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A new hope

von Pangirl
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Coriolanus Snow Gale Hawthorne Haymitch Abernathy Johanna Mason Katniss Everdeen Primrose Everdeen
07.11.2016
15.12.2020
75
231.969
8
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
07.11.2016 857
 
Hey,
endlich das erste Kapitel der versprochenen Fortsetzung zur Fanfiction Gale: "Ich melde mich freiwillig als Tribut"
Nach langem Überlegen kamen schließlich doch einige Plotbunnys bei 11000 m Höhe angehoppelt und so stehen die Ideen für den nächsten Teil meiner Fanfiction erst einmal fest.
Der erste Teil ist die Verständnisgrundlage auf der ich aufbaue und sollte deswegen vorher gelesen werden.

Ich hoffe einmal die Woche ein Update posten zu können, doch in der kommenden Klausurenphase kann ich keine Versprechen geben.

Das Rating wird höchstwahrscheinlich nach einigen Kapiteln noch auf 18 erhöht, damit ich auf Gewaltszenen besser eingehen kann.

Über Reviews mit Verbesserungsvorschlägen freue ich mich jederzeit und sie steigern meine Motivation am Weiterschreiben. So habt ihr auch einen Vorteil davon ;)

Genug geredet, jetzt erst einmal viel Spaß beim ersten Kapitel :)

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"Wir haben es geschafft!" Gale steht triumphierend auf einer kleinen Lichtung vor dem Höhleneingang. Doch ich weiß, dass er es nicht wegen unserem Gelingen gesagt hat, sondern um das Versagen des Kapitols zu betonen. Ich sehe mich wortlos um, ohne den Unterschied zur Arena zu erkennen. Ich fühle mich irgendwie losgelöst, als hinge ein Teil von mir noch immer dort fest zwischen all dem Grauen der letzten Tage.

Als ich den Schrei höre, stürze ich reflexartig auf den nächsten Baum zu und klettere am Stamm entlang hoch.

"Katniss, das passiert alles nur in der Arena", ruft er mir laut zu und ich schaue ihn wütend an. Was wenn ihn jemand gehört hat?

Ein gedämpftes, dröhnendes Geräusch ertönt und ein Hovercraft erscheint am Himmel. Ich drücke mich tief in den Schatten der Blätter während die nächste Leiche aus der Arena transportiert wird. Alles woran ich denken kann, ist das es mich auch hätte treffen können. Anstatt zu verschwinden kreist das Hovercraft einmal über der Arena. Das ist der Augenblick, indem ich Gewissheit habe, dass Snow uns nicht für tot glaubt. Mit einer seltsamen Ruhe klettere ich zurück auf den Boden.

"Mögen die Spiele beginnen", sarkastisch und klar schallt meine Stimme über die Lichtung . Dann wende ich mich ab und laufe los, dorthin wo der Wald am Dunkelsten scheint.

Bisher hatte Snow nichts persönliches gegen mich, stattdessen war ich ein Tribut wie all die anderen auch, ausgelost um in den Spielen zu sterben, um den Distrikten zu zeigen wer der Stärkere ist und die Macht besitzt. Doch von dem Moment an, indem ich an Flucht gedacht habe, ist es persönlich geworden. Schließlich kann er nicht zulassen, dass Tribute einfach verschwinden und ihn so zum Gespött ganz Panems machen. Von nun an hat er nur noch ein Ziel, mich umzubringen, doch im Gegensatz zum Anfang der Spiele hängt jetzt auch die Macht des Kapitols von diesem Mord ab. Ich habe nicht vor Snow die Aufgabe abzunehmen, so wie Fuchsgesicht, auch wenn die Situation noch so ausweglos erscheinen mag.

Während ich weiter ziellos in den Wald hineinlaufe um möglichst viel Strecke zwischen mich und die Arena zu bringen, höre ich seine leisen Schritte hinter mir. Trotzdem drehe ich mich nicht um, sondern stapfe weiter und versuche Klarheit in meine Gedanken zu bringen. Ich habe viele Dinge gesagt, von denen ich nicht mehr weiß, ob sie noch der Wahrheit entsprechen. Besonders der Satz am letzten Tag vor der Arena bereitet mir Kopfzerbrechen. 'Ich liebe dich' damals war er ehrlich gemeint, zumindest größtenteils. Ich wusste was er hören wollte und ich brauchte ihn zum Festhalten während meine Welt zerbrach. Wenn man sich sicher ist, dass man die nächsten Wochen nicht überlebt, fällt es einem viel leichter solche Gefühlserklärungen auszusprechen, obwohl ich nicht wusste, ob ich diese Gefühle wirklich besaß.

"Katniss", er tritt absichtlich auf einen trockenen Ast, bevor er hinter mir stehenbleibt, "wo willst du hin?"

"Weiter", ich verlangsame kurz meine Schritte, dann falle ich in mein altes Tempo zurück. Einige Sekunden lang weiß ich nicht ob er mir noch folgt. Vieles wäre einfacher, falls er es nicht tun würde, trotzdem bin ich erleichtert als ich seine Schritte wieder hinter mir höre. Ich brauche ihn noch immer, obwohl ich weiß, dass ich ihn nicht verdiene, weil ich ihm nicht das Geben kann was er möchte. Wir befinden uns in einer Pattsituation während ich wortlos voran stapfe und er mir folgt. Doch wie lange wird er das noch tun bevor er die Hoffnung aufgibt? Und wie soll ich ihm erklären, dass die Dinge in den Spielen zwischen uns auch nur wegen der Spiele passiert sind? Dass ich ihn gebraucht habe um die Zeit zu überleben?
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