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The Huntsman and the ice queen

von KateTris
GeschichteAbenteuer, Drama / P12
Eric OC (Own Character) Sara
11.11.2016
14.03.2017
10
9.766
2
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Dieses Kapitel
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07.01.2017 1.044
 
Plötzlich sauste die Klinge von Erics Messer auf Freya zu, die seinen Arm abfing. Erics Hemd fror ein. „Du hast es gewusst… Nicht wahr? Du hast gewusst, dass sie dich hintergeht und doch hast du sie verschont…“, sie ließ Erics Arm los. Vier Huntsmen nahmen Doreena und Nion mit. Zwei kamen zu mir ich wehrte mich, nutzte alle meine Kräfte um ihnen zu entrinnen, doch Freya hatte andere Pläne. Mit einem Hand wink fror sie meine Füße am Boden fest, sodass die Huntsmen ein leichteres Spiel hatten. Sie drehten mir die Arme auf den Rücken und banden sie dort zusammen, dann führten sie mich zu Sara, nachdem Freya mich von ihren eisigen Fesseln befreit hatte. „War dir meine Lektion endlich eine Lehre?“, fragte Freya, während Eric sich den Arm rieb. „Stillt euer Herz, Königin des Winters, legt die Welt in ein Grab aus Eis, dass ändert nichts. Die Liebe überdauert.“, meinte Eric. Freya drehte sich zu ihm. „Vielleicht hast du recht, wollen wir es herausfinden?“, fragte sie. Sie stellte sich vor Sara. „Töte ihn!“, befahl sie und ging weiter. „Nein! Tu es nicht Sara! Du liebst ihn doch!“, schrie ich, doch es brachte nichts. Sara drehte sich um und nahm dann Tulls Pfeil und Bogen.


Ein sausen.

Der Klang des Todes.


Alles drehte sich, als Eric beinahe in Zeitlupe zu Boden fiel, den tödlichen Pfeil in der Brust. Und ich konnte rein gar nichts tun, ich sah dabei zu wie er starb. Die Huntsman schwang sich auf ihr Pferd, mich setzte man ebenfalls auf eines. Ich leistete keinen Widerstand, ich konnte es nicht, denn ich war wie gelähmt. Alles um mich herum verschwamm und bevor der schwarze Mantel der Bewusstlosigkeit sich über mich legte spürte ich wie wir losritten.


Ich erwachte erst als wir bereits in Freyas Königreich waren. Der Weg zu ihrem Palast war nicht mal mehr einen halben Tagesritt entfernt. Über meinen Schultern lag ein dicker Mantel aus Fell. Ansonsten wäre ich wohl bereits erfroren. Vorsichtig richtete ich mich auf, mein Rücken protestierte. „Das muss äußerst schmerzhaft gewesen sein…“, murmelte eine mir nur allzu bekannte Stimme neben mir. „Was?“, fragte ich die Königin des Winters, die neben mir auf ihrem Eisbär ritt. „Seinen einzigen Bruder sterben zu sehen und nichts dagegen unternehmen zu können.“, antwortete sie. „Woher…“ „Ich weiß mehr über dich als jeder andere hier…“, unterbrach sie meine Frage. „Nun bist du ganz alleine in dieser kalten Welt… Schließ dich mir an, ich werde für dich sorgen… Du wirst niemals das Gefühl haben alleine zu sein.“, bot sie mir an. Stumm starrte ich weiter geradeaus. „Denk darüber nach…“, mit diesen Worten ritt sie an die Spitze.


Wir kamen auf dem Hof an. Die Armee ritt auseinander. Eine Hälfte nach links, die andere nach rechts. Nur Tull, Sara, Freya und ich ritten geradeaus, wobei mein Pferd geradeaus gelenkt wurde, ich konnte es ja nicht selber lenken. „Tull, bring die Zwerge in die Halle und bring den Spiegel in mein Heiligstes.“, befahl die Königin, nachdem die drei abgestiegen waren und Tull mich von meinem Pferd gehoben hatte. Tull wandte sich ab. „Willkommen zuhause.“, wandte sie sich an Sara und mich. „Du weißt wohin mit ihr.“, meinte sie zu Sara, die daraufhin schweigend meinen Arm packte und mich zum Verließ führte. Dort schnitt sie meine Fesseln durch und schubste mich, noch bevor ich die Chance hatte etwas zu tun in meine Zelle. Ohne ein weiteres Wort wandte sie sich ab und verschwand. Wie früher lief ich ein Mal an der Wand entlang. Hier gab es nicht viel zu tun, das war meine einzige Beschäftigung gewesen außerhalb des Trainings. Doch ich fürchtete dieses Mal war es aussichtslos. Also ließ ich mich in der Mitte des Raumes nieder, senkte im Sitzen den Kopf und flüchtete mich wie so oft in meine Gedanken.


Es war bereits dunkel als ich in der Realität ankam. Vor der Zellentür flackerten die Fackeln, das erkannte ich durch den schmalen Schlitz in der massiven Tür. Ich senkte meinen Kopf wieder um erneut in meine Gedanken zu flüchten, als der Riegel der Tür sich zurückschob und diese langsam geöffnet wurde. In der Tür standen ein Huntsman und ein scheinbar neues Kind. Ich erkannte, was das werden sollte: Einerseits war es ein Test, Freya ließ das Kind testen, ob es liebe oder desgleichen empfand. Andererseits brachte es mir mein Essen um zu vermeiden dass ich flüchtete. Die Königin wusste das ich einen Huntsman ohne zu zögern niedergeschlagen hätte, bei Kindern sah das anders aus. Das kleine Mädchen kam herein, ich bewegte mich nicht vom Fleck. Sie sah aus wie ich damals, nur dass sie giftgrüne Augen hatte. Als sie vor mir in die Hocke ging und das Tablett abstellte bemerkte ich, dass mir eine Träne über die Wange rann. Das letzte Mal, dass ich geweint hatte lag bereits Jahre zurück. Ich war gestürzt, Mutter hatte mich getröstet, das war das letzte Mal gewesen. Ich weinte nicht als ich ihren Händen entrissen und entführt wurde, ich weinte nicht, als ich geschlagen und gefoltert wurde und ich weinte nicht als ich meinen Bruder sterben sah, doch jetzt kam es in mir hoch. Dieses kleine Mädchen erinnerte mich so sehr an das Mädchen, das ich früher einmal war, an das, das ich nie wieder sein würde.


Die kleine kam näher. Kaum merklich schüttelte ich den Kopf, dennoch wischte sie mir mit ihrem kleinen Finger die Träne von der Wange und umarmte mich darauf. Ich bewegte mich nicht, wehrte mich nicht. Doch der Huntsman beendete es indem er das Kind von mir wegzerrte und den Riegel der Tür wieder vorschob, nachdem er mit dem Mädchen die Zelle verlassen hatte. Kurz darauf hörte ich wie sich ein zweiter Riegel vorschob und ein bitteres Schluchzen erklang. Noch immer saß ich in der Mitte meiner Zelle. Keinen Millimeter hatte ich mich bewegt. Schweigend betrachtete ich das Tablett, welches ich gleich darauf zur Tür stieß. Ich war schuld, dass dieses unschuldige kleine Mädchen nun in einer dieser kalten Zellen saß. Langsam erhob ich mich, um mich gleich danach in einer der Ecken nieder zu lassen. Stumme Tränen rollten mir über die Wangen und so fiel ich in einen unruhigen Schlaf.

So das wars für heute, ich bedanke mich noch einmal an die drei Review-Schreiber und gehe das nächste Kapitel schreiben.
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