The  Conversion

von Ravaari
GeschichteAbenteuer, Sci-Fi / P16
OC (Own Character)
11.11.2016
18.05.2019
24
64914
2
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Dieses Kapitel
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Disclaimer: Animorphs gehört nicht mir sondern K.A Applegate und ich schreibe nur, um anderen eine Freude zu machen , nicht um Geld zu verdienen.
A/N : Die Geschichte ist auch auf Animexx zu finden unter dem Pseudonym "Fandalite"

......
                                                                         
Hallo.
Unser Name ist Louisa Newman .
Na ja, nicht wirklich Newman .
Louisa stimmt zwar irgendwie aber wenn ich ganz ehrlich zu euch sein soll muß ich zugeben dass dieser Name leider ein Scherz ist.  
Die Anderen haben ihn sich ausgedacht.
Sicher denkt ihr jetzt ja klar  und haltet mich für schizophren oder sonst irgendwie verrückt  weil ich von mir selbst in der Mehrzahl spreche und mich unter falschem Namen vorstelle und ich kann das auch nur zu gut verstehen.

Doch leider irrt ihr euch denn so einfach ist das nicht und alles was ich euch jetzt erzählen werde ist wahr denn wenn ich "wir" sage meine ich tatsächlich zwei Wesen . Genauer gesagt einen Menschen- mich- und eine nicht irdische Lebensform mit der ich freiwillig meinen Körper teile.
Vorteile habe ich dadurch zwar keine denn sie ist ein Parasit aber na ja, was soll ich sagen?. Es bringt auch keine Nachteile und es tut nicht weh ein Wirt zu sein. Ausserdem wäre Isas Leben ohne mich ziemlich bescheiden und das könnte ich ihr nicht antun nach allem was wir zusammen durchgemacht haben .
Auch dann nicht wenn sie mir manchmal ziemlich auf den Keks geht und ich meinen Körper am liebsten sofort wieder für mich selbst haben möchte .

Mehr als tausendmal in der Woche wünsche ich mir mein altes Leben zurück wo so was wie eine fette Strafe fürs Schwarzfahren zu kriegen oder mit neuen Schuhen in einen fiesen Hundehaufen zu steigen so ziemlich zu  den schlimmeren  Dingen zählten die einem passieren konnten.  Wir alle wollen das aber es ist unmöglich. Keiner von uns kann zurück. Auch Isa nicht denn sie kennen keine Gnade. Schon gar nicht mit Verrätern.

Ihren echten Namen für diese Geschichte zu verwenden ist übrigens nicht sonderlich gefährlich weder für sie noch für mich denn ihre richtige Bezeichnung kennt das Imperium natürlich bereits. Der Hohe Rat der Dreizehn hat mehrere Kopfjäger auf uns angesetzt und ihre nächsten Geschwister kaltblütig ermorden lassen als ihr Verrat öffentlich wurde.

Mein aktueller wahrer Name ist hingegen tatsächlich geheim. und ich darf ihn euch nicht sagen. Ich meine ich   würde es natürlich gerne. Es wäre echt super wenn ich euch alles über mich sagen könnte und euch in mein momentanes Zuhause einladen dürfte denn das würde heißen dass der Krieg vorbei wäre und wir gewonnen hätten. Das wir keine Feinde mehr hätten.
Tja leider ist das nicht so und deshalb müßt ihr euch einfach damit begnügen dass ich  Lou oder auch Louisa heiße wenn ihr meine Geschichte hören wollt.

Ich denke ihr müsst mir einfach glauben dass alles  das ich euch jetzt erzählen werde die reine Wahrheit  ist. Ihr müßt mir vertrauen auch wenn ich nicht einmal Orte nennen darf , Adressen oder den Namen der Stadt in der ich wohne . Sonst würden Isas Artgenossen uns  leichter finden und was sie mit uns machen würden wenn sie uns dann erst einmal hätten will ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen .

Sie, die Yirks .
Denn wisst ihr, wir Menschen sind nicht allein im Universum und es hat auch keinen Sinn noch auf den Tag zu hoffen an dem irgendwelche freundlichen kleinen grauen Aliens endlich mal Kontakt mit unserer guten alten Erde aufnehmen denn das ist bereits geschehen. Sie sind hier und sie sind sie zwar wirklich ziemlich klein und sogar grau aber die meisten von ihnen sind  leider keineswegs freundlich.
Heimtückisch wie eine tödliche Seuche  sind die Yirks über die menschliche Rasse hergefallen. Heimlich. Lautlos. Versklavend.
Man möchte das kaum  kaum glauben wenn man sie einmal In ihrer natürlichen Gestalt gesehen hat denn in dieser Existenz sind sie  hilflos und schwach . Dazu noch blind und ausserhalb eines flüssigen Milieus zu kaum einer Bewegung fähig, also wirklich nicht besonders gefährlich.
Allerdings sind sie auch sehr intelligent und verfügen über die bemerkenswerte Fähigkeit über den Ohrkanal in das Gehirn eines anderen Wesens einzudringen wo sie dann die Kontrolle übernehmen und mit Kontrolle meine ich vollkommene Übernahme des Körpers und Geistes.

Das arme Wesen welches auf diese Weise infiltriert wurde weiß  gar nicht wie ihm geschieht und ist ab sofort ein Gefangener in einem winzigen Winkel seines eigenen Verstandes.
Der Yirk nutzt fortan den Körper für seine eigenen Zwecke und als ob das noch nicht schlimm genug wäre kann er auch noch auf das Wissen und die Erinnerungen seines Wirtes nach Belieben  zugreifen um nicht erkannt zu werden.
Die Tarnung ist perfekt. Ich weiß wovon ich spreche.
Sieben andere Welten haben die Yirks auf diese Weise bereits erobert und nun ist die Erde an der Reihe und in mitten dieser Gefahr in der die Menschheit schwebt  beginnt meine Geschichte.
 
Alles fing an kurz vor meinem achtzehnten Geburtstag.
Damals war ich noch ein ziemliches Durchschnittsmädchen und mit Durchschnitt meine ich sowas wie unauffällig mit Allerweltsgesicht und langweilig. Jemand mit wenig sozialen Kontakten der irgendwo in der Mittelschicht rumdümpelt . In gewisser Hinsicht also ein perfektes Wirtsobjekt für die Yirks denn neben all dem anderen war ich auch  ein Controller.
Das bedeutet ein Yirk hatte sich ohne mein Einverständnis in meinem Kopf eingenistet und kontrollierte von da an meinen Körper.
Als ob es gerade erst gestern gewesen wäre erinnere ich mich wie man mich durch ein geheimes Tunnelsystem viele Meter unter der Stadt gezerrt hatte.
Hinunter zum Yirkpool.

Ich dachte dass sie einfach nur ein paar Volltrottel sind die sich  so eine Art makabren Scherz alias Freundschaftsklub-Initiationsritus mit mir erlauben.
So wie ein paar Stunden davor wo schon  Ella versucht hatte mir mit irgend einer wirren Geschichte über Aliens Angst einzujagen. Natürlich hatte ich ihr kein Wort geglaubt und nur gelacht.   Auch dann noch als sie gemeint hatte, sie würde es mir zeigen. Ich wollte weggehen aber sie ließen mich nicht  und dann... dann hat sie es mir gezeigt. Mir und drei anderen "Vollmitglieds-Anwärtern...

Sie hielten mich zu viert fest : Michael, Lukas, Elena und Raphael. Jedenfalls dachte ich damals noch dass sie so heißen.
Doch nun als wir eine schier endlose Treppe und viele schmale Gänge später diese große unterirdische Halle erreichten , einen riesigen kuppelförmigen Saal irgendwo unter dem Volkspark und dem nächsten Einkaufszentrum begann ich mich zu fürchten und diese Furcht steigerte sich zur Panik , auch bei den Anderen . als wir ins Zentrum eben dieser Halle mehr getragen als geführt wurden.

Da waren plötzlich Käfige voll mit schreienden weinenden Menschen. Schreckliche riesige Monster mit schuppiger Echsenhaut und klingenartigen Hornfortsätzen an Armen und Beinen und mir wurde endgültig klar dass hier irgendetwas schrecklich falsch war.  Leider war ich die Erste von uns die an der Reihe war.

Natürlich versuchte ich  mich loszureißen, trat dabei um mich und schrie, doch ich kam nicht frei.
Schließlich als meine Kraft nachließ flehte ich die vier sogar an damit aufzuhören und mich gehen zu lassen. Doch  stattdessen wurde ihr Griff nur noch fester während sie mich unbarmherzig auf eine Art stählernen Pier zerrten.

Gekonnt, fast so als würden sie das mehrmals die Woche tun rangen sie mich  nieder und drückten meinen Kopf  in eine Art kreisförmigen Pool direkt unter dem Pier.
Das Problem daran war nur dass dieser Pool nicht mit Wasser gefüllt war sondern mit irgendeiner  lauwarmen seltsam bleifarbenen Flüssigkeit .Ich versuchte zu schreien doch da war nur noch diese undefinierbare ekelhafte  Brühe. Sehr bald schon machte mich der Sauerstoffmangel ziemlich benommen  und dann als ich wirklich das Gefühl hatte jeden Moment in der schleimigen Kloake zu ersticken  fühlte ich eine Berührung an meinem Gesicht .

Erst nur ganz zart, beinahe sanft  . Dann um einiges bestimmter wenige Sekunden später. Ein weicher, gallertartiger Körper- irgendein kleines Wesen- streifte meine Wange. Tastete sich schließlich vor bis zu meinem Ohr vor als würde es nach etwas suchen und dann ging alles sehr schnell.
Ein grauenhafter Schmerz machte mich beinahe ohnmächtig als das glitschige kalte Ding  zu meinem grenzenlosen Entsetzen plötzlich begann sich zu verformen und in mein Ohr zu kriechen doch nur kurz denn es sonderte dabei auch irgendeine Art Sekret  ab dass  mein Ohr betäubte.
Natürlich fühlte ich trotzdem wie es weiterkroch, so ähnlich wie man selbst nach einer Narkose beim Zahnarzt die Behandlung  immer noch spürt.
Doch der wahre Horror begann erst als ich es nicht mehr spürte denn von einer zur nächsten Sekunde hörten  meine Beine einfach  auf zu strampeln. Mein ganzer Körper entspannte sich. Er wurde vollkommen ruhig und richtete sich schließlich auf als meine vier Entführer ihren eisernen Griff endlich lockerten.
Wie man sich denken kann hatte ich schreckliche Angst.
Ich wollte davonlaufen. Ich wollte toben und  schreien doch mein Mund blieb stumm.

Ich konnte zwar im Geist die Befehle bilden Mund bewegen, sprechen doch sie kamen nie dort an. Ich  war nur noch sowas wie ein  Zuschauer gefangen in meinem eigenen Körper und dieses Andere das nun statt meiner Regie führte fühlte sich anscheinend wohl. Es wollte nicht im geringsten weglaufen und sah stattdessen seelenruhig zu wie mit den anderen Drei nach mir das selbe gemacht wurde. Danach benutzte es mich oder besser gesagt meinen Kopf schließlich sogar dazu  diejenigen die mir das gerade eben angetan hatten  zuzunicken.

Meine  Hände wurden ausgestreckt und griffen sich ein Handtuch dass Raphael mir  reichte um  damit die schleimige Brühe aus meinen Haaren zu rubbeln. Nach dem das Ding damit fertig war setzten sich meine Beine ohne mein  Zutun in Bewegung und kurz darauf , zirka eine halbe Stunde später war ich wieder  oben.

Oben in der Welt und  unter unzähligen  anderen Menschen die nicht einmal ansatzweise erahnen konnten was mir soeben von den Vollmitgliedern des so genannten „Freundschaftsklubs“ angetan worden war .
Wieder und wieder versuchte ich die Kontrolle über meinen Körper zurück zu erlangen während dieser einfach weiterhin wie fremdgesteuert war .

Es will zu mir Nachhause!. Dieses Ding wird versuchen als ich durchzugehen und ich kann nichts dagegen tun.

Das wurde mir schlagartig klar als „ich“  meine Straße erreichte. Schließlich war meine Mama schon daheim. Sie hatte Hähnchen gemacht. Dazu  Reis und Kartoffelsalat. Als Nachtisch würde  es selbstgebackenen Apfelkuchen   geben und während mein Körper da mit meiner Familie sitzen, essen und lachen würde, würde niemand auch nur ansatzweise ahnen dass das nicht ich war sondern dieses widerliche Etwas dass mich nun benutzte.

Vielleicht, so dachte ich weiter, wird es ihnen auch  etwas antun. Meiner Mutter und meiner kleinen Schwester Emily!.

Ich fühlte grenzenloses Entsetzen wie eine dunkle Welle über mir zusammenschlagen und hatte gleichzeitig das Gefühl jeden Moment wahnsinnig zu werden wäre da nicht plötzlich diese Stimme gewesen oder besser gesagt diese andere Präsenz , denn das was ich hörte waren nicht wirklich Worte , viel mehr Gedanken .
Ja es fühlte sich tatsächlich so an als ob ich für mich selbst einfach über etwas nachdenken wurde.
Allerdings "sprach" es - was immer es auch war-  mit einer mir fremden, seltsam androgynen Gedankenstimme und es waren absolut nicht meine Gedanken!

Was ist das?
<Sei still, Mensch.>
Sagte es nun zu mir .
Zu m i r, in meinem eigenen Kopf!...
<Ja, ich spreche mit dir. Wenn du kooperierst, werde ich weder dir noch deiner Sippe etwas an tun. Im Gegensatz zu einigen meiner Artgenossen halte ich nicht viel davon mein Eigentum zu beschädigen. Aber ich werde es tun wenn du mich dazu zwingst>

Eigentum ?! fragte oder besser gesagt dachte ich, viel zu verwirrt und schockiert um einen klaren Gedanken zu fassen .
Was soll das?, was ist das für eine verdammte Stimme in meinem Kopf?. Warum kann ich meinen Körper nicht mehr steuern. Wer tut mir das an?. Wie? Warum ? ist das ein Scherz?!.
< Nein. Kein Scherz und i c h tue es . Ich bin ein Yirk. Ein intelligentes Wesen von einem fremden Planeten und du bist jetzt mein Wirt . Dein Körper und Geist stehen unter meiner Kontrolle. Gib  auf denn ich werde bleiben ,hier in deinem Kopf. Du kannst nichts  dagegen tun .>  
 
In meinem Kopf?! , natürlich !. Erst hatte es meinen Körper kontrolliert und jetzt sprach es auch noch mit mir.  Bei G o  t  t. Irgendein  ausserirdisches D i n g  ist in meinem Gehirn!.
Nun  fippte ich vollkommen aus.

Mir ist vollkommen egal was oder wer du bist und ich bin nicht dein Eigentum!. VERSCHWINDE!. Verschwinde aus meinem Kopf und hör auf mit mir zu reden! G ib mir die Kontrolle über meinen Körper  wieder und kriech in den Dreck zurück aus dem du gekommen bist sonst schwör ich dir wirst du das bereuen. Du wirst es bereuen dass du mich überhaupt angerührt hast und ich werde einen Weg finden dich…-
<So viel Mühe. Soviel unnütze Verschwendung von Energie.>
                                                                                                                                                                         
Die Stimme  unterbrach meine Gedanken. Diesmal klang sie erstaunt, fühlte sich verwirrt an ,fast schockiert. Gleichzeitig wirkte das Wesen unsicher, allerdings nur für einen Moment. Anstelle der Verwirrung war da jetzt Frustration aber auch Selbstsicherheit . Es wusste was zu tun war.  
<Wenn Kontrolle alles ist was du möchtest, gut.  >  

Für den Bruchteil einer Sekunde fühlte ich wie sich der Klammergriff des Yirks ein wenig lockerte.
Ich konnte meine Augäpfel wieder bewegen, meinen Kopf.
Ich hatte  die Kontrolle über meine Lippen zurück!.
Meine Stimme ich könnte...-
<Ich denke nicht dass du das tun kannst. > Sagte der Yirk spöttisch und klang dabei fast wie meine kleine Schwester.  < Das war ein sehr  schlechtes Benehmen Mensch. Du kannst von Glück reden, dass ich so geduldig mit dir bin. >

 Noch ehe ich auch nur einen Laut von mir gegeben hatte war alles wieder wie vorher . Ich war wieder ein Gefangener meiner Selbst.  

NEEEIN!!!. nein!, nein!, nein!, nein! nein!
<Ich denke  doch . >  Da war ein  Hauch von Bedauern,  aber dafür viel mehr Ärger und schließlich Entspannung...Selbstsicherheit! Meine Emotionen waren ihm vertraut. Es wusste dass ich kurz davor war aufzugeben und die fiese Gedankenstimme wurde zu einem schaurigen Flüstern.
<Jede einzelne Ritze deines Gehirns vollkommen mit meinen Sekreten durchtränkt. Meine Neuronen sind  fest verbunden mit deinen Nervenzellen . Ich kann jeden deiner Gedanken in meinen eigenen fühlen. Ich kann auf deine Erinnerung zugreifen und sie zu meinem Vorteil nutzen.  Hör auf zu kämpfen. Dieser Körper gehört mir. >

N E I N!. Nein.  Bestimmt träume ich das alles nur!  Dachte ich krank vor Angst und Ekel stumm für mich selbst.
Das k a n n   alles ganz einfach nicht wahr sein. So etwas gibt es nicht und es sitzt da auch sicher kein ekelhafter ausserirdischer Hirnparasit  in meinem Kopf !. Sicher bin ich nur irgendwie übergeschnappt oder ich träume das alles nur. Ja!, genau das ist es !. Das ist alles nur irgendein verrückter Traum und jeden Moment werde ich aufwachen !. Ich werde aufwachen  z u h a u s e  in meinem Bett , ganz für mich allein und mich über das alles hier totlachen.

<Nein Mensch, L o u .> Wieder die Stimme des Yirks in meinem Kopf. Sie klang nun sehr ernst und zum aller ersten Mal sprach sie mich auch direkt mit meinem Namen an ohne dass ich ihn  verraten hätte.  
<Kein Traum. Es ist eine Tatsache dass es für dich keine Möglichkeit gibt etwas an deinem momentanen Zustand zu ändern . Ich  w e i ß auch  dass du versuchst dich selbst zu belügen in dem du mich  in der dritten Person ansprichst. Dass du dir einredest an einer Geisteskrankheit zu leiden aber  es ist zwecklos . Dein Wille ist irrelevant. Du wirst meine Anwesenheit akzeptieren und als erstes Zeichen deiner Kapitulation wirst du mich ab sofort direkt  ansprechen. Meine Bezeichnung lautet  Issrin Neun-Acht-Fünf vom Ya-Terash-Pool, aber Ich gestatte dir mich  Issrin zu nennen. Entweder du tust es oder du wirst  deinen Ungehorsam bereuen.>

Ich soll es mit seinem N a m e n ansprechen?, dachte ich verwirrt  und voller Angst vor dem was es mit mir machen würde wenn ich es nicht tat. Wie soll ich das machen?. Warum?.

< Du wirst es tun weil ich es w i l l .  Als es darum ging mich zu beschimpfen und mir zu drohen, warst du weit weniger  unentschlossen .> Spottete der Yirk.  
<Also gut I s s r i n > Sagte ich nun, und richtete meine volle Aufmerksamkeit auf diese körperlose Stimme. Gleichzeitig versuchte ich mich irgendwie zu beruhigen, obwohl ich in meinem tiefsten Inneren das Gefühl hatte jeden Moment auseinander zu brechen.  <Was willst du von mir? >
   <Dummes Menschenwesen hör auf meine Zeit zu verschwenden! Du  w e i ß t  es!. Beende den Widerstand . Akzeptiere mich. E r g i b  dich .  Noch sagst du  niemals. Aber  wie bereits erklärt hast du auf kurz oder lang  keine andere Wahl . Abgesehen davon will ich mich nicht dazu gezwungen sehen dich zu brechen.   Es widert mich an wenn Wirte  geistig träge und abgestumpft sind. Vollkommen unfähig eine kompliziertere Unterhaltung zu führen  oder auch nur zu  d e n k e n. Wenn du dich ergibst kannst du ein gutes Leben   haben. Sobald du mich von deiner Willigkeit überzeugt hast darfst du sogar  diesen Körper wieder benutzen .Ich bin ein guter Meister und halte mehr vom Belohnen als von Strafen.>
<Kann sein, dass du ein guter Meister bist aber ich bin ein schlechter Sklave.>

Das Ding -Issrin- war entspannt und ich weiß nicht warum aber ich hatte das Gefühl seine  Kontrolle hätte sich wieder gelockert so wie vorhin und es sei genau jetzt  der richtige Moment. Ich setzte alles auf eine Karte und stemmte mich in einem letzten verzweifelten Aufbäumen mental gegen den Yirk.
Ich wehrte mich mit aller Kraft die ich irgendwie  aufbringen konnte gegen die fremde Kontrolle und stellte mir gleichzeitig so fest wie ich konnte vor wie ich ich meinen eigenen Körper steuerte.
Wie es sich anfühlte, meine Hände zu bewegen, wie es war zu schreien.
LAUT! und so lange bis mir die Kehle brannte.

Leider allerdings nur mit mäßigem,  beziehungsweise kaum sichtbaren Erfolg.  Meine Fingerspitzen zitterten ein ganz kleines bisschen und die Gesichtsmuskeln rund um die Mundpartie ebenso .Mehr geschah nicht. Aber dennoch , obwohl es nicht viel war, kaum ein Erfolg und noch viel weniger ein Sieg schien es der außerirdische Sklaventreiber  in meinem Kopf ganz und gar nicht lustig zu finden.

Die gerade noch beinahe entspannte gönnerhafte Laune seinerseits schlug plötzlich in rasende Wut um, in Panik!
Noch ehe ich es mich versah fühlte ich nur noch dass Es irgendetwas in meinem Gehirn aktivierte.   Da war kein  Schmerz und auch sonst  nichts Physisches  denn meinen Körper  fühlte ich nur distanziert und wie von weit her .
Viel mehr war es so wie ich mir eine ausgewachsene Psychose  oder einen drogenmäßigen Horrortrip  vorstellte.
Alles was ich war schien einfach nur in Flammen zu stehen. In Aufruhr und gepeinigt von einer sich ins Unermessliche steigernden , grenzenlosen Todesangst. Issrins Wut fegte durch den mir verbliebenen Rest meines Verstandes wie eine Feuerwalze. Die Panikattacke   schien mein Ich aufzulösen  und riss  mich schließlich fast auseinander.
Erst als ich vor Entsetzen ohnmächtig wurde hörte es  auf.

Zu mir kam ich erst wieder ein paar Stunden später. Inzwischen war es draußen vollkommen dunkel geworden .Ich hatte ein Nachthemd an, lag frisch geduscht in meinem Bett und starrte zum Fenster hinaus oder besser gesagt Issrin sah hin und ich tat es auch da ich keine andere Wahl hatte.
Gleichzeitig tauchten vor meinem inneren Auge lägst vergangene Szenen aus meinem Leben auf während sich ohne mein zutun immer mehr Erinnerungen offneten Der Yirk- tastete sich  geübt und mit unglaublicher Geschwindigkeit durch meinen Verstand um möglichst schnell alles über mich und mein Leben zu erfahren .Es fühlte sich fast so an  wie Finger die  routiniert durch einen schon zig male gelesenen Roman blättern und hundert prozentig wissen wo sie welchen Absatz finden.
<Du bist wach, gut. Noch mehr und ich  hätte dich verletzt. Bedauerlicherweise war es notwendig. Du musstest diszipliniert werden und ich habe Erfahrung darin einen rebellischen Wirtsgeist niederzuschlagen . Eine weitere Konfrontation mit mir wäre nicht ratsam >
Sagte das Alien plötzlich zu mir als es meine nun wache Anwesenheit bemerkte und zog gleichzeitig die Aufmerksamkeit von meinen Erinnerungen zurück.
Die Bilderflut stoppte augenblicklich und ich spürte wie sich Issrins Verstand stattdessen voll und ganz meiner Person  zuwandte.
Sie - inzwischen hatte ich nämlich entschieden dass dieses Wesen eindeutig eher weiblich als männlich wirkte- klang aufgeräumt und fast freundlich während sie fortfuhr :
< Ich bin nicht   grausam . Daher wirst du einer erneuten Bestrafung auch entgehen wenn du dich an die Regel hälst: G e h o r c h e  ,   nichts weiter. Deine Erzeugerin  hat übrigens keinen Verdacht geschöpft . Warum sollte sie auch? Menschen glauben das was sie sehen... Ah .Natürlich ist da auch noch das Kleine die  S c h w e s t e r . Sie hat mich  über den Freundschaftsklub ausgefragt . Sie ist neugierig   und  denkt zu viel .  Ich sollte mich mit ihr befassen um sie zu beruhigen .>
<NEIN!.  lass Emily  zufrieden!, du  bist nicht ihre Schwester du dreckiges Monster! >
Schrie ich Issrin an noch ehe ich es verhindern konnte . Im selben Moment wo es aus mir heraus war bereute ich es bereits .  
< B i t t e, sagte ich deshalb in Gedanken und versuchte mich zu beruhigen.  
< Bitte Issrin ich flehe dich an, nicht Em. Nicht meine Familie  . Mach mit mir was du willst , Ich werde mich  ergeben und  alles tun was du von mir verlangst, in Ordnung?  aber bitte lass meine Familie aus dem Spiel .>

Panik kam in mir hoch als die Yirk nicht sofort antwortete denn sie sagte die Wahrheit.
Niemand würde bemerken oder auch nur jemals ahnen dass dieses stille unauffällige Mädchen namens Lou in ihrem eigenen Kopf verloren war.  
Alle würden auf die Scharade hereinfallen und diesem bösen Alien blind ins Messer laufen wenn es  das nur wollte.

<Ja. >
Sagte Issrin schließlich nach dem sie mich lange genug hatte zappeln lassen .
<Niemand wird erfahren  wer ich bin. W a s  ich bin  .Es bleibt ein Geheimnis hier in diesem Kopf. Was  Emily betrifft, sie ist sicher. Das Kind  und die Mutter sind unwichtig für uns und ich lasse sie in Ruhe. Für den M o m e n t . Dieser Moment lässt sich übrigens ausdehnen. Solange du  gehorchst und sie keine Gefahr darstellen, werde i c h  alles  tun um deine Familie  herauszuhalten. Darauf gebe ich dir mein Wort und ich habe die Angewohnheit  meine Versprechen zu halten. Solltest du aber noch ein einziges Mal versuchen gegen meine Kontrolle zu rebellieren oder  einen beleidigenden Gedanken  d i r e k t  an mich richten,  wird deine Schwester der erste Wirtskörper sein den ich meinen Artgenossen bringe.>
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