Mahiru Banbas Vergangenheit

GeschichteAngst, Schmerz/Trost / P18
Mahiru "Shin'ya" Banba
12.11.2016
24.12.2016
4
8402
3
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Dieses Kapitel
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Hallo und herzlich willkommen, zu meiner allerersten Fanfiction. :D
Dies ist wie schon mal gesagt meine erste Fanfiction, also bitte nicht zu streng sein. Ich habe noch keine Ahnung wie man richtig gute Geschichten schreibt. *sich klein machen und in der Ecke verstecken*
Ich hoffe es sind nicht zu viele Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler im Text. >.<
Info:
Alles was kursiv geschrieben ist soll die Erinnerungen aus der Vergangenheit von Mahiru darstellen.
Die Vergangenheit ist vollkommen von mir erfunden.
Ich hoffe die Geschichte ist logisch erklärt und verständlich.
Das war es eigentlich auch schon, also will ich euch nicht weiter behindern und wünsche euch viel Spaß bei meiner Geschichte. Vielleicht gefällt sie ja auch irgendwem. >.<

~~~~~~~~~

Ich weiß schon nicht mehr, wie ich in diesem verdammten Keller festsitze. Wann habe ich zuletzt die Natur gesehen und nicht nur die vier kahlen Wände in diesem trostlosen quadratischen Raum? Wann habe ich zuletzt den Wind gespürt, welcher mir durch meine Haare wehte? Wann habe ich zuletzt das Tageslicht gesehen und nicht nur die kleine Glühbirne, die an der Decke, nur von ein paar Kabeln gehalten wurde und gerade mal genug Licht für diesen Raum spendete? Ich weiß es nicht. Jedoch erinnere ich mich noch genau wie all dies begann, als wäre es gestern gewesen. Jeden Tag erinnere ich mich daran und frage mich nur eins. Wieso, Papa?

Meine Mutter starb und plötzlich waren ich und mein Vater alleine. Zu diesem Zeitpunkt müsste ich eigentlich so um die sechs Jahre alt gewesen sein. Ich verstand damals nicht wirklich, warum meine Mutter nie wieder kommen würde. Egal wie oft mein Vater es mir erklärte, ich begriff es nicht.
Nein, ich wollte es wahrscheinlich nicht verstehen. Nicht akzeptieren, dass die einzige Person, welche mich liebte verschwand, denn ich wusste schon seit langem, dass mein Vater mich nicht leiden konnte. Er beachtete mich nie wirklich und fand mich lästig. Meine Mutter hingegen hörte mir immer zu wenn mich etwas belastete. Meistens erzählte ich ihr über meine Sorgen über die Beziehung zwischen meinem Vater und mir und immer sagte sie mir ich läge falsch. Ich versuchte immer ihr zu glauben, doch seit jenem Tage wusste ich, dass ich immer Recht hatte.
Ungefähr eine Woche nach dem Tod meiner Mutter kam der erste Mann. Ich wusste nicht was es bedeutete, als mein Vater mich in den Keller zu diesem Mann führte, welcher ungefähr zwei Meter entfernt von der Tür stand.
Kaum war ich in dem verdreckten quadratischen Raum schloss er mit den Worten: „In einer Stunde bin ich wieder hier mein Schatz. Bis dahin musst du bloß alles machen, was dir dieser liebe Mann da sagt.“, die Tür.
Dann war ich alleine mit dem Fremden, welcher fast doppelt so groß war wie ich. Sein Gesicht werde ich nie mehr vergessen. Sein schmales spitzzulaufendes Gesicht wurde von hellblonden Haaren umrahmt, wobei manche schon grau wurden. Seine Augen waren braun und zu kleinen Schlitzen geformt. Dazu kamen dann noch seine Lippen, welche zu ein Grinsen bildeten. Sein ganzes Erscheinungsbild strahlte einfach aus, dass er nicht vertrauenswürdig und nett ist.
In meinem Kopf schrillten alle Alarmglocken und instinktiv ging ich langsam rückwärts zur Tür. Vor solchen Männern hatte meine Mutter mich immer gewarnt, bevor ich mich auf den Weg zur Schule machte. Als ich jedoch die Tür aufmachen wollte bemerkte ich, dass sie abgeschlossen war. Ich schaute wieder zu dem fremden Mann, dessen Grinsen breiter wurde als er meinen leicht panischen Gesichtsausdruck bemerkte.

„Komm her, ich werde dir nicht wehtun, wenn du schön brav bist.“

Seine Stimme war schrecklich und tat mir in den Ohren weh. Sie klang gefährlich. Während er dies sagte versuchte ich panisch die Tür aufzukriegen. Jedoch gab ich kurze Zeit auf. Es war hoffnungslos. Ich würde diese Tür niemals von selbst aufkriegen. Als ich wieder zu dem Mann wendete bemerkte ich, dass der Abstand zwischen uns kleiner war als zuvor. Und er wurde immer kleiner. Der Fremde nährte sich mir langsam, wie ein Raubtier, welches sich an seine Beute schlich und in die Ecke drängte. Ich wich langsam zurück, kam jedoch nicht weit, da ich mit meinem Rücken an die Tür stieß.
Mit panischem Blick beobachtete ich, wie sich dieser Mann mir immer mehr näherte. Er stand nun direkt vor mir. Ich war unfähig mich zu bewegen, geschockt von dem was gerade geschah. Und von da an begann für mich die Hölle…


Mir wird schlecht. Immer wenn ich mich daran erinnere. Es tat weh. Ich konnte tagelang nichtmehr wirklich laufen. Geschweige denn von dem Trauma, über welches ich bis heute nicht hinüber weggekommen bin.
Wahrscheinlich liegt dies daran, dass dies schon mein Alltag geworden ist. Inzwischen kommen jeden Tag mehrere Männer und mir wehtun. Und mein Vater steht meistens nur nebendran und macht Fotos statt einzugreifen und seine Tochter zu schützen. Falls er überhaupt dabei ist und nicht schon neue Termine “für mich“ ausmacht. Diese Kamera von ihm macht mich fertig. Dieses Blitzlicht. So hell und verstörend.

Ein anderer Mann. Er schlug mich, zwang mich auf den Boden. Seit ungefähr 2 Monaten sah ich kein Tageslicht mehr. Das einzige Licht was ich sah war dieses kurze Aufblitzen der Kamera meines Vaters. Er stand tatenlos dabei, während ich immer wieder die Hölle erlebte. Alles worauf ich mich während diesen Schmerzen, welchen mir die Fremden hinzufügten, war das Blitzlicht. Strahlend hell und dann wieder dunkel. Hell, dunkel, hell, dunkel, hell und dann dunkel. Immer und immer wieder. Und dann hörte es auf, ich hörte wie die Kellertür auf und zu ging und ich war wieder alleine.
Ich blieb liegen, hatte nicht genug Kraft mich aufzusetzen, geschweige denn davon aufzustehen. Ich fühlte etwas Nasses meine Wangen hinunterlaufen. Ich weinte. Meine Tränen schmeckten salzig. Ich war erschöpft. Langsam schlief ich ein, wie jeden Abend in der Hoffnung, dass dies alles nur ein Albtraum war und ich morgen in meinem Bett und nicht auf diesem kalten Boden aufwachte.


Plötzlich geht die Tür auf. Früher wäre ich aufgeschreckt und hätte erschrocken zur Tür geguckt. Heute mache ich mir nicht mal mehr die Mühe nachzugucken wer reinkommt. Früher hätte ich versucht zu entkommen. Jedoch habe ich gelernt, dass fliehen sinnlos ist.

Die Tür fiel zu. Tief in meinem innerem wusste ich es. Ich würde nie wieder das Tageslicht sehen können.
Und all dies nur weil ich mich gewehrt hatte. Ich hatte mich gewehrt, wollte nicht nochmal in unseren Keller. Der Keller in dem alles begann.
Ich hatte um mich geschlagen und getreten, versucht wegzurennen. Und als ich doch in diesem schrecklichen Raum war schrie ich um Hilfe. So laut ich konnte. Mein Leben hing davon ab ob man mich hörte oder nicht.
Man hörte mich nicht.
Egal wie laut ich um Hilfe rief, egal wie sehr ich mich gegen den neuen Mann im Keller wehrte. Niemand kam mir zur Hilfe. Niemand. Wirklich niemand. Keiner dieser verdammten Menschen meinte mir helfen zu müssen. Ich war allen egal. Das einzige was mir mein Geschrei brachte, war ein ausfallendes Abendessen und ein ewiges Leben in diesem Keller.
Und das nur weil ich mich gewehrt hatte.
Ich wollte es jedoch nicht begreifen und versuchte es weiterhin. Ich wollte nicht begreifen, dass ich allen egal war. Das Ergebnis blieb jedoch immer gleich. Kein Essen und auch keine Hilfe.
Niemand suchte nach mir, nicht mal meine Freundinnen aus der Schule. Jedenfalls dachte ich, dass sie meine Freundinnen seien. Aber keines dieser Ungeheuer namens Menschen interessierte sich für mich. Das Mädchen welches in einem Raum unter der Erde saß und tagtäglich die Hölle auf Erden erlebte..
Sollen sie doch alle sterben!
Ich verlor langsam aber sicher fast meine ganze Hoffnung. Und mit ihr auch meinen Lebenswillen.


Jetzt bin ich fast nur noch eine leere Hülle meiner selbst. Wofür sollte ich weiter leben und dies alles weiter ertragen. Ich warte nur noch auf meinen Tod. Der Tod wäre bestimmt nicht so schlimm wie all dies, was ich hier erlebe.

Jedoch gibt es noch einen Grund, durch den ich noch nicht vollkommen den Verstand verloren habe.

Das Mädchen in meinem Kopf, welches mir immer wieder Hoffnung gibt.

Shinya.

Sie verspricht mir, dass sie mich hier rausholt. Leider sehe ich sie nur in meinen Träumen, doch sie existiert. Tief, tief, tief in mir drinnen existiert sie. Und sie wird mich hier rausholen, wie versprochen.

~~~~~~~~~

Das war es erstmal. Ich hoffe es hat euch gefallen und war nicht total schlecht.
Über Konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge würde ich mich sehr freuen. <3
Dann hoffentlich bis zum nächsten mal. >.<

Eure Anonymus-chan <3
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