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The Huntsman and the ice queen

von KateTris
GeschichteAbenteuer, Drama / P12
Eric OC (Own Character) Sara
11.11.2016
14.03.2017
10
9.766
2
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Dieses Kapitel
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09.12.2016 1.161
 
Einige Zeit später saßen wir aufgeteilt in drei Kanus. Mrs. Bromwyn zusammen mit Gryff, was ich immer noch für eine schlechte Idee hielt, Nion zusammen mit Doreena und Eric, Sara und ich im Dritten. Mir persönlich wäre es lieber gewesen in einem der anderen Kanus mitzufahren, aber mir blieb keine Wahl. Sara war auf der Hut, sie wusste, dass ich gut war, wenn es darum ging andere zu bezirzen und zu manipulieren. Während also die anderen alle paddelten, saß ich ganz hinten in unserem Kanu und genoss die Fahrt, wenn man das so nennen konnte, immerhin war ich eine Gefangene. Ich blendete die ganzen Gespräche aus und konzentrierte mich auf mein Umfeld. Die wenigen Feen spielten ihre Musik, die Bäume wiegten sich im Wind und der Fluss plätscherte vor sich hin. Alles in einem eine schöne Melodie. So versank ich in meine Gedanken, verzog mich an den einzigen Ort, an dem ich frei war.


Mit einem Ruck wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Unser Kanu schaukelte. „Das ist ja mal ein unberechenbares Gewässer!“, meinte Eric gerade. Sara warf ihm wütende Blicke zu. Wieder einmal ein Streit und ein sinnvolles Gespräch zwischen den Beiden. Ich verdrehte die Augen. „Das… das bin nicht ich!“, meinte Eric. Sara drehte sich wieder nach vorne. „Du bist ein ganz schöner Trottel.“, stellte Sara fest und verkniff sich ein schmunzeln. „Du auch.“, sagte er, woraufhin Sara auflachte. Nach ein paar Sekunden ertönte ein Pfiff. „Wir sind da.“, murmelte Sara.


Am Ufer angekommen stiegen wir alle aus. Wie immer war ich die langsamste, aber was erwartete man schon? Immerhin war ich gefesselt. Nun liefen wir durch eine Art Schlucht. Eric schlug sich durch Wurzelwerk, wir warteten hinter ihm. Nachdem er uns einen Weg hindurch geschaffen hatte, liefen wir weiter. Mal wieder lief ich dicht neben Sara, wenn ich den Abstand zwischen uns nur einen Zentimeter vergrößerte zog sie mich wieder näher ran. Die vier Zwerge liefen hinter uns. Sara fasste an einen Stein an dem etwas haftete und betrachtete die Substanz dann an ihren Fingern. Währenddessen sah ich mich um. Überall lagen überwucherte Skelette, generell war hier eine Menge Natur. Unter etwas Laub zog Sara etwas hervor. „Was hast du gefunden?“, fragte Nion. „Einen Feuerstein und Stahl.“, erzählte sie. „Ihr Blut riecht nach Teer.“, stellte Eric fest, nachdem er an einen Baumstamm fasste, auf dem die Gleiche Substanz klebte, wie auf dem Stein, den Sara angefasst hatte.  Am Wegesrand, wenn man das einen Weg nennen konnte, lag ein toter Kobold. Wir drei gingen daran vorbei, die Zwerge verweilten einen Moment dort, was sie sagten hörte ich jedoch nicht, es war nur ein murmeln und wir waren schon ein Stück weiter gegangen. Die Zwerge holten das Stück wieder auf.


Vor einer Hängebrücke aus Ranken und Wurzeln blieben wir stehen. „Seht mal!“, meinte eine der Zwerginnen. Eric ging als Erster hinüber. „Seht zu, dass ihr nicht reinfallt!“, warnte Eric. Erst jetzt bemerkte ich das unter der Brücke ein Fluss aus dampfendem Gold floss. „Das ist verrückt!“, stellte Gryff fest und das erste Mal seit wir uns begegnet waren, war ich seiner Meinung. „Wo eine Brücke ist, ist auch ein Weg.“, erklärte Sara und steckte ihre Waffen weg. Dann lief sie, ich direkt hinter ihr, über die Brücke. Die Zwerge folgten. Wir liefen an einem Hügel entlang, ich ließ den Zwergen den Vortritt, da Sara gerade nicht auf mich achtete, und ich so etwas Abstand zwischen sie und mich brachte. Eric spähte um eine Ecke, von meiner Position aus, sah ich nicht, was sich dort befand. Jedoch sah ich etwas anderes. Vor mir lag, von etwas Laub bedeckt ein Dolch, wahrscheinlich von einem der Vorgänger, die hier rumsklettierten. Er war wertlos, ein Stück Metall, das nicht einmal glänzte, aber um die Fesseln durchzuschneiden, reichte er allemal. Leise und ohne ein Geräusch bückte ich mich und hob den Dolch auf. Mit einer schnellen, fließenden und vor allem leisen Bewegung durchschnitt ich meine Fesseln. Den Dolch steckte ich weg und dass Seil, mit dem ich vor Sekunden noch gefesselt war, wickelte ich locker um meine Handgelenke um mich im Notfall schnell befreien zu können und um Sara nicht zu zeigen, dass ich nun frei war.


„Sie haben sich gegenseitig umgebracht!“, flüsterte Eric plötzlich. „Wie die Soldaten der Königin!“, erkannte einer der Zwerge. Ein Ast knackte. Eric sah zu uns. Gryff war auf einen Zweig getreten und sah schuldbewusst zu Boden. Der Huntsman wandte sich wieder nach vorne. „Und jetzt?“, fragte Mrs. Bromwyn. „Jetzt machen wir, was wir uns vorgenommen haben. Haltet ihn verhüllt, und seht auf keinen Fall hinein!“, wies Eric an. Wir nickten alle, dann bewegten wir uns weiter vorwärts, Eric vorneweg. Eric und Sara liefen nebeneinander, ich hinter ihnen und ganz hinten liefen die Zwerge. Auf einmal sprang uns ein Kobold in den Weg. Er schnaufte und knurrte. Ich bewegte mich so wenig wie möglich, genauso wie die anderen. Er schnüffelte einen nach dem anderen ab. Eric zuckte zurück, ich blickte ihn fasziniert an und die Zwerge, tja die hatten andere Problem, denn Mrs. Bromwyn hatte wohl etwas eingesteckt, was dem Kobold nicht so ganz gefiel. Ich packte den Dolch, als ich sah, dass Sara und Eric ebenfalls ihre Waffen zur Hand nahmen. „Kacke…“, murmelte Mrs. Bromwyn, bevor der Kobold brüllte und Sara ausholte und ihm eine verpasste. Dafür landete sie ein paar Meter weiter im Laub.


Das Seil ließ ich nun endgültig fallen. Eric kämpfte gegen den Troll, setzte seine Äxte sinnvoll ein und schubste ihn weg. „Der Spiegel, lauft!“, rief er den Zwergen zu, während nun ich an der Reihe war. Der Kobold warf ein Stück Holz auf mich, welches ich mit einem Tritt abwerte. Sara trat den Kobold, was ich ausnutzte um meinen Dolch zu werfen, der in seinen Arm schnitt und dann auf den Boden fiel. Eric nutzte wieder seine Axt und trat dem Troll dann ins Gesicht. Der Kobold schwang sich auf einen Baum und brüllte. Solange wir kämpften waren die Zwerge mit dem Spiegel beschäftigt. Das Vieh brüllte noch einmal Ohrenbetäubend laut. Er sprang vom Baum und trat Eric auf den Boden. Dieser versuchte sich schnellstmöglich aufzurichten, was der Kobold verhinderte indem er Eric mit seinen Hörnern noch einmal zu Fall brachte. Sara schlitterte auf dem Laub zu der schreienden Kreatur und warf ihr Schwert, sodass es in seiner Brust stecken blieb. Ich übernahm den letzten Zug. Ich rannte auf die Felswand zu, neben der das Vieh stand, stieß mich ab und riss den Kobold in einem eleganten Rückwärtssalto an den Hörnern zu Boden. Sara zog ihre Waffen aus dem Kobold, Eric richtete sich auf und ich steckte den Dolch ein, nachdem ich ebenfalls aufgestanden war. „Habt ihr gesehen?“, fragte ich stolz und machte die Bewegung mit meinem Finger nach. Saras Blick verriet mir was sie dachte. „Lass uns das später ausdiskutieren.“, meinte ich. Sie nickte außer Atem und blickte zu Eric.


So das nächste Kapitel. Und vielen vielen dank an Cookie für ihr liebes Review, das mich ermutigt hat weiter zu machen :3
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