just forget the world.

KurzgeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P12 Slash
Lara Croft
11.11.2016
11.11.2016
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11.11.2016 2.603
 
Anmerkung:
Dieser OS ist ein Beitrag zu Runde 1 des Wettbewerbs Irgendwo dort oben 3 und wurde anhand der nachfolgenden Vorgaben geschrieben.

• Handlungsort: in einem Zeppelin
• Visuelle Inspirationsquelle: Bild eines brennenden Flugzeugs
• einzubauende Stichworte: Stratocumulus (Haufenschichtwolke), Notlandung, Kobold (Wetterphänomen)
• Geschichtentyp: Oneshot mit exakt 2000, 2500 oder 3000 Worten – gezählt mit Bluedoc
• Aufgabe A: einen weiblichen Hauptchar dieses Zitat von Paul Hindenburg verwenden lassen: „Nur wer gehorchen gelernt hat, kann später auch befehlen.“
• Aufgabe B: Der Text darf keine (direkten) Fragen enthalten.


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just forget the world.
Lara Croft x Samantha Nishimura

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Lara blickt missmutig nach draußen, die Beine überschlagen, die Arme verschränkt, sich in ihrem Stuhl zurücklehnend. Sie will nicht hier sein. Es ist ihr unangenehm keinen festen Boden unter den Füßen zu haben, auch wenn sie zugeben muss, dass dieses Gefährt exzellent darin ist einem vorzugaukeln man befände sich nicht in der Luft. Es wackelt kaum, fühlt sich fest und sicher an. Aber es ist und bleibt ein Luftschiff – so ziemlich der letzte Ort, an dem sie sein will.
Ein Seufzen entflieht ihren Lippen, während ihren Nacken kreisen lässt, die Lider kurz senkt. Sie ist noch müde von der vorangegangenen Reise, die sie über die letzten Tage erstreckte und endlich ihr Ende finden soll, wenn sie Osaka erreicht haben. Lara versucht sich zu entspannen, die Zeppelinfahrt wenigstens ansatzweise zu genießen, doch ein schmerzhaft verspannter Nacken und vor Müdigkeit brennende Augen machen das nicht einfacher. Ganz zu schweigen von ihren Gedanken, die hier ständig am rasen sind, noch präsenter als sonst. Sie hat kein Problem mit der Höhe an sich; das ganze ruft bloß unschöne Erinnerungen wieder wach, die sie liebend gerne ruhen ließe.

„Hier, dein Tee.“ Sams Stimme lässt sie kurz zusammenfahren und veranlasst sie dazu ihre Augen wieder zu öffnen. Schnell korrigiert sie ihre Haltung, dreht sich zu ihrer Freundin um, die sich dem Tisch nähert, die Finger um den Rand eines Plastiktabletts verkrampft, stets darauf bedacht, es gerade zu halten. Ein Lächeln huscht über Laras Gesicht, als sie Sam erblickt und in ihrer Mimik diese kindliche Begeisterung liest, die sie so liebt. Sie ist der Grund, aus dem die Archäologin überhaupt hergekommen ist, und zu sehen, dass die Reise den gewünschten Effekt erzielt und sie sich nicht umsonst dazu hat erweichen lassen ihre Jugendfreundin zu begleiten, macht sie glücklich. Zumindest kurzzeitig.
„Danke“, bringt Lara hervor. Ihr Stimme ist rau und trocken, weswegen sie gleich nach ihrer Tasse greift, als Samantha diese vor ihr abstellt. „Du bist ein Schatz.“ Tatsächlich ist Lara überaus dankbar dafür, dass die andere ihr die Aufgabe Getränke zu besorgen abgenommen hat; Sam hat noch nie ein Problem damit gehabt unter fremden Menschen zu sein oder sich in große Menschenmengen zu begeben, während Lara im Gegensatz dazu eher eine Einzelgängerin ist, die menschlichen Kontakt meidet, wo sie nur kann. Eine von vielen Hinsichten, in denen sie sich unglaublich gut ergänzen.
„Weiß ich doch“, erwidert Sam neckisch. Sie prostet Lara vom anderen Tischende aus zu. „Cheers.“ Die Brünette verdreht jedoch bloß die Augen. „Genau, du hast dein genauso süßes wie hochprozentiges Gesöff und ich … stoße einfach mit meinem Tee an“, bemerkt sie spöttisch. Nun ist es Sam, die genervt schnaubt. „Wenn du schon so eine Langweilerin sein musst, kannst du wenigstens Prost sagen und deine Tasse heben. Dürfte nicht zu viel verlangt sein“, entgegnet sie bissig. Die beiden Frauen tauschen einen vielsagenden Blick, die Stimmung scheint angespannt, aber dann müssen sie beide lachen. „Cheers“, wiederholt Lara schließlich. Sie verstehen sich einfach zu gut um über solche alltäglichen Kleinigkeiten einen Streit vom Zaun zu brechen. Das Cocktailglas mit dem bunten Schirmchen klirrt am Rand ihrer Teetasse und beide trinken einen ersten Schluck.

Die Anwesenheit ihrer besten Freundin hebt Laras Laune immer an, aber dennoch fühlt sie sich hier längst nicht so wohl wie diese, die die Reise nach Japan überhaupt erst organisiert und auch die Zeppelinfahrt von Tokyo nach Osaka – eine unter Touristen durchaus beliebte Attraktion – gebucht hat. Samantha kann verflucht stur sein, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat – und sie hat darauf bestanden, dass Lara sie begleitet, um sich einen schöneren Eindruck von Japan, Sams Heimat, zu verschaffen, nachdem Yamatai ihrer beider Erinnerungen alles andere als positiv geprägt hat.
Draußen reiht sich ein Stratocumulus an den nächsten und Lara seufzt erneut, als sie ihren Blick von ihrem Gegenüber abwendet, um die bauschigen Wolken zu beobachten. Sie darf sich nicht zu viele Gedanken machen. Dann wird sie das hier schon überstehen ohne durchzudrehen. Ganz sicher. Doch in ihrem Kopf ist sie längst nicht mehr an Bord eines vergleichsweise sicheren Zeppelins, sondern zurück an jenem Ort, der alles veränderte – allein und ungeschützt auf einer unbekannten Insel.

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Ein Flugzeug erscheint am Himmel, wie das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels – der erste Hoffnungsschimmer seit ihrer Ankunft an diesem mysteriösen Ort, vielleicht ihre einzige Möglichkeit von hier wegzukommen. Lara hört sich selbst schreien, um die Aufmerksamkeit des Piloten zu erhaschen. Sie rudert wild mit den Armen. Ihr Herz klopft ungewohnt schnell in ihrer Brust, so unendlich laut, lauter noch als der grollende Donner in der Ferne. Hoffnung keimt in ihr auf. Zum ersten Mal seit Langem.

Doch ehe das Flugzeug in greifbare Nähe rückt, ist da ein lautes Scheppern, ein Zischen, einen Knall, als würde die Luft selbst zerreißen – ein weiterer von vielen Blitzen erhellt den Himmel, trifft dabei genau auf den rechten Flügel der Maschine. Jener Maschine, die sie von hier wegbringen sollte und in der mindestens zwei Menschen sitzen, welche ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um die Crew der Endurance in Sicherheit zu bringen. Laras Herz, das gerade noch bis zum Himmel schlagen wollte vor Freude, rutscht der jungen Frau nun sprichwörtlich in die Hose. Der Donner klingt noch lange nach und sie spürt, wie auf einen Schlag alles in ihr taub wird.

Lara atmet tief durch, zitternd, bekommt nicht genug Luft, selbst wenn sie ihre Lungen bis zum Anschlag füllt und erst dann wieder ausatmet; aber sie beschließt nach dem Flieger inklusive Besatzung zu suchen. Er kann nicht weit sein und es ist besser nach dem Wrack zu suchen als gar nichts zu tun.
Seit sie auf Yamatai angekommen sind, hat Lara gelernt, dass es keine Verschnaufpausen gibt, wenn man ums Überleben kämpft. Sie hat gelernt Schockmomente zu überwinden, jeglichen Kummer beiseite zu schieben um für ihren Überlebenswillen Platz zu machen. Und genau das tut sie nun ein weiteres Mal. Verdrängt ihre Enttäuschung, verdrängt all die Verzweiflung in ihrem jungen Herzen, das sich so fest ans Leben klammert, dass es schmerzt, und macht sich auf den Weg. Immer den Rauchschwaden nach, so gut sich diese durch den Regen erkennen lassen. Ansonsten dem inneren Kompass folgen. In der Hoffnung, der Pilot wäre noch am Leben, eventuell auch der Co-Pilot, einer von beiden hätte eine Notlandung hinbekommen, sich in Sicherheit gebracht, wenigstens das, kein Menschenleben vergeudet, vielleicht, mit viel Glück, wenn auch ihre Rettung ins Wasser gefallen ist.


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„Das ist mal wieder typisch“, meint Sam gerade, als ihre Stimme wieder zu Lara vordringt. "Nie hörst du zu!" Es dauert einen Augenblick, bis die Brünette wieder vollständig in der Gegenwart angekommen ist. Ihr Kopf schmerzt, ihre Kehle ist trockener denn je und sie muss einige Male blinzeln, ehe sie sicher sein kann, dass sie mit Sam am Cafeteriatisch des Luftschiffs sitzt und nicht in einer kleinen Nische in den Bergen von Yamatai, Schutz vor einem Unwetter suchend, vor den Solarii, vor Himiko und ihren untoten Wächtern.
Sie sieht Sams Gesicht vor sich und für eine Sekunde scheint es zu verschwimmen. Sie sieht eine Erinnerung, nicht die reale Sam, sondern die Sam mit Blumen im Haar, Sam, die Hülle für Himikos Seele, Sam, die sie unbedingt retten muss, und die Gedanken rasen wieder und geraten beinahe außer Kontrolle … Aber dann kneift sie sich selbst fest in den Unterarm, unterm Tisch, sodass Sam es nicht sehen kann, führt ihre Tasse wieder zu ihrem Mund und beginnt sich die Schläfen zu massieren, gegen das unangenehme Dröhnen in ihrem Schädel.
„Ich höre dir zu“, räumt sie ein, während ihre freie Hand zu ihrer Freundin hinüber huscht. Raue, klamme Fingerspitzen streifen über deren Handrücken. „Erzähl ruhig weiter.“ Lara versucht ein Lächeln, obschon sie weiß, dass Sam sie gut genug kennt, um ihr anzusehen, dass etwas nicht stimmt. Eine Weile schweigen sie. Sam hat ihren Cocktail längst getrunken, Lara leert ihren Tee eilig, um zu überspielen, dass die Stille sie nervös macht.
„Vielleicht könntest du auch etwas Alkoholisches vertragen“, schlägt Sam irgendwann vor. Sie wirkt nun nicht mehr so unbeschwert wie es für sie üblich ist, sondern besorgt, was auch in ihrer Stimme mitklingt. „Ich weiß, du trinkst selten, aber vielleicht ... vielleicht bringt dich das ein Bisschen runter.“ Nun ist sie es, die ein aufmunterndes Lächeln zeigt und Laras Hand ergreift, fest und sehnsuchtsvoll. Ihre Finger verschränken sich wie von allein miteinander. Lara muss mitlächeln; sie kann gar nicht anders. Aufrichtig, wenn auch ein wenig gequält. Sam und sie kennen sich schon seit Ewigkeiten, und doch ist es für sie immer noch neu ihrer Freundin auf diese Art nah zu sein, schließlich hat sich diese Beziehung erst nach ihrer Exkursion mit der Endurance entwickelt, auch wenn sie beide schon lange davor Gefühle füreinander hatten – bloß ohne das Wissen der jeweils anderen.

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Sie kann gar nicht sagen, wann oder wie es passiert ist. Oder was 'es' eigentlich ist. Es bloß so, dass sie sich einander mit jedem Tag, den sie wieder in ihrer gewohnten Umgebung, in der Zivilisation, verbringen, mehr verbunden fühlen. Dass es ihr vorkommt als habe das Erlebte sie noch enger zusammengeschweißt und vor allem auf eine ganz neue Art zusammengeführt.

Lara kann es nicht benennen, aber irgendetwas ist passiert, als sie Sam in die Arme schloss und tausend Küsse auf ihrer Stirn, ihrer Wange, ihren Schläfen verteilte. Irgendeine unsichtbare Grenze wurde überschritten, als Sam sagte: 'Du hast mich gerettet. Ich wusste du würdest mich retten.' Und irgendein ungeschriebenes Gesetz, dass die Freundschaft als Freundschaft definiert hatte, ist in dem Moment aufgehoben worden, in dem sie sich ein paar Sekunden zu lang in die Augen sahen, sich beide ein Bisschen zu sehr nach einem Kuss sehnten, den dann schließlich Sam anfing, noch ganz erschöpft, aber überschwänglich vor Erleichterung.

Lara lächelt, seufzt wohlig auf, als sie an diesen Moment zurückdenkt. Sam blickt sie fragend an, neugierig wie eh und je, aber die Archäologin schüttelt sachte den Kopf und beugt sich zu ihr hinunter, um sie ein weiteres Mal zu küssen. Sam liegt in ihrem Arm, den Kopf auf ihre Brust gebettet, nuschelt irgendwelche Kommentare über den Film, der gerade läuft, vor sich hin. Ein paar Kerzen brennen, die Akteure des Comedystreifens flimmern über den Bildschirm und Lara denkt und fühlt nichts; außer, dass sie zum ersten Mal seit Wochen  glücklich ist.


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„Vielleicht brauche ich auch einfach … eine andere Umgebung“, erklärt Lara nach einigen weiteren Minuten angespannten Schweigens. „Ich mache mir ständig Gedanken. Ohne es zu wollen. Jede Sekunde rechne ich mit einer neuen Katastrophe, mit einem roten Kobold, der uns trifft, oder sehe Mathias hinter der nächsten Ecke, oder –“
„Weißt du, ich habe keine Ahnung welche Wetterphänomene uns hier gefährlich werden könnten – bei strahlendem Sonnenschein und einem klaren blauen Himmel mit Schäfchenwolken – oder ob du jetzt doch eher ein Fabelwesen meinst“, scherzt Sam zur Antwort. Sie beugt sich vor und streicht der anderen mit über den Unterarm und anschließend, während sie sich über den Tisch hinweg nach ihr ausstreckt, über die Wange. „Ich weiß nur: Du machst dir immer zu viele Sorgen. Ich kenne dich nicht anders. Du warst vor Yamatai schon so. Aber ich weiß auch, dass du ganz anders sein kannst. Dass du Spaß haben kannst. Und ich glaube nicht, dass diese blöde Insel daran etwas geändert hat.“
Für einen unendlich langen Moment sehen sie sich bloß in die Augen, sonst nichts. Lara spürt Samanthas warme Hand auf ihrer Haut. Sie bedeckt sie vorsichtig mit ihrer, hält sie fest und dreht sich leicht zur Seite, sodass sie einen Kuss auf die Handfläche drücken, ihr Gesicht für einen Augenblick daran verbergen kann. Es ist ein zärtlicher Moment, der ein wohliges Kribbeln in ihrem Bauch aufsteigen lässt und dafür sorgt, dass sie für kurze Zeit vergessen kann, wo sie sind und weswegen sie überhaupt die Sorge plagt.

„Du wirst mich jetzt zur Bar begleiten“, entscheidet Sam kurzerhand, als Lara ihre Hand wieder freigibt. „Und komm mit nicht mit aber!“ Ihre Finger legen sich um das Handgelenk ihrer Freundin, um diese sanft, aber bestimmt mit sich zu ziehen. „Du weißt doch: Nur wer gehorchen gelernt hat, kann später auch befehlen.“ Dabei hebt sie einen Finger, wie eine strenge Lehrerin, setzt einen seriösen Tonfall auf. Lara muss über die gespielte Ernsthaftigkeit ihrer Freundin lachen, weil diese überhaupt nicht zu Samanthas eigentlichem Charakter passt.
„Den Spruch hast du doch von Reyes geklaut“, witzelt sie, ein Schmunzeln auf den Lippen, bringt jedoch keine weiteren Einwände vor und lässt sich von Sam aufhelfen. „Das tut gar nichts zur Sache“, antwortet diese. „Gehorch mir jetzt, dann bin ich nach der Landung mucksmäuschenstill. In Osaka kannst du dann die Befehle erteilen. Das ist der Deal. Keine Widerrede.“
Sie schlendern zum Tresen, um das Geschirr abzugeben, und Sam bestellt zwei Cocktails. Lara betrachtet ihr Getränk skeptisch. Sie ist kein Fan von Alkohol, aber als sie kurz daran nippt, befindet sie das Gemisch für akzeptabel und erwidert Sams erneutes Zuprosten ohne sich zu beklagen.

„Na also“, meint die Jüngere nach einigen Minuten, als beide ihre Drinks schon zur Hälfte geleert haben. Ein Grinsen breitet auf ihrem hübschen Gesicht aus. Unterdessen wandert ihre Hand zu Laras Hüfte, an der Wirbelsäule entlang bis zum Nacken hinauf, um dort in sanften, kreisenden Bewegungen zu verharren. „Ich krieg' dich schon noch dazu Spaß zu haben. Hab ich bisher noch jedes Mal.“ Sam rückt näher an die andere heran; nah genug, dass diese ihr Parfüm riechen kann, und den Hauch von Alkohol und Grenadine in ihrem Atem. „Wie früher.“
„Du hast mich ständig in irgendwelche Clubs geschleppt“, erinnert sich Lara. Einerseits ein wenig mürrisch, da sie noch nie begeistert vom Nachtlebens gewesen ist, andererseits aber auch mit einem Hauch von Nostalgie; obwohl die übliche Mischung aus Tanzen und Trinken nicht ihre Welt ist, hat sie an diesen Abenden immer viel Spaß gehabt – dank Sam und den Stunden, die sie zusammen auf der Tanzfläche verbracht, auf Clubtoiletten geplaudert oder in dunklen Ecken rauchverhangener Bars ihre ersten Küsse ausgetauscht haben, damals noch freundschaftlich, wie man das eben hin und wieder unter Alkoholeinfluss mit der besten Freundin tut. „Das waren Zeiten ...“ Lara rollt mit den Augen, grinst jedoch zugleich.
Sie fängt den Strohhalm – etwas ungeschickt – mit ihren Lippen auf und nimmt einen großen Schluck. Der Alkohol ist stark, aber es ist guter Alkohol, der eine angenehme Wärme hinterlässt. „Wundervolle Zeiten“, ergänzt Sam lachend. Ihre Hand lässt nun wieder von Laras Nacken ab, fährt hinab zu deren Taille, sodass sie sie noch näher zu sich heranziehen kann.

Ihre Gesichter sind nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt, Sam schenkt ihr einen langen Blick aus dunklen, einladenden Augen, in denen sie sich viel zu gern verliert, wie schon so oft, ehe sich ihre Lippen in einem süßen Kuss treffen.
Lara hat mittlerweile verdrängt, wo sie sich befinden, auch wenn da Wolken und winzig kleine Landschaften an ihnen vorbeiziehen. Ihre Gedanken laufen auf Hochtouren, laufen miteinander um die Wette, verlaufen sich im Sand und verrinnen ineinander, aber dieses Mal auf eine ganz andere Art als vorhin.

Typisch Sam, denkt Lara und lächelt unwillkürlich in den Kuss hinein. Es ist wirklich eine ganz erstaunliche Eigenart ihrer Freundin, dass man in ihrer Gegenwart nur allzu leicht den Rest der Welt vergessen kann.
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