The Huntsman and the ice queen

von KateTris
GeschichteAbenteuer, Drama / P12
Eric OC (Own Character) Sara
11.11.2016
14.03.2017
10
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Ich saß neben ihr. Einer lag auf dem Boden, zwei weitere saßen auf einem Stein.

Womöglich sollte ich weiter ausholen.


Freiwillig hatte ich, soweit ich denken konnte, noch nie etwas gemacht. Das war auch dieses Mal der Fall. Zwar war ich schon seit ziemlich langer Zeit eine Gefangene, es machte mir schon lange nichts mehr aus in dem dunklen Verließ zu sitzen, das ich mein Zuhause nannte, doch es war nun das erste Mal seit langer Zeit der Gefangenschaft, dass ich das Tageslicht erblickte.


Es dämmerte bereits als Sara, eine von Freyas Huntsmen sich neben mir niederließ. Ein weiterer Huntsman, Eric war sein Name, lag auf dem Boden und zwei Zwerge, Halbbrüder wie wir durch ihr ununterbrochenes Geplapper in Erfahrung gebracht hatten, saßen auf einem Stein. Sara hatte die drei im Schlepptau gehabt als sie wieder in der Ruine ankam in der wir heute untergekommen waren. Alle drei waren gefesselt. Sara hatte mir nichts von Freyas Plänen verraten, das einzige was ich wusste war, dass Sara Eric am liebsten an die Gurgel springen würde. Sie schärfte ihre Klingen, den Blick auf Eric gerichtet. Gedanken verloren sah ich ihr dabei zu, wobei mein Blick hin und wieder auf Eric fiel. Mir erging es ähnlich wie ihm, jedoch gab es feine Unterschiede zwischen meiner und seiner Situation. Zum Beispiel wollte Sara mich, im Gegensatz zu ihm, nicht umbringen. Meine Handgelenke, waren ebenfalls mit einem Fachmännischen Knoten zusammengebunden, einen entscheidenden Unterschied gab es noch: Ich war bei Bewusstsein, er nicht.


Wir waren nun schon Tage unterwegs. Man hatte mich unsanft aus meiner Zelle geschubst, ich hatte gedacht sie würden mich zu meinem täglichen Training bringen, jedoch banden sie meine Hände zusammen und brachten mich zu Freya. „Was wollt Ihr?“, hatte ich sie angegiftet. „In so einem Ton spricht man nicht mit seiner Königin…“, belehrte sie mich mit ihrer eisigen Stimme. „Ihr seid nicht meine Königin.“, antwortete ich ebenso eisig. „Das war ich schon immer, mein Kind. Nun, kommen wir zu dem Grund, weshalb ich dich herbringen ließ. Du kennst doch Sara, das Mädchen, welches von ihrer Liebe verraten wurde und ebenfalls im Verließ saß.“, fing sie an. „Ja, sie war in der Zelle neben meiner.“, antwortete ich. „Du wirst dich mit ihr auf die Suche nach jemandem begeben.“, meinte sie. „Wieso sollte ich?“, fragte ich.



Ich hatte nie einen Grund gehabt zu fliehen, eine richtige Familie, die ich hätte vermissen können, hatte ich nie. Anfangs hatte ich es dennoch versucht, wurde aber von den anderen aufgehalten. Freya ließ mich einsperren, ich erhielt Einzel Unterricht, wurde von Tag zu Tag besser. Irgendwann war ich so gut, dass ich die Anderen um Längen übertrumpfte. Dann ließ Freya mich zu sich bringen und befahl mir mit den Anderen in den Krieg zu ziehen. Ich weigerte mich. Es artete in einem Kampf zwischen mir und den anderen Huntsmen, unter ihnen Sara und Eric, aus. Ich gewann haushoch, sodass Freya mich mit ihrer Magie zurückhalten musste. Erneut wurde ich eingesperrt, erhielt weiterhin Unterricht und erblickte nie mehr das Tageslicht.


„Weil du keine andere Wahl hast.“, erklärte sie und winkte Sara herein. Ich hatte mich gut mit ihr verstanden, sie hatte genauso wie ich leid erfahren. Ihr wurde der Strick, der um meine Hände gebunden war, in die Hand gedrückt. „Du kennst den Plan. Macht euch auf den Weg.“, befahl Freya. So machten wir uns auf die Suche und vor einem Tag fanden wir ihre Spuren. Wir ritten eine Abkürzung und waren so einen Tag vor ihnen bei den Ruinen. Sara ließ mich in der Ruine, angebunden natürlich, und kam dann mit den dreien zurück.



Nach einer langen Zeit des Schweigens stand Sara auf und entzündete ein Feuer. Ich erhob mich ebenfalls. „Was ist zwischen euch beiden vorgefallen?“, fragte ich flüsternd. Sie starrte in die Flammen. „Er hat mich verlassen, ist weggelaufen als es darauf ankam. In einer Grotte unweit des Schlosses versprach er mir immer an meiner Seite zu bleiben…“, murmelte sie mehr zu sich selbst als dass sie mit mir reden würde. Ich nickte langsam und begab mich zu einer Wand, an der ich mich auf den Boden gleiten ließ. Es war ein anstrengender Tag gewesen. Vor allem zerrten die langen Ritte mit dem Pferd an meinen Kräften, denn es war nicht einfach mit zusammen gebundenen Händen zu reiten. Ich musste eingenickt sein, denn ich schreckte hoch als ich Saras aufgebrachte Stimme vernahm: „… aber ich hab mit meinen eigenen Augen gesehen wie du mich verlassen hast! Und gerade du solltest am besten wissen, dass Tull nicht in der Lage wäre mich zu töten.“ Sie hielt Eric einen Dolch an die Kehle. „Sara ich… ich…“ „Hör auf…“, unterbrach sie ihn. „Ich schwöre dir…“ „Sie hat mich in ihren Kerker gesperrt, sieben lange Jahre…“, unterbrach sie ihn erneut. Hallo? Und ich? „Als ich endlich entkommen bin, habe ich geschworen dass ich dich finde. Ich habe lange gebraucht… aber jetzt sind wir hier. Ehemann und Ehefrau…“ „Und dass glaubst du wirklich? Dass ich dich verlassen könnte?“, unterbrach nun er sie. „Ja…“, hauchte sie.


Plötzlich ergriff Eric in einer schnellen Bewegung den Dolch, zerschnitt seine Fesseln, brachte Sara zu Fall und hielt sie mit seinem Gewicht auf dem Boden. „Ach und du vergisst immer noch deine Balance, hm.“, meinte er schweratmend. Er lachte triumphierend. Uhrplötzlich hielt Sara ihm einen zweiten Dolch an den Hals. Natürlich, es wäre auch zu schön gewesen… „Und… sie hat noch ein Messer…“, meinte er lächelnd. „Oh, ja…ja, dass hätten wir dir sagen sollen.“, meinte der pummlige Zwerg. „Mhm.“, nickte Eric lächelnd. „Und es stecken noch mal zwei kleine in ihrem linken Stiefel…“, murmelte der schlankere der beiden Zwerge.  „Ach, ist nicht mehr wichtig.“, sagte er kopfschüttelnd. „Wenn dein Gesicht, das letzte ist, was ich sehen soll, dann bin ich dankbar.“, flüsterte er und sah Sara dabei in die Augen. Sie nahm ihr Messer runter. „Es sollte besser das letzte sein…“, flüsterte Sara und riss ihr Knie nach oben. Eric fiel stöhnend zur Seite. Gut getroffen, musste ich zugeben. „Ouuuuu“, ließ der pummlige Zwerg verlauten. Sara stand auf, während Eric mit der Faust auf den Boden schlug. „Ich mag sie nicht… Ich mag sie kein bisschen.“, stellte der schlanke klar. Immer noch stöhnend setzte Eric sich auf und stützte seine Hände auf seinen Oberschenkeln ab.  

So das ist das erste Kap, ich hoffe es gefällt euch :D
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