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Gedanken einer psychischen Matschbirne

KurzgeschichteAllgemein / P16 / Gen
11.11.2016
02.12.2019
19
14.489
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11.11.2016 315
 
Moin, moin.
Die Altersbegrenzung ist bewusst gesetzt, diese bunte Sammlung an Kurzgeschichten, die irgendwie das Leben als psychische Matschbirne beschreiben sind ehrlich, unzensierte Gedanken und Situationen. Es ist nicht die Absicht, dieses Werkes Depressionen und alles was bei mir dazu gehört zu verherrlichen, es erzählt die Welt, wie sie durch den Filter meiner Augen, Gedanken und Psyche gesehen wird. Erwartet also keinen objektiven Bericht, denn den gibt es meiner Ansicht nach nicht.

Elouise Damara Phinke




„Geht es dir gut?“

„Natürlich. Es geht mir immer gut, wenn meine Welt zerbricht.“

„Oh.“

Schweigen. Elend und wohltuend zugleich bis, ja bis der Blick kommt. Ein Schleier legt sich über meine Augen und ich will schreien. Will Schreien und weglaufen. Blöderweise stehen wir im Bus, meine Fluchtmöglichkeiten sind aufgrund der Menschen dezent gedämpft, genau genommen müsste ich mich an der Oma mit ihrem Rollator vorbeischlagen, über eine Kindergartengruppe, für die natürlich kein Mensch aufgestanden ist springen, und irgendwie durch die Tür hechten. Schreien fällt ebenfalls flach, zu gut erzogen, oder vielleicht auch zu viel Angst. Angst ist in der letzten Zeit mein ständiger Begleiter, eigentlich müsste ich es überwinden können. Um meinen Frust loszuwerden, denke ich alles was dir an den Kopf werfen möchte, bist du eigentlich wirklich so doof? Ich meine, ich musste die Schule aufgrund meiner Psyche abbrechen, habe deswegen nicht das Abitur erreicht, muss zweimal die Woche zu meiner Therapeutin, nehme jeden Tag Tabletten, und meine Mutter ist mit 46 Jahren ein vollpflegefall geworden. Natürlich geht beschissen. Ich balanciere an einem ziemlich schmalen Grad zwischen krank und gefährlich für mich selbst, nicht wissend auf welcher Seite ich mehr stehe aber wissend, das nicht mehr viel fehlt ehe es zurück in die Klapse geht.

Also, klar, es geht mir super. Immerhin habe ich einen Aushilfsjob, und hey, die Wunden an meinem Arm heilen, ehe ich sie wieder aufschneide. Was kann es denn schon besseres geben?
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