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The Huntsman and the ice queen

von KateTris
GeschichteAbenteuer, Drama / P12
Eric OC (Own Character) Sara
11.11.2016
14.03.2017
10
9.766
2
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29.12.2016 1.079
 
Die Nacht brach herein und wir entzündeten ein Feuer. Sara machte grade ihre Schulter frei um eine Wunde auszubrennen. Eric beobachtete sie dabei. Sara hatte, ebenfalls wie ich, Narben, nur das sie bei ihr lediglich auf dem Rücken zu sehen waren. Der Huntsman kam näher. „Wenn ich dir dankbar sein soll, ich bin es.“, murmelte sie, konzentriert auf ihre Arbeit. Mir hatte sie bereits gedankt, wofür auch immer. „Aber nicht mehr.“, stellte sie klar. Sie pustete auf ihre wunde, dann drehte sie sich zu mir. Ich verstand und hielt ihr meinen Arm hin. Einer der Kobolde hatte mich übel erwischt. Vorsichtig legte sie die glühende Pfeilspitze auf die Wunde. An schreien war nicht zu denken, das tat ich aus Reflex nicht. Damals wollte ich meinen Peinigern diese Genugtuung nicht geben. Nachdem sie die Pfeilspitze runternahm pustete ich ebenfalls auf meine Wunde. „Was genau soll ich den bitte machen?“, fragte Eric. Sara betrachtete ihre Wunde. „Du denkst es geht um dich?“, fragte sie. „Nein…“, flüsterte Eric. Leise erhob ich mich und ging zu den Zwergen. Das war eine Sache zwischen den Beiden.


„Na, was tun die Beiden da?“, fragte Mrs. Bromwyn. „Es sah nach einem Streit aus aber jetzt…“, ich sah zu den Beiden hinüber. Sie küssten sich gerade. Ich sah wieder weg. „Ah…“, machte Mrs. Bromwyn. „Und was machen die Beiden?“, mit einer Kopfbewegung deutete ich auf Nion und Doreena. „Die Beiden hatten ihren Spaß, jetzt schlafen sie. Das sollten wir auch machen. Morgen wird es ein langer Marsch.“, meinte sie und legte sich hin. Ich nickte und ließ mich auch nieder.


Es stürmten Huntsmen von allen Seiten in das kleine Dorf. Sie nahmen alle Kinder mit die dort lebten. Eine schwangere Frau wurde weggestoßen, als sie versuchte ihren Sohn zu retten. Als das Kind wenige Tage später kam, starb die Mutter bei der Geburt. Sie war zu schwach. Das ihr Sohn entführt wurde und sie nicht wusste wie es ihm erging war zu viel gewesen. Die letzten Worte der Mutter lauteten: „Bringt sie in ein anderes Dorf. Lasst nicht zu das sie auch entführt wird. Legt ihr meinen Ring in die Wiege.“, murmelte sie, zog sich den Ring mit letzter Kraft vom Finger und reichte ihn der Hebamme.

Das starke und wunderschöne Mädchen wurde in das nächste Dorf gebracht, doch die Ziehmutter war bereits alt und Krank und starb nach einem Jahr. Sie wurde in ein anderes Dorf geschickt. Dort blieb sie zwei Jahre, dann befahl der Mann seiner Frau das Kind wegzugeben, da er eifersüchtig war. Seine Frau widmete dem Kind mehr Zeit als ihm. Im nächsten Dorf blieb sie fünf Jahre, dann kamen die Huntsmen auch in dieses Dorf und entführten sie zusammen mit den anderen Kindern. Den Ring hatte sie damals an einem Lederband um den Hals getragen, da er ihr noch zu groß war. Während der Fahrt hatte sie ihn sich unter ihr Hemd gesteckt. Niemand durfte ihn ihr wegnehmen. Sie kannte die Geschichten um die Huntsmen und war bereit alles zu tun um dort wegzukommen. Aber ihr eigentliches Ziel war es, niemals in den Krieg zu ziehen, sie könnte niemals jemanden töten, dafür war ihr kleines und vor allem starkes Herz viel zu rein. Damals wusste sie bereits, dass ihre Eltern nicht die Leiblichen waren. Ihre Zieheltern waren immer ehrlich zu ihr gewesen.

Als der Wagen schließlich auf den Hof von Freyas Eispalast fuhr wurden die Kinder ausgeladen. Das kleine Mädchen war schlau. Sie versteckte sich unter einem Leinentuch und wartete ab. Nachdem sie sich sicher war nichts zu hören warf sie einen Blick nach draußen. Es waren wenige Wachen dort, also wagte sie es. Schnell warf sie das Tuch beiseite und sprang vom Wagen. So schnell sie konnte lief sie auf das Tor zu, doch eine der Wachen fing sie ab. Man brachte sie in ein Verließ und sperrte sie dort ein. Sie erhielt Einzelunterricht und wenn sie sich weigerte wurde sie geschlagen. Irgendwann, Jahre später, war sie eine richtige Huntsman, besser als jeder andere. Man brachte sie zu Freya, es war das erste Mal seit ihrer Gefangenschaft, dass sie das Tageslicht erblickte. Diese befahl ihr in den Krieg zu ziehen. Das Mädchen weigerte sich. Es artete in einem Kampf aus, der damit endete, dass Freya sie mit ihren Kräften aufhalten musste. Sie wurde erneut eingesperrt. Der Unterricht wurde immer leichter, die Schläge weniger…



Mit einem Ruck wachte ich auf. Es war eisig kalt und das war hier ungewöhnlich. Mrs. Bromwyn war ebenfalls erwacht. In der Ferne hörte ich Pferde. Etwas stimmte hier ganz und gar nicht. Gryff war nun ebenfalls wach. Wir drei standen auf. Nion und Doreena erhoben sich gleich darauf. Langsam liefen wir den Reitern entgegen, Sara vorneweg, wir folgten. Es kamen immer mehr Reiter, eine ganze Armee. „Huntsman, wer sind die?“, fragte Gryff. „Wachse über dich hinaus Bruder.“, meinte Nion. Aus der Mitte der Armee ritt Freya auf ihrem Eisbär. Nein…  Sara stand vor uns allen, dann folgten Eric und ich und zuletzt die Zwerge. Freya stieg ab. „Eric… Mein Eric. Deine Königin hat dich vermisst…“, sagte Freya in eisigem Ton. „Ihr seid nicht meine Königin, Freya.“, erwiderte er. „Ich werde immer deine Königin sein.“, meinte sie. „Stimmt das nicht, Sara?“, fragte sie. „Weißt du…“, sie ging auf Sara zu, „… du hast sie im Stich gelassen, Eric. Ich nicht. Ich habe sie erlöst, von der Verzweiflung. Machte sie zu meiner Speerspitze, meinem gehärteten Stahl…“, sie fror die Spitze von einem von Saras Zöpfen ein und zog sie so in unsere Richtung. Nun sah Sara zu uns. „Sie verwüstete Königreiche, und zwang Männer, so wie dich, in die Knie…“, sie ließ Saras Zopf los, „Sie ist alles, was du nicht bist. Ich brauchte sie nur zu dir zu schicken, und schon führtest du sie zu dem Spiegel. So armselig…“, sie lief an Eric vorbei auf die Zwerge zu, mich ließ sie außer Acht. Zu mir würde sie garantiert noch kommen und mir grauste es bereits davor. „Oh… wer sind denn die? Zwerge! Die sind ja wie Kinder…“ „Wir sind beileibe keine Kinder, blöde Königskuh!“, unterbrach Mrs. Bromwyn. Das würde noch Ärger geben… „Amüsant… Bringt mir den Spiegel.“, befahl sie. „Dazu müsst Ihr mich erst töten!“, meinte Doreena. Ich schüttelte den Kopf. Sie hatte das echt nicht verdient… „Nein… Das muss ich nicht…“, murmelte die Königin. Doreena zog ihren Dolch. Nion stellte sich mit den Worten: „Doreena, nein!“, vor sie und wurde zusammen mit ihr eingefroren. Eines der Pferde spielte verrückt. „Ganz ruhig!“, beruhigte der Huntsman sein Pferd.
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