nie hätte ich damit gerechnet, dass wir so eine positive Reaktion bekommen würden. Wirklich glücklich macht mich das jedoch nicht, vielmehr fühle ich mich nun wirklich schuldig, da -Youngjae jedenfalls- sich wirklich über die Neuigkeit zu freuen scheint, wobei das alles doch nur eine selbstsüchtige Lüge ist um unsere eigenen Ziele zu erreichen.
Noch schlechter fühle ich mich, als schließlich auch Jaebum in unser Sichtfeld, neben Youngjae tritt, und uns etwas ungläubig betrachtet.

"Ich freue mich natürlich auch für euch beide, aber sagt mal, wie lange läuft das mit euch beiden denn schon?" Angespannt durch Jaebum's durchdringenden Blick bin ich nicht wirklich dazu in der Lage einen vernünftigen Satz zu Stande zu bekommen, weswegen Jackson sich glücklicherweise einschaltet.

"Erst seit circa einer Woche."

Das Geräusch einer laut zuknallenden Tür lässt mich zusammenzucken. Schon eine dunkle Ahnung habend, wer diesen Krach ausgelöst hat, drehe ich mich um, und sehe durch die Fenster durch die man in den Flur gucken kann noch grade Jinyoung wie er schnellen Schrittes außer Sichtweite läuft. Er sah ziemlich wütend aus, weswegen ich aufstehen, und ihm hinterherlaufen möchte, werde jedoch von Jackson, welcher seine Hände noch immer auf meinen Schultern hat zurückgehalten.

"Lass ihn. Glaub mir, er ist sowas von eifersüchtig. Früher oder später wird er dich darauf ansprechen." Flüstert mir Jackson leise ins Ohr, sodass nur ich es hören kann. Geschlagen lasse ich mich zurück auf den Stuhl fallen. Nun kommt auch Yugyeom auf uns zu, der uns  genau wie Jaebum und Youngjae vor ihm zu unserer 'Beziehung' gratuliert. Ich höre nur mit halben Ohr zu, vielmehr sind meine Gedanken erneut bei Jinyoung, und was er nun wohl denkt. In diesem Moment wünsche ich mir, so wie Jinyoung es früher mit mir konnte, seine Gefühle durch den Faden hindurch zu spüren.

Ich konzentriere ich vollkommen auf mein linkes Handgelenk. Lange Zeit tut sich nichts, außer, dass alles um mich herum still wird. Erschrocken zucke ich zusammen, als mich für einen Augenblick auf einmal ein starkes Gefühl der Wut überfällt. So plötzlich wie es kam, ist es jedoch auch wieder verschwunden. Überwältigt atme ich aus. Ist es das? Sind das Jinyoung's Gefühle gewesen, oder war es meine Einbildung? Eigentlich hatte er ja gesagt, dass das gegenseitige fühlen der Gefühle des anderen nun da wir uns getroffen, und miteinander gesprochen haben nicht mehr möglich ist, aber dieses Gefühl war so stark, dass ich es unwahrscheinlich finde, dass es bloß Einbildung war.
Nachdem ich mir sicher bin, dass es sich bei dieser Wut um Jinyoung's Gefühle handeln muss bin ich schon wieder kurz davor aufzustehen. Immerhin sind wir nun grade soweit, dass wir uns einigermaßen verstehen. Ich möchte nicht, dass sich dies durch irgendwas wieder ändert. Bevor ich allerdings irgendetwas tun kann klingelt es auch schon zum Ende der Schulstunde, und somit haben wir nun Schulfrei. Sofort füllt sich der Flur mit Schülern. Enttäuscht seufze ich. Meine Chance jetzt noch mit ihm zu sprechen liegt so ziemlich bei null, zumal Jackson mich zudem dazu drängt meine Sachen einzupacken, damit wir nach Hause laufen können.

Als Jackson und ich uns von unseren Freunden verabschiedet haben machen wir uns auf den Weg nach Hause. Schweigend laufen wir nebeneinander her während ich -wie so oft- gedanklich bei Jinyoung bin. Es wäre schön, wenn ich für längere Zeit fühlen würde, was er fühlt. Vielleicht würde ich ihn dann endlich verstehen, und erfahren, was in seinem Kopf vor sich geht. Warum ist er so wütend gewesen, als Jackson gesagt hat, dass wir zusammen seien? Jackson besteht ja darauf, dass Jinyoung eifersüchtig ist, allerdings bin ich mir zu einhundert Prozent sicher, dass er es nicht ist. Ich meine, immerhin hat er ja selber gesagt, dass er keine romantischen Gefühle zwischen uns möchte, und hat einer Freundschaft auch nur unter der Bedingung, dass wir uns nicht ineinander verlieben würden zugestimmt.

Ein anderer Grund würde mir aber auch nicht einfallen. Jinyoung ist auf jeden Fall nicht homophob, was man an seinem Verhalten Jaebum und Youngjae gegenüber sieht. Was ist wenn Jackson -mal ganz theoretisch- doch recht hat? Wenn Jinyoung doch etwas für mich über hat? Vielleicht will er es sich nur nicht eingestehen, weil er seine Gefühle auf unsere Verbindung mit dem Faden schiebt? Unmöglich ist es nicht, aber irgendwie kann ich es mir einfach nicht vorstellen...

"Alles okay, Mark?" Aus meinen Gedanken gerissen blicke ich kurz zu Jackson, der mich mit gerunzelter Stirn betrachtet. Schnell weiche ich seinem Blick aus, und sah wieder auf die Straße.

"Alles Okay, ich muss nur immer wieder an Jinyoung, und seine Reaktion denken." Als Antwort lachte Jackson auf.

"Das kenne ich nur zu gut. Aber eigentlich lief das doch ganz gut heute, denkst du nicht? Er war definitiv eifersüchtig. Achte die nächsten Tage mal genau auf seine Reaktion, ich wette er wird von nun an entweder vermeiden zu uns zu gucken, oder mich gedanklich ermorden." Trotz der blöden Situation in der ich mich befinde kann ich nicht anders als bei seinen Worten zu lachen.

"Na immerhin bin ich nicht mehr der einzige, der seinem berühmten Mörderblick zum Opfer fällt." Jackson stimmt in mein Lachen mit ein, und legt mir seinen Arm um die Schulter. Mittlerweile habe ich mich an diese Art von Berührungen gewöhnt, und fühle mich nicht mehr unwohl dabei, weswegen ich mich scherzhaft etwas näher an ihn drücke, und wir somit wahrscheinlich wirklich aussehen mussten wie ein Paar.

Natürlich muss irgendetwas in diesem kurzen Moment der Unbeschwertheit passieren, und so kommt es, dass uns plötzlich eine Person mit Krücken und einem eingegipsten Bein gegenübersteht. Jackson bleibt entgegen meiner Vermutung vollkommen gelassen, und ist sogar so dreist seinen Griff um mich noch zu verstärken.

"Hallo BamBam. Schon aus dem Krankenhaus entlassen?" Fragt er seinen Ex-Freund, als wären die beiden gute Freunde. Im Gegensatz zu ihm war ich ziemlich angespannt, was vielleicht an BamBam's gruseligem Gesichtsausdruck liegen könnte. Sein Kiefer ist total angespannt, und seine Augen bilden zwei kleine Schlitze, aus denen Blitze zu kommen scheinen.

"Wie man sieht, ja. Und du führst dein kleines Betthäschen ein bisschen aus?" Die Art wie BamBam diesen Satz förmlich ausspuckt, lässt mich eine Gänsehaut bekommen, wovon ich mir allerdings versuche nichts von anmerken zu lassen.

"Er ist nicht mein Betthäschen, sondern mein fester Freund, aber ja. Wir sind grade auf dem Weg zu meiner Wohnung, um einen schönen Tag miteinander zu verbringen." Habe ich schon mal erwähnt, dass Jackson -wenn er will- verdammt gut Schauspielern kann? Wenn nicht, dann habe ich es hiermit getan. Ich bin mir sicher, dass er in diesem Moment extrem aufgewühlt, und verletzt sein muss, und trotzdem hält er BamBam's Worten mit solch einer Gelassenheit stand, dass es wenn man es nicht besser weiß, wirklich so wirken muss, als wäre Jackson BamBam's Meinung komplett gleichgültig.

Auf Jackson's Aussage hin entwickelt sich eine Art Blickduell zwischen den beiden. Keiner von ihnen rührt sich, und so langsam fühle ich mich wirklich unwohl noch hier zu stehen. BamBam ist sichtlich verärgert, trotzdem scheint er nicht aufgeben zu wollen. Ich frage mich wirklich was ihm passiert war, dass er nun so vehement abstreitet, dass er noch etwas für Jackson empfindet, obwohl es so offensichtlich ist.

Nach einer Weile, in der sich niemand gerührt hat dreht BamBam sich schließlich abrupt um und geht so schnell wie es eben mit seinen Verletzungen geht den Weg zurück, von dem er grade gekommen ist. Etwas verdutzt gucke ich zu Jackson, welcher nun, wo BamBam nicht mehr da ist, seine Maske fallen lässt. Verletzt guckt er seinem Ex-Freund hinterher, wobei sich seine Stirn in Falten legt. Mitfühlend lege ich ihm einen Arm über die Schulter, woraufhin er seinen Kopf sofort gegen mich lehnt.

Ohne ein Wort darüber zu verlieren machen wir uns auf den Weg nach Hause. Dort angekommen gehe ich gar nicht erst in meine Wohnung, sondern gehe gleich mit Jackson ein Stockwerk weiter zu seiner. Während er sich auf die Couch setzt gehe ich weiter in seine Küche, und komme schließlich mit zwei Tassen schwarzem Tee wieder.

"Danke." Sagt Jackson während er mir eine der Tassen abnimmt. Für mindestens zehn Minuten sitzen wir einfach so nebeneinander und trinken den Tee ohne ein Wort miteinander zu wechseln. Nach einiger Zeit halte ich es jedoch nicht mehr aus, und setze zum Sprechen an.

"Jackson, dieser BamBam ist zwar wirklich ein Arschloch, und vor allem ein Idiot, aber ich bin mir mittlerweile zu hundert Prozent sicher, dass er noch etwas für dich empfindet. Es muss irgendeinen anderen Grund geben, weshalb er sich damals von dir getrennt hat."

"Ich weiß nicht... objektiv gesehen hast du schon recht, er benimmt sich wirklich so, als wäre er total eifersüchtig. Aber was sollte denn dann der Grund sein, weshalb er sich von mir getrennt hat, wenn es nicht daran lag, dass er keine Gefühle mehr für mich hat?" Genervt stöhnend wirft er den Kopf in den Nacken.

"Das müssen wir halt noch herausfinden." Meine ich schulterzuckend, woraufhin Jackson mich mit gerunzelter Stirn betrachtet.

"Und wie stellen wir das an? BamBam selber wird uns sicherlich nichts erzählen."

"Vielleicht doch. Wenn wir ihn lange genug provozieren verliert er vielleicht seine Deckung."

"Wer bist du, und was hast du mit Mark gemacht?" Seine Worte bringen mich zum Lachen.

"Und mit Jinyoung werden wir einfach das selbe machen." Sofort bleibt mir das Lachen im Hals stecken. Den habe ich ja ganz vergessen...

"Ehrlich gesagt glaube ich, dass es besser wäre wenn wir uns in seiner Nähe zurückhalten..." Gebe ich mit einem ungutem Gefühl zu. Ich weiß zwar nicht weshalb er heute so wütend war, aber ich will vermeiden, dass das zum Dauerzustand wird. Alles was ich will ist, dass ich mich wieder so gut mit Jinyoung verstehe wie kurz nach unserem Gespräch. Jackson scheint allerdings nicht so begeistert davon zu sein.

"Warum das denn? Ist es weil er heute einfach den Raum verlassen hat? Das ist doch grade der Sinn an der Sache! Wenn er nicht zugeben will, dass er dich mag, dann müssen wir ihn  halt so lange eifersüchtig machen, bis es aus ihm herausplatzt." Gestikuliert er aufgeregt mit seinen Händen herum während ich nur die Augen verdrehe.

"Jackson, er mag mich nicht. Jedenfalls nicht auf diese Weise." Stelle ich klar. "Ich möchte mit dieser  Aktion einfach nur erreichen, dass er nicht auf die Idee kommt ICH könnte IHN mögen, verstehst du?"

"Nicht wirklich, aber ich respektiere deine Entscheidung. Dann werden wir uns in Gegenwart von Jinyoung zurückhalten."
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